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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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klutzkopp
Inventar
#33228 erstellt: 29. Mrz 2026, 19:40
Hier Brahms‘ Vierte in der vielfach in höchsten Tönen gelobten Aufnahme mit C. Kleiber und den Wienern

amazon.de

Was daran gegenüber anderen guten Einspielungen so herausragend und besonders sein soll hat sich mir in den letzten 20 Jahren noch nicht erschlossen. Vielleicht klappt‘s ja irgendwann noch.

Für Kleibers „legendäre“ Münchner Live-Pastorale von 1983 gilt - abgesehen von der äußerst mäßigen Aufnahmequalität - das Gleiche.


[Beitrag von klutzkopp am 29. Mrz 2026, 19:43 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33229 erstellt: 29. Mrz 2026, 19:50

Mars_22 (Beitrag #32312) schrieb:
Jetzt läuft aber Brahms #4 mit Carlos Kleiber. Ich rätsele warum einige ihn für einen der größten Dirigenten halten. Ich finde die Beethoven #5 + #7 sowie die Brahms #4 - hm - solide. In meinen Ohren ist daran nichts auszusetzen, aber auch nichts herausragend.

Ich hatte mich vor einiger Zeit dasselbe gefragt. Franz hatte darauf etwas weiter unten eine ganz zufriedenstellende Antwort gegeben.
klutzkopp
Inventar
#33230 erstellt: 29. Mrz 2026, 19:57
@Wolfram:

Hab‘s gefunden 👍
op111
Moderator
#33231 erstellt: 31. Mrz 2026, 10:30
Hallo zusammen,
in der Blindverkostung ist Kleiber in einem schwachen Vergleichsumfeld der. 1. Runde (Rattle, Levine) knapp in die 2. Runde gekommen.
Da konnte er sich dann aber gegen Mengelberg und v.a. Tugan Sokhiev - DSO Berlin (rbb Aufnahme) nicht durchsetzen.


Christine Lemke-Matwey, Andreas Göbel und Kai Luehrs-Kaiser hören Aufnahmen, ohne zu wissen, wen sie hören. Das müssen die drei selbst herausfinden. Oder auch nicht. Moderiert von Christian Detig.

rbb r3 Blindverkostung – Das heitere Interpretenraten · 17.06.2022


Franz
op111
Moderator
#33232 erstellt: 31. Mrz 2026, 10:41
In Ergänzung zu meiner Darstellung unten empfinde ich den Klang der Kleiber-Aufnahme als dünn und körperlos.
Vermutlich wurde versucht, der aufnahmetechnisch etwas tückischen und halligen Akustik des Musikvereinssaals entgegenzuwirken. Es gibt Ähnlichkeiten zur DG-Bernstein-Serie.

Ich habe meine alte Gegenüberstellung mit Klemperer gefunden:


op111 (Beitrag #29168) schrieb:
Hallo zusammen,
ich habe Klemperers Brahms gehört und Teile der 4. mit Carlos Kleibers Aufnahme verglichen
Wiener Philharmoniker,
Carlos Kleiber

DGG, DDD, 1980
jpc.de

Johannes Brahms (1833–1897)
Symphonien Nr.4
Philharmonia Orchestra,
Otto Klemperer
EMI, ADD, 1957

jpc.de

Das Ergebnis fällt aus meiner Sicht nicht zugunsten Kleibers Aufnahme aus.
Die Deutlichkeit und fast kammermusikalische Durchsichtigkeit der Klemperer-Aufnahme wird von Kleiber nicht erreicht. Einige Nebenstimmen, zum Bsp. die Brahms wichtigen Celli und Bässe, gehen bei Kleiber in einem pauschalen al fresco unter. Dabei ist Klemperer keineswegs besonders langsam, im Gegenteil, die 1957er Aufnahme ist schneller als viele moderne Produktionen.
Das mag auch aufnahmetechnische Gründe haben, die DG zielt mehr auf einen spätromantischen fast schon Strauss-Mischklang (Musikvereinsssaal) ab, EMI auf Verdeutlichung der einzelnen Stimmen und Klarheit im Baß.
Auch klanglich ist der Unterschied geringer als ich ihn bei dem doch gewaltigen Zeitabstand vermutet hätte.
Sicher muß man bei Klemperers Aufnahme Abstriche bei der Verfärbungsarmut machen, aber das gleicht die Defizite der DG-Produktion nicht aus.
Spannender zu hören war Klemperer auch.
Ein klares Votum für Klemperer.

:prost


[Beitrag von op111 am 31. Mrz 2026, 11:01 bearbeitet]
op111
Moderator
#33233 erstellt: 31. Mrz 2026, 15:33
So nun aber zu etwas gänzlich anderem

Igor Strawinsky
Le Sacre du Printemps

Cleveland Orchestra
Pierre Boulez

DGG 3/1991 Toning.: Helmut Burk



Diese neuere Aufnahme übertrifft Boulez' ältere (1969) CBS-Aufnahme mit demselben Orchester noch einmal, vor allem in Klangdefinition und Dynamik.


Franz


[Beitrag von op111 am 31. Mrz 2026, 15:35 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33234 erstellt: 31. Mrz 2026, 18:01

boltwoodit (Beitrag #32735) schrieb:
Straus/Kempe/Dresdner steht eh noch auf meiner (Zweit-)Wunschliste.

Gibts gerade günstig bei JPC.

jpc.de


[Beitrag von Mars_22 am 31. Mrz 2026, 18:01 bearbeitet]
op111
Moderator
#33235 erstellt: 31. Mrz 2026, 18:24
Mit den Kempe-Einspielungen macht man nichts falsch.
Es gibt nur wenige bessere (ist auch Geschmackssache) Konkurrenzeinspielungen einzelner Werke.

Den Schlagobers (wenn man den mögen sollte) hat mal Hiroshi Wakasugi beim WDR komplett eingespielt.

Franz
klutzkopp
Inventar
#33236 erstellt: 31. Mrz 2026, 18:28

arnaoutchot (Beitrag #33223) schrieb:

Die gefühlt 100. Aufnahme bekannter Werke langweilt mich immer mehr. Insofern muss auch die Aufnahme von Korstick mit den Brahms-Klavierkonzerten nicht bei mir bleiben. Wen es interessiert, steht OVP hier (habe über den Streamer reingehört), wenn es jemand physisch will gebe ich es gerne preiswert ab.



Ist ja witzig

Brahms/Korstick war vor nicht langer Zeit auch in meinem Bestand und schnell wieder weg. In seine Beethoven-GA habe ich immer mal wieder reingehört und mich dann final dagegen entschieden.

Dafür ist diese hier

amazon.de

seit gestern bei mir und bis auf KK 5 (folgt gleich) schon einmal duchgehört.
Eine straffe, stimmige und für live sehr gut klingende „No Nonsense“-GA eines sehr kompetenten Pianisten, gefällt mir sehr gut. Abgesehen vom doch sehr „anderen“ Orchesterklang erinnert das durchaus an Fleisher/Szell.


[Beitrag von klutzkopp am 31. Mrz 2026, 18:37 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33237 erstellt: 31. Mrz 2026, 19:04
ok, da sind wir uns ja einig in Sachen Korstick. Gut, das von einem Brahms-Spezialisten bestätigt zu bekommen Nun, wenn sie keiner will geht sie eben in den Laden zurück.

Der Buchbinder flatterte auch diese Woche in einer Sammlung an mir vorbei, aber ich liess ihn ziehen, ich hab ja schon ein oder zwei Beethoven-Zyklen. War das ein Fehler ? Die 45. Gesamtaufnahme ist auch schon im Zulauf, ich berichte, wenn sie da ist. Wahnsinn mit Methode !

Hier wundervolle Musik, die kaum einer kennen wird (mich bis dato eingeschlossen). Charles-Hubert Gervais - Grands Motets pour Louis XV - Les Ombres, Choeur de Concert Spirituel etc., Chateau de Versailles Spectacles 2022. Ich bin ein Freund des französischen Hochbarock, diese Entdeckung unterstreicht das. Gervais (1671-1744) kennt als Komponist wohl kaum mehr jemand, später musste er dann halt den Hüttenkäse erfinden (kleiner Kalauer )



[Beitrag von arnaoutchot am 31. Mrz 2026, 19:10 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33238 erstellt: 31. Mrz 2026, 19:22

op111 (Beitrag #33235) schrieb:
Mit den Kempe-Einspielungen macht man nichts falsch. Es gibt nur wenige bessere (ist auch Geschmackssache) Konkurrenzeinspielungen einzelner Werke.


Kempe wurde schon oft als Referenz hier genannt. Ich habe so ziemlich alles in Konkurrenzeinspielungen (Reiner, Luisi, Previn etc. ) ... Nun ist ein Zwanziger für die Box ja eigentlich ein No Brainer. Wie ist denn die Klangqualität dieser DDR-Aufnahmen aus den 1970ern ?
Mars_22
Inventar
#33239 erstellt: 31. Mrz 2026, 19:46
Meine beste Aufnahme von Tod und Verklärung ist von Pierre Monteux (ich glaube eine Living-Stereo-Aufnahme), mein bester Zarathustra von Zubin Mehta.
An beides kommt Kempe klanglich nicht heran, obwohl die Sachen nach Spotify zu urteilen durchaus gut klingen.
Ich werde daher nicht kaufen.

amazon.de

amazon.de


[Beitrag von Mars_22 am 31. Mrz 2026, 19:50 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#33240 erstellt: 31. Mrz 2026, 20:59
Die Brahms-Konzerte mit Korstick habe ich mir vor einigen Monaten gekauft. Das war kein Muss und das ist auch kein Muss ... , doch insofern kann ich sie leider nicht günstig abnehmen.

Alles in allem, finden sich da im Regal auch deutlich über zehn Einspielungen. Die besten wurden für mich noch nicht übertroffen bislang, wobei mich das in B-Dur mehr interessiert und häufiger vertreten ist. Das kann man auch umgekehrt sehen, ich weiß.

Ich höre sie eigentlich alle ganz gern - aber Richter und Fleisher stehen (auch) für mich nach wie vor unangefochten ganz oben.

Indes: Gute Idee! Dann höre ich mir nachher doch das zweite Konzert in meiner vermutlich unbekanntesten Aufnahme mal wieder an:

jpc.de

Wolfgang
op111
Moderator
#33241 erstellt: 01. Apr 2026, 09:27

arnaoutchot (Beitrag #33238) schrieb:
Kempe ... Wie ist denn die Klangqualität dieser DDR-Aufnahmen aus den 1970ern ?

Ich habe die Box auch nicht mehr, da mich im Grunde nur wenige Werke daraus interessieren.
Aus der Erinnerung:
Von den fühen 1970ern mit etwas hartem und dünnem Klang (Till) bis zu 1976 (Domestica) verbessert sich der Klang.
Das Remastering durch die EMI fand ich sehr ordentlich, das klingt ziemlich gut für die Entstehungszeit, ist aber nicht auf Decca Niveau.

Letzlich gefallen mir diese Konkurrenzeinspielungen noch besser:

Till, Don Juan, Zarathustra, Alpensinfonie: Solti, Decca
Till, Don Juan, Metamorphosen, Horn-Konzert, Don Quixote (Rostropovich, Fournier): Szell, CBS/Sony
Zarathustra, Metamorphosen, Don Quixote: Karajan: DG/EMI
Tod und Verklärung: Monteux; Toscanini: RCA
Burleske: Serkin/Ormandy CBS/Sony


Franz
op111
Moderator
#33242 erstellt: 01. Apr 2026, 09:37
Hallo Wolfgang,
Zeit, mal wieder die Brahms-Konzerte mit dem gnadenlosen Dr. Szell rauszusuchen
Rudolf Serkin,
Cleveland Orchestra,
George Szell

Leon Fleisher,
Cleveland Orchestra,
George Szell
CBS
jpc.de

Franz
Mars_22
Inventar
#33243 erstellt: 01. Apr 2026, 10:54
Ostern hin oder her, Matthäuspassion muss sowieso gelegentlich sein.
Diesmal der dickste Schinken von allen, Klemperers 61er Aufnahme. Remastering 2023 - das ist ein anderes Remastering als das der verlinkten CD, und das ist wichtig. Das 20 Jahre ältere Remastering ist DEUTLICH schlechter, es ist ein ganz erstaunlicher Unterschied. Ich habe das neue Remastering als Highres-Download, beide kann man auf Spotify vergleichen. Ganz erstaunlich ist die Qualität überhaupt. Gerade die Chöre: Lichtjahre vom Klangbrei der Münchner Aufnahmen Karl Richters. Exzellenter Klang, auch exzellente Sänger-Qualität.

Aber der Schinken... fast 4 Stunden. Das schaffe noch nichtmal ich an einem Stück. Das Tempo, bzw. sein Fehlen, macht mir ernsthaft zu schaffen. Dennoch - es gibt immer wieder ganz wunderbare Stellen, die es so nirgendwo anders gibt, gerade im Chor. Und dann haben wir von der Creme de la Creme der Solisten noch nicht geredet, die Klemperer versammeln konnte.
Aber da stören mich die weiblichen Solisten. Es ist wohl nur Prägung, nicht objektives Urteil: mir liegen die Countertenöre deutlich mehr als die weiblichen Solisten in gleichen Rollen.

jpc.de

Ah, hier ist die richtige Ausgabe!

jpc.de

Gemischter Befund also. Dennoch muss die H-Moll Messe im 23er Remastering auch her. Bruckner 8 @2023 habe ich sowieso schon.


[Beitrag von Mars_22 am 01. Apr 2026, 10:59 bearbeitet]
op111
Moderator
#33244 erstellt: 01. Apr 2026, 12:23
Hallo zusammen,
4 Stunden Bach klingt für mich noch gruseliger als 8 Stunden Mozart-Opern.


nochmal Strauss:

Daß für ihn die Alpensinfonie kein so naiver Landschaftsschinken ist, erläutert Helnut Lachenmann:


beckmesser schrieb:
Dieses Gespräch mit Helmut Lachenmann über die Alpensinfonie von Richard Strauss entstand im Hinblick auf ein Konzert des Ensemble Modern Orchestra beim Lucerne Festival 2005.

beckmesser.info helmut-lachenmann-und-die-alpensinfonie...

die zugehörige SACD

Ensemble Modern Orchestra
Markus Stenz

Harmonia Mundi D SACD
amazon.de

Hier noch eine Empfehlung für die Alpensinfonie
San Francisco Symphony Orchestra
Herbert Blomstedt
Decca 1990

amazon.de


Franz
WolfgangZ
Inventar
#33245 erstellt: 01. Apr 2026, 13:35
Nochmals kurz zu dem zweiten Klavierkonzert von Brahms:

Schlecht ist die Aufnahme mit der mittlerweile auch schon bald 90jährigen Cécile Ousset - die ich oben verlinkt habe und die - anderer Bezug jetzt - auch schon lange nicht mehr konzertiert - keineswegs. Kraftvoll, geradlinig, vielleicht das lyrische Moment etwas kühler herausarbeitend als andere. Der Cellist des Gewandhausorchesters gleicht dies ein wenig aus.

Die Aufnahme hat auch einen Schallplattenpreis erhalten. Die CD erweist sich als sparsam - es gibt kein Booklet. Man braucht es eigentlich auch nicht.

Wolfgang
WolfgangZ
Inventar
#33246 erstellt: 01. Apr 2026, 13:39
Korrektur: Seit Januar ist Ousset bereits neunzig Jahre alt.
op111
Moderator
#33247 erstellt: 01. Apr 2026, 15:43
Und die Aufnahme ist von 1976. Da war sie ja erst 40.
nebenbei: [Rudolf Buchbinder spielt das 1. Klavierkonzert demnächst in Essen, der wird im Dezember 80.]
Aufgenommen haben VEB Cheftonmeister Claus Strüben und Bernd Runge.
Strüben war auch 1970 neben Christopher Parker (EMI) an Karajans Dresdner Meistersingern beteiligt.

Franz


[Beitrag von op111 am 01. Apr 2026, 15:54 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#33248 erstellt: 01. Apr 2026, 16:15
Ja, mit Buchbinder und den Bambergern habe ich mal das zweite Brahms-Konzert vor etlichen Jahren im Konzertsaal gehört. Es ist mir nicht wirklich in Erinnerung geblieben, was weiter nichts heißt.

Ich glaube auch, dass ich keinen günstigen Platz hatte. Dann klingt wahrscheinlich bei solchem Repertoire die CD besser.

Aber auf eine CD davon mit ihm habe ich bislang verzichtet. Auch das heißt natürlich nichts.


[Beitrag von WolfgangZ am 01. Apr 2026, 16:17 bearbeitet]
op111
Moderator
#33249 erstellt: 01. Apr 2026, 16:32
Buchbinder habe ich etliche Male in Essen gehört, noch im alten Saalbau (die Akustik war nur in den vorderen 8 Reihen in der Mitte gut), und später in der Philharmonie, da ist der Klang an vielen Plätzen sehr gut und ausgewogen.
Im Musikvereinsaal in Wien ist der Klang m.Erfahrung nach nur auf den vorderen teuren Plätzen gut, auf den bezahlbaren eher weniger.
Die Wiedergabe zu Hause ist meistens durchsichtiger, besonders ab den spätromantischen vielschichtiger instrumentierten - Mahler, Debussy, Ravel, Strawinsky etc.

Franz
op111
Moderator
#33250 erstellt: 01. Apr 2026, 16:53
Und nun:

Richard Wagner (1813-1883)
Parsifal
Elīna Garanča,
Andreas Schager,
Georg Zeppenfeld,
Derek Welton,
Jordan Shanahan, Tobias Kehrer, Ekaterina Gubanova,
Chor & Orchester der Bayreuther Festspiele,
Pablo Heras-Casado


DGG 2023 live A.: P. Hecker, P,Michel, P. Urban
jpc.de

Vor allem wegen der herausragenden Sänger Elīna Garanča Georg Zeppenfeld, Andreas Schager.


Franz
arnaoutchot
Moderator
#33251 erstellt: 01. Apr 2026, 19:20

op111 (Beitrag #33241) schrieb:
Kempe/Strauss: Ich habe die Box auch nicht mehr, da mich im Grunde nur wenige Werke daraus interessieren.


Danke für den Hinweis. Dann werde ich da auch Abstand halten. In der Tat hatte ich die Kempe-Aufnahmen auch schon komplett im Laden vor mir liegen, aber damals in den Fat EMI-Boxes, die ich schon aus Platzgründen nicht wollte. Ich hab alles was mich interessiert in anderen Aufnahmen, u.a. auch von Solti, Szell und Karajan.

Jetzt gerade Bruckner #8 - Chailly/RCO - Decca 2002. Keine schlechte Aufnahme, die Darbietung wirkt recht straff, er bringt die Symphonie auch in 79 Minuten auf einer CD unter. Klingt auch fein. 👍

Unten liegt ein weiterer Zyklus von Ludwigs Konzerten. Ich melde mich, wenn ich sie gehört habe und entschieden habe, ob es Zyklus #45 in der Sammlung wird.



[Beitrag von arnaoutchot am 01. Apr 2026, 19:41 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33252 erstellt: 01. Apr 2026, 20:15
Ja, hör Minaar mal und sag deine Meinung. Ich habe die Aufnahme seit 2022, und habe sie noch nicht einmal ganz gehört. Dabei könnte ich noch nichtmal behaupten, sie sei schlecht.
Ich brauche sie einfach nicht.
arnaoutchot
Moderator
#33253 erstellt: 01. Apr 2026, 21:37

Mars_22 (Beitrag #33252) schrieb:
Ich brauche sie einfach nicht.


Tja, was braucht man schon im Leben ... Beethoven - Complete Piano Concertos - Minnaar/DeVriend/NLSO - Challenge 3SACD MCh 2017. Ich höre gerade das 2. Konzert, das umsichtig vor das 1. gesetzt wurde, da es bekanntlich vor diesem konponiert wurde. Es hat im Vergleich zum 1. einen zarten, kammermusikalischen Charakter. Minnaar macht seine Sache gut, er spielt klar und transparent, ohne überbordende Emotionalität und auch ohne die oft asiatischen Pianisten anhängende übermässige Virtuosität. Vielleicht mag es hier und da etwas an Tiefgang fehlen. Die Begleitung ist einfühlsam, der Klang der Northstar-Aufnahme in Mehrkanal ist superb. Ich werde sie - vorbehaltlich des Hörens der anderen vier Konzerte mal als No. 45 auf meine Liste der Komplettaufnahmen nehmen. Jetzt peile ich ohne Hast doch noch die 50 an. Empfehlungen werden immer gerne gehört.

arnaoutchot
Moderator
#33254 erstellt: 02. Apr 2026, 12:08
@Beethoven/Minnaar/DeVriend. Endgültiges Urteil: Klanglich absolute Referenz (in MCh) ! Voluminöser Mehrkanalsound aus einem offensichtlich perfekt ausgepegelten Studio (Musziekzentrum Enschede, Northstar Rec.). Jedes Detail ist präzise hörbar, und Freude macht der knackige Bass v.a. der Pauken, der LFE ist im Gegensatz zu vielen anderen Klassik-Aufnahmen belegt (5.1). Zieht also in die Sammlung ein. Die Nummerierung basierte gestern allerdings noch auf einer veralteten Zählung, es ist eigentlich erst die 44. Gesamtaufnahme. Ich habe das jetzt korrigiert. Ich habe allerdings viele Aufnahmen der Konzerte doppelt als Blu Ray oder auf Vinyl, also sind es insgesamt bereits an die 50 ... ich poste die aktuelle Liste - auch für mich - mal im Beethoven-KK-Thread.

Hier sehr unterhaltsam: Franz von Suppé und Daniel-François Auber - Ouvertures - Paul Paray/Detroit SO - Mercury Living Presence SACD 3Ch 1959. Hatte und kannte ich bislang nicht (ausser dem Schlager Leichte Kavallerie). Das ist witzig und schwungvoll, und klanglich sind die 3-Kanal-Aufnahmen aus 1959 immer noch beeindruckend !

Mars_22
Inventar
#33255 erstellt: 02. Apr 2026, 15:55
Da ich nur eine Einspielung der Alpensinfonie von Strauss habe, und diese nicht gut klingt, obwohl es eine SACD ist (Janowski, Pittsburgh) habe ich gestöbert und gehört, und habe außer Franz Empfehlung mit dem Ensemble Modern eine Einspielung gefunden, die Thielemann / WPh, Maazel 1999, Haitink / LSO Live weit hinter sich lässt. Klanglich. Und einen weiten, transparenten, offenen Klang mit sattem Fundament finde ich bei dem Werk schon sehr wichtig.

Es ist Andres Orozco-Estrada mit dem Sinfonieorchester des HR, eine SACD von 2018. Tonmeister: Andreas Heynold

amazon.de
arnaoutchot
Moderator
#33256 erstellt: 02. Apr 2026, 16:05
Das habe ich vor ein paar Jahren über einer Flasche Malbec auch schon mal so entschieden. Previn (rechts) musste gehen. Karajan und Thielemann sind noch da.

IMG_1853D


[Beitrag von arnaoutchot am 02. Apr 2026, 16:07 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33257 erstellt: 02. Apr 2026, 16:12
Die zu hören ist eine reine Freude, und dann beim Sturm, ists einfach der Hammer.
Und du kannst sie auch noch Surround hören
klutzkopp
Inventar
#33258 erstellt: 02. Apr 2026, 19:22
Ich habe meinen BrahmsKK-Bestand einer kleinen Revision unterzogen und beschlossen mich von Kovacevich/Sawallisch/LPO und Moravec/Belohlavek/CzechPO zu trennen. Obwohl dann immer noch mehr als genug übrig bleibt ist diese hier

amazon.de

seit heute neu bei mir, # 2 Op. 83 läuft gerade.

Später mehr dazu.


[Beitrag von klutzkopp am 02. Apr 2026, 19:23 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33259 erstellt: 02. Apr 2026, 20:21
Hast du mal geschrieben, welche du hast?
klutzkopp
Inventar
#33260 erstellt: 02. Apr 2026, 20:35
Ich glaube nicht. Also:

Fleisher/Szell
Serkin/Szell
Pollini/Böhm bzw. Abbado
Gilels/Jochum
Buchbinder/ Harnoncourt
Freire/Chailly
Kuerti/Rescigno
Arrau/Inbal bzw. Bour
Hough/Wigglesworth
# 1 Curzon/Szell
# 2 Richter/Leinsdorf und Backhaus/Böhm.

Mit Ausnahme von Kuerti und Hough also die üblichen Verdächtigen.

Was mich noch interessieren könnte wäre Ashkenazy/Haitink.


[Beitrag von klutzkopp am 02. Apr 2026, 20:45 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33261 erstellt: 02. Apr 2026, 21:12
Serkin, den ich sehr mag, habe ich nicht.
Aber Fleischer/Szell, Arrau, Freire, Pollini/Abbado, Gilels/Jochum und Buchbinder/Harnoncourt habe ich auch.
Und Pollini / Thielemann Staatskapelle, die sich klanglich deutlich von seinen Früheren abhebt, ohne dass Pollini in meinen Ohren zu alt gewesen wäre.

Ach, Grimaud/Nelsons habe ich noch.

Ich nehme an, die die du jetzt noch hast, haben auch alle was für sich. Oder gibts ganz klare Favoriten?


[Beitrag von Mars_22 am 02. Apr 2026, 21:13 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33262 erstellt: 02. Apr 2026, 21:22
Nun, bei den straffen Aufnahmen ist Szell mMn ungetoppt, zwischen Fleisher und Serkin will und muss ich mich da nicht entscheiden.

Etwas lyrischer/getragenere Sichtweise: Gilels/Jochum.

Alle weiteren sind aber auch mindestens sehr gut.

Von Hough/Wigglesworth habe ich bisher nur # 2 gehört und mir davon nach Houghs sehr gelungener Beethoven-GA mehr versprochen. Ich habe da bisher nichts gehört was ich nicht woanders noch überzeugender finde.


[Beitrag von klutzkopp am 02. Apr 2026, 21:26 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33263 erstellt: 03. Apr 2026, 13:49
Lange nichts mehr von Tschaikowsky gehört. Also denn:

Symphonie # 4 aus der Haitink/CGO-Box

amazon.de
op111
Moderator
#33264 erstellt: 03. Apr 2026, 19:12
Hallo zusammen,


klutzkopp (Beitrag #33260) schrieb:

Fleisher/Szell
Serkin/Szell
Pollini/Böhm bzw. Abbado
Gilels/Jochum
Buchbinder/ Harnoncourt
Freire/Chailly
Kuerti/Rescigno
Arrau/Inbal bzw. Bour
Hough/Wigglesworth
# 1 Curzon/Szell
# 2 Richter/Leinsdorf und Backhaus/Böhm.
Was mich noch interessieren könnte wäre Ashkenazy/Haitink.


Ich hab mal geschaut:

Ich habe davon nicht:
Buchbinder/ Harnoncourt
Kuerti/Rescigno
Arrau/Inbal bzw. Bour
Hough/Wigglesworth

aber:
Angelich/Järvi
Arrau/Galliera
Arrau/Giulini
Ashkenazy/Haitink
Serkin/Szell in mehreren Aufnahmen (z.T. Mono)
Serkin/Ormandy in mehreren Aufnahmen (z.T. Mono)
Schnabel/Szell
Zimerman/Bernstein
#1 Gould/Bernstein
#1 Serkin/Reiner
#1 Matthies/Köhn 2 Klaviere
#1 Rubinstein/Reiner
#2 Fischer/Furtwängler
#2 Richter/Karajan
#2 Richter/Leinsdorf
#2 Gilels/Reiner
#2 Hamelin/Litton

Ich weiß, dass man nicht alle unbedingt braucht, aber die Abwechslung ist auch ganz unterhaltsam.


Franz
korr.: Christian Köhn nicht Kühn heißt der Pianist


[Beitrag von op111 am 04. Apr 2026, 18:34 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33265 erstellt: 03. Apr 2026, 19:24
Bei mir weiter Tschaikowsky mit Haitink/CGO, jetzt die Fünfte
op111
Moderator
#33266 erstellt: 04. Apr 2026, 17:58
Heute wieder Parsifal
Richard Wagner:
Parsifal (Gesamtaufnahme)
Gwyneth Jones
Franz Crass
Thomas Stewart
James King u.a.

Karl Ridderbusch
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele 1970
Pierre Boulez
DG 3 CD Toning.: Klaus Scheibe
amazon.de


Eine der schnellsten und vermutlich kurzweiligsten Parsifalaufnahmen.

1970 Pierre Boulez I. 1:34 II. 0:59 III,1:06 3:39
dagegen der gewöhnlich rasende Arturo:
1931 Arturo Toscanini I. 2:06 II.1:12 III,1:30 4:48




Franz


[Beitrag von op111 am 04. Apr 2026, 18:12 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#33267 erstellt: 04. Apr 2026, 18:27
Petitesse @ Franz: Der Kollege - lange Zeit Mitglied im Capriccio-Forum - Christian heißt nicht Kühn, sondern Köhn. Auch kein einfacher Zeitgenosse, aber sicher ein sehr guter Theoriekenner und Pianist.

Wolfgang
op111
Moderator
#33268 erstellt: 04. Apr 2026, 18:39
Hi Wolfgang,
natürlich hast du recht: Christian Köhn heisst der Klavierpartner von Frau Matthies.
Dann ist das auch in meiner CD-Datenbank falsch eingetragen.
nebenbei - wer ist schon einfach?

es geht weiter (mit einer der dynamischten Passagen bei Boulez)

Parsifal 1. Aufzug
GURNEMANZ
Vom Bade kehrt der König heim;
hoch steht die Sonne....
...


Franz


[Beitrag von op111 am 04. Apr 2026, 18:56 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33269 erstellt: 05. Apr 2026, 15:07

klutzkopp (Beitrag #33262) schrieb:

Von Hough/Wigglesworth habe ich bisher nur # 2 gehört und mir davon nach Houghs sehr gelungener Beethoven-GA mehr versprochen. Ich habe da bisher nichts gehört was ich nicht woanders noch überzeugender finde.


Bin gerade beim zweiten Hördurchgang und muss mich dann doch korrigieren: Das ist bei beiden Konzerten eine pianistisch äußerst überzeugende, durchdachte und stimmige Einspielung, wohl eine der besten unter den jüngeren Aufnahmen. Hough spielt mit Nachdruck wo es die Werke erfordern und nimmt sich bei den richtigen Stellen zurück.

Gut klingen tut das Ganze auch noch (wüsste jetzt auch keine meiner Hyperion-CDs bei der das anders ist).

Vom Dirigenten Mark Wigglesworth wusste ich bisher nur dass es von ihm eine GA der Schostakowitsch-Symphonien gibt die recht gut sein soll.

Wegen des historischen 1859er Blüthner schleiche ich seit einiger Zeit noch um Schiff/OAE (ECM) herum. Wie ich mich kenne nur eine Frage der Zeit…

Frohe Ostern allerseits!


[Beitrag von klutzkopp am 05. Apr 2026, 15:15 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33270 erstellt: 05. Apr 2026, 15:59
Ja, frohe Ostern ... 🐇 Was Deine Brahms-Konzerte sind, sind wohl meine von Beethoven ... heute früh hatte ich nochmals Korstick mit den Beethoven-Konzerten, weiter oben hatte ich ja in seine Brahms-Konzerte reingehört und die CD nicht behalten. Ggf schreibe ich im Beethoven KK-Thread nochmals was dazu, aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass das jemanden näher interessiert ...

Hier gerade ein paar Experimente mit Latrys Orgelmusik. Zuerst die Blu Ray in Atmos (für die allerdings nur die ersten drei CDs in Atmos gemixt wurden, nicht die CDs 4-9 mit Messians kompletten Orgelwerken, leider). Jetzt gerade Messiaen - Apparition de l'Église éternelle und La Nativité du Seigneur (Auro 3D Upmix aus 2Ch CD, aber mit dem bei mir neuen Quadral Orkus DSP Subwoofer, der bis 16Hz herunterreicht. Puh ...



[Beitrag von arnaoutchot am 05. Apr 2026, 16:00 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33271 erstellt: 05. Apr 2026, 16:26
Hast Du mal in die Beethoven-Konzerte mit Hough/Lintu reingehorcht? Deine Meinung würde mich interessieren.
arnaoutchot
Moderator
#33272 erstellt: 05. Apr 2026, 16:36
Die habe ich gerade bestellt ... zusammen mit Wallisch/Haselböck. Die gab es beide bei jpc zu unschlagbar günstigen Preisen, kleines Ostergeschenk für mich. Ich hab da gerade wieder so eine Phase, mich damit zu beschäftigen. Seufz !

Sobald Hough/Lintu da ist, werde ich reinhören und berichten. 👍 Danke schon mal für die Anregung !
klutzkopp
Inventar
#33273 erstellt: 05. Apr 2026, 16:38
Diese „Phasen“ kommen mir sehr bekannt vor
Hörstoff
Inventar
#33274 erstellt: 05. Apr 2026, 20:09
Bei mir in Phase, was in Surround wichtig ist (Stereohörer haben es da verhältnismäßig sehr leicht) Wagners Ring des Nibelungen von Marek Janowski mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Und soeben ganz durchgehört. Naja, fast. Nach der ersten Disc des Rheingolds nun die letzte der Götterdämmerung. Während erste nicht nur eine reine Einleitung des Zyklus ist, sondern durchaus fulminante musikalische Ausritte beherbergt, erweckt letztere den Eindruck eines sanften bis gewaltigen, jedenfalls dramatischen Ausklingens.
Nun gut, der Komponist hat es so gewollt.

Klang und auch die ausdrucksstarke Interpretation sagen mir weiter zu. Und als Neuigkeit weiß ich nun auch, dass die 13 SACDs der Gesamteinspielung nicht im Pappschuber eingeklebt, sondern weiter voll verwendbar sind.


jpc.de jpc.de

Eigentlich sagt mir die Götterdämmerung sogar sehr zu. Allerdings wohl eher mittendrin und im Zweifel von Solti mit den Wiener Philharmonikern. Jedenfalls ist die Darbietung von Janowski und dem RSB längst nichts zum Weglegen auf Dauer und bietet sich auch für einen Abgleich oder als audiophiler Übergang an.

Hierzu komme ich mit den Reviews bei hraudio tendenziell gut überein: Rheingold, Götterdämmerung.


[Beitrag von Hörstoff am 05. Apr 2026, 20:19 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33275 erstellt: 05. Apr 2026, 21:46

klutzkopp (Beitrag #33271) schrieb:
Hast Du mal in die Beethoven-Konzerte mit Hough/Lintu reingehorcht? Deine Meinung würde mich interessieren. :prost

Bin zwar nicht gefragt, aber ich finde, die sind was Besonderes. Haben einen eigenen Klang, der sehr gut zum Charakter passt. Die nahe Mikrofonierung unterstreicht die enge Verbindung zwischen Klavier und Orchester.


[Beitrag von Mars_22 am 05. Apr 2026, 21:48 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33276 erstellt: 06. Apr 2026, 07:53
Ich habe ja schon bestellt. Wen das noch physisch interessiert, den Hough gibt es gerade recht günstig ... https://www.jpc.de/j...o-conce/hnum/9727459. Beethoven Zyklen brauche ich immer physisch.
klutzkopp
Inventar
#33277 erstellt: 06. Apr 2026, 14:37
Auch länger nicht mehr gehört: Schumann.

Symphonien 1 und 4 mit Sawallisch/StK Dresden 👍

amazon.de
Hörstoff
Inventar
#33278 erstellt: 06. Apr 2026, 15:56
Neuere Kammer- und Solomusik für Marimba und Bratsche aus Norwegen. Remarkable. Teilweise werden die Kompositionen durch Flöten und Gitarrenmusik ergänzt.

"This album presents a collection of works of the Norwegian composer Bjørn Bolstad Skjelbred (b. 1970), all composed between 2001 und 2013. The works have been written with melodic percussion as the central and dominating element - with various surrounding ensembles - performed by the recognized Norwegian percussionist Eiric Raude. The smaller chamber formations very suitably illustrate several of the central compositional and poetic aspects of Skjelbred's music. (...)
The music (...) is quiet, and just like his shy persona it is exactly this quietness that gives the music its character and originality."
Asbjørn Schaathun gemäß Inlet, 2014

2L liefert klanglich höchstes Niveau: bester audiophiler Surroundsound 5.1 in DTS-HD MA 5.1 192k. Die instrumentale Ausformung ist sehr direkt und unmittelbar. Hörende befinden sich quasi in einem gefühlt überschaubar großen bzw. vielmehr kleinen, ausreichend großen Hörraum und sind den Eingebungen des Komponisten im besten Sinne vollends ausgesetzt. Bratsche und Marimba wirken direkt. Obwohl die Musik mit hoher Unmittelbarkeit, Vertraulichkeit und Detailgenauigkeit wiedergegeben wird, wurde doch in einer Kirche eingespielt. Ich erkläre mir das neben einer gewissenhaften und genauen Mikrofonierung so, dass die Akustik der Jar Church optimal ist. Die Holzausstattung absorbiert schädigende Echos und sorgt für eine lebendige Klangatmosphäre.

Die Musik ist imo charakterlich nicht sehr einfach einzuordnen, d. h. das Aufschließen der Werke passiert nicht unmittelbar oder ohne Einlassung. Offenbar setzt der Komponist seine wohl eher komplizierte Persönlichkeit um. Ich kenne den Herrn nicht bzw. habe auch nichts sonstig Vertiefendes über seine Musik zu lesen. Zuhörende sollten Marimbamusik sowie Vieldeutigkeiten mögen bzw. letztere akzeptieren. Es dauert bis zum letzten Stück, bis das fulminante, dreizehnminütige Marimba-Solowerk Waves & Interruptions erreicht ist. Hier werden auch klanglich alle Register gezogen. Und bei mir zieht Erleichterung ein ob der erkennbaren musikalischen Ausformungen.

amazon.de


[Beitrag von Hörstoff am 06. Apr 2026, 23:13 bearbeitet]
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