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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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arnaoutchot
Moderator
#32977 erstellt: 05. Feb 2026, 21:09
@Brahms: Ja, die späten Stücke op. 116ff gefallen mir auch gut, kannte ich zum Teil. Die Variationen auf der ersten CD fand ich ehrlich gesagt etwas ermüdend. Spieltechnisch macht Jimin das auf jeden Fall gut.

@Noack: Daumen hoch von mir 👍.... hatte ich hier schon mal gehört. War ein witziges Programm.
*Elfriede*
Hat sich gelöscht
#32978 erstellt: 06. Feb 2026, 00:46

arnaoutchot (Beitrag #32975) schrieb:
@Elfriede: Bitte wenigstens Komponist, Titel und Ausführende auch im Klartext erwähnen. Wenn das Bild nicht mehr gehostet wird, steht da nur noch unnachvollziehbarer Datenmüll ! Danke.


Danke für den Hinwies, Ich habe ein paar Details in meinen Posts ergänzt.

Viele Grüße
Christian
*Elfriede*
Hat sich gelöscht
#32979 erstellt: 06. Feb 2026, 00:54

arnaoutchot (Beitrag #32975) schrieb:

Hier Brahms - Klavierstücke - Jimin Oh-Havenith - audite 3CD 2025. Jimin ist eine koreanische Pianistin, die mit dem deutschen Pianisten Raymund Havenith verheiratet war und im Duo spielte, dieser verstarb aber offensichtlich schon früh. Ich verfolge ihre immer interessant gespielten Aufnahmen schon eine ganze Weile, auch weil die Aufnahmequalität ihrer Alben bei audite beispielhaft gut ist. Jetzt hat sie sich mal den ollen Johannes vorgenommen. Details zum Inhalt klick the pic.


Ich habe von Jimin Oh-Havenith die folgende Aufnahme.
Die Aufnahme ist der erste Teil einer geplanten Serie von drei CDs, die Jimin Oh-Haveniths persönliche Sicht auf Schumanns Werk präsentiert.
Sie wurde im Mai 2022 aufgenommen und im März 2023 veröffentlicht.
Die CD beinhaltet unter anderem Schumanns erste Klaviersonate in fis-Moll op. 11 und die Fantasie op. 17.
Das Album wurde vom Label Audite veröffentlicht.

Ich finde die Künsterlin gut, die Musik des Komponisten sowieso. Aber es ist leider wieder einer der typischen Aufnahmen. Man hört nur die Saiten des Klaviers. Der hölzerne Klangkörüer des Klaviers wird wahrscheinlich bei Masterting (oder evtl. schon bei der Aufnahme) fast vollständig unterdrückt. Aber vielleicht liege ich mit meiner Einschätzung auch falsch und es ist Resultat der akustischen Gegebenheiten des Orts der Aufnahme, die Immanuelskirche in Wuppertal.

amazon.de

Piano Sonata No. 1 in F-Sharp Minor, Op. 11
I. Introduzione. Un poco adagio - Allegro vivace
II. Aria
III. Scherzo - Intermezzo
IV. Finale. Allegro un poco maestoso

Fantasie in C Major, Op. 17
I. Durchaus phantastisch und leidenschaftlich vorzutragen
II. Mäßig. Durchaus energisch
III. Langsam getragen. Durchweg leise zu halten


[Beitrag von *Elfriede* am 06. Feb 2026, 01:02 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#32980 erstellt: 06. Feb 2026, 09:38

*Elfriede* (Beitrag #32979) schrieb:
Aber es ist leider wieder einer der typischen Aufnahmen. Man hört nur die Saiten des Klaviers. Der hölzerne Klangkörper des Klaviers wird wahrscheinlich bei Masterting (oder evtl. schon bei der Aufnahme) fast vollständig unterdrückt.


Danke für die Ergänzungen 👍.

Ich kann nachvollziehen, dass es die unterschiedlichsten Klangphilosophien gerade bei der Aufnahme eines Solo-Klaviers gibt, die einem auch je nach Abspielequipment und Raum mehr oder weniger zusagen. Kannst Du mal ein paar Aufnahmen nennen, die Deines Erachtens den Klangkörper des Klaviers gut abbilden ? Nur damit ich das verstehe. Die audite-Klavieraufnahmen finde ich generell schon recht gut, auch wenn Ludger Böckenhoff die Aufnahmen nicht mehr in MCh veröffentlicht.
Hüb'
Moderator
#32981 erstellt: 06. Feb 2026, 13:00
jpc.de
Johannes Brahms (1833-1897)
Klavierstücke opp.116-119
(7 Fantasien op. 116; 3 Intermezzi op. 117; 6 Klavierstücke op. 118; 4 Klavierstücke op. 119)

Paul Lewis
Harmonia Mundi, Aufnahmejahr ca.: 2021, Erscheinungstermin: 21.1.2022

Wenn hier gebrahmst wird, kann ich schlecht nein sagen, zumal Klavier solo bei mir viel zu selten auf den Tisch kommt.

Die Stücke opp. 116–119 ähneln Tagebuchseiten. Kurze Formen, oft kaum drei Minuten lang. Lewis behandelt sie nicht als Miniaturen, sondern als Gedanken - jedes bekommt Gewicht, ohne aufgeblasen zu wirken. Sein Grundtempo ist meist eher ruhig, aber nie schleppend. Er lässt Pausen stehen, ohne dass die Spannung absackt.

Auffällig ist Lewis' Klarheit. Er phrasiert sehr deutlich, fast klassisch. Man hört sofort die Struktur: Basslinien, Mittelstimmen, Gegenbewegungen. Dadurch klingen selbst die dunklen Intermezzi nicht schwülstig, sondern konzentriert. Gerade op. 117 profitiert davon: statt melancholischer Nebel entsteht etwas Intimes.

In den dramatischeren Stücken (etwa op. 116 Nr. 3 oder op. 118 Nr. 1) vermeidet er den großen romantischen Gestus. Er spielt kraftvoll, aber nicht mit einer Extraportion „Brahms-Pathos“. Die Akkorde haben Gewicht, ohne "Gehämmere". Die Spannung kommt nicht aus reiner Lautstärke.

Sehr gelungen sind die Übergänge zwischen Dur und Moll - beste (späte) Brahms-Magie. Lewis kostet diese harmonischen Kippmomente ideal aus aus.

Klanglich passt das gut: relativ trockene, unmittelbare Aufnahme, kein überhalliger Wohlfühlteppich. Man sitzt gefühlt zwei Meter vom Flügel entfernt. Für diese Musik und meinen Geschmack ideal.

Was die Aufnahme besonders macht: Sie versucht nicht, „letzte Worte“ zu sein. Kein existenzielles Abschiedspathos, keine Altersweisheit-Inszenierung. Stattdessen: reflektierte Kammermusik für Klavier. Dadurch wirkt das Ganze erstaunlich modern.
Wer Brahms spätromantisch schwelgerisch sucht, wird woanders wahrscheinlich glücklicher. Wer die Musik als konzentrierte, intime Gedanken hören will, bekommt hier eine sehr überzeugende Lesart.

Viele Grüße
Frank
op111
Moderator
#32982 erstellt: 06. Feb 2026, 14:02
Hallo zusammen,

arnaoutchot (Beitrag #32980) schrieb:
Kannst Du mal ein paar Aufnahmen nennen, die Deines Erachtens den Klangkörper des Klaviers gut abbilden ? Nur damit ich das verstehe.

ich würde ebenfalls gerne anhand von verbreiteten Aufnahmen verstehen, welche das Klavier (Flügel) deiner Einschätzung nach gut und weniger gut wiedergeben.

Beispiel: Keith Jarrett - Köln Concert. nah mikrofoniert, gläsern, scharf, wenig Korpus ...
oder ähnlich.


Franz


[Beitrag von op111 am 06. Feb 2026, 14:04 bearbeitet]
op111
Moderator
#32983 erstellt: 06. Feb 2026, 14:17
Die Einspielung der späten Klavierwerke Brahms' , die mir zuerst vorlag, ist die "klassische" von Wilhelm Kempff
Beispiel
Johannes Brahms (1833-1897)
Intermezzi op. 117 Nr. 1-3;
6 Klavierstücke op. 118;
4 Klavierstückeop. 119

Wilhelm Kempff (Klavier)
DGG Aufnahmejahr ca.: 1963 Ton.; Heinz Wildhagen

jpc.de

Aktuell anscheinend einzeln nur in einer völlig überteuerten CD mit UHQ-Esoterik-Appeal lieferbar.

Die alte LP klang DG-typisch etwas bassarm, mitten- und brillanzbetont aber sehr präsent ohne Hallsauce.


Franz


[Beitrag von op111 am 06. Feb 2026, 14:19 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#32984 erstellt: 06. Feb 2026, 15:04
In meiner Kempff-Box ist der gesamte Brahms auch enthalten - der Preis beim Fluss ist aber auch inzwischen Fantasie.

amazon.de

An Klavieraufnahmen mit sehr gutem Klang (nah, aber mit etwas Raum auf der Aufnahme, körperhaft, in den Höhen perlend) mangelt es eigentlich nicht. Beispielhaft würde ich 2 Aufnahmen nennen, Beatrice Rana mit Chopin, und Sudbin mit Scarlatti.

amazon.de

amazon.de

Der Fortschritt an Durchzeichnung gegenüber den 80-90er Jahren (Lupu, Pires, Arrau, auch Pogorelich - alles keine schlechten Aufnahmen) ist gewaltig, ohne jemals ins Harte oder Nervige zu geraten. Das positive Urteil gilt jedenfalls fürs Hören mit Kopfhörern, also ohne sonstige Raumeinflüsse.


[Beitrag von Mars_22 am 06. Feb 2026, 15:32 bearbeitet]
boltwoodit
Stammgast
#32985 erstellt: 06. Feb 2026, 15:53

boltwoodit (Beitrag #32966) schrieb:
...
Bei Honegger ist es jetzt (erstmal) Baudo geworden; bei 4,99€ für die mp3 aller fünf Sinfonien konnte ich einfach nicht widerstehen ...


Sry, wenn ich nochmal mit Honegger nerve - nee, die Baudo-GA ist es für MICH nicht; u.a. weil MIR der Klang nicht gefällt, der im direkten Vergleich mit der WDR/Naxos-CD fast schon "breiig" ist; bin ja eigentlich nicht so der Hi-Fi-Fanatiker, aber hier bin ich sehr froh, zuerst die klanglich besseren Aufnahmen erwischt zu haben, sonst hätte ich Honegger wahrscheinlich gleich "abgewählt" :). Momentan tendiere ich eher zu Dutoit als Plasson, weil ich mir davon die bessere Auflösung verspreche. Naja, ihr habt mir ja zum Glück auch noch weitere Aufnahmen empfohlen - iwas werde ich schon finden.

Btt - was ich gerade höre
Um es endgültig wirr zu gestalten (oben nörgelt er am Klang herum und jetzt kommt er mit Blecheimer-Aufnahmen daher ), noch eine kleine Nervung: die siebte Sinfonie von Schostakowitsch mit den BP unter Celibidache. Also erstmal ist das eine uralte Monoaufnahme die kaum restauriert wurde; klingt wirklich so, als würde im Nebenzimmer ein Grammophon stehen, dessen Schalltrichter schon deutlich bessere Tage gesehen hat; auch der Schellack-Pressling scheint an der Schlacht von Stalingrad selbst teilgenommen zu haben ; es ist eine Aufnahme bei der öfter etwas herunter- oder umfällt und mind. einer ist leicht erkältet. Das Dirigat von Celibidache ist auch nicht sonderlich aufregend - weder ist sie schroff (naja, Celibidache halt) noch melancholisch (ok, für das Adagio braucht er 22 Minuten, aber Haitnik nimmt sich dafür auch 21+ Minuten; Mrawinski "rattert" das in einer Viertelstunde runter).
ABER - und jetzt kommt das für mich erstaunliche - ich bereue die knapp 18 Euro dafür überhaupt nicht, denn die transportierte Stimmung ist für MICH absolut genial. Das ganze klingt, auch durch die Form, wie eine Erinnerung von jemandem, der damals dabei war; in einem meldodramatischen Film wäre das eine (erklärende) Rückblende in vergrieseltem Schwarz-Weiss; hier dauert die halt knapp 80 Minuten. Ich finde, das hat etwas, wenn man empfänglich für solche Stimmungen ist.

Viele Grüße
bolt


[Beitrag von boltwoodit am 06. Feb 2026, 16:03 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#32986 erstellt: 06. Feb 2026, 16:42
Nun, hier nervt im Normalfall niemand so schnell, hier wird allenfalls zu wenig geschrieben und leider oft schon lange nicht mehr nach sinnvoll enzyklopädischen Vorgaben.

Die Dutoit-Einspielungen müssten Dir eigentlich schon gefallen vom Klang her. Die habe ich öfters gehört - Baudo ist auf Empfehlung angeschafft und wohl bestenfalls einmal komplett - also vielleicht nicht einmal komplett - gehört worden. Das hat mich nun von der Erinnerung her keineswegs gestört, aber die Aufnahmen sind zumindest älter als die mit Dutoit (1990er versus unterschiedlich bezüglich der Jahrzehnte seit 1960 - zu bedeuten muss das freilich bekanntermaßen alles nichts haben.)

Leicht möglich zum Beispiel, dass ich erst mit Baudo einen besseren Zugang zur zweiten Sinfonie gefunden habe.

Karajan hat einen guten Ruf. Ansermet natürlich auch. Aber das wurde ja alles gesagt. Und um im Detail mehr sagen zu können, müsste ich alle Sinfonien mit Baudo und Dutoit wieder hören. Nicht gleich, aber ein paar Mitstreiter gibt es ja hier schon noch.

Wolfgang
Mars_22
Inventar
#32987 erstellt: 06. Feb 2026, 17:01

WolfgangZ (Beitrag #32986) schrieb:
hier wird allenfalls zu wenig geschrieben und leider oft schon lange nicht mehr nach sinnvoll enzyklopädischen Vorgaben.

Der ging an mich, oder? Zu recht, freilich.
Der Grund ist, dass eine Suche bei Amazing oder auch Spotify erfahrungsgemäß eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit hat, wenn ich eher als weniger als mehr Stichworte eingebe. Die komplette editorische Information führt bei Spotify ziemlich sicher ins Abseits, weil dann alles aufgelistet wird, für das eines der Stichworte gilt, etwa dass es bei Decca erschienen ist.

Wenn es drum geht, eine bestimmte Edition zu finden oder jemand 3x dasselbe Werk eingespielt hat, komme ich so natürlich nicht weiter.
WolfgangZ
Inventar
#32988 erstellt: 06. Feb 2026, 17:56
Nein, nein, das war ganz allgemein gedacht und schließt mich natürlich mit ein.

Doch da es mehrere Foren mit diesem Problem gibt und das hiesige ohnehin viel, viel breiter angelegt ist, wird man das nicht so leicht ändern.

Hin und wieder wird ja zugeordnet, und von unseren Moderatoren kann man beim besten Willen nicht erwarten, dass sie das übernehmen.

Doch vielleicht sollte ich manchmal mit gutem Beispiel vorangehen, zumindest wenn ich ein quasi neues Thema aufs Tapet bringe, zu dem es geordnetes Material gibt. Also zum Beispiel Allan Pettersson.

Auch Deinen Argumenten kann ich selbstverständlich folgen.

Ich melde mich halt in vier Foren immer mal wieder, wobei selbst in einer benachbarten Hauptstadt im Süden diese Pluralität jetzt stillschweigend toleriert wird, wenn auch gewiss insgeheim nicht gewünscht.

Wolfgang
*Elfriede*
Hat sich gelöscht
#32989 erstellt: 06. Feb 2026, 19:32

arnaoutchot (Beitrag #32980) schrieb:

Ich kann nachvollziehen, dass es die unterschiedlichsten Klangphilosophien gerade bei der Aufnahme eines Solo-Klaviers gibt, die einem auch je nach Abspielequipment und Raum mehr oder weniger zusagen. Kannst Du mal ein paar Aufnahmen nennen, die Deines Erachtens den Klangkörper des Klaviers gut abbilden ? Nur damit ich das verstehe. Die audite-Klavieraufnahmen finde ich generell schon recht gut, auch wenn Ludger Böckenhoff die Aufnahmen nicht mehr in MCh veröffentlicht.



op111 (Beitrag #32982) schrieb:
Hallo zusammen,

arnaoutchot (Beitrag #32980) schrieb:
Kannst Du mal ein paar Aufnahmen nennen, die Deines Erachtens den Klangkörper des Klaviers gut abbilden ? Nur damit ich das verstehe.

ich würde ebenfalls gerne anhand von verbreiteten Aufnahmen verstehen, welche das Klavier (Flügel) deiner Einschätzung nach gut und weniger gut wiedergeben.

Beispiel: Keith Jarrett - Köln Concert. nah mikrofoniert, gläsern, scharf, wenig Korpus ...
oder ähnlich.


Franz



Hallo zusammen.

Das ist eine berechtigte Frage, was meine ich mit meinem vorher Gesagten. Ich möchte, dass ein Instrument (oder eine Stimme) realistisch klingt. Was heißt das? Im Fall eines Klaviers möchte ich die Saiten und den Klangkörper hören. Auch ein Cello oder eine Geige sollte vom Körper her nicht klingen wie ein Ukulele. Weil sie das in der Realität einfach nicht tut. Bei einem Streichinstrument möchte ich nicht das Quietschen hören, wenn die Musik mit den Fingern über die Saiten rutschen, auch möchte ich nicht das Schnaufen des Interpreten hören. Warum will ich das alles nicht, weil man das auf einer Live-Veranstaltung nicht hört. Um quietschende Finger auf den Saiten oder Klappengeräusche bei Blasinstrumenten zu hören, muss man einen halben Meter daneben sitzen um das mitzubekommen. Man kann beispielsweise bei Streichinstrumenten (Geige, Cello, usw.) wenn man nur ein paar Meter entfernt sind, das Losbrechmoment des Gegenbogens von der Saite hören, also das leichte Kratzen wenn sich der Bogen ruckartig bewegt. Und je weiter man weg sitzt desto weniger ist es wahrnehmbar bis es dann ab einer bestimmten Entfernung komplett verschwindet. Ob die von mir beispielhaft angeführte Aufnahmen jetzt wirklich besser aufgenommen oder gemastert sind als meine aufgeführten Negativbeispiel, mag ich in diesem Zusammenhang gar nicht beurteilen. Ich will eher beurteilen klingt es für mich realistisch. Das ist zugegeben sehr viel persönlicher Geschmack und auch nicht jeder mag meine Meinung teilen.

So etwas finde ich bspw. gut
J.S. Bach*, Andras Schiff* – Goldberg Variations BWV 988 = Variations Goldberg = Goldberg-Variationen
Label: Decca – 417 116-2
Format: CD,
Country: UK
Released: 1986
amazon.de

Ein schöne Klassikaufnahme ist auch diese von Haydn, auch wenn eine standard Hifi-Anlage nicht mal ansatzweise ein Orchester wiedergeben kann.
Complete Symphonies (Ltd. Edition) - Antal Dorati
amazon.de


Ein Beispiel das für den Klang ruiniert ist folgende Aufnahme "Zuill Bailey's - Bach Suites" (BWV 1007-1012) als digitaler Download. Das Instrument klingt gut, es hört sich bei der Aufnahme so an als wenn man in einem nicht zu große Raum nicht all zu weit entfernt sind. Das ist alles gut. Aber warum muss man ein Mikrophon nahe des Halses und Griffbretts des Cellos platzieren? Quietschen der Finger und Schnaufen des Solisten. Das ruiniert die ansonsten gute Aufnahme.
Octave

Den Punkt, den Du bzgl Keith Jarrett aufführst ist genau, dass wovon ich spreche. Um das Klavier so zu hören müsste ich neben dem Pianisten auf der Klavierbank sitzen. Was man aber in den meisten Fällen nicht tut, sondern man sitzt idealerweise irgendwo auf den mittleren Rängen. Wann man jetzt ein Konzert besucht, dass von PA übertragen und verstärkt wird, dann hört es sich u. U. auch im Saal so an wie wenn man bei Keith Jarrett auf dem Schoß sitzt.

Was heißt das jetzt? Es ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es gibt kein richtig oder falsch.

Happy Listening, Christian


[Beitrag von *Elfriede* am 06. Feb 2026, 19:38 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#32990 erstellt: 06. Feb 2026, 21:15
Mit diesem Klangideal hast du eine gute Auswahl unter älteren Aufnahmen - die Mode ist gerade anders. Mir gefällt der aktuelle Stil, aber mit den von dir gezeigten Aufnahmen und ähnlichen habe ich auch kein Problem.
Was mir an näherer Mikrofonierung gefällt: es werden leisere Töne möglich und damit ein subtileres Spiel - so jedenfalls mein Eindruck.
*Elfriede*
Hat sich gelöscht
#32991 erstellt: 06. Feb 2026, 21:43

Mars_22 (Beitrag #32990) schrieb:
Mit diesem Klangideal hast du eine gute Auswahl unter älteren Aufnahmen - die Mode ist gerade anders. Mir gefällt der aktuelle Stil, aber mit den von dir gezeigten Aufnahmen und ähnlichen habe ich auch kein Problem.
Was mir an näherer Mikrofonierung gefällt: es werden leisere Töne möglich und damit ein subtileres Spiel - so jedenfalls mein Eindruck.


Genau, es gibt kein richtig oder falsch, nur persönliche Präferenzen
WolfgangZ
Inventar
#32992 erstellt: 06. Feb 2026, 21:54
Eigenzitat von heute Nachmittag: Leicht möglich zum Beispiel, dass ich erst mit Baudo einen besseren Zugang zur zweiten Sinfonie gefunden habe.

Soeben habe ich mir die zweite Sinfonie mit Baudo (1960) angehört. Es ist so, wie ich oben vor ein paar Stunden vermutet hatte. Die Aufnahme ist auf eine Weise transparent, die mir das Werk sofort zugänglicher erscheinen lässt. Auch die Trompete beim Choral platzt nicht zu sehr heraus, selbst wenn sie sich noch etwas eleganter anschmiegen könnte, so wie der Komponist dies wollte.

Dann habe ich mir noch die dritte Sinfonie angehört und war ebenfalls angenehm berührt. Die erklingt freilich auch bei Dutoit in jener für den Komponisten charakteristischen herben bis filmmusikhaft sentimentalen Farbigkeit. Künsterisch ist sie freilich viel bedeutender, als typische Filmmusik dies im Allgemeinen ist.

Vielleicht höre ich mir die Tage auch noch die anderen Sinfonien und die weiteren Stücke an. Ich glaube eigentlich schon, dass Baudo stärker für mich ist als Dutoit - deswegen muss Dutoit ja keineswegs schwach sein.

Wolfgang
arnaoutchot
Moderator
#32993 erstellt: 06. Feb 2026, 21:55
@Elfriede: Man muss es wohl wirklich unter persönlicher Präferenzen verbuchen. Ich habe sowohl Schiffs Decca-Goldberg als auch Doratis Haydn in der Sammlung. Als audiophile Musterbeispiele wären mir beide nicht eingefallen. Bei Schiff schlägt die spätere ECM-Aufnahme Decca aus dem Rennen, bei Haydn viele andere neuere Aufnahmen der Symphonien. Aber gut ...


[Beitrag von arnaoutchot am 06. Feb 2026, 21:56 bearbeitet]
op111
Moderator
#32994 erstellt: 06. Feb 2026, 22:25
@Elfriede
Die ältere Aufnahme (Decca) von Heinrich Schiff habe ich nicht mehr in meinem Bestand.
Ich habe sie damals durch die neuere ECM -Aufnahme ersetzt, die mir in allen Belangen als besser erschien.
Damit ist nichts gegen den normalerweise ausgezeichneten Decca-Tonmeister Simon Eadon gesagt, aber Stephan Schellmann hat für ECM klanglich das bessere, brillantere und transparentere Klangbild erzielt.
Das mag natürlich eine persönliche Präferenz sein.
Viele klassische Klavieraufnahmen aus dem Decca-Katalog leiden an klanglichen Schwächen. (einige von Ashkenazys Chopin-Aufnahmen sind zu bassbetont, wieder andere metallisch hart).
Doratis Haydn-Aufnahmen (Teldec 1970er, Tonmeister ungenannt) halte ich nicht für eine aufnahmetechnische Sensation.
Die Streicher klingen z.B. oft gläsern verfärbt, ähnlich wie auch bei einigen späteren Orchester-Aufnahmen z.B. mit Dohnanyi.
Da gibt aktuell sehr viel besser klingende Haydn-Aufnahmen.


Franz


[Beitrag von op111 am 06. Feb 2026, 23:03 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#32995 erstellt: 06. Feb 2026, 22:55
@Elfriede: wie schön, eine Frau unter uns: hoffentlich bleibst du dabei. Lade doch gern auch Freundinnen oder Bekannte hinzu, falls du magst. Und lasse dich am besten gar nicht erst vergraulen!

Non stretto, sehr harmonisch, der Herr Weckmann macht seinem Namen hier glücklicherweise keine Aufwartung. Die zeitgenössischen Orgelwerke von Friedhelm Flamme, die keinen Verdacht auf Kirchenmusik auslösen (EDIT: dabei sind sie wohl genau das... und nach einem vielseitigen, frischen Start sind die letzten Werke durchaus gesetzter) erfordern dies: emotionale Tiefe, Hinwendung, Harmonie. Natürlich wird es auch einmal schneller, was der Grundausrichtung keinen Abbruch tut. Virtuose, nicht donnernde Orgelmusik.

Eine schöne Einspielung auf zwei SACDs; die Komplementierung durch meine Subwoofer höre ich gerne. Ist immer wieder gut für den Tiefbass - und die Surroundumhüllende finde ich auch besser als die in Stereo reproduzierte erste Disc. Die Königin der Instrumente wirkt dadurch vollständiger und authentischer.

jpc.de Aktuell fast geschenkt bei J.


[Beitrag von Hörstoff am 06. Feb 2026, 23:19 bearbeitet]
op111
Moderator
#32996 erstellt: 06. Feb 2026, 23:17
Bei mir im Player die andernorts schon mal vorgestellten Produktionen

Ottorino Respighi (1879-1936)
Fontane di Roma
Pini di Roma;
Feste romane
Sao Paulo SO,
John Neschling
BIS 2009 stereo & multichannel (Hybrid)

jpc.de

Gustav Mahler,
Sinfonie Nr. 1
Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti
Decca DDD
amazon.de


Franz


[Beitrag von op111 am 06. Feb 2026, 23:18 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#32997 erstellt: 07. Feb 2026, 19:29
jpc.de
Sara Wennerberg-Reuter (1875-1959)
eine Auswahl von Liedern
Sofie Asplund (Sopran), Peter Friis Johansson (Klavier)
Légende g-Moll
Johan Dalene (Violine), Peter Friis Johansson (Klavier)

Andreas Hallén (1846-1925)
Klavierquartett d-Moll op. 3
Peter Friis Johansson (Klavier), Daniel Migdal (Violine), Albin Uusijärvi (Bratsche), Amalie Stalheim (Violoncello)

Wilhelm Stenhammar (1871-1927)
Violinsonate a-Moll op. 19
Johan Dalene (Violine), Peter Friis Johansson (Klavier)

Aufnahme (Album): 12. - 15. August 2024, Kulturhuset i Ytterjärna (Kulturhaus in Ytterjärna), Järna, Schweden

Zweiter Anlauf, diesmal vollständig.

Hat mir sehr gefallen. Die Lieder sind wunderbar gesungen, auch wenn ich kein Wort Schwedisch verstehe, aber dafür sind die Texte im Booklet zumindest auch auf Englisch enthalten.

Die drei mir zuvor völlig unbekannten Kammermusikwerke sind für mich eine echte Entdeckung. Auch diese sind erstklassige Musik, erstklassig gespielt. Gerade bei dem Klavierquartett frage ich mich, warum das nicht schon viel häufiger eingespielt wurde.

Die Beteiligten an diesem Album könnten bestimmt noch ein weiteres Album mit Musik von Sara Wennerberg-Reuter machen. Es gibt bestimmt noch ein paar mehr Lieder und auch eine Violinsonate von ihr, wovon ich noch keine Einspielung finden konnte.

Ein sehr gelungenes Album. Bei Stenhammars Violinsonate hört man ab und ein so ein Geräusch, wie ein leises Pusten. Ob das das Ausatmen des Geigers ist oder der Bogen an irgendwas reibt, kann ich nicht sagen und man hört dies wohl auch nur über Kopfhörer so deutlich. Aber wie dem auch sei, den Hörgenuß hat dies für mich nicht beeinträchtigt.

Danke fürs darauf aufmerksam machen, Andreas (Hörstoff).

Mit freundlichem Gruß
Fabian


[Beitrag von FabianJ am 07. Feb 2026, 19:30 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#32998 erstellt: 07. Feb 2026, 23:31
Sehr gern, dir vielen Dank für die Rezension. Die Einspielung gehört - nach einer ersten Anlaufschwierigkeit - auch zu meinen Top-Empfehlungen und -Hörgelegenheiten.

Als kammermusikalische Komplementierung kann ich den Haydn des Amsterdam String Quartet (Link zum Beitrag) sehr empfehlen. Imo eine kleine Sensation, eine Weltklasse-Einspielung. Sehr leicht gespielt, sehr souverän und irgendwie in den Wolken. Höre ich gerade wieder.


[Beitrag von Hörstoff am 07. Feb 2026, 23:32 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#32999 erstellt: 07. Feb 2026, 23:40
Haydns Streichquartette auf alten Instrumenten habe ich schon, aber ich werde mal Probe hören.

jpc.de
Henrique Oswald (1852-1931)
Klavierkonzert g-Moll op. 10
Artur Pizarro (Klavier) - BBC National Orchestra of Wales (Konzertmeister: Nick Whiting) - Dirigent: Martyn Brabbins
Aufnahme (Album): 21. - 23. Oktober 2013, BBC Hoddinott Hall, Cardiff, Wales

Der Komponist war Brasilianer. Wer jetzt denkt, dass man das der Musik - wie etwa bei Villa-Lobos - anhört, wird enttäuscht. Enttäuscht muss man aber keineswegs sein. Auch wenn die Musik durch und durch wie ein romantisches, europäisches Klavierkonzert klingt, es ist ein überaus gelungenes. Ich wurde jedenfalls blendend unterhalten. Das höre ich mir auf jeden Fall demnächst wieder an!

Schade, dass das Album nicht lieferbar zu sein scheint. Ich hoffe, es wird eines Tages eine große Box mit den ganzen bisherigen Alben „The Romantic Piano Concerto"-Reihe geben, in der dann auch die ganzen vergriffenen Alben enthalten sind. Nachteil wäre, dass eine solche Box vermutlich auch nach 5 Minuten ausverkauft wäre...

Mit freundlichem Gruß
Fabian


[Beitrag von FabianJ am 07. Feb 2026, 23:41 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33000 erstellt: 08. Feb 2026, 11:03
Hat einer von euch beschlagenen Sammlern sowohl Karajans 66er Missa Solemnis als auch die 75er Aufnahme? Welche ist denn besser?


[Beitrag von Mars_22 am 08. Feb 2026, 11:04 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33001 erstellt: 08. Feb 2026, 11:20
Zumindest bei meinem Streamer 🍎 kannst Du beide Aufnahmen anhören und selbst vergleichen. Ich kann da kein Urteil abgeben, dazu kenne ich die Messe zu wenig.


Ich hoffe, es wird eines Tages eine große Box mit den ganzen bisherigen Alben „The Romantic Piano Concerto"-Reihe geben, in der dann auch die ganzen vergriffenen Alben enthalten sind. Nachteil wäre, dass eine solche Box vermutlich auch nach 5 Minuten ausverkauft wäre...


Hmm ... mal sehen, wäre reizvoll. Aber ich vertrete ja weiterhin die These, dass sich die Zeit der grossen Boxen mit physischen Discs dem Ende zuneigt. Und ich glaube auch nicht, dass sich so eine Box so schnell (aus-)verkaufen lassen würde. Wieviele Volumes gibt es denn da jetzt schon davon ?
Michael_aus_LH
Stammgast
#33002 erstellt: 08. Feb 2026, 11:33

FabianJ (Beitrag #32999) schrieb:

Schade, dass das Album nicht lieferbar zu sein scheint. Ich hoffe, es wird eines Tages eine große Box mit den ganzen bisherigen Alben „The Romantic Piano Concerto"-Reihe geben, in der dann auch die ganzen vergriffenen Alben enthalten sind. Nachteil wäre, dass eine solche Box vermutlich auch nach 5 Minuten ausverkauft wäre...

Mit freundlichem Gruß
Fabian :prost


Hallo, dein (und mein) Wunsch wird erfüllt:


https://www.hyperion-records.co.uk/dc.asp?dc=D_CDS44701%2F50




[Beitrag von Michael_aus_LH am 08. Feb 2026, 11:40 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33003 erstellt: 08. Feb 2026, 11:43
Hu? Kann Fabian zaubern?

Mal den Wecker auf April stellen.

Für Ungeduldige: Es gibt auf Spotify eine Playlist namens "The Hyperion Romantic Piano Concerto Edition", in der alle Alben enthalten sind, angefangen mit dem Mozkowski-Konzert. Das höre ich jetzt.


[Beitrag von Mars_22 am 08. Feb 2026, 11:52 bearbeitet]
Michael_aus_LH
Stammgast
#33004 erstellt: 08. Feb 2026, 11:52
Das Booklet für die Box ist schon online:

https://www.hyperion-records.co.uk/notes/44701-B.pdf

Es werden wohl zwei Boxen a 50 CDs. Veröffentlicht wurden in der Serie 87 Aufnahmen. Die Box wird dann mit Chopin und Brahms komplettiert.
arnaoutchot
Moderator
#33005 erstellt: 08. Feb 2026, 11:59
Danke für die Info ! Das ist ja interessant. Schauen wir mal, was das Klötzchen kostet, vllt werde ich auch nochmals schwach. Ich habe aber schon viel auf Einzel-CDs, seufz !
FabianJ
Inventar
#33006 erstellt: 08. Feb 2026, 13:41
Auch wenn ich einiges aus der Box schon habe, so führt für mich wohl kein Weg an dieser Box vorbei. Danke für den Hinweis, Michael!

Mit freundlichem Gruß
Fabian


[Beitrag von FabianJ am 08. Feb 2026, 14:00 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#33007 erstellt: 08. Feb 2026, 20:33
Ach was, das sind nur CDs. Nicht genug Dynamik, spare ich mir.
op111
Moderator
#33008 erstellt: 09. Feb 2026, 16:21
Hallo Andreas
meinst du mit Dynamik:

Der Dynamikbereich ist der Quotient der größten gemessenen zur kleinsten vom Rauschen unterscheidbaren Signalstärke natürlicher Ereignisse wie Signalpegel?

Selbst die (nur) 16 Bit der CD sollten mehr als genug Reserve vom Maximal- zum Störpegel einer gewöhnlichen Hörraumumgebung bieten.

Franz
op111
Moderator
#33009 erstellt: 09. Feb 2026, 16:25
Hallo zusammen,

FabianJ (Beitrag #33006) schrieb:
Auch wenn ich einiges aus der Box schon habe, so führt für mich wohl kein Weg an dieser Box vorbei.

Ich habe schon die meisten Aufnahmen mit der mich interessierenden Musik.
Die Kisten bleiben im Regal.

Franz
op111
Moderator
#33010 erstellt: 09. Feb 2026, 17:02
Hallo zusammen,

"Ten Years Gone" könnte man hierzu sagen:

Gerade läuft:
Giuseppe Verdi (1813-1901)
Don Carlos
Renata Tebaldi, Grace Bumbry, Carlo Bergonzi, Dietrich Fischer-Dieskau,
Royal Opera House Covent Garden Orchestra,
Georg Solti
Decca, ADD, 1964
jpc.de

Einziger Schwachpunkt m.E. DiFiDi als Rodrigo.
Leider hat CD 2 einen gravierenden Lesefehler in der TOC, und ist damit nicht abspielbar.

Da muß die in etwa gleichwertige, aber völlig anders gestaltete Giulinis aushelfen
Placido Domingo, Montserrat Caballe, Ruggero Raimondi,
Royal Opera House Covent Garden Orchestra, Carlo Maria Giulini
EMI/Warner, ADD, 1970
jpc.de

Den vor 10 Jahren entdeckten Lesefehler hat die Decca-CD immer noch.

Was für eine Sängerbesetzung konnte man damals gewinnen!
Abgesehen von heutigen Besetzungsschwierigkeiten wagt sowieso niemand mehr eine Studioproduktion großer Opern.
Die letzte war wohl Pappanos Aida.


Franz
Mars_22
Inventar
#33011 erstellt: 09. Feb 2026, 20:54
Dasselbe Problem haben die großen Passionen und Oratorien. Man könnte auch sagen: die kleinen Chöre sind Notwehr und nicht musikalische Entscheidung. Aber die großen Solisten sind dort ebenfalls rar geworden.
Um so mehr muss man die großen Aufnahmen der 60-80er in Ehren halten und die letzten großen - qualitativ gesprochen - Chöre.


[Beitrag von Mars_22 am 09. Feb 2026, 20:55 bearbeitet]
op111
Moderator
#33012 erstellt: 10. Feb 2026, 10:28
Hallo zusammen,

über den Schwund an Nachwuchssängern im sogenannten E-Musik-Berich hat mir ein Manager eines solchen Profichores bereits vor längerer Zeit mal folgendes gesagt.
Er erkläre sich den Mangel v.a. durch:
- das schwindende Interesse an Religion und die Abkehr von christlichen Institutionen (Skandale)
damit fehlen Sänger und Sängerinnen in Kirchenchören, selbst an konfessionell gebundenen Schulen (z.B. Motettenchor am Benediktinergymnasium), die den Nachwuchs hervorbringen
- die verringerte Investition der Kirchen in diesem Bereich
- die Hinwendung zu Gospelchören, die kräftige Zuwachsraten verbuchen könnten.

Franz
op111
Moderator
#33013 erstellt: 10. Feb 2026, 10:39
Hallo zusammen.
Noch etwas zu den "großen" Solisten:
- Nachwuchstalente werden aufgrund des Mangels zu früh in (für sie zu) schweren Rollen regelrecht verheizt und verschwinden frühzeitig von der Bühne, manchmal bevor sie die Stimmfertigkeiten für die großen Rollen ausbilden konnten.
Langfristige Laufbahnen wie z.B. bei Domingo, Pavarotti, Gedda, Nilsson, Berganza, Scotto, Ludwig sind seltener geworden.


Franz


[Beitrag von op111 am 10. Feb 2026, 10:53 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33014 erstellt: 10. Feb 2026, 10:44
Ich vermute, zusätzlich auch der zeitliche Aufwand, der mit Proben und Konzerten verbunden ist, hindert heute viele Nachwuchssänger, den Schritt in einen anspruchsvollen Chor zu gehen. Ich selber habe deswegen vor Jahrzehnten einen halbherzig begonnenen Versuch abgebrochen, als ich gemerkt habe, wie viel Engagement von mir erwartet wurde.
Mars_22
Inventar
#33015 erstellt: 10. Feb 2026, 10:54
Fatma Said, eine junge Sängerin, die in Ägypten ein Star ist, der 1000 Menschen in ein klassisches Openairkonzert zu locken vermag, und die bei der Eröffnung des Grand Egyptian Museum an den Pyramiden gesungen hat, war Schülerin an der Schule, an der ich gerade unterrichte. Ein deutscher Musiklehrer hat sie entdeckt und die entscheidenden Impulse für ihre Förderung und Ausbildung gesetzt, was sie der Schule dankt, indem sie immer wieder her kommt, z. B. als der Bundespräsident bei uns zu Besuch war.

Es gehört aber auch zu einer solchen Karriere außer Talent auch Leidensfähigkeit, wenn man nebenher Abitur an einer fremdsprachigen Schule macht.
Rascas
Inventar
#33016 erstellt: 10. Feb 2026, 11:10
Würdest Du Dein Kind in einem Kirchenchor schicken, wenn es gefühlt nur Fälle von Kindesmissbrauch gab/gibt?

Wenn man z.B. mal Regensburger Domspatzen googelt: "Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager" Das ist nicht die Überschrift der Bildzeitung. Das ist aus dem Abschlussbericht eines Gutachtens zu den Missbräuchen über viele Jahrzehnte.

Solche Leuchtturmfälle sorgen dafür, dass Eltern sich sehr genau überlegen, ob sie Ihr Kind einem solchem "System" überlassen.

So sieht's aus! Das kann man feiner formulieren: schwindendes Interesse an Religion und Abkehr von christlichen Institutionen? Warum boomen dann Gospelchöre? Das passt nicht. Und es ist eine Umkehr der Tatsachen. Die Kirche selbst hat nicht reparablen Schaden angerichtet und sich anschließend sogar noch tiefer reingeritten, indem sie Ihr System auf Kosten der Opfer schützen wollte. Das war der 2. Missbrauch!

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Da kommen die alten Herren in Ihren verkrusteten Institutionen nicht mit. "Glaube" findet in großen Teilen heute nicht mehr in der Kirche statt. Und mein Kind würde ich auch nicht in die Obhut eines Kirchenchors geben. Ich würde ihm eher eine E-Gitarre in die Hand drücken (was ich ich gemacht habe). Das Problem ist aber auch noch ein anderes: Kinder sind längst nicht mehr die unmündigen Anhängsel Ihrer Eltern. Kinder sind heute durch Ihre Erziehung und Umfeld sehr schnell in der Lage selbst zu entscheiden, was sie mitmachen und was nicht. Frag ein Kind doch mal, ob es Lust hat in einem Kirchenchor mitzumachen. In bestimmten Kreisen mag es das noch geben, aber die Mehrzahl wird ablehnen und wahrscheinlich Gutachten wie oben das vorlegen. Spätestens dann ist jedes Argument hinfällig. Ob das inhaltlich Kinder/Jugendliche heute überhaupt noch interessiert ist ein ganz andere Frage...

Das Thema ist nachhaltig durch.

Wenn jetzt jemand beklagt, dass es keinen Nachwuchs gibt, dann sollte er sich eher mal fragen, warum das so ist und wer wirklich schuld trägt. Die Antwort ist einfach.

Wenn ich heute z.B. von den Regensburger Domspatzen o.ä. die "großen Aufnahmen der 60er-80er" hören müsste, würde mir eiskalt ein Schauer über den Rücken laufen. Das könnte ich, glaube ich, nicht ertragen. Das in Ehren halten? Wie abgestumpft kann man sein?

Mir kann man vieles erklären, aber spätestens bei Missbrauch von Schutzbefohlenen hört es auf.

Sorry! Geht gar nicht...

Aber heutzutage kann man als Kinderschänder ja sogar Präsident der U.S.A. werden. Was für Zeiten!


[Beitrag von Rascas am 10. Feb 2026, 11:12 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#33017 erstellt: 10. Feb 2026, 12:44
Ja, schlüssig argumentiert und auch das sicher ein Faktor.
Das Thema "Kirche und Mißbrauch" als Solches werden wir hier aber - siehe die Nutzungsbedingungen - nicht vertiefen.

Ich persönlich fremdel seit jeher mit vokaler Klassik im Allgemeinen und säkular-vokaler Musik im Speziellen.



[Beitrag von Hüb' am 10. Feb 2026, 12:46 bearbeitet]
op111
Moderator
#33018 erstellt: 10. Feb 2026, 13:38
Hallo zusammen.
Hier mal ein nicht vokales und weitestgehend säkulares (also weltliches) Werk.

Franz Schubert:
Streichquartett d-Moll «Der Tod und das Mädchen» D 810

Chiaroscuro Quartet
Alina Ibragimova, Violine
Pablo Hernán Benedí, Violine
Emilie Hörnlund, Bratsche
Claire Thirion, Cello


BIS (2018) Co-Prod. mit dem DLF, Toning. – Fabian Frank
amazon.de

An neuen Quartettensembles herrscht aktuell offensichtlich kein Mangel. Aufnahmen von Schuberts Nr. 14 gibt es in Überfülle.
Das Chiaroscuro Quartet ist eines der wenigen Streichquartette, die das klassisch-romantische
Repertoire auf Darmsaiten und mit Bögen der Zeit spielen.
Normalerweise sind sogenannte dogmatische HIP-Aufnahmen nicht mein Fall. Hier wird jedoch mit einer solch beredten Rhetorik und tiefem Ausdruck gespielt, dass alle Vorurteile gegenstandslos werden. Das Chiaroscuro Quartet geht dieses Werk mit Spielfreude und Eloquenz an, ohne über das Ziel hinauszuschiessen.

Ich stelle diese Aufnahme in eine Reihe mit den Aufnahmen des Juilliard, Artemis und Pavel Haas Quartetts.


Franz


[Beitrag von op111 am 10. Feb 2026, 13:46 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33019 erstellt: 10. Feb 2026, 13:52
Zustimmung! Hatte über diese SACD und das Quartett, dessen 1. Violine die von mir auch als Solistin sehr geschätzte Alina Ibragimova ist, geschrieben. Schade dass die neue BIS-Politik ist, keine Downloads mehr zu verkaufen.
op111
Moderator
#33020 erstellt: 10. Feb 2026, 14:14
Ja, leider ist auch diese fabelhafte Aufnahme als physischer Tonträger nicht mehr (zumindest bei JPC) lieferbar.
Vielleicht will man bis 2032 den kompletten Haydn einspielen und vorher das Lager freiräumen.
op111
Moderator
#33021 erstellt: 10. Feb 2026, 14:27
Apropos Haydn
Diese Aufnahme aller Streichquartette ist durchaus empfehlenswert (und derzeit preiswert)
Joseph Haydn (1732-1809)
Sämtliche Streichquartette
Buchberger Quartett:
Beate Von Stumpff,
Helmut Sohler,
Hubert Buchberger (*1951- †2025)
Joachim Etzel,

23 CDs Brilliant Classics Aufn. Tonstudio van Geest 2004-2007

jpc.de

Franz
G.S.Torrente
Ist häufiger hier
#33022 erstellt: 10. Feb 2026, 19:16

op111 (Beitrag #33018) schrieb:
Franz Schubert:
Streichquartett d-Moll «Der Tod und das Mädchen» D 810

Chiaroscuro Quartet
Alina Ibragimova, Violine
Pablo Hernán Benedí, Violine
Emilie Hörnlund, Bratsche
Claire Thirion, Cello


BIS (2018) Co-Prod. mit dem DLF, Toning. – Fabian Frank
amazon.de

An neuen Quartettensembles herrscht aktuell offensichtlich kein Mangel. Aufnahmen von Schuberts Nr. 14 gibt es in Überfülle.
Das Chiaroscuro Quartet ist eines der wenigen Streichquartette, die das klassisch-romantische Repertoire auf Darmsaiten und mit Bögen der Zeit spielen.
Normalerweise sind sogenannte dogmatische HIP-Aufnahmen nicht mein Fall. Hier wird jedoch mit einer solch beredten Rhetorik und tiefem Ausdruck gespielt, dass alle Vorurteile gegenstandslos werden. Das Chiaroscuro Quartet geht dieses Werk mit Spielfreude und Eloquenz an, ohne über das Ziel hinauszuschiessen.

Ich stelle diese Aufnahme in eine Reihe mit den Aufnahmen des Juilliard, Artemis und Pavel Haas Quartetts.


Soeben nachgehört, kann ich das Geschriebene nur bestätigen. Einfühlsam, ausdrucksstark von zart bis wild, reich an Klangfarben. Das Thema des Finalsatzes artikulieren sie überraschend eigenwillig gegen den Strich und hochvirtuos.
Die genannten Spitzenensembles kenne ich -- bezogen auf das d-Moll-Quartett -- nicht, vermute dort aber auch einen gänzlich anders gearteten musikalischen Ansatz und Anspruch, sodass sich ein direkter Vergleich vielleicht gar nicht anbietet.


op111 (Beitrag #33020) schrieb:
Ja, leider ist auch diese fabelhafte Aufnahme als physischer Tonträger nicht mehr (zumindest bei JPC) lieferbar.

Dass nicht jeder Tonträger dauerhaft lagernd sein kann, liegt auf der Hand. Aber dass JPC zentrale Aufnahmen bereits wenige Jahre oder gar Monate nach ihrem Erscheinen als "nicht mehr lieferbar" bezeichnet, was so nicht stimmt, ist eine zunehmend zu beobachtende Unart, die Sammler vergrault. Mir unverständlich.

Jetzt im Abspielmodus:



Ture Rangström: Chamber Works
Mats Jansson, Tale Olsson, Holmen Quartet / cpo 1999

Die kurzen Stücke für Violine und Klavier schließen sich im Tonfall nahtlos an Schuberts große Moll-Quartette an, während die kurzen, an Griegs Lyrische Stücke erinnernden Klavierstücke leichter und heller klingen. Tolle Farben, gewagte Harmoniefolgen. Höhepunkt ist zweifellos das einzige SQ, "ein Nachtstück im Stile E.T.A. Hoffmanns", sehr einnehmend vorgestellt durch das mir sonst unbekannte Holmen Quartet. Ein Jammer, dass von Rangström so wenig eingespielt wird, und selbst das wenige existiert oft nur in einer einzigen Aufnahme.


Torrente
op111
Moderator
#33023 erstellt: 10. Feb 2026, 19:19
Und nun in kleiner Bestzung auf "Originalinstrumenten"

Claude Debussy (1862-1918)
Jeux (1912)
Nocturnes; (1897–99)
Prelude a l'apres-midi d'un faune (1892–94)

Les Siecles,
Francois-Xavier Roth

Harmonia Mundi 2018-2024

jpc.de

Obwohl ich kein Freund der "Originalistrumente"-Welle bin, zumal man den Unterschied zu aktuellen Instrumenten oft kaum wahrnehmen kann, wohl aber das Nonvibrato, muß man Les Siecles und Francois-Xavier Roth zugestehen, daß meistens ein Zugewinn an Durchsichtigkeit erzielt wird.


Franz
op111
Moderator
#33024 erstellt: 10. Feb 2026, 19:39
Zu Schuberts Quartett Nr. 14.
Üblich war bis in die 2000er Jahre, daß gute Aufnahmen nach einigen Jahren in die mittlere Preiskategorie eingestuft wurden, andere in die untere.
Wie der neue Eigentümer von BIS damit umgehen wird muß man sehen.


Franz
G.S.Torrente
Ist häufiger hier
#33025 erstellt: 10. Feb 2026, 20:23

op111 (Beitrag #33023) schrieb:
Obwohl ich kein Freund der "Originalinstrumente"-Welle bin, zumal man den Unterschied zu aktuellen Instrumenten oft kaum wahrnehmen kann, wohl aber das Nonvibrato...

Alles eine Frage des Hörtrainings.
Hier in Debussys "La mer" pflegen mindestens die Celli das Vibratospiel, wenn auch ein äußerst sparsames:




op111 (Beitrag #33023) schrieb:
...muß man Les Siecles und Francois-Xavier Roth zugestehen, daß meistens ein Zugewinn an Durchsichtigkeit erzielt wird.

Ist das nicht ein gewichtiges Argument dafür, sich mit der O-Klang-"Welle" ein wenig anzufreunden?

Torrente
Mars_22
Inventar
#33026 erstellt: 10. Feb 2026, 20:54
Hier stand Blödsinn: Diese Aufnahme ist was Besonderes.

jpc.de

Was die französischen Teilnehmer da beisteuern ist wunderbar expressiv, Faust und Melnikov nicht.

Claude Debussy
Sonate für Violine & Klavier, Triosonate cd145, Cellosonate 144 - Debussys letzte Werke.
Isabelle Faust, Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, Javier Perianes, Xavier de Maistre, Antoine Tamestit, Magali Mosnier, Tanguy de Williencourt

Ganz anders als der frühe Debussy, ziemlich düster. Sehr interessant.


[Beitrag von Mars_22 am 10. Feb 2026, 21:26 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33027 erstellt: 10. Feb 2026, 21:36
Jetzt was völlig verrücktes - und spannendes:

jpc.de

Marie Ythier - Le geste augmente. Musik für Cello & Elektronik.
Das entzieht sich dem postromantischen Ideal gebrochener Schönheit und Expressivität garnichtmal - die Mittel sind nur andere, ein einsames Cello und allerhand Elektronik, wobei das Cello führt.

Die Stücke sind 2x enthalten, einmal Stereo, einmal Binaural aufgenommen, am Kopfhörer ein Abenteuer!

Edit: die Cd bei JPC scheint die binaurale Version nicht zu enthalten, meine digitale Version ist doppelt so lang.


[Beitrag von Mars_22 am 11. Feb 2026, 11:45 bearbeitet]
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