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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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Hörstoff
Inventar
#33278 erstellt: 06. Apr 2026, 15:56
Neuere Kammer- und Solomusik für Marimba und Bratsche aus Norwegen. Remarkable. Teilweise werden die Kompositionen durch Flöten und Gitarrenmusik ergänzt.

"This album presents a collection of works of the Norwegian composer Bjørn Bolstad Skjelbred (b. 1970), all composed between 2001 und 2013. The works have been written with melodic percussion as the central and dominating element - with various surrounding ensembles - performed by the recognized Norwegian percussionist Eiric Raude. The smaller chamber formations very suitably illustrate several of the central compositional and poetic aspects of Skjelbred's music. (...)
The music (...) is quiet, and just like his shy persona it is exactly this quietness that gives the music its character and originality."
Asbjørn Schaathun gemäß Inlet, 2014

2L liefert klanglich höchstes Niveau: bester audiophiler Surroundsound 5.1 in DTS-HD MA 5.1 192k. Die instrumentale Ausformung ist sehr direkt und unmittelbar. Hörende befinden sich quasi in einem gefühlt überschaubar großen bzw. vielmehr kleinen, ausreichend großen Hörraum und sind den Eingebungen des Komponisten im besten Sinne vollends ausgesetzt. Bratsche und Marimba wirken direkt. Obwohl die Musik mit hoher Unmittelbarkeit, Vertraulichkeit und Detailgenauigkeit wiedergegeben wird, wurde doch in einer Kirche eingespielt. Ich erkläre mir das neben einer gewissenhaften und genauen Mikrofonierung so, dass die Akustik der Jar Church optimal ist. Die Holzausstattung absorbiert schädigende Echos und sorgt für eine lebendige Klangatmosphäre.

Die Musik ist imo charakterlich nicht sehr einfach einzuordnen, d. h. das Aufschließen der Werke passiert nicht unmittelbar oder ohne Einlassung. Offenbar setzt der Komponist seine wohl eher komplizierte Persönlichkeit um. Ich kenne den Herrn nicht bzw. habe auch nichts sonstig Vertiefendes über seine Musik zu lesen. Zuhörende sollten Marimbamusik sowie Vieldeutigkeiten mögen bzw. letztere akzeptieren. Es dauert bis zum letzten Stück, bis das fulminante, dreizehnminütige Marimba-Solowerk Waves & Interruptions erreicht ist. Hier werden auch klanglich alle Register gezogen. Und bei mir zieht Erleichterung ein ob der erkennbaren musikalischen Ausformungen.

amazon.de


[Beitrag von Hörstoff am 06. Apr 2026, 23:13 bearbeitet]
op111
Moderator
#33279 erstellt: 06. Apr 2026, 18:49
Bela Bartok
Konzert für Orchester
Berliner Philharmoniker
Jakub Hrusa
Festspielhaus Baden Baden

ARTE
ARTE jakub-hrusa-dirigiert-die-berliner-philharmoniker Bartok Konzert


Franz
Hörstoff
Inventar
#33280 erstellt: 07. Apr 2026, 18:30
Hier nun auch gleich auch der konzertante Bela Bartók: Violinkonzert No. 2, vorher aber noch Miklós Rózsa: Violinkonzert mit Roman Simovic (Violine), Sir Simon Rattle (Dir.) und dem London Symphony Orchestra. Bartók wird von Kevin John Edusei dirigiert.
Nach den ersten Takten bin ich mir sicher: eine weitere Einspielung der Rubrik "günstig geschossen, nie verflossen".

Die feinsinnige und virtuose Geigenmusik lässt sich imo zusammen mit dem großen Gedeck in Breite und Tiefe genießen. Da mir das Konzert von Rózsa vorher noch nicht bekannt war und dieser auch seinen Eigensinn geltend macht, bedeutet dies (für mich) etwas Aufschlussmühe. Die sich aber allemal lohnt.

amazon.de
Review


[Beitrag von Hörstoff am 07. Apr 2026, 18:37 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33281 erstellt: 07. Apr 2026, 19:18
Hier eine Aufnahme von Brahms‘ Op. 83, deren Existenz mir bis vor kurzem unbekannt war:

Gilels mit Fritz Reiner und dem CSO (1958)

Leider finde ich kein forumkompatibles Coverbild.

Was soll man sagen? Es ist Gilels , und zwar deutlich zügiger und zupackender als später bei Jochum.
op111
Moderator
#33282 erstellt: 07. Apr 2026, 19:21
Hi Andreas.
Das klingt nach einer interessanten Scheibe.

Roman Simovic ist 1. Konzertmeister des LSO und ist in Europa auch als Solist unterwegs.

Der Bielefelder Dirigent wiki: Kevin John Edusei
dürfte vielen nicht bekannt sein.


Franz
op111
Moderator
#33283 erstellt: 07. Apr 2026, 19:31
Gilels Reiner mit Brahms 2. habe ich in dieser mittlerweile sehr preiswerten Reiner-CSO-Box der RCA:

amazon.de

und schon länger als Einzel-CD.

Das ist bestimmt ein Clon der RCA Ausgabe - seinerzeit mit glutrotem Cover - : Archipel mit anderem Cover und Zugabe
amazon.de

Franz


[Beitrag von op111 am 07. Apr 2026, 19:33 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33284 erstellt: 07. Apr 2026, 19:34
So ist es, danke! 🙏

Meine Ausgabe hat ein grünes Coverbild, RCA Victor Silver Seal. Als Zugabe die Haydn-Variationen mit Ormandy und seinen Phillys von 1969.


[Beitrag von klutzkopp am 07. Apr 2026, 19:39 bearbeitet]
op111
Moderator
#33285 erstellt: 08. Apr 2026, 18:03
Und nun
Serge Prokofieff (1891-1953)
Sinfonie Nr. 5
Bartok: Konzert für Orchester
(in der von Szell im 5. Satz gekürzten Version)

Cleveland Orchestra,
George Szell

CBS/Sony 1959/65

jpc.de

Bei allen klanglichen Einschränkungen trotzdem fesselnde Aufnahmen.


Franz
Hörstoff
Inventar
#33286 erstellt: 08. Apr 2026, 18:51
Von wegen. Es läuft nämlich der Schumann des Schweizer Klaviertrios.

Und wie erwartet - Ensemble und Label audite - vorzüglich in Interpretation und Klang.

amazon.de
Review
arnaoutchot
Moderator
#33287 erstellt: 09. Apr 2026, 09:14
Hier Beethoven-Klavierkonzerte von Stephen Hough/Hannu Lintu/Finnish RSO, Hyperion 3CD. Mehr dazu hier.

jpc.de
arnaoutchot
Moderator
#33288 erstellt: 09. Apr 2026, 16:06
Hier weiter mit Klavierkonzerten, aber mal ganz was anderes: Chen Sa - Memories Lost - Taipei Chinese Orchestra, Chung Yiu-Kwong - BIS SACD MCh 2014. Frau Chen machte um 2010 herum ein paar beachtenswerte SACDs für PentaTone mit westlichen Kompositionen (Chopin, Rachmaninov etc.). Danach schien sie sich ihrer chinesischen Wurzeln zurückzuerinnern und nahm für BIS dieses Album mit nahezu ausschliesslich chinesischen Stücken auf. Nach Fazil Says sehr atmosphärisch ruhigem Konzert "The Silence of Anatolia" und etwas nichtssagenden Solo-Klavierstücken haut das zeitgenössische Konzert von Wang Xilin so richtig auf die Pauke, wo hat man schon mal ein Allegro minaccioso (bedrohliches Allegro) ? Erinnert mich etwas an einen nach China versetzten Prokofiev

op111
Moderator
#33289 erstellt: 09. Apr 2026, 16:35
Und nun kein Klavier:

Richard Wagner (1813-1883)
Lohengrin
Placido Domingo,
Jessye Norman,
Eva Randova,
Siegmund Nimsgern,
Hans Sotin,
Dietrich Fischer-Dieskau,
Wiener Philharmoniker,
Georg Solti
Decca 1986
amazon.de
Orchestral hervorragende, aber in zentralen Rollen fehlbesetzte Aufnahme.
Schlimmer noch als Frau Norman der damals schon unglückselige Domingo. Artikulation und Textverständlichkeit sind grauenvoll. Wie schrieb mal ein Kritiker sinngemäß: "...Wirkt deplatziert wie ein Feuerwehrmann mit verknotetem Schlauch.."
Zum Glück kann man deren Szenen überspringen.
Eine Aufnahme aus der Zeit der Krise der Wagnersänger.
Eine der letzten Decca Opern-Aufnahmen aus dem Sophiensaal.

Franz


[Beitrag von op111 am 09. Apr 2026, 16:48 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#33290 erstellt: 09. Apr 2026, 19:45

op111 (Beitrag #33289) schrieb:
Schlimmer noch als Frau Norman der damals schon unglückselige Domingo. Artikulation und Textverständlichkeit sind grauenvoll. Wie schrieb mal ein Kritiker sinngemäß: "...Wirkt deplatziert wie ein Feuerwehrmann mit verknotetem Schlauch.."
Zum Glück kann man deren Szenen überspringen.

Das ist bemerkenswert. Er galt einmal als einer der ganz Großen.
Dass ihm die Anschuldigungen neben seinem Alter zugesetzt haben, ist vermutlich richtig so. Zu viele unterschiedliche Indizien - wo Rauch ist, ist auch Feuer. Nur dass er bereits damals dermaßen deplaziert wirkte, rein künstlerisch, das ist erstaunlich. Als Profi und "Großer" wäre anzunehmen gewesen, dass er seine Rolle besser hätte ausfüllen können.
Mars_22
Inventar
#33291 erstellt: 09. Apr 2026, 20:05
Bekanntlich habe ich durchaus ein Faible für Gesang. Jessy Norman aber meide ich tunlichst. Blues würde ich mir mit ihr anhören.
op111
Moderator
#33292 erstellt: 09. Apr 2026, 22:32
zu Domingo:
Auf dem Gebiet der französischen und vor allem der italienlischen Oper war er lange Zeit an der Spitze.
Aber leider musste er sich auf ungeeigtes Terrain, wie z.B. Wagner wagen und noch dazu sich als Dirigent versuchen, was seinerzeit nicht ohne beißende Komik kommentiert wurde.
Die Stimmlage verschob sich später zum Bariton, und er eignete sich weitere problematische Rollen an.

Tragisch, wenn ein so hochtalentierter sich an allem versuchen muß und nicht aufhören kann.
Jetzt soll er angeblich in der Provinz tingeln.

Das Verhältnis Star zu Fans/Groupies war nicht nur in der Pop- und Rockmusik ein problematisches.
Seit der MeToo-Bewegung gerät davon mehr in die Öffentlichkeit.


Franz


[Beitrag von op111 am 10. Apr 2026, 08:31 bearbeitet]
op111
Moderator
#33293 erstellt: 10. Apr 2026, 08:38
zu Jessye Norman:
Inwieweit sie die deutschen Texte verstehen konnte/wollte darüber gehen die Meinungen auseinander.
Einige Kritiker lobten diesbezüglich ihre Interpretation der 4 letzten Lieder von Richard Strauss.
Ich habe sie nie deutsch sprechen gehört.

Franz
op111
Moderator
#33294 erstellt: 10. Apr 2026, 08:57
Nun etwas rein instrumentales:

Franz Schubert (1797-1828)
Klaviertrios Nr.1 & 2
+Arpeggione-Sonate D. 821
Lars Vogt [R.I.P.](Klavier),
Christian Tetzlaff (Violine),
Tanja Tetzlaff (Cello)
Ondine 2022

jpc.de

Sehr intensives kammermusikalisches Zusammenspiel.
Hervorragender Klang.
Für mich löst sie als Referenzaufnahme die des BeauxArts-Trios ab.


Franz
Mars_22
Inventar
#33295 erstellt: 10. Apr 2026, 09:09
Nun ist sie da

jpc.de
op111
Moderator
#33296 erstellt: 10. Apr 2026, 09:31
Viel Vergnügen beim Hören der Hyperion-Edition, da gibt es eine Menge zu entdecken!


Franz
op111
Moderator
#33297 erstellt: 10. Apr 2026, 10:06
Rudolf Serkin
Unreleased Studio Recordings- Beethoven:
Piano Sonatas Nos. 1, 6, 12, 13, 16, 21, 30, 31, 32; Opp 2/1,10/2,26,27/1,31/1,53,109-111
Sony

aus der 75 CD-Box
amazon.de
Mars_22
Inventar
#33298 erstellt: 10. Apr 2026, 10:46
Ich habe die Hyperion Box noch nicht und werde sie noch länger nicht haben können, aber sie ist heute erschienen.
Über Spotify höre ich gerade ein Konzert aus der Box von Paderewski. Das ist ein echter Appetizer.

Die Serkin-Box ist ja leider nur noch zu Fantasiepreisen zu bekommen.


Edit: nun habe ich noch das 2. Klavierkonzert von Demidenko gehört - ein weiterer Name den ich nie gehört habe - und nun habe ich bestellt. Dauert bei mir leider noch 6 Wochen bis ich die Box dann habe.


[Beitrag von Mars_22 am 10. Apr 2026, 11:06 bearbeitet]
boltwoodit
Stammgast
#33299 erstellt: 10. Apr 2026, 13:28
Schostakowitsch mal anders

Darf man das? Darf man aus den Sinfonien von Schostakowitsch Klangkathedralen bauen; strahlend schöne, lichte Kathedralen, ohne sie mit ideologischem Ballast vollzustopfen? Den Lärm der Zeit (geklaut aus Julian Barnes (art-fiction-) Roman „Der Lärm der Zeit“ über Schostakowitsch) nahezu ausblenden und sich an der Architektur selbst sowie ihrem Ergebnis erfreuen? Was hätte der Komponist selbst dazu gesagt; ging es ihm im Leben nicht hauptsächlich um zwei Dinge, nämlich Liebe/Familie und Musik? Eventuell finde ich(!) die Antwort darauf in seiner ersten Sinfonie (1923); einer mMn verständlicherweise noch unbeschwerten (modernen) Musik. Ich habe mir über Ostern (plus bisschen drumherum 😊) wieder und wieder diese GA von Michael Sanderling (natürlich ein Sohn von Kurt Sanderling 😊 ) angehört:

jpc.de

Dmitri Schostakowitsch, Symphonien Nr.1-15, Dresdner Philharmonie, Michael Sanderling, Sony 2019

Und ich habe sie auch mit ein paar anderen, vordergründig ähnlichen Einspielungen verglichen; also hauptsächlich Haitnik (LSO, CBO), Solti (CSO) und Petrenko (RLPO); (arg übertrieben und stark verkürzt) Haitnik macht halt fast schon Opern draus, Solti „haut auf die Pauke“ und Petrenko geht das ganze oft eher nüchtern an.
Sanderling lässt das Orchester jedes feinste Detai heraussezieren; ziseliert da mal ein bisschen herum, lässt dort mal ein (meist Blas-) Instrument etwas länger stehen, Pauken und andere Schlagwerke kommen mit Biss auf den Punkt ohne dabei in „imperialem Bombast“ zu versinken, die „großen Blechbläser“ könnten(!) oft von der Wärme her auch von den WP stammen. Klar ist das alles möglicherweise nicht der „echte“ Schostakowitsch, vielleicht ist die Aufnahme für manche/viele auch nur ein „Blender“ auf Grund des (für meine Ohren) herausragenden Klanges. Die Tempi finde ich an manchen Stellen ungewöhnlich; mal dreht er etwas auf und mal franst es fast schon an den Rändern aus; kann aber auch mit meinen Hörerfahrungen zusammenhängen; ich mag ja auch einen „militärisch strengen“ Mrawinski, einen donnernden Roschdestwenski uswusf., aber die ziehe ich hier ja auch extra nicht zum Vergleich heran. 😊

Ich versuche es mal mit noch einem Bild: mein erstes Auto war ein 311-er Wartburg (wer ihn nicht kennt, ruhig mal googeln 😊), Baujahr 1957, gekauft 1990, noch in der originalen, zweifarbigen Lackierung – der Lack war also ca. 33 Jahre alt und schon etwas ausgeblichen und matt, aber das Auto habe ich sehr gemocht. Vor Jahren haben ich mal einen 311-er in genau der gleichen Farbkombination, aber eben neu oder nachlackiert, gesehen; vielleicht bessere/strahlendere Pigmente, vielleicht auch ein (zwei 😊) zusätzliche Schichten Klarlack noch drüber; ein Träumchen in Lindgrün-Cremeweiß. Sicherlich nicht original, aber der hätte auch 1957 so schick aussehen können. Und bei Autos ging es ja auch viel ums Aussehen. So, wie es bei Musik viel um den Klang geht (damit meine ich nicht die Klangqualität); vllt. hat Schostakowitsch seine Sinfonien im Kopf ja in einem ähnlich funkelndem Klang gehört, wie ihn diese Aufnahmen bieten.

Um mein rhetorische Eingangsfrage zu beantworten, ja, ich finde man darf das so machen wie Sanderling hier, auch wenn Oldtimer-Puristen die neue Lackierung vielleicht scheiße, überflüssig oder gar schädlich für die Sache an sich finden.

Viele Grüße
bolt
klutzkopp
Inventar
#33300 erstellt: 10. Apr 2026, 14:02
Die Box würde mich sehr interessieren wenn ich nicht schon die Barshai-GA hätte. Daneben diverse Einzel-CDs mit Haitink, Petrenko und Kurt Sanderling. Die Symphonien ##2, 3 und 11 - 14 höre ich eigentlich nie, deshalb auch keine weitere GA.
boltwoodit
Stammgast
#33301 erstellt: 10. Apr 2026, 14:29
Das ist für mich nachvollziehbar; leider gibt es einige der Sinfonien nur in der GA (auf 2, 13 und 14 hätte ich auch verzichten können; bei 3 mache ich immer vor dem Schlusssatz aus :)). Die Barschai- und die Rostropowitsch-GA (die mit dem LSO) stehen bei mir noch auf dem Wunschzettel, aber erstmal "müssen" noch seine Streichquartette her.
op111
Moderator
#33302 erstellt: 10. Apr 2026, 14:42
Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 2
Rudolf Serkin
Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy

CBS/Sony 1960
Aus der Ormandy Box
jpc.de


Franz
klutzkopp
Inventar
#33303 erstellt: 10. Apr 2026, 15:22

boltwoodit (Beitrag #33301) schrieb:
erstmal "müssen" noch seine Streichquartette her.


Mein Tip wäre die GA mit dem Pacifica Quartet,

https://www.discogs....-Soviet-Experience-T

wobei die nur noch als EinzelCDs zu haben ist, die recht günstige Box ist offenbar vergriffen

Auch sehr gut und preiswert:

amazon.de



[Beitrag von klutzkopp am 10. Apr 2026, 15:27 bearbeitet]
op111
Moderator
#33304 erstellt: 10. Apr 2026, 16:06
Die Quartette mit dem Pacifica Quartet
kann ich nur empfehlen.
Die Zugaben/Füller sind ausgezeichnet.
Auch seitens des Aufnahmeteams wurde eine hervorragende Leistung erbracht, m.E. besser als bei den Konkurrenzaufnahmen.
Die gibts beim Südam. Strom noch im Marketplace:

D. Shostakovich
Pacifica Quartet

amazon.de

und ebenfalls sehr gut
das
Emerson String Quartet
DGG 1994/1999

jpc.de


Franz
Hörstoff
Inventar
#33305 erstellt: 10. Apr 2026, 16:30

op111 (Beitrag #33292) schrieb:
zu Domingo:
(...) Das Verhältnis Star zu Fans/Groupies war nicht nur in der Pop- und Rockmusik ein problematisches.
Seit der MeToo-Bewegung gerät davon mehr in die Öffentlichkeit.

Domingo wird insbesondere sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorgeworfen. Also ggü. Kolleginnen.
Fans oder Groupies, die sich ihm an den Hals werfen wollten, dürften weniger betroffen (gewesen) sein.
op111
Moderator
#33306 erstellt: 10. Apr 2026, 16:46
zu Domingo: Richtiger Hinweis, es ging um die Kolleginnen.
Bei den Fans hat er sich allerdings nicht entschuldigt.
boltwoodit
Stammgast
#33307 erstellt: 10. Apr 2026, 17:12
Vielen Dank an euch beide für die Vorschläge, Einschätzungen und (verführerischen) links dazu; ich hätte wahrscheinlich zum Borodin-Quartett gegriffen (gibt aber "nur" 1 -13, jedenfalls in der Ur-Besetzung des Quartetts) - einfach weil die auch gut sein soll, aber über die Expertise der Bewertenden weiß ich natürlich nichts - da vertraue ich doch lieber euch.
OK, also das Pacifica-Quartet; auch weil da u.a. auch noch Mjaskowski mit drauf ist, den ich mag, aber nur ein paar seiner frühen Sinfonien kenne.

@Meine Erben
Sry, kein Göld, aber dafür viele, viele schöne Tonträger


[Beitrag von boltwoodit am 10. Apr 2026, 17:22 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33308 erstellt: 10. Apr 2026, 17:20
Hoffentlich wissen die das auch zu schätzen
boltwoodit
Stammgast
#33309 erstellt: 10. Apr 2026, 17:30

klutzkopp (Beitrag #33308) schrieb:
Hoffentlich wissen die das auch zu schätzen :D

Aktuell eher nicht, aber mein Erziehungsauftrag wird von mir als noch nicht beendet angesehen; immerhin gehen sie schon freiwillig selbst ins Theater und K1 hört sogar (etwas länger schon) Schallplatten...
arnaoutchot
Moderator
#33310 erstellt: 10. Apr 2026, 17:30
Nun bin ich sicherlich nicht derjenige, der mit hoher Leidenschaft Streichquartett-Aufnahmen empfiehlt. Aber bei DSCH habe ich sogar zwei (!) Komplettaufnahmen. Zum einen habe und sekundiere ich die Empfehlung Franz mit den Emersons, zum zweiten habe und schätze ich sehr die Mandelrings. Inhaltlich und klanglich sind die hervorragend ! Gibt es auch komplett als Box, dann aber nur CD und nicht die originären MCh-SACDs.

op111
Moderator
#33311 erstellt: 10. Apr 2026, 18:00
Die Aufnahme des Mandelring Quartetts habe ich auch teilweise gehört.
Sehr empfehlenswert - wie auch die des Rubio Quartetts bei Brilliant.

Ich habe noch die des engl. Fitzwilliam String Quartet - bei Decca in den 1970ern erschienen.
Scheint es nicht mehr zu geben


Franz.

PS.:
Ich kaufe keine physischen Datenträger mehr.
Das erspart den Erben und den Entsorgungsbetrieben viel Arbeit.


[Beitrag von op111 am 10. Apr 2026, 18:14 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33312 erstellt: 10. Apr 2026, 19:09
Hier Hindemiths „Mathis der Maler“ etc. mit einem Dirigenten von dem ich viele seiner Aufnahmen sehr schätze (das tun nicht alle):

Abbabo mit den Berlinern

amazon.de
Hörstoff
Inventar
#33313 erstellt: 10. Apr 2026, 21:22
Bei mir läuft auch wieder Schostakowitsch - nach Arvo Pärt's De Profundis. Und wieder einmal Babij Jar. Wie auch für das einleitende Werk des estnischen Komponisten stellen der im Vordergrund auftretende Estnische Nationale Männerchor und die hochprofunde komplementierende BBC Philharmonie mit John Storgårds ein brilliantes Musikgeschehen auf.
1a, diese Einspielung zählt - nach meiner Wahrnehmung - zu den Referenzwerken dieser Sinfonie. Hocheindrucksvoll, hochdramatisch, gehört in Stereo.

Schaue jetzt einmal, was hraudio sagt - - - nichts, das ist wenig. Nicht einmal Daumen hoch oder runter. Die Einspielung ist aus 2023.

amazon.de
Mars_22
Inventar
#33314 erstellt: 10. Apr 2026, 21:22

op111 (Beitrag #33311) schrieb:
Ich kaufe keine physischen Datenträger mehr.
Das erspart den Erben und den Entsorgungsbetrieben viel Arbeit.

Kaufst du dann überhaupt noch, oder streamst du nur noch?
Hörstoff
Inventar
#33315 erstellt: 10. Apr 2026, 21:45
Oder eine angepasste Verwendung des IKEA-Prinzips - Idioten Kaufen Einfach Alles? Könnten aber auch Intelligente oder Informierte sein.

Meine Entscheidung ist bekanntermaßen, vornehmlich Highres, Blu-Ray Discs und SACDs zu sammeln - das ist in meinen Augen kein Müll, sondern echter Wert. Nun ja, ich hoffe dabei, noch längere Zeit etwas davon zu haben. Kann ich jedenfalls empfehlen.
Mars_22
Inventar
#33316 erstellt: 10. Apr 2026, 22:19
Es gibt zwar einen Thread zu Beethovens Klavierkonzerten, aber soweit ich weiß nicht zu seinen Klaviersonaten.
Und keine Erwähnung zweier Zyklen, eines fertigen und eines Begonnenen, die mir aufgefallen sind.
Der Fertige ist von Stephen Kovacevich.

jpc.de

Er ist gerade bei JPC im Angebot. TiVo schreibt über den Zyklus, man könne den Zyklus nicht genug empfehlen - es sei der Beste seit Schnabel. Arrau, Ashkenazy, Backhaus und Kempff hin oder her.
Ob diese Gewichtung Bestand hat oder nicht - es ist definitiv ein hörenswerter Zyklus (den ich noch nicht ganz gehört habe).
Er wählt jedoch eine geringfügig distanzierte klangliche Darstellung, nicht sehr im Klavier, eher davor.

Im Gegensatz dazu der zweite Zyklus, der sich gerade im Aufbau befindet. Daniel Heide ist als Liedbegleiter sehr bekannt - als Solopianist nicht. Sein Zugang passt dazu - er ist persönlicher, auch vom Klangbild: Man hört in eine Klangwolke hinein, voller Bass, viel Volumen, starke Variation des Tempos - ein persönlicher, emotionaler Zugang mehr als der Informierte von Kovacevich. Mir gefällt Heide sehr! Kovacevich auf andere Weise aber auch.

jpc.de


[Beitrag von Mars_22 am 10. Apr 2026, 22:23 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33317 erstellt: 11. Apr 2026, 08:03

Mars_22 (Beitrag #33316) schrieb:
Es gibt zwar einen Thread zu Beethovens Klavierkonzerten, aber soweit ich weiß nicht zu seinen Klaviersonaten.


Doch, gibt es hier, hast Du auch schon selbst mitgeschrieben
Mars_22
Inventar
#33318 erstellt: 11. Apr 2026, 08:40
Na toll, da habe ich ja aufmerksam recherchiert
Danke!
klutzkopp
Inventar
#33319 erstellt: 11. Apr 2026, 10:54
Ist sicher das Alter
Mars_22
Inventar
#33320 erstellt: 11. Apr 2026, 13:27
Also so alt, dass ich mich hier mit dem Blindenstock durchtasten muss, bin ich eigentlich noch nicht
FabianJ
Inventar
#33321 erstellt: 11. Apr 2026, 22:30
jpc.de
Olivier Messiaen (1908-1992)
Turangalîla-Sinfonie
Michel Béroff (Klavier), Jeanne Loriod (Ondes Martenot) - London Symphony Orchestra - Dirigent: André Previn
Aufnahme: 11. - 13. Juli 1977, No. 1 Studio, Abbey Road, London

Ich bin nicht so ein Fan des Werks, ich bekomme bei anderen Einspielungen dieses sinfonischen Drogentrips Kopfschmerzen. Aber wie das bei manchen anerkannten Meisterwerken ist, mit denen ich bislang wenig anfangen kann (z. B. auch Schönbergs Pierrot lunaire), gebe ich dem Werk ab und zu mal eine weitere Chance.

Und heute hat es mir tatsächlich ganz gut gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass ich diesmal schon bei Beginn der Hörsitzung leichte Kopfschmerzen hatte , aber wahrscheinlich liegt es eher daran, dass die Solo-Instrumente von der Tontechnik nicht zu sehr in den Vordergrund gerückt, sondern mehr ins Orchester integriert wurden. Das Werk ist für mein empfinden zwar immer noch etwas überlang, aber heute wurde ich über die knapp 80 Minuten gut unterhalten.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
Hörstoff
Inventar
#33322 erstellt: 12. Apr 2026, 09:22

klutzkopp (Beitrag #33319) schrieb:
Ist sicher das Alter

Mars_22 (Beitrag #33320) schrieb:
Also so alt, dass ich mich hier mit dem Blindenstock durchtasten muss, bin ich eigentlich noch nicht

Alles unter 95 ist das neue Jung.

FabianJ (Beitrag #33321) schrieb:
Und heute hat es mir tatsächlich ganz gut gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass ich diesmal schon bei Beginn der Hörsitzung leichte Kopfschmerzen hatte

Gegen leichte Kopfschmerzen sollte etwas Verausgabung an der frischen Luft weiterhelfen. Und wer weiß, vielleicht ist Messiaen danach in einer neuen Lauschung immer noch gut.

Hier läuft eine für mich neue Einspielung in Stereo: die Violinsonaten von Johannes Brahms, die mir ohnehin zusagen von Stephan Schardt und Philipp Vogler. Sauber gespielt, aber etwas durchhängend. Insgesamt keine echte Konkurrenz zu Csaba/Heisser. Bei den ganz Großen wie Perlman/Askenazy soll der Raum nach oben noch weiter geöffnet werden. Mein Hörempfinden ist aber ohnehin auf mich geeicht.

amazon.de


[Beitrag von Hörstoff am 12. Apr 2026, 09:48 bearbeitet]
op111
Moderator
#33323 erstellt: 12. Apr 2026, 11:15

Hörstoff (Beitrag #33322) schrieb:
Alles unter 95 ist das neue Jung.

Schreib das bitte nicht so oft, sonst setzt der sauerländische Fritze das Renteneintrittsalter noch eben schnell, bevor Frau A.W. übernimmt, auf 96.


[Beitrag von op111 am 12. Apr 2026, 11:30 bearbeitet]
op111
Moderator
#33324 erstellt: 12. Apr 2026, 11:23

Mars_22 (Beitrag #33314) schrieb:
Kaufst du dann überhaupt noch, oder streamst du nur noch?

Manchmal habe ich einen Rückfall,
bei Nischenrepertoire und / oder hervorragender Ausführung und Aufnahmetechnik.
Mit Beethoven, Brahms, Bruckner, Wagner und Mahler u.a. bin ich völlig übersättigt.

Franz
op111
Moderator
#33325 erstellt: 12. Apr 2026, 11:27

klutzkopp (Beitrag #33312) schrieb:
Hier Hindemiths „Mathis der Maler“ etc. mit einem Dirigenten von dem ich viele seiner Aufnahmen sehr schätze (das tun nicht alle):

Abbabo mit den Berlinern

amazon.de

Ich schätze den auch bei Repertoire nach Beethoven (den konnte er einfach nicht) und deshalb höre ich jetzt diesebe CD.

Franz


[Beitrag von op111 am 12. Apr 2026, 11:27 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33326 erstellt: 12. Apr 2026, 12:03
Abbado/ Beethoven habe ich nur in Gestalt des letzten, bis auf #9 live in Rom aufgenommenen Symphonienzyklus mit den Berlinern,

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und den finde ich durchaus hörens- und behaltenswert.

P.S. Diese habe ich auch noch

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[Beitrag von klutzkopp am 12. Apr 2026, 12:06 bearbeitet]
op111
Moderator
#33327 erstellt: 12. Apr 2026, 12:21
@klutzkopp
Von der Beethoven-Serie gibt es 2 Aufnahmen, die mir beide nicht gefallen haben, eine aus Berlin und ein angeblich verbessertes (pseudo live) Remake aus Italien.
Für mich klangen die beide völlig telnahmslos runtergespielt und klanglich farblos. Ich habe sie schnell wieder abgegeben.
Keine Konkurrenz für die danach erschienen von Saraste, Järvi und Chailly.

W. A. Mozart
Klavierkonzerte 21 & 27
Rudolf Serkin
Columbia Symphony
Alexander Schneider

CBS/Sony Mono

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Franz
op111
Moderator
#33328 erstellt: 12. Apr 2026, 14:03
Herbert von Karajan war ja für seine Arbeitseffzienz berühmt und berüchtigt.
Mendelssohns Sinfonien soll er nicht sonderlich geschätzt haben, sollte sie aber (auf Wunsch der DG ? ) in einer Gesamtaufnahme dokumentieren. Diese ihm lästige Aufgabe soll er zumindest teilweise an seine Assistenzdirigenten (die auch die Einstudierung und Proben übernahmen) delegiert haben.
Die Assistenten bleiben hier jedoch ungenannt.

Félix Mendelssohn Bartholdy
Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan u. Assistenten

hier
Karajan-Symphonien-Edition

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Franz
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