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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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op111
Moderator
#33328 erstellt: 12. Apr 2026, 14:03
Herbert von Karajan war ja für seine Arbeitseffzienz berühmt und berüchtigt.
Mendelssohns Sinfonien soll er nicht sonderlich geschätzt haben, sollte sie aber (auf Wunsch der DG ? ) in einer Gesamtaufnahme dokumentieren. Diese ihm lästige Aufgabe soll er zumindest teilweise an seine Assistenzdirigenten (die auch die Einstudierung und Proben übernahmen) delegiert haben.
Die Assistenten bleiben hier jedoch ungenannt.

Félix Mendelssohn Bartholdy
Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan u. Assistenten

hier
Karajan-Symphonien-Edition

amazon.de

Franz
klutzkopp
Inventar
#33329 erstellt: 12. Apr 2026, 15:03
Hier Beethoven - eine „Schrulle“ die ich cool finde und einfach gern höre:

Chorfantasie Op. 80 mit Andsnes/MahlerCO

amazon.de


[Beitrag von klutzkopp am 12. Apr 2026, 15:12 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#33330 erstellt: 12. Apr 2026, 15:09
Ich bleibe schwerpunktmäßig bei aktuellen Einspielungen. So zudem bei Musik des 20. und 21. (F.-H. 2022) Jahrhunderts, nämlich Cellokonzerten von Frank Bridge, Cheryl Francis-Hoad und Sir William Walton, die Laura van der Heijden nicht die Handballerin mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra/Ryan Wigglesworth perfekt in Szene setzt.

amazon.de

Erstlauschung in Stereo. Eine Weltpremiere ist Frances-Hoads Earth, Sea, Air - gewissermaßen post-postmoderne naturalistische Musik, die die Naturgewalten eindringlich und düster in Szene setzt. Eventuell sind auch Poesche und napoleonistische Elemente, sicherlich auch Rückgriffe auf Pettersson interpretierbar. Danach ist allerdings auch eine gehörige Prise Melodramatik, vielleicht als eine weibliche Sichtweise erkennbar.

Bei hraudio noch nicht gewertet, ist die Einspielung aus 2023.


[Beitrag von Hörstoff am 12. Apr 2026, 15:35 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#33331 erstellt: 12. Apr 2026, 15:34

Hörstoff (Beitrag #33322) schrieb:

Gegen leichte Kopfschmerzen sollte etwas Verausgabung an der frischen Luft weiterhelfen. Und wer weiß, vielleicht ist Messiaen danach in einer neuen Lauschung immer noch gut. ;)


Prinzipiell wäre das zwar eine Idee, aber nicht um die Uhrzeit.

Gerade angehört:
jpc.de
Marin Marais (1656-1728)
Suite für zwei Violen G-Dur (Pièces à une et à deux violes, Premier livre)
François Joubert-Caillet (Bassgambe), Andreas Linos (Bassgambe), Philippe Grisvard (Cembalo)
Aufnahme: September 2014 und Mai 2015, Kapelle Notre-Dame de Centeilles, Frankreich

Was Kammermusik des Barock betrifft, dürfte ich mehr von Marin Marais in meiner Sammlung haben als von jedem anderen Komponisten. Ich hatte schon ein paar Einzel-CDs und mit dieser Gesamtaufnahme seiner 5 Bücher mit Stücken für Viola da gamba kamen im Laufe der Jahre noch 20 weitere hinzu. Ich mag diese Musik einfach.

Man kann über die 5 Bücher hörend auch gut die Entwicklung des Komponisten hörend nachvollziehen. Seine größte Meisterschaft erreichte er, meiner Meinung nach, mit Buch Nr. 4. Die bekannte, eine Blasensteinoperation musikalisch schildernde, schräge Stück ist im 5. Buch (Le Tableau de l’Opération de la Taille).

Ich hatte mir die Aufnahmen der 5 Bücher noch einzeln gekauft, seit letztem Jahr gibt es sie aber auch als Box. Ob „man" 20 CDs mit Gambenmusik braucht, weiß ich nicht, aber persönlich möchte ich sie nicht missen. Aber lieber vorher mal in ein Album mit ausgewählten Stücken daraus reinschnuppern, ob man mit dieser Art von Musik überhaupt etwas anfangen kann.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
op111
Moderator
#33332 erstellt: 12. Apr 2026, 15:45

klutzkopp (Beitrag #33329) schrieb:
Hier Beethoven - eine „Schrulle“ die ich cool finde und einfach gern höre:
Chorfantasie Op. 80 mit Andsnes/MahlerCO

Es gibt was exotischeres

Ludwig van Beethoven
Chorfantasie op. 80
(Text 1951 Johannes R. Becher ! , ehemaliger Kulturminister der DDR)

Günter Kootz, Klavier
Rundfunkchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Franz Konwitschny
Berlin Classics 8/1960

u.a. in:
amazon.de

Seid gegrüßt, lasst euch empfangen
von des Friedens Melodien!
Unser Herz ist noch voll Bangen,
Wolken dicht am Himmel ziehn...



Franz
Mars_22
Inventar
#33333 erstellt: 12. Apr 2026, 15:51

Mars_22 (Beitrag #33255) schrieb:
Andres Orozco-Estrada mit dem Sinfonieorchester des HR, eine SACD von 2018. Tonmeister: Andreas Heynold

amazon.de


Ich höre diese Aufnahme richtig gerne, das ist einfach ein Vergnügen.
Hörstoff
Inventar
#33334 erstellt: 12. Apr 2026, 16:12
Eine sehr aussagekräftige Komposition - jedeR weiß worum es geht - die ich auch gern höre. Mein Favorit ist bislang Bernard Haitink mit dem London Symphony Orchestra.
klutzkopp
Inventar
#33335 erstellt: 12. Apr 2026, 17:11

op111 (Beitrag #33332) schrieb:

Es gibt was exotischeres

[b]Ludwig van Beethoven
Chorfantasie op. 80
(Text 1951 Johannes R. Becher ! , ehemaliger Kulturminister der DDR)


Ich glaube es gibt sogar mehr als diese eine Aufnahme mit dem „DDR“-Text. Muss aber nicht sein, jedenfalls nicht für mich.
op111
Moderator
#33336 erstellt: 12. Apr 2026, 17:34
Mit der Chorfantasie ist es für mich wie mit dem Highlander.
Es kann nur eine geben:

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Chorfantasie op. 80
Klavierkonzert Nr.5
Rudolf Serkin,
Westminster Choir,
New York Philharmonic Orchestra,
Leonard Bernstein
CBS/ Sony 1962
jpc.de
Das ist sicher nicht HIP.

Dagegen kommt mir der Rest vor wie mit Schlaftabletten sediert.


Franz
klutzkopp
Inventar
#33337 erstellt: 12. Apr 2026, 18:19
Ja, nur leider schwer aufzutreiben. Mal weiter schauen, bis dahin tröste ich mich mit Serkin/Kubelik

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arnaoutchot
Moderator
#33338 erstellt: 12. Apr 2026, 19:14

FabianJ (Beitrag #33331) schrieb:
Seine größte Meisterschaft erreichte er, meiner Meinung nach, mit Buch Nr. 4. Die bekannte, eine Blasensteinoperation musikalisch schildernde, schräge Stück ist im 5. Buch (Le Tableau de l’Opération de la Taille).


@Fabian, danke für diesen guten Hinweis. Ich hab das Schächtelchen von Savall unten zu diesem Thema, aber zum 5. Buch bin ich - Schande über mich - noch nie durchgedrungen. Das höre ich mir sicherlich bald an, so etwas interessiert mich.

@Wolfram: So so, Serkin/Kubelik 1977. Hab ich nicht. Die Chorfantasie ist zugegeben nicht im Zentrum meines Interesses, das ist mir zu viel 9. Symphonie im Taschenformat. Was ist der unique selling point der Konzerte ? Schade, dass es die Aufnahmen nicht zu DGG geschafft haben wie vieles von Kubelik aus der Zeit, dann hätte ich sie in der Kubelik-Box.

amazon.de
klutzkopp
Inventar
#33339 erstellt: 12. Apr 2026, 19:54
Falls du mich meinst, ich heiße Wolfgang, Wolfram aka Mars 22

Der „Winner“ bei Serkin/Kubelik ist schlicht dieser Wahnsinnpianist selbst in Liveaufnahmen. Klar, kraftvoll, vorwärts, firlefanzfrei.

Und Kubelik (ein wunderbar uneitler Musiker) war klug genug den Solisten nicht mit dem Orchester zu ersticken.

Die Klangqualität ist okay, will sagen: Könnte besser sein.

Die späte Serkin-GA mit Ozawa kenne ich nicht, muss also was einen Vergleich betrifft leider passen.


[Beitrag von klutzkopp am 12. Apr 2026, 20:04 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33340 erstellt: 12. Apr 2026, 20:18

klutzkopp (Beitrag #33339) schrieb:
Falls du mich meinst, ich heiße Wolfgang, Wolfram aka Mars 22 ;)


Sorry, nicht aufgepasst. Ja, weiss ich. Danke für Deine Einschätzung, Wolfgang. Serkin mit Ozawa hab ich wiederum. Lange nicht gehört. Da war Serkin aber schon recht alt (>80 Jahre).
Hörstoff
Inventar
#33341 erstellt: 12. Apr 2026, 20:27
Die Zusammenstellung von Mahlers Liedern gemäß Des Knaben Wunderhorn ist in einer hörenswerten, adäquaten Umsetzung durch Katharina Kammerloher (Mezzosopran), Arttu Kataja (Bariton) und Eric Schneider (Klavier) von MDG erhältlich. Sehr zum Glück scheint die Aufnahmequalität der Jahrtausendwende bei SACDs, als das Medium ausgereizt wurde inzwischen wieder erreicht zu sein - diese wurde 2023 eingespielt.

Mahler, das Jahrhunderttalent. Gefällt mir bereits in Stereo sehr gut. Link

amazon.de


[Beitrag von Hörstoff am 12. Apr 2026, 20:56 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#33342 erstellt: 12. Apr 2026, 20:32
Savalls Marais-Aufnahmen habe ich noch nicht, sollte ich mir vielleicht auch noch zulegen. Auf eine Marais-CD mehr kommt es ja auch nicht mehr an.

Weiter geht es bei mir ebenfalls mit Kammermusik aus dem Perückenzeitalter:
jpc.de
Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680)
Sonatae unarum fidium (Violinsonaten)
Gunar Letzbor (Violine & Dirigent), Ars Antiqua Austria

Schmelzer ist etwa 20 Jahre vor Biber geboren, auch er war an angesehener Violinvirtuose. Wem etwa Bibers Rosenkranzsonaten gefallen, dem dürften die Violinsonaten seines älteren Kollegen auch zusagen. Im Moment hat es mir hier die Sonate Nr. 4 angetan.

Die Ciaccona A-Dur sagt mir persönlich in der Einspielung von Hélène Schmitt mehr zu. Jene Aufnahme klingt wärmer und die Melodien werden etwas mehr ausgesungen, in Gunar Letzbors Einspielung klingt das Ganze etwas sachlicher. Kann man machen, aber bei diesem Stück ziehe ich die andere Einspielung vor. Das ist natürlich Geschmackssache.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
arnaoutchot
Moderator
#33343 erstellt: Gestern, 09:31
Auch da (Schmelzer) habe ich eine Alternativaufnahme mit John Holloway. Da Letzbor ein Spezialist für solches Repertoire ist, glaube ich unbesehen, dass seine Aufnahme exquisit ist.




Es läuft aber gerade Villa-Lobos - Uirapuru / Stravinsky - Firebird Suite - Dudelmal/LAPO - Platoon dolby Atmos Stream 2025. Farbige Dschungel-Ballett-Musik über magische Vögel ...

op111
Moderator
#33344 erstellt: Gestern, 12:00
Erneuter Versuch mit einem sperrigen Konzert

Max Reger:
Klavierkonzert op. 114
Rudolf Serkin
Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy
CD 33 aus der Sony Box
amazon.de


Franz
Mars_22
Inventar
#33345 erstellt: Gestern, 13:51
Schumanns Kinderszenen, live mit Horowitz

amazon.de

Dasselbe dann nochmal mit Eric le Sage und Radu Lupu. Es wundert nicht, dass dieses malerische Sujet Radu Lupu am meisten liegt - er gewinnt ihm das gewisse Etwas ab.

amazon.de


[Beitrag von Mars_22 am 13. Apr 2026, 14:24 bearbeitet]
op111
Moderator
#33346 erstellt: Gestern, 17:57
Die Eric le Sage-Aufnahmen habe ich ebenfalls
Daß Horowitz 1986 nicht mehr auf der Höhe seines Fähigkeiten war, ist wohl nicht verwunderlich.
Ältere Einspielungen (z.B. Carnegie Hall 1965) sollten da ein anderes Bild ergeben.
oder diese
Toccata C-Dur op. 7; Kinderszenen op. 15; Kreisleriana op. 16; Arabeske op. 18; Blumenstück Des-dur op. 19
Vladimir Horowitz (Klavier)
RCA, Aufnahmejahre ca.: 1962-1969

jpc.de


Franz
Mars_22
Inventar
#33347 erstellt: Gestern, 23:43
Ich habe zwar nicht Horowitz' Fingerfertigkeit verglichen, aber du hast recht - er war da schon insgesamt nicht mehr auf der Höhe. Ich habe mir aus den 65+66ern jetzt gebraucht die 3 Carnegie-Hall Konzerte bestellt, als eine Art Übersicht. Konnte auch schon Probehören - die Qualität ist gut, selbst wenn man nicht das allerneuste Remastering hat.

amazon.de
arnaoutchot
Moderator
#33348 erstellt: Heute, 08:13
Hier Testhören des gerade komplett erschienenen Mahler-Zyklus von Semyon Bychkov mit der Czech Philharmonic (PentaTone 11CDs 2018-25/2026). Angeblich von einigen Kritikern als der Mahler-Zyklus des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Nun ja, Bychkov ist mir als guter Dirigent bekannt, das Czech PO passt sicherlich auch. Was ich gehört habe ist gut, aber das einzigartige höre ich nicht. Gut, mit Mahler-Aufnahmen bin ich auch eher gesättigt.

Warum PentaTone das nur wieder als popelige CDs und nicht SACDs herausbringt, verstehe ich nicht. Ich streame es gerade in 24/96 HiRes, warum sollte ich mir dann Plastikscheiben in 16/44 kaufen ? Mei o mei, die Industrie demontiert sich schon selbst !

jpc.de
op111
Moderator
#33349 erstellt: Heute, 08:25

Mars_22 (Beitrag #33347) schrieb:
Ich habe zwar nicht Horowitz' Fingerfertigkeit verglichen,..

Die allein habe ich auch nicht gemeint. Die Einstellung zum Werk dürfte sich auch im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.
Mars_22
Inventar
#33350 erstellt: Heute, 08:44
In der SZ gibt es einen Artikel über eine anscheinend besondere Aufführung von Mahlers Version von Beethovens Neunter unter Kahchun Wong in Tokios Suntory Hall. Die Aufzeichnung kann man sich für umgerechnet etwa 5€ hier ansehen.
Der Artikel ist hier anscheinend frei zu lesen.
op111
Moderator
#33351 erstellt: Heute, 08:54

arnaoutchot (Beitrag #33348) schrieb:
Hier Testhören des gerade komplett erschienenen Mahler-Zyklus von Semyon Bychkov mit der Czech Philharmonic (PentaTone 11CDs 2018-25/2026). Angeblich von einigen Kritikern als der Mahler-Zyklus des 21. Jahrhunderts bezeichnet.

Hallo Michael.
Was Mahlerzuyklen angeht bin ich auch gesättigt.
Heute spielen nahezu alle Orchester spieltechnisch auf einem höheren Niveau als noch 1950/60ern.
Die Musik ist inzwischen allen vertraut.
Das scheint auch Auswirkungen auf die Einstellung zum Werk zu haben.
Das Interpretationsspektrum hat sich m.E. spätestens seit den 1990ern auf einen mittleren Weg verengt, Mahler ist im Mainstream angekommen.
Es wird immer einheitlicher, auch vorsichtiger (nur keine Fehler) gespielt, dazu trägt auch die Verbreitung und Verfügbarkeit über Medien bei.
Die durchaus unterschiedlichen, individuellen, ja kauzigen Ansätze der "alten" Generation (Walter, Klemperer, Stokowski, Barbirolli, Haitink, Bernstein, Kubelik, Solti) sind z.T. einem nivellierten Schönklang gewichen.
Ich habe die Kritiken nur kursorisch gelesen, aber diese Glätte (z.B. in der 6., 7., 9.) wird auch einigen Fällen bemängelt.


Franz


[Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 09:00 bearbeitet]
op111
Moderator
#33352 erstellt: Heute, 09:04

Mars_22 (Beitrag #33350) schrieb:
Der Artikel ist hier anscheinend frei zu lesen.

Da erscheint nach wenigen Zeilen die übliche Paywall-Sperre.
arnaoutchot
Moderator
#33353 erstellt: Heute, 09:19

op111 (Beitrag #33351) schrieb:
Das Interpretationsspektrum hat sich m.E. spätestens seit den 1990ern auf einen mittleren Weg verengt, Mahler ist im Mainstream angekommen. Es wird immer einheitlicher, auch vorsichtiger (nur keine Fehler) gespielt, dazu trägt auch die Verbreitung und Verfügbarkeit über Medien bei.


Ja, so sehe ich das auch. Es hängt wohl auch mit der Sozialisierung mit dieser Musik zusammen, meine ging mit Mahler so in den 1980ern los, da griff man noch eher auf die alte Generation zurück. Das CD-Zeitalter mit den Gesamtzyklen ging da erst los.

Habe gerade mal nach Kahchun Wong geschaut, den kannte ich nicht. Da gibt es auch jede Menge spätromantisches Repertoire, u.a. auch Mahlers 5. mit dem Japan Philharmonic Orchestra (Denon 2022). Ich höre gerade mal vergleichend rein (ist auch in 24/96 im Stream), genau das gleiche: Präzise spielendes Orchester, hervorragend (!) aufgenommen, schönes Adagietto, aber nichts, wobei ich jetzt überrascht aufspringe. Mit dem Hallé Orchester nimmt er wohl gerade den nächsten Mahler-Zyklus auf. Nun denn ...



[Beitrag von arnaoutchot am 14. Apr 2026, 09:34 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33354 erstellt: Heute, 09:28

op111 (Beitrag #33352) schrieb:

Mars_22 (Beitrag #33350) schrieb:
Der Artikel ist hier anscheinend frei zu lesen.

Da erscheint nach wenigen Zeilen die übliche Paywall-Sperre.

Sorry, konnte das nicht erkennen.
Mich interessiert ja diese Mahler-Modifikation von Beethovens Neunter, die dieser angeblich vorgenommen hat um das Werk an damals modernere Konzertsäle anzupassen. Habt ihr eine Einspielung?
op111
Moderator
#33355 erstellt: Heute, 09:58
Spekulativ bleiben muß natürlich, wie ein normal hörender Beethoven komponiert hätte.
Insofern ist auch Mahlers Ansatz höchst spekulativ und subjektiv geprägt.

Die Mahlerbearbeitungen gibt es auf Tonträger,
gehört habe ich sie noch nicht.

Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr.3,5,7,9 (in Orchestrierungen von Gustav Mahler) auf 3 CDs
+Coriolan-Ouvertüre op. 62 (in Orchestrierung von Gustav Mahler); Leonore-Ouvertüren Nr. 2 op. 72 & Nr. 3 op. 72b (in Orchestrierungen von Gustav Mahler); Streichquartett Nr. 11 f-moll op. 95 (in Orchestrierung von Gustav Mahler)

Margarita Vilsone,
Evelyn Krahe,
Michael Müller-Kasztelan,
Derrick Ballard,
Czech Philharmonic Choir of Brno,
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz,
Michael Francis

Capriccio 2021-2023

jpc.de
op111
Moderator
#33356 erstellt: Heute, 10:03
BEETHOVEN / The MAHLER Re-Orchestrations
Capriccio YOUTUBE Channel:
op111
Moderator
#33357 erstellt: Heute, 10:10
Classical Discoveries - #04: BEETHOVEN vs. MAHLER - The Re-Orchestrations
Capriccio Records und Naxos Music



Review: Mahler's Idiomatic and Sensitive Beethoven Retouchings
by Dave Hurwitz


[Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 10:18 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33358 erstellt: Heute, 10:58
Cool, danke! Den Francis gibts auch bei Spotify, allerdings habe ich ihn nur gefunden mit der Wortkombination "Beethoven Mahler Francis"
Mars_22
Inventar
#33359 erstellt: Heute, 11:09
jpc.de
Höre gerade die Dritte mit Bychkov.

arnaoutchot (Beitrag #33348) schrieb:
Was ich gehört habe ist gut, aber das einzigartige höre ich nicht. Gut, mit Mahler-Aufnahmen bin ich auch eher gesättigt.

Wahrscheinlich ist dein Fazit nicht von der Hand zu weisen. Aber: SEHR gut klingen tut das schon, und man kann sich dieser Einspielung schon sehr gut überlassen. Also mindestens wenn jemand unterversorgt ist mit sehr guten Einspielungen aus neuerer Zeit (wie ich, ich mag weder Fischer noch Gergiev, die ich habe), ist diese Dritte eine sehr gute Wahl.
Charakterlich würde ich sagen, sie wählt eine ruhige Gangart, aber ohne zu schleppen oder den Bogen zu überspannen. Und das funktioniert auch deswegen, weil die Aufnahmen selbst in sehr langsamen und ruhigen Passagen noch satt an Klang und Atmosphäre ist.

Ich vermute übrigens, dass Pentatone das Gesamtpaket nur als CDs bringt, weil sich der Verkaufserfolg der Einzelaufnahmen in Grenzen hielt. Dafür spricht, dass sie 6-9 garnicht einzeln veröffentlicht haben.
Mars_22
Inventar
#33360 erstellt: Heute, 11:44
Ich hadere, ob die Barbirolli-Box, die gerade bei JPC im Angebot ist, was für mich ist. Ich habe nichts von dem Herrn, aber eben auch keinerlei emotionale Bindung an Aufnahmen die ich schon ewig kenne, und die meisten Sachen sind wirklich alt...
Was meint ihr?

jpc.de
arnaoutchot
Moderator
#33361 erstellt: Heute, 11:54
@Mahler/Bychkov: Ja, wenn man noch nicht so viele neue Zyklen hat, lohnt es sich wahrscheinlich. Der Preis ist ja noch akzeptabel. Aber Du würdest einen HR-Download machen, oder ?

@Barbirolli: Auch da ja, nicht uninteressant, sah ich auch. Mir sind aber zu viele Mono-Aufnahmen dabei (knapp die Hälfte, wenn ich recht erinnere).
Mars_22
Inventar
#33362 erstellt: Heute, 12:05
Ja, ich habe mir die 3. und 4. als HR-Download gekauft (bin aber nicht überzeugt, dass meine Ohren einen Unterschied zu den CDs hören können ).
Bei den Anderen Mahlers bin ich durch Abbado und/oder Boulez gut versorgt, und z.T. kommt noch Tennstedt, sobald ich wieder mal in D war...


[Beitrag von Mars_22 am 14. Apr 2026, 12:11 bearbeitet]
op111
Moderator
#33363 erstellt: Heute, 12:39
@Barbirolli
Ich habe die älteren Barbirolli Boxen der EMI-besessen.
Ich gestehe, daß sich mir die kultische Barbirolli Begeisterung, die sich in vielen älteren v.a. britischen Kritiken findet, nicht angesteckt hat.
Die Berliner Philharmoniker in der von Fans hymnisch verehrten Aufnahme der 9. Mahler klingen eher wie auf einer schlechten Probe - ganz anders z.B. bei Karajan einige Jahre später.
Der Kult um die Sibelius-Sinfonien (Hallé) kommt bei mir ebenfalls nicht an. Ebenso Debussy und Ravel.
Wenig überzeugend wirkt das Hallé Orchestra in den 1950-60er Jahren auf mich.
Man vergleiche die Produktionen mit dem (New) Philharmonia Orchestra, die spielten damals in einer anderen Liga.
Die Hallé Aufnahmen aus unserem Jahrtausend (2000er mit u.a. Marc Elder) klingen sehr viel besser, homogener, das ist ein anderes Orchester.

Elgars Cellokonzert mit du Pré und dem London Symphony Orchestra ist mir in guter Erinnerung -
Lieder mit Janet Baker,und dem London Symphony Orchestra.

Dafür eine Riesen-Box zu kaufen, lohnt sich m.E. nicht.
Die Live-Aufnahmen, v.a. Mahler 3., die bei einigen Labels kursieren, sind abschreckend.

Franz


[Beitrag von op111 am 14. Apr 2026, 12:45 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33364 erstellt: Heute, 12:42

arnaoutchot (Beitrag #33361) schrieb:
@Barbirolli


op111 (Beitrag #33363) schrieb:
@Barbirolli

Mars_22
Inventar
#33365 erstellt: Heute, 13:32
Bei Bychkovs Mahler #4 ist es wie bei der 3: Es ist mir nie leichter gefallen, das Werk mit Genuss ganz durchzuhören, wegen der außerordentlichen Klarheit und Klangschönheit, bei der heftigste Impulse vollkommen natürlich rüberkommen. Die Bühne breitet sich so deutlich wie nie vor dem Hörer aus.

Klar, das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, gerade bei Mahler. Eigentlich geht es dann erst los. Soweit bin ich damit aber noch nicht.

amazon.de
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