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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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op111
Moderator |
#33328
erstellt: 12. Apr 2026, 14:03
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Herbert von Karajan war ja für seine Arbeitseffzienz berühmt und berüchtigt. Mendelssohns Sinfonien soll er nicht sonderlich geschätzt haben, sollte sie aber (auf Wunsch der DG ? ) in einer Gesamtaufnahme dokumentieren. Diese ihm lästige Aufgabe soll er zumindest teilweise an seine Assistenzdirigenten (die auch die Einstudierung und Proben übernahmen) delegiert haben. Die Assistenten bleiben hier jedoch ungenannt. Félix Mendelssohn Bartholdy Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan u. Assistenten hier Karajan-Symphonien-Edition ![]() Franz |
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klutzkopp
Inventar |
#33329
erstellt: 12. Apr 2026, 15:03
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Hier Beethoven - eine „Schrulle“ die ich cool finde und einfach gern höre: Chorfantasie Op. 80 mit Andsnes/MahlerCO [Beitrag von klutzkopp am 12. Apr 2026, 15:12 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33330
erstellt: 12. Apr 2026, 15:09
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Ich bleibe schwerpunktmäßig bei aktuellen Einspielungen. So zudem bei Musik des 20. und 21. (F.-H. 2022) Jahrhunderts, nämlich Cellokonzerten von Frank Bridge, Cheryl Francis-Hoad und Sir William Walton, die Laura van der Heijden nicht die Handballerin mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra/Ryan Wigglesworth perfekt in Szene setzt.![]() Erstlauschung in Stereo. Eine Weltpremiere ist Frances-Hoads Earth, Sea, Air - gewissermaßen post-postmoderne naturalistische Musik, die die Naturgewalten eindringlich und düster in Szene setzt. Eventuell sind auch Poesche und napoleonistische Elemente, sicherlich auch Rückgriffe auf Pettersson interpretierbar. Danach ist allerdings auch eine gehörige Prise Melodramatik, vielleicht als eine weibliche Sichtweise erkennbar. Bei hraudio noch nicht gewertet, ist die Einspielung aus 2023. [Beitrag von Hörstoff am 12. Apr 2026, 15:35 bearbeitet] |
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FabianJ
Inventar |
#33331
erstellt: 12. Apr 2026, 15:34
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Prinzipiell wäre das zwar eine Idee, aber nicht um die Uhrzeit. ![]() Gerade angehört: ![]() Marin Marais (1656-1728) Suite für zwei Violen G-Dur (Pièces à une et à deux violes, Premier livre) François Joubert-Caillet (Bassgambe), Andreas Linos (Bassgambe), Philippe Grisvard (Cembalo) Aufnahme: September 2014 und Mai 2015, Kapelle Notre-Dame de Centeilles, Frankreich Was Kammermusik des Barock betrifft, dürfte ich mehr von Marin Marais in meiner Sammlung haben als von jedem anderen Komponisten. Ich hatte schon ein paar Einzel-CDs und mit dieser Gesamtaufnahme seiner 5 Bücher mit Stücken für Viola da gamba kamen im Laufe der Jahre noch 20 weitere hinzu. Ich mag diese Musik einfach. Man kann über die 5 Bücher hörend auch gut die Entwicklung des Komponisten hörend nachvollziehen. Seine größte Meisterschaft erreichte er, meiner Meinung nach, mit Buch Nr. 4. Die bekannte, eine Blasensteinoperation musikalisch schildernde, schräge Stück ist im 5. Buch (Le Tableau de l’Opération de la Taille). Ich hatte mir die Aufnahmen der 5 Bücher noch einzeln gekauft, seit letztem Jahr gibt es sie aber auch als Box. Ob „man" 20 CDs mit Gambenmusik braucht, weiß ich nicht, aber persönlich möchte ich sie nicht missen. Aber lieber vorher mal in ein Album mit ausgewählten Stücken daraus reinschnuppern, ob man mit dieser Art von Musik überhaupt etwas anfangen kann. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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op111
Moderator |
#33332
erstellt: 12. Apr 2026, 15:45
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Es gibt was exotischeres Ludwig van Beethoven Chorfantasie op. 80 (Text 1951 Johannes R. Becher ! , ehemaliger Kulturminister der DDR) Günter Kootz, Klavier Rundfunkchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig Franz Konwitschny Berlin Classics 8/1960 u.a. in: ![]()
Franz |
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Mars_22
Inventar |
#33333
erstellt: 12. Apr 2026, 15:51
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Hörstoff
Inventar |
#33334
erstellt: 12. Apr 2026, 16:12
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Eine sehr aussagekräftige Komposition - jedeR weiß worum es geht - die ich auch gern höre. Mein Favorit ist bislang Bernard Haitink mit dem London Symphony Orchestra. |
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klutzkopp
Inventar |
#33335
erstellt: 12. Apr 2026, 17:11
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Ich glaube es gibt sogar mehr als diese eine Aufnahme mit dem „DDR“-Text. Muss aber nicht sein, jedenfalls nicht für mich. |
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op111
Moderator |
#33336
erstellt: 12. Apr 2026, 17:34
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Mit der Chorfantasie ist es für mich wie mit dem Highlander. Es kann nur eine geben: Ludwig van Beethoven (1770-1827) Chorfantasie op. 80 Klavierkonzert Nr.5 Rudolf Serkin, Westminster Choir, New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein CBS/ Sony 1962 ![]() Das ist sicher nicht HIP. Dagegen kommt mir der Rest vor wie mit Schlaftabletten sediert. Franz |
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klutzkopp
Inventar |
#33337
erstellt: 12. Apr 2026, 18:19
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arnaoutchot
Moderator |
#33338
erstellt: 12. Apr 2026, 19:14
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@Fabian, danke für diesen guten Hinweis. Ich hab das Schächtelchen von Savall unten zu diesem Thema, aber zum 5. Buch bin ich - Schande über mich - noch nie durchgedrungen. Das höre ich mir sicherlich bald an, so etwas interessiert mich. @Wolfram: So so, Serkin/Kubelik 1977. Hab ich nicht. Die Chorfantasie ist zugegeben nicht im Zentrum meines Interesses, das ist mir zu viel 9. Symphonie im Taschenformat. Was ist der unique selling point der Konzerte ? Schade, dass es die Aufnahmen nicht zu DGG geschafft haben wie vieles von Kubelik aus der Zeit, dann hätte ich sie in der Kubelik-Box. |
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klutzkopp
Inventar |
#33339
erstellt: 12. Apr 2026, 19:54
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Falls du mich meinst, ich heiße Wolfgang, Wolfram aka Mars 22 Der „Winner“ bei Serkin/Kubelik ist schlicht dieser Wahnsinnpianist selbst in Liveaufnahmen. Klar, kraftvoll, vorwärts, firlefanzfrei. Und Kubelik (ein wunderbar uneitler Musiker) war klug genug den Solisten nicht mit dem Orchester zu ersticken. Die Klangqualität ist okay, will sagen: Könnte besser sein. Die späte Serkin-GA mit Ozawa kenne ich nicht, muss also was einen Vergleich betrifft leider passen. [Beitrag von klutzkopp am 12. Apr 2026, 20:04 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#33340
erstellt: 12. Apr 2026, 20:18
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Sorry, nicht aufgepasst. Ja, weiss ich. Danke für Deine Einschätzung, Wolfgang. Serkin mit Ozawa hab ich wiederum. Lange nicht gehört. Da war Serkin aber schon recht alt (>80 Jahre). |
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Hörstoff
Inventar |
#33341
erstellt: 12. Apr 2026, 20:27
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Die Zusammenstellung von Mahlers Liedern gemäß Des Knaben Wunderhorn ist in einer hörenswerten, adäquaten Umsetzung durch Katharina Kammerloher (Mezzosopran), Arttu Kataja (Bariton) und Eric Schneider (Klavier) von MDG erhältlich. Sehr zum Glück scheint die Aufnahmequalität der Jahrtausendwende bei SACDs, als das Medium ausgereizt wurde inzwischen wieder erreicht zu sein - diese wurde 2023 eingespielt. Mahler, das Jahrhunderttalent. Gefällt mir bereits in Stereo sehr gut. Link [Beitrag von Hörstoff am 12. Apr 2026, 20:56 bearbeitet] |
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FabianJ
Inventar |
#33342
erstellt: 12. Apr 2026, 20:32
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Savalls Marais-Aufnahmen habe ich noch nicht, sollte ich mir vielleicht auch noch zulegen. Auf eine Marais-CD mehr kommt es ja auch nicht mehr an. ![]() Weiter geht es bei mir ebenfalls mit Kammermusik aus dem Perückenzeitalter: ![]() Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680) Sonatae unarum fidium (Violinsonaten) Gunar Letzbor (Violine & Dirigent), Ars Antiqua Austria Schmelzer ist etwa 20 Jahre vor Biber geboren, auch er war an angesehener Violinvirtuose. Wem etwa Bibers Rosenkranzsonaten gefallen, dem dürften die Violinsonaten seines älteren Kollegen auch zusagen. Im Moment hat es mir hier die Sonate Nr. 4 angetan. Die Ciaccona A-Dur sagt mir persönlich in der Einspielung von Hélène Schmitt mehr zu. Jene Aufnahme klingt wärmer und die Melodien werden etwas mehr ausgesungen, in Gunar Letzbors Einspielung klingt das Ganze etwas sachlicher. Kann man machen, aber bei diesem Stück ziehe ich die andere Einspielung vor. Das ist natürlich Geschmackssache. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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arnaoutchot
Moderator |
#33343
erstellt: 13. Apr 2026, 09:31
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Auch da (Schmelzer) habe ich eine Alternativaufnahme mit John Holloway. Da Letzbor ein Spezialist für solches Repertoire ist, glaube ich unbesehen, dass seine Aufnahme exquisit ist. ![]() Es läuft aber gerade Villa-Lobos - Uirapuru / Stravinsky - Firebird Suite - Dudelmal/LAPO - Platoon dolby Atmos Stream 2025. Farbige Dschungel-Ballett-Musik über magische Vögel ... |
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op111
Moderator |
#33344
erstellt: 13. Apr 2026, 12:00
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Mars_22
Inventar |
#33345
erstellt: 13. Apr 2026, 13:51
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Schumanns Kinderszenen, live mit Horowitz ![]() Dasselbe dann nochmal mit Eric le Sage und Radu Lupu. Es wundert nicht, dass dieses malerische Sujet Radu Lupu am meisten liegt - er gewinnt ihm das gewisse Etwas ab. [Beitrag von Mars_22 am 13. Apr 2026, 14:24 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33346
erstellt: 13. Apr 2026, 17:57
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Die Eric le Sage-Aufnahmen habe ich ebenfalls Daß Horowitz 1986 nicht mehr auf der Höhe seines Fähigkeiten war, ist wohl nicht verwunderlich. Ältere Einspielungen (z.B. Carnegie Hall 1965) sollten da ein anderes Bild ergeben. oder diese Toccata C-Dur op. 7; Kinderszenen op. 15; Kreisleriana op. 16; Arabeske op. 18; Blumenstück Des-dur op. 19 Vladimir Horowitz (Klavier) RCA, Aufnahmejahre ca.: 1962-1969 ![]() Franz |
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Mars_22
Inventar |
#33347
erstellt: 13. Apr 2026, 23:43
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Ich habe zwar nicht Horowitz' Fingerfertigkeit verglichen, aber du hast recht - er war da schon insgesamt nicht mehr auf der Höhe. Ich habe mir aus den 65+66ern jetzt gebraucht die 3 Carnegie-Hall Konzerte bestellt, als eine Art Übersicht. Konnte auch schon Probehören - die Qualität ist gut, selbst wenn man nicht das allerneuste Remastering hat. |
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arnaoutchot
Moderator |
#33348
erstellt: 14. Apr 2026, 08:13
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Hier Testhören des gerade komplett erschienenen Mahler-Zyklus von Semyon Bychkov mit der Czech Philharmonic (PentaTone 11CDs 2018-25/2026). Angeblich von einigen Kritikern als der Mahler-Zyklus des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Nun ja, Bychkov ist mir als guter Dirigent bekannt, das Czech PO passt sicherlich auch. Was ich gehört habe ist gut, aber das einzigartige höre ich nicht. Gut, mit Mahler-Aufnahmen bin ich auch eher gesättigt. Warum PentaTone das nur wieder als popelige CDs und nicht SACDs herausbringt, verstehe ich nicht. Ich streame es gerade in 24/96 HiRes, warum sollte ich mir dann Plastikscheiben in 16/44 kaufen ? Mei o mei, die Industrie demontiert sich schon selbst ! |
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op111
Moderator |
#33349
erstellt: 14. Apr 2026, 08:25
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Die allein habe ich auch nicht gemeint. Die Einstellung zum Werk dürfte sich auch im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben. |
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Mars_22
Inventar |
#33350
erstellt: 14. Apr 2026, 08:44
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op111
Moderator |
#33351
erstellt: 14. Apr 2026, 08:54
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Hallo Michael. Was Mahlerzuyklen angeht bin ich auch gesättigt. Heute spielen nahezu alle Orchester spieltechnisch auf einem höheren Niveau als noch 1950/60ern. Die Musik ist inzwischen allen vertraut. Das scheint auch Auswirkungen auf die Einstellung zum Werk zu haben. Das Interpretationsspektrum hat sich m.E. spätestens seit den 1990ern auf einen mittleren Weg verengt, Mahler ist im Mainstream angekommen. Es wird immer einheitlicher, auch vorsichtiger (nur keine Fehler) gespielt, dazu trägt auch die Verbreitung und Verfügbarkeit über Medien bei. Die durchaus unterschiedlichen, individuellen, ja kauzigen Ansätze der "alten" Generation (Walter, Klemperer, Stokowski, Barbirolli, Haitink, Bernstein, Kubelik, Solti) sind z.T. einem nivellierten Schönklang gewichen. Ich habe die Kritiken nur kursorisch gelesen, aber diese Glätte (z.B. in der 6., 7., 9.) wird auch einigen Fällen bemängelt. Franz [Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 09:00 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33352
erstellt: 14. Apr 2026, 09:04
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Da erscheint nach wenigen Zeilen die übliche Paywall-Sperre. |
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arnaoutchot
Moderator |
#33353
erstellt: 14. Apr 2026, 09:19
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Ja, so sehe ich das auch. Es hängt wohl auch mit der Sozialisierung mit dieser Musik zusammen, meine ging mit Mahler so in den 1980ern los, da griff man noch eher auf die alte Generation zurück. Das CD-Zeitalter mit den Gesamtzyklen ging da erst los. Habe gerade mal nach Kahchun Wong geschaut, den kannte ich nicht. Da gibt es auch jede Menge spätromantisches Repertoire, u.a. auch Mahlers 5. mit dem Japan Philharmonic Orchestra (Denon 2022). Ich höre gerade mal vergleichend rein (ist auch in 24/96 im Stream), genau das gleiche: Präzise spielendes Orchester, hervorragend (!) aufgenommen, schönes Adagietto, aber nichts, wobei ich jetzt überrascht aufspringe. Mit dem Hallé Orchester nimmt er wohl gerade den nächsten Mahler-Zyklus auf. Nun denn ... [Beitrag von arnaoutchot am 14. Apr 2026, 09:34 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33354
erstellt: 14. Apr 2026, 09:28
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Sorry, konnte das nicht erkennen. Mich interessiert ja diese Mahler-Modifikation von Beethovens Neunter, die dieser angeblich vorgenommen hat um das Werk an damals modernere Konzertsäle anzupassen. Habt ihr eine Einspielung? |
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op111
Moderator |
#33355
erstellt: 14. Apr 2026, 09:58
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Spekulativ bleiben muß natürlich, wie ein normal hörender Beethoven komponiert hätte. Insofern ist auch Mahlers Ansatz höchst spekulativ und subjektiv geprägt. Die Mahlerbearbeitungen gibt es auf Tonträger, gehört habe ich sie noch nicht. Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr.3,5,7,9 (in Orchestrierungen von Gustav Mahler) auf 3 CDs +Coriolan-Ouvertüre op. 62 (in Orchestrierung von Gustav Mahler); Leonore-Ouvertüren Nr. 2 op. 72 & Nr. 3 op. 72b (in Orchestrierungen von Gustav Mahler); Streichquartett Nr. 11 f-moll op. 95 (in Orchestrierung von Gustav Mahler) Margarita Vilsone, Evelyn Krahe, Michael Müller-Kasztelan, Derrick Ballard, Czech Philharmonic Choir of Brno, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Michael Francis Capriccio 2021-2023 |
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op111
Moderator |
#33356
erstellt: 14. Apr 2026, 10:03
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BEETHOVEN / The MAHLER Re-Orchestrations Capriccio YOUTUBE Channel: |
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op111
Moderator |
#33357
erstellt: 14. Apr 2026, 10:10
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Classical Discoveries - #04: BEETHOVEN vs. MAHLER - The Re-Orchestrations Capriccio Records und Naxos Music Review: Mahler's Idiomatic and Sensitive Beethoven Retouchings by Dave Hurwitz [Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 10:18 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33358
erstellt: 14. Apr 2026, 10:58
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Cool, danke! Den Francis gibts auch bei Spotify, allerdings habe ich ihn nur gefunden mit der Wortkombination "Beethoven Mahler Francis" |
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Mars_22
Inventar |
#33359
erstellt: 14. Apr 2026, 11:09
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![]() Höre gerade die Dritte mit Bychkov.
Wahrscheinlich ist dein Fazit nicht von der Hand zu weisen. Aber: SEHR gut klingen tut das schon, und man kann sich dieser Einspielung schon sehr gut überlassen. Also mindestens wenn jemand unterversorgt ist mit sehr guten Einspielungen aus neuerer Zeit (wie ich, ich mag weder Fischer noch Gergiev, die ich habe), ist diese Dritte eine sehr gute Wahl. Charakterlich würde ich sagen, sie wählt eine ruhige Gangart, aber ohne zu schleppen oder den Bogen zu überspannen. Und das funktioniert auch deswegen, weil die Aufnahmen selbst in sehr langsamen und ruhigen Passagen noch satt an Klang und Atmosphäre ist. Ich vermute übrigens, dass Pentatone das Gesamtpaket nur als CDs bringt, weil sich der Verkaufserfolg der Einzelaufnahmen in Grenzen hielt. Dafür spricht, dass sie 6-9 garnicht einzeln veröffentlicht haben. |
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Mars_22
Inventar |
#33360
erstellt: 14. Apr 2026, 11:44
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arnaoutchot
Moderator |
#33361
erstellt: 14. Apr 2026, 11:54
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@Mahler/Bychkov: Ja, wenn man noch nicht so viele neue Zyklen hat, lohnt es sich wahrscheinlich. Der Preis ist ja noch akzeptabel. Aber Du würdest einen HR-Download machen, oder ? @Barbirolli: Auch da ja, nicht uninteressant, sah ich auch. Mir sind aber zu viele Mono-Aufnahmen dabei (knapp die Hälfte, wenn ich recht erinnere). |
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Mars_22
Inventar |
#33362
erstellt: 14. Apr 2026, 12:05
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Ja, ich habe mir die 3. und 4. als HR-Download gekauft (bin aber nicht überzeugt, dass meine Ohren einen Unterschied zu den CDs hören können ). Bei den Anderen Mahlers bin ich durch Abbado und/oder Boulez gut versorgt, und z.T. kommt noch Tennstedt, sobald ich wieder mal in D war... [Beitrag von Mars_22 am 14. Apr 2026, 12:11 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33363
erstellt: 14. Apr 2026, 12:39
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@Barbirolli Ich habe die älteren Barbirolli Boxen der EMI-besessen. Ich gestehe, daß sich mir die kultische Barbirolli Begeisterung, die sich in vielen älteren v.a. britischen Kritiken findet, nicht angesteckt hat. Die Berliner Philharmoniker in der von Fans hymnisch verehrten Aufnahme der 9. Mahler klingen eher wie auf einer schlechten Probe - ganz anders z.B. bei Karajan einige Jahre später. Der Kult um die Sibelius-Sinfonien (Hallé) kommt bei mir ebenfalls nicht an. Ebenso Debussy und Ravel. Wenig überzeugend wirkt das Hallé Orchestra in den 1950-60er Jahren auf mich. Man vergleiche die Produktionen mit dem (New) Philharmonia Orchestra, die spielten damals in einer anderen Liga. Die Hallé Aufnahmen aus unserem Jahrtausend (2000er mit u.a. Marc Elder) klingen sehr viel besser, homogener, das ist ein anderes Orchester. Elgars Cellokonzert mit du Pré und dem London Symphony Orchestra ist mir in guter Erinnerung - Lieder mit Janet Baker,und dem London Symphony Orchestra. Dafür eine Riesen-Box zu kaufen, lohnt sich m.E. nicht. Die Live-Aufnahmen, v.a. Mahler 3., die bei einigen Labels kursieren, sind abschreckend. Franz [Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 12:45 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33364
erstellt: 14. Apr 2026, 12:42
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Mars_22
Inventar |
#33365
erstellt: 14. Apr 2026, 13:32
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Bei Bychkovs Mahler #4 ist es wie bei der 3: Es ist mir nie leichter gefallen, das Werk mit Genuss ganz durchzuhören, wegen der außerordentlichen Klarheit und Klangschönheit, bei der heftigste Impulse vollkommen natürlich rüberkommen. Die Bühne breitet sich so deutlich wie nie vor dem Hörer aus. Klar, das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, gerade bei Mahler. Eigentlich geht es dann erst los. Soweit bin ich damit aber noch nicht. |
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op111
Moderator |
#33366
erstellt: 14. Apr 2026, 16:33
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Und nun Schönberg bearbeitet Brahms Johannes Brahms (1833-1897) Klavierquartett op.25 (in der Bearbeitung von Schönberg) +Schönberg: Begleitmusik zu einer Lichtspielszene Netherlands Philharmonic Orchestra, Marc Albrecht Pentatone 2014 stereo/multichannel (Hybrid) ![]() und die klassische Aufnahme Klavierquartett op.25 (in der Bearbeitung von Schönberg) u.a. Chicago Symphony Orchestra Robert Craft Sony 07/1964 ![]() Franz |
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Hörstoff
Inventar |
#33367
erstellt: 15. Apr 2026, 19:04
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Während Mars nun bald vielleicht 50 bedeutsame Monodiscs hört, läuft bei mir ein Ohrenschmaus: geistliche und weltliche Chorwerke Genug vom Ensemble BachWerkVokal/Gordon Safari: Bach, Ahle, Gruchmann, Mahler-Werfel, Schelle. Das gefällt mir sehr gut. In Stereo richtige Schmeichelmusik. Top Chormusik, top Klang. ![]() EDIT: der Titel verweist neben Werken von Bach und Ahle auf die Weltersteinspielung des Österreichers Jacob Gruchmann, der erst 1991 geboren wurde und dieses 11:15 Minuten lange Stück in fünf Sätzen 2021 komponierte: eine Kantate für Vokal- und Instrumentalensemble. Die Einspielung ist übrigens auch aus 2021, 5. bis 7. Juli in der Stadtpfarrkirche Salzburg-Gnigl. Nah dran am Gruchmann. [Beitrag von Hörstoff am 15. Apr 2026, 19:26 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33368
erstellt: 15. Apr 2026, 19:22
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Schmeichelmusik? Wie dem auch sei, ich habe genug - von der Kantate BWV82. 3 Einspielungen. Früher bin ich auf das Thema angesprungen, jetzt springe ich eher weg |
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Hörstoff
Inventar |
#33369
erstellt: 15. Apr 2026, 19:27
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Diese SACD klingt nach zig Bachdiscs wieder einzigartig, virtuos gesenkt, abwechslungsreich. Da verpasst du etwas. |
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arnaoutchot
Moderator |
#33370
erstellt: 15. Apr 2026, 20:04
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Hier eingetroffen No. 47: Beethoven - The Piano Concertos - Buchbinder Wanninger / VPO - Unitel Blu Ray dts HD 5.0 2011. Eine schöne Live-Aufnahme des Zyklus aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien. Ich habe sie absichtlich ohne Bild laufen lassen, um mich auf die Musik zu konzentrieren. Sie erinnert mich sofort an Barenboims-Aufnahme mit der Staatskapelle Berlin aus 2007, auch vom Klavier aus geleitet, gleiches Tonformat Bu Ray / dts HD. Buchbinder ist - aus dem Gedächtnis heraus - etwas lyrischer, relaxter, durchdachter als der routinierte Barenboim. Das Orchester ist erstklassig, aber kein Wunder, sie spielen ja auf ihrem Home Turf. Auch nach 46 Vorgängern immer wieder schön, einen neuen Zyklus zu hören. Und: Dank Blu Ray kann man alle fünf hintereinander hören, ohne aufstehen zu müssen. 👍😂 |
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op111
Moderator |
#33371
erstellt: 15. Apr 2026, 20:07
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@Andreas A Cantata to end all Cantatas. Purer Optimismus. Mein letztes Lager Ich freue mich auf meinen Tod Schlummert ein, ihr matten Augen Es ist genug! Welch hoffnungsvolle Musik. Frohlocket! Dann schaue ich mal, ob ich nicht noch Verdis Requiem anschließe. Franz [Beitrag von op111 am 15. Apr 2026, 20:08 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33372
erstellt: 16. Apr 2026, 10:50
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arnaoutchot
Moderator |
#33373
erstellt: 16. Apr 2026, 11:30
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Ja, erstaunlich, die Box wurde 2022 nochmals aufgelegt. Ich würde jedoch schnell zugreifen, wenn ich sie noch haben wollen würde. |
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Mars_22
Inventar |
#33374
erstellt: 16. Apr 2026, 13:10
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Hm, ich weiß nicht. Das Paket ist bestimmt gut gemacht und der Preis passt auch. Aber mich hat bisher alles von Szell, was ich gehört habe oder besitze (Fleisher/Szell mit Beethoven, Bruckner nicht vom Hocker gerissen. Ich glaube, dass das historisch gesehen herausragend ist, weil zu den ersten Aufnahmen gehörte, die dieses Qualitätsniveau erreichten, klanglich und bezüglich ihrer Präzision. Aber heute gibt es noch Besseres (klanglich), und Ausdrucksstärke war eh nie der Fokus von Szell.Oder bin ich da jetzt völlig schief gewickelt? Edit So wird eine Bruckner "Acht Klammer zu" bedeutungsmäßig leicht missleading [Beitrag von Mars_22 am 16. Apr 2026, 13:13 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#33375
erstellt: 16. Apr 2026, 14:48
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Stimmt, lieber Kolleech, wie ich Franken-Doldi (1) hier sage, denn missleading ist auch ganz leicht misleading. (1) Doldi = Bezeichnung für etwas langsame und nicht immer intelligent handelnde oder sprechende Person. |
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WolfgangZ
Inventar |
#33376
erstellt: 16. Apr 2026, 15:08
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Noch kurz @ Szell: Viel von ihm finde ich nicht, auch nicht die von Dir genannten Einspielungen - also Beethoven oder Bruckner. Du wirst da schon Recht haben. Die Klavierkonzerte von Brahms mit Fleisher und Szell sprechen mir aber sehr zu. Sie sprechen vielen zu - das habe ich mitbekommen. Allerdings bin ich auf der psychologischen Ebene durchaus kein Freund von Szell. Das hat den gleichen Grund wie bei Toscanini - da wohl am extremsten - oder bei Karl Böhm oder bei Fritz Reiner und es wird noch ein paar mehr geben, die heute wohl nicht mehr so agieren könnten wie damals. Leider sind aus wieder anderen Gründen, die sich vielleicht zum Teil auch mit den obigen überlappen, meine Sympathien für Leute wie Francois-Xavier Roth oder Charles Dutoit oder und anderen halt ebenfalls gesunken. Schade eigentlich! Ein Currentzis war mir nie sympathisch, selbst wenn man ihn auf der psychologischen Ebene nicht mit den Figuren von soeben wird vergleichen können. Das hat dann noch einmal andere Gründe. Und dann kämen auf einer vierten Ebene noch Künstler wie Gergiev, Beresowski, Baschmet oder Lisitsa. Die anderen sind für mich musikalisch nicht gar so interessant, aber bei Baschmet bedauere ich dies wiederum. Dabei will ich es jetzt belassen, denn es reicht. Fallen Euch noch andere Namen ein? Es wäre vielleicht einen eigenen Faden wert - vielleicht. Wolfgang |
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op111
Moderator |
#33377
erstellt: 16. Apr 2026, 16:16
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Hallo Wolfgang, da ist schon etwas, was ich ebenfalls so sehe. Leistungen auf einem Gebiet, sichern weder Kompetenz in anderen Bereichen (s. Talkshows, in denen Prominente zu völlig fachfremden Gebieten sich ausbreiten dürfen) noch werden sie dadurch zu freundlichen, sympathischen Menschen. Neben den genannten fällt mir u.a. noch Miles Davis ein. Wenn ich mich recht erinnere, schrieb der Journalist Werner Burkhard, über Miles Davis Folgendes : „Wieder einmal hat der liebe Gott, wie schon bei Richard Wagner und noch bei Herbert von Karajan, in einem Anfall von Zerstreutheit eine große Begabung an ein großes A....och vergeben." Der große Naturforscher Isaac Newton soll auch kein freundlicher Mensch gewesen sein. Aber hier belassen wir es dabei. Um auf Szell zurückzukommen. Gefürchtet war er v.a. für seine Besserwisserei, u.a. auch bei Autos, in Restaurants... Er hat ja wohl auch Tontechniker zu Spezifikationen der genutzten Mikrofone inquisitorisch befragt. Durchgehend freundlich war anscheinend auch der Umgang mit Orchestermusikern nicht. Beim Cleveland Orchestra flogen (nicht nur zu seinem Amtsantritt) auch etliche Beschäftigte. Beethoven: Symphonie Nr. 5 Cleveland Orchestra George Szell ![]() Franz |
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arnaoutchot
Moderator |
#33378
erstellt: 16. Apr 2026, 16:38
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Nun, nur kurz zu Miles Davis, der hier in der Klassik kaum reinpasst: Der wurde von der amerikanischen Gesellschaft als Schwarzer schon auch zu dem gemacht, was sich später als Arroganz nach aussen zeigte. Aber genug davon hier. Ich habe versucht, die Gründe von Wolfgangs psychologischen Ebenen zu verstehen. Toscanini, Szell, Böhm, Reiner wegen ihrer autokratischen Art ? Roth und Dutoit wegen sexueller Übergriffe ? Currentzis weiss/verstehe ich nicht. Die Russen wegen ihrer Verbindung zum Putin Regime ? Ich persönlich versuche mich so wenig wie möglich von diesen Dingen beeinflussen zu lassen. Ich bin auch eher vorsichtig was die Me-too-Thematik betrifft. Das scheint mir im Klassik-Bereich schon ein sehr heikles Thema zu sein, und wenn eine Musikerin oder Solistin sauer auf den Dirigenten ist, der ihr eine bessere Rolle versagt, dann kann aus einer harmlosen Umarmung schnell sexuelle Belästigung werden. Meist steht ja Aussage gegen Aussage. Ich schrieb es hier schon mal: Wo zieht man die Grenze ? Soll ich keinen Gesualdo mehr hören, weil er seine Frau umbringen liess ? Soll ich keinen Wagner mehr hören aus den bekannten Gründen ? Liszts Preludes nicht mehr hören, weil das Stück zweckentfremdet wurde (wofür Liszt überhaupt nichts kann). Und Böhm und Karajan waren eh Nazis ... ![]() Hören, von oben angeregt: Gesualdo - Complete Madrigals - Delitiae Musicae / Longhini - Naxos 7CD 2013. [Beitrag von arnaoutchot am 16. Apr 2026, 16:56 bearbeitet] |
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Ich hab das Schächtelchen von Savall unten zu diesem Thema, aber zum 5. Buch bin ich - Schande über mich
- noch nie durchgedrungen. Das höre ich mir sicherlich bald an, so etwas interessiert mich.
Die Chorfantasie ist zugegeben nicht im Zentrum meines Interesses, das ist mir zu viel 9. Symphonie im Taschenformat. Was ist der unique selling point der Konzerte ? Schade, dass es die Aufnahmen nicht zu DGG geschafft haben wie vieles von Kubelik aus der Zeit, dann hätte ich sie in der Kubelik-Box. 









Ich streame es gerade in 24/96 HiRes, warum sollte ich mir dann Plastikscheiben in 16/44 kaufen ? Mei o mei, die Industrie demontiert sich schon selbst ! 



). 




nicht vom Hocker gerissen. Ich glaube, dass das historisch gesehen herausragend ist, weil zu den ersten Aufnahmen gehörte, die dieses Qualitätsniveau erreichten, klanglich und bezüglich ihrer Präzision. Aber heute gibt es noch Besseres (klanglich), und Ausdrucksstärke war eh nie der Fokus von Szell.
Stimmt, lieber Kolleech, wie ich Franken-Doldi (1) hier sage, denn missleading ist auch ganz leicht misleading. (1) Doldi = Bezeichnung für etwas langsame und nicht immer intelligent handelnde oder sprechende Person. 








