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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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arnaoutchot
Moderator
#33128 erstellt: 01. Mrz 2026, 12:17
Hier hat es mal wieder eine Esoteric-SACD angeschwemmt. Siegfried Behrend - Rodrigo, Castelnuovo-Tedesco, de Visée, Bach, Sor, Giuliani etc. - Esoteric Japan SACD Stereo 1966/2025. Normalerweise kaufe ich die nicht, weil das Mastering-Potential bei Klassik-Aufnahmen eher begrenzt ist und der Preis der Esoteric-Releases schwindelnd hoch ist. Diese war vom Repertoire her interessant. Behrend war in den 1960ern einer der führenden deutschen Klassik-Gitarristen. Inhaltlich und klanglich ist das fein, silbrig glänzender Gitarrenklang !

Darunter liegend: Was hört ihr sonst noch so ausser Klassik ...






Hörstoff (Beitrag #33120) schrieb:
wie die herausragenden Southern Tunes vom Ensemble Esperanza


Ja, diese Aufnahmen waren wirklich gut, Ich habe noch die Nordic Suites und die Western Moods in gleicher Aufmachung/Ausstattung. Leider sind sie nie in den Osten gegangen, insofern fehlt die vierte Himmelsrichtung. Das mag mit dem Weggang der Leiterin des Ensembles, Chouchane Siranossian, in 2022 zusammenhängen. Schade.



boltwoodit (Beitrag #33116) schrieb:
Möglicherweise(!) hast du das hauptsächlich auf neue CD`s bezogen; aber ja, der Gebrauchtmarkt (ich kaufe fast ausschließlich gebraucht) zieht preislich wieder an; sowohl online als auch vor Ort.


Nein, ich meinte damit alle Klassik-CDs, neu und älter. Wenn meine Prognose richtig liegt, wird es zukünftig zunehmend weniger neue CD-Veröffentlichungen geben. Momentan ist die Flut an physischen Veröffentlichungen immer noch ungebrochen, wenn ich mir den jpc-courier anschaue, den ich gerne immer noch mal durchblättere. Aber wer kauft das alles noch ?


[Beitrag von arnaoutchot am 01. Mrz 2026, 12:30 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#33129 erstellt: 02. Mrz 2026, 17:29
Die sollte bei mir noch irgendwo als LP "herumfliegen"...
op111
Moderator
#33130 erstellt: 03. Mrz 2026, 17:09
Und nun "The White Album"

Arvo Pärt (geb. 1935)

Litany (Gebete des heiligen Johannes Chrysostomo für jede Stunde des Tages und der Nacht)
Psalom; (ohne spez Instumentierung) Bearbeitung 1995 für Streichorchester)
Trisagion (1992 für Streichorchester)

Vokalsolisten.
Hilliard Ensemble,
Estonian Philharmonic Chamber Choir,
Tallinn Chamber Orchestra,
Lithuanian Chamber Orchestra,
Tönu Kaljuste,
Saulius Sondeckis


ECM 1995
jpc.de

Ein düsterer Ausflug in die sparsame, karge Klangwelt des Arvo Pärt.

Franz
op111
Moderator
#33131 erstellt: 03. Mrz 2026, 17:21
Ich bleibe im Norden. Nach dem zurückhaltend leisen Werken Pärts nun etwas gänzlich anderes.

Knut Nystedt (1915-2014)
Apocalypsis Joannis

(Symphonie für Sopran, Tenor, Chor & Orchester)
Mona Julsrud,
James Gilchrist,
Oslo Philharmonic Choir & Orchestra,
Arlid Remmereit


Simax, (A) Oslo 2000 , 2 CDs

amazon.de


jpc schrieb:
.... Zu Nystedts 85. Geburtstag im Jahr 2000 erhielt er vom Osloer Philharmonischen Orchester einen Auftrag für ein wirklich groß angelegtes Stück: Liedsolisten, großer Chor und Orchester. Das Ergebnis war Apocalypsis Joannis, inspiriert von den Texten aus der Offenbarung des Johannes.
Diese Aufnahme stammt von der Weltpremiere des Stücks in der Trefoldighetskirken (Dreifaltigkeitskirche) in Oslo im August 2000........



Franz
boltwoodit
Stammgast
#33132 erstellt: 04. Mrz 2026, 14:29
Pärts "The White Album" ist gekauft; Hilliard-Ensemble und Pärt klingt sehr verheißungsvoll; beim "Rest" werde ich sehen; sein "Spiegel im Spiegel" gefällt mir ja auch sehr gut (mein Favorit ist die Version mit Bratsche :)). Danke für den Tipp!

Ich versuche mich noch immer an den ersten sechs Sinfonien von Hans Werner Henze in dieser Version:

amazon.de

Henze, Symphonies Nos. 1 - 6, Hans Werner Henze, BP und LSO, DG, 1966 und 1972 (6.)


Hm, entweder ich war bis jetzt noch nicht wirklich "in Stimmung" dafür, oder das wird nix mit uns :). Seine Telemanniana (auf irgendeinem Sampler) fand ich ja ganz lustig; erinnerte mich etwas - ohne wirklich genau so viel Witz zu haben - an Prokowjews 1. Sinfonie; also von der Art her, im Stile "älterer" Musik "neuere" Musik zu schreiben. Aber ich glaube fast, seine ersten sechs Sinfonien sind mir doch zu neumoodsch (wie man hier in Thüringen sagen würde ); bis jetzt bin ich da noch nicht wirklich "reingekommen"; ich finde da keinen Faden oder iwas, woran ich mich festhalten könnte.
Vielleicht wird es ja mit seiner Siebten wieder; die ist schon auf dem Wunschzettel.

Viele Grüße
bolt


[Beitrag von boltwoodit am 04. Mrz 2026, 14:30 bearbeitet]
op111
Moderator
#33133 erstellt: 04. Mrz 2026, 14:42
Hector Berlioz (1803-1869)
Symphonie fantastique
+Cherubini: Anacreon-Ouvertüre
+Auber: La Muette de Portici-Ouvertüre

Orchestre de l'Association des Concerts Lamoureux,
Igor Markevitch

DGG (P) 1962 Toning.: Günter Hermanns

jpc.de


jpc schrieb:
G.​ Wienke in FonoForum 12/88: »Obwohl über ein Vierteljahrhundert alt, nimmt diese wiederveröffentlichte und dabei an Klangtransparenz und Fülle noch gesteigerte Aufnahme der Berlioz-Sinfonie noch immer einen Ausnahmerang ein.​«


Diese gut abgelagerte Aufnahme gilt nicht nur bei D. Hurwitz (classics today) als Referenzaufnahme.

Franz
op111
Moderator
#33134 erstellt: 04. Mrz 2026, 14:47

boltwoodit (Beitrag #33132) schrieb:
(zu Henze Sinfonien 1-6 ... ) Hm, entweder ich war bis jetzt noch nicht wirklich "in Stimmung" dafür, oder das wird nix mit uns :).

Hallo,
ich habe Henzes 9. Sinfonie neulich live gehört, das ist sicher ein Werk, das ich mir nicht noch einmal anhören werde.


Franz
WolfgangZ
Inventar
#33135 erstellt: 04. Mrz 2026, 16:35
Die neunte Sinfonie von Henze kenne ich (wahrscheinlich) noch nicht, kann aber nicht ausschließen, dass sie sich auf CD im Regal findet.

Vermutlich kann ich Euch dann die Klavierkonzerte nicht so sehr empfehlen, obwohl mich diese weitgehend atonalen Werke schon ansprechen, besonders die äußerst originelle Tristan-Anempfindung..

Die folgenden CDs - meine ich - enthalten aber sehr reizvolle Musik in seinem späten, irgendwie neuromantischen Stil, vorausgesetzt, man wehrt sich nicht gegen jegliche Atonalität.

Il Vitalino Radoppiato fasziniert mich und ist wirklich leicht zu hören. Das Konzert für Oboe und Harfe, den Holligers gewidmet, steht in der Tradition weniger verwandter Nummern nur für diese Musiker (Lutoslawski vor allem). Vielleicht muss man das mögen - ich mag's unbedingt. Das gilt auch für die Barcarole.

amazon.de amazon.de amazon.de amazon.de

Henze war in den 1960ern politisch sehr links orientiert und später wohl eher Salon-Linker. Die Musik aus dieser Zeit ist oft spröd. Aber in seinem tiefsten Inneren war er - vor allem später - ein perfekter Schöngeist und freilich auch Großkomponist quasi ...

Falls Ihr wie ich noch CDs sammelt, könnt Ihr vermutlich in der Tube vorher hineinhören. Falls Ihr - ich nicht - auf Streaming oder ähnlich eingestellt seid, stellt sich dieses Problem sowieso nicht.

Wolfgang
boltwoodit
Stammgast
#33136 erstellt: 04. Mrz 2026, 17:17

WolfgangZ (Beitrag #33135) schrieb:

...
Die folgenden CDs - meine ich - enthalten aber sehr reizvolle Musik in seinem späten, irgendwie neuromantischen Stil, vorausgesetzt, man wehrt sich nicht gegen jegliche Atonalität.
...
Falls Ihr wie ich noch CDs sammelt, könnt Ihr vermutlich in der Tube vorher hineinhören.
...


Danke, deine Beschreibung klingt ja sehr interessant - "muss" ich auf der Tube mal reinhören.

@op111 - Henze9; das kann ich mir lebhaft vorstellen; seine Neunte stand (und steht) nicht auf meiner Wunschliste.

Viele Grüße
bolt
op111
Moderator
#33137 erstellt: 04. Mrz 2026, 19:26
Zur 9. Henze:
Das ist wieder so ein staatstragendes bedeutungsschweres Werk, obwohl Henze es nicht so sehen wollte.


Henze schrieb:

Was in dieser Sinfonie geschieht, ist eine Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen. Sie ist eine Summa summarum meines Schaffens, der Versuch einer Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt. (…).' Eine deutsche Wirklichkeit, ist diese Sinfonie aber vor allem Ausdruck der allergrößten Verehrung für die Leute, die Widerstand geleistet haben in einer Zeit des nazifaschistischen Terrors und die für die Freiheit des Gedankens ihr Leben gegeben haben.


Eine gute Aufnahme gibt es von
Marek Janowski und dem
RSO Berlin

bei wergo
Text:Hans-Ulrich Treichel
Sätze
Die Flucht (Escape)
Bei den Toten (Among the Dead)
Bericht der Verfolger (The Persecutors' Report)
Der Platane spricht (The Plane Tree Speaks)
Der Sturz (The Fall)
Nachts in Dom (Night in the Cathedral)
Die Rettung (The Rescue)

amazon.de

Franz
op111
Moderator
#33138 erstellt: 04. Mrz 2026, 19:54
Mir sagt besonders "Tristan" zu, zumal ich das Werk seit der deutschen Erstaufführung kenne:
H. W. Henze
Tristan" für Klavier, Tonbänder und Orchester
(Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester)

I. Prolog (Prologue) [0:00]
II. Lamento (Lament) [5:10]
III. Prelude and Variations (Präludium und Variationen) [11:12]
IV. Tristan's Folly (Tristans Wahnsinn) [20:21]
V. Adagio - Burla (Valse) - Burla II (alla turca) - Ricercare I - Burla III (Marcia) -
Ricercare II [26:06]
VI. Epilog (Epilogue) [31:44]

Homero Francesch, piano
Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester,
Hans Werner Henze

Westdeutscher Rundfunk Köln, 1975


amazon.de

Franz


[Beitrag von op111 am 05. Mrz 2026, 11:17 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33139 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:18
Von JPC frisch auf den Tisch in Kairo: NedSym Lite - Mitglieder des Nederlands Symphony Orchestra auf Abwegen - mit der SACD Crossroads.
Ein Gemischtwarenladen von Jazz über moderate Moderne bis Piazolla. Eine Bert van der Wolf Produktion mit entsprechendem Klang, die Spaß macht. Also echt jetzt!
Noch immer im Angebot bei Jpc

jpc.de

Man hat mir eine weitere CD ins Paket gelegt, wahrscheinlich um mir einen Gefallen zu tun:
Angelo Kelly, Grace
111! 5-Sterne-Bewertungen bei Amazon Sowas habe ich jetzt also auch

Zum Glück habe ich keine Frau die sowas hören will


[Beitrag von Mars_22 am 04. Mrz 2026, 20:49 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33140 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:45

Mars_22 (Beitrag #33139) schrieb:
Von JPC frisch auf den Tisch in Kairo: NedSym Lite - Mitglieder des Nederlands Symphony Orchestra auf Abwegen - mit der SACD Crossroads.


Was machen die ? Singen die ? Kann ich auf die Schnelle nicht feststellen ...

Dann jedenfalls schon mal viel Spass mit der Kelly Family. Gibt bestimmt Basare in Kairo, wo Du das verhökern kannst
Mars_22
Inventar
#33141 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:51
Nee, das sind Violine, Cello, Bass, und mal Quetsche, mal Gitarre, mal Flügelhorn.
Also alles Arrangements.


[Beitrag von Mars_22 am 04. Mrz 2026, 20:53 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33142 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:54
ok, danke. Naja, muss ich wohl eher nicht haben ...
Mars_22
Inventar
#33143 erstellt: 04. Mrz 2026, 21:30
Das ist dir unbenommen. Ich habe gelegentlich nichts dagegen, wenns mal nicht mehr als Spaß machen soll.
So auch bei "Melodie of Love and Death", bekannte Opernstücke umgesetzt für Klaviertrio mit dem Osiris Trio.
Bei dieser finde ich allerdings überraschend, dass sie sich offenbar 10 Jahre lang zum stolzen Preis von 25€ verkaufen ließ, bevor sie rausgehauen wurde. Naja, Hardcore-Opernfans.

jpc.de


[Beitrag von Mars_22 am 04. Mrz 2026, 21:36 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33144 erstellt: 04. Mrz 2026, 21:43
Das klingt tatsächlich lustiger. Und jpc macht ja scheinbar einen Challenge-Abverkauf ... muss ich mir mal anschauen. Aber meine Lust, mir noch weitere Plastikschachteln ins Haus zu holen, sinkt zunehmend.

Hier gerade DSCH - Chamber Symphonies op. 73a & 83a - Rudolf Barshai - The CO of Europe - DGG 1992. Barshai hat diese Werke selbst arrangiert, meist aus den Streichquartetten. Nicht ganz so lustig wie die Opern oben, aber auch nicht schwer depressiv.

amazon.de
arnaoutchot
Moderator
#33145 erstellt: 04. Mrz 2026, 22:15
Jetzt aber noch zur etwas fortgeschrittenen Sandmännchen-Zeit und die o.g. Behauptung mit den Plastikschachteln schon wieder Lügen strafend ;): Tchaikovsky - Children' Album op. 39 - Daniil Trifonov - DGG 2CD 2025. Trifonov mit eher selten aufgenommenen Klavierwerken von Tchaik, darunter auch die Klaviersonate op. 80. Die Kinderstücke sind entspannt und leicht, das gefällt mir zum musikalischen Tagesabschluss. Daniil hat mir auch noch eine signierte Art Card beigelegt. Wie nett !

WolfgangZ
Inventar
#33146 erstellt: 05. Mrz 2026, 02:18
@ Franz (vor allem) und nochmals zu Henze:

Es freut mich, dass Dir das Tristan-Klavierkonzert zusagt. Da lag ich dann wohl eher falsch weiter oben.

Insofern bin ich überrascht, dass Du offenbar nichts anfangen kannst mit der 9. Sinfonie, die ich aber wahrscheinlich noch nicht gehört habe und die ich auf jeden Fall nicht bewusst kenne. Da würde mich der Grund schon interessieren. Es kann ja eigentlich nicht daran liegen, dass Dir die Musik zu modern ist. Denn modern ist Henzes Tristan wohl gewiss.

Du hast Dich zwar ebenfalls weiter oben geäußert: bedeutungsschwer etc ... Aber vielleicht magst Du da konkreter werden, was Dich stört an der Musik im engeren Sinne. Es gibt viele "bedeutungsschwere" Musik, die einem vielleicht auch oder gerade deshalb gefällt. Henzes Tristan ist doch auch bedeutungsschwer.

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 05. Mrz 2026, 02:24 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#33147 erstellt: 05. Mrz 2026, 15:40
Zufällig war ich heute kurz im Laden und zufällig sah ich dort Hans Werner Henze - Symphonie No. 9 für gemischten Chor und Orchester nach dem Roman "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers - RSO Berlin, RFC Berlin, Marek Janowski - wergo 2009.

Ich höre gerade mal rein, das ist sehr chorlastig. Etwas anstrengend, meine Musik ist das nicht. Wen das interessiert kann mich gerne anfunken, gebe die CD gerne ab. Ist neuwertig, war OVP. Ich hatte auch mal die weiter o.g. Box mit den Symphonien No. 1-6, das war auch nichts für mich.

WolfgangZ
Inventar
#33148 erstellt: 05. Mrz 2026, 16:30
Ich schau erst mal nach, ob ich sie nicht doch finde. In jedem Fall würde ich mich hier und eventuell zusätzlich per PN melden. Grenzenlos interessiert mich die Musik wohl nicht, aber da müssen dann halt andere Kriterien in den Vordergrund geschoben werden.

Wolfgang
WolfgangZ
Inventar
#33149 erstellt: 05. Mrz 2026, 16:37
Da Ordnung herrscht [[im Moment]], kann ich sagen und habe das auch geahnt, dass die Sinfonien 1 bis einschließlich 8 vorhanden sind und dann Schluss ist.

Chronologisch wäre als die 9 dran - ich glaube, er hat auch eine zehnte verfasst. Eine elfte? Aber es muss auch nicht alles auf einmal sein.

Sag mir gerne per PN, Michael, was Du brauchst an Informationen und was ich brauche. Letzteres finde ich wahrscheinlich, wenn noch korrekt. Aber ich müsste ein wenig suchen ...
arnaoutchot
Moderator
#33150 erstellt: 05. Mrz 2026, 17:07
Ich habe Dir eine PM geschickt

Jetzt lief das hier: Wynton Marsalis - Violin Concerto / Fiddle Dance Suite - Nicola Benedetti, The Philadelphia Orchestra, Christian Macelaru - Decca 2019. Das Violinkonzert klingt nach Gershwin mit einem stärkeren Schuss Country & Blues in den zwei letzten Sätzen. Benedetti ist eine sehr wendige Geigerin, die Solo-Fiddle-Dance-Suite ist ihr auch wohl von Wynton auf den Leib geschrieben worden. Mir ist Wyntons Jazz lieber ...

amazon.de


[Beitrag von arnaoutchot am 05. Mrz 2026, 18:29 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#33151 erstellt: 05. Mrz 2026, 21:41

Mars_22 (Beitrag #33139) schrieb:
Ein Gemischtwarenladen von Jazz über moderate Moderne bis Piazolla. Eine Bert van der Wolf Produktion mit entsprechendem Klang, die Spaß macht. Also echt jetzt!

Fand' ich auch, hab' mich nur nicht getraut, sie hier im Klassikfred zu posten.
boltwoodit
Stammgast
#33152 erstellt: 06. Mrz 2026, 11:57

Hörstoff (Beitrag #33151) schrieb:

Mars_22 (Beitrag #33139) schrieb:
Ein Gemischtwarenladen von Jazz über moderate Moderne bis Piazolla. Eine Bert van der Wolf Produktion mit entsprechendem Klang, die Spaß macht. Also echt jetzt!

Fand' ich auch, hab' mich nur nicht getraut, sie hier im Klassikfred zu posten. ;)


Habe ich mich auch nicht getraut; mag die eigentlich sehr, sowohl als "Nebenhergedudel" als auch ausgewählte(!) Stücke zum konzentrierten Hören.
Ist eine meiner neueren "Referenzen", wenn es um die möglichst natürliche Wiedergabe eines gestrichenen Kontrabasses geht; beim ersten Stück, wenn der Bass dann einsetzt, habe ich oft Gänsehaut. In multichannel abgespielt, wie du das sicherlich hören wirst, Hörstoff, wahrscheinlich noch etwas "spaßiger".

Viele Grüße
bolt
Mars_22
Inventar
#33153 erstellt: 06. Mrz 2026, 12:33

boltwoodit (Beitrag #33152) schrieb:

Ist eine meiner neueren "Referenzen", wenn es um die möglichst natürliche Wiedergabe eines gestrichenen Kontrabasses geht

Nicht nur dafür eignet sie sich, auch die anderen Instrumente habe perfekte Tonalität / Verfärbungsfreiheit, realistische Größe, Lautstärke und Textur (im Falle der Streicher und Gitarre) sowie genau das richtige Maß an Höhen und Tiefen. Das Einzige was man damit nicht testen kann, ist ob ein Lautsprecher ein orchestrales Gewimmel geordnet und transparent darstellt. Obwohl - Gewimmel ist da an manchen Stellen durchaus.
boltwoodit
Stammgast
#33154 erstellt: 06. Mrz 2026, 14:23
Das freut mich - unter Kopfhörern merke ich das auch, aber mit Boxen...naja, sooo gut sind meine (leider) nicht; egal.
Mars_22
Inventar
#33155 erstellt: 06. Mrz 2026, 19:41
Zu Barenboims 74er Version der Lieder ohne Worte von Mendelssohn schrieb mal jemand, diese seien brav gespielt.
Das ist, jedenfalls was die höheren Opus-Zahlen angeht, sicherlich nicht der Begriff, der mir dazu einfällt.

Vielmehr zeichnet sich Barenboims Spiel durch hohe Anschlagsvariabilität und -kultur aus. Alles fließt und klingt organisch, ist dabei teilweise hochvirtuos. Auch der Klang ist vorzüglich. Nicht zufällig, würde ich vermuten, haben nicht Viele diese Werke wieder aufgenommen. Ronald Brautigam freilich hat am Fortepiano in zwei Sätzen die Lieder ebenfalls eingespielt. Den zweiten Satz habe ich ebenfalls. Ich sehe ihn nicht in Konkurrenz, sondern eher neben Barenboim.

amazon.de

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boltwoodit (Beitrag #33154) schrieb:
Das freut mich - unter Kopfhörern merke ich das auch, aber mit Boxen...naja, sooo gut sind meine (leider) nicht; egal. :D

Ich höre auch mit Kopfhörern, wenn ich genau zuhören will. Das ist meistens


[Beitrag von Mars_22 am 06. Mrz 2026, 19:44 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33156 erstellt: 06. Mrz 2026, 21:02
Habe gerade das Buch „Besessen von Musik“ über den Dirigenten Klaus Tennstedt gelesen.

Davon angeregt läuft jetzt dieses:

amazon.de

Wenn Tennstedt dann live. Magisch!


[Beitrag von klutzkopp am 06. Mrz 2026, 21:25 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33157 erstellt: 06. Mrz 2026, 21:27
Schön mal wieder von dir zu lesen!
Von Tennstedt habe ich auch zwei Mahler Sinfonien, 5 und 8. Aber wissen über ihn tue ich genau: nichts.

Edit: Die 5. mit dem London Philharmonic gefällt mir außerordentlich.


[Beitrag von Mars_22 am 07. Mrz 2026, 01:43 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33158 erstellt: 07. Mrz 2026, 19:59
jpc.de

Das Decca-Debut-Album des jüngsten Van Cliburn Siegers, Yunchan Lim, Chopin Etudes, 2023. Wer sich dafür interessiert, sollte sich vor dem Kauf einen Klangeindruck verschaffen, es klingt gewöhnungsbedürftig, wenn man etwa von Beatrice Ranas Alben verwöhnt ist.


[Beitrag von Mars_22 am 07. Mrz 2026, 20:08 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33159 erstellt: 07. Mrz 2026, 21:19
Jetzt habe ich durch Wolfgangs Anregung 3x Tennstedts Mahler 5 in der Studio-Version gehört, und noch nie so viel Freude daran gehabt.

Bei mir ist die Aufnahme in der Complete Works Box drin. Live werde ich sie auch noch kaufen, damit warte ich bis im schönen Monat Mai die neue Tennstedt-Box kommt.

jpc.de

amazon.de
WolfgangZ
Inventar
#33160 erstellt: 08. Mrz 2026, 02:59
Und mich hast Du jetzt auch auf den Geschmack gebracht.

Denn schon recht lange besitze ich die 16-CD-Box, habe aber die Fünfte mit Tennstedt noch nicht gehört.

Wolfgang
frankbln
Stammgast
#33161 erstellt: 08. Mrz 2026, 07:54
Auf der Seite des großen Flusses ist folgender Satz zur Tennstedt-Box zu lesen:

"Anlässlich des hundertjährigen Bestehens von Klaus Tennstedt feiert dieses Set mit 41 CDs die Kunst eines Küchenchefs, der zu einer internationalen Referenz geworden ist."

Mmh. KI oder Substanzkonsum oder einfach nur zu wenig Schlaf?

Grüße
Franco
klutzkopp
Inventar
#33162 erstellt: 08. Mrz 2026, 12:08
Auf jeden Fall sehr peinlich
Mars_22
Inventar
#33163 erstellt: 08. Mrz 2026, 15:34
Nodoka Okisawa, die mit ihren frühen Brahms-Sinfonien überrascht hatte, hat eine sehr schöne Aufnahme der 3. Mendelssohn (Schottische) gemacht, die leider nicht auf CD zu haben ist, nur auf Spotify.
Aber der Anfang des ersten Satzes ist auf Youtube:



[Beitrag von Mars_22 am 08. Mrz 2026, 15:42 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33164 erstellt: 08. Mrz 2026, 16:40

frankbln (Beitrag #33161) schrieb:
die Kunst eines Küchenchefs


Der Text ist scheinbar von FNAC geklaut. Die Franzosen nennen Dirigenten Chef. FNAC listet die Box übrigens für 105€.
arnaoutchot
Moderator
#33165 erstellt: 08. Mrz 2026, 21:21

Mars_22 (Beitrag #33159) schrieb:
Jetzt habe ich durch Wolfgangs Anregung 3x Tennstedts Mahler 5 in der Studio-Version gehört, und noch nie so viel Freude daran gehabt.


Was genau zeichnet Deines Erachtens die Tennstedt-Aufnahme aus ? Ich kenne/habe viele Aufnahmen der 5., u.a. sehr gute von Solti, Boulez, etc., meine erste war Sinopoli am Beginn des CD-Zeitalters, auch gut, erinnere ich. Aber Tennstedt kam mir nie über den Weg ... Aber meine Nummer 1 ist eigentlich die folgende ... gut, mit dem Hut hat er sich keinen Gefallen getan.

PS: Mácal habe ich heute auch komplett gehört und kann das unten nur unterstreichen.


Mahler - Symphony No. 5 - Zdenêk Mácal / Czech Philharmonic Orchestra - Exton Japan SACD MCh 2007 (Live-Aufnahme aus dem Rudolfinum, Prag, 2003). Eine der klanglich herausragendsten Aufnahmen unter einigen der 5. bei mir. Die Aufnahme ist ein Musterbeispiel von grenzenloser Dynamik und unglaublicher Detailliertheit.

amazon.de


[Beitrag von arnaoutchot am 08. Mrz 2026, 21:23 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33166 erstellt: 08. Mrz 2026, 21:51
Ich saß hier beim Hören mit dem Kopfhörer auf, hatte den Kopf nach hinten gelehnt, und wollte nur, dass es nicht aufhört.
Das jetzt an irgendwas festzumachen ist nicht einfach. Ich würde sagen, Mahler lag Tennstedt - er selber sagte, er sei spät zu Mahler gekommen, und das sei auch gut. Man brauche Lebenserfahrung. Tennstedt arbeitet viele Details heraus, die ich vorher nie wahrgenommen habe, was bereichernd ist. Dazu kommt ein starker, schöner Bass und insgesamt guter Klang.
Stilistisch ist Tennstedt schwer einzuordnen, eher langsam, aber sehr dynamisch, daher nicht lahm. Geht völlig frei um mit Mahler, schwimmt quasi drin.

Ich habe auch eine Liveaufnahme seiner Bruckner 8 gehört, qualitativ sehr fragwürdig, Onepointmikro mit sehr viel Publikumsgeräuschen, aber auch diese Aufnahme so intim, als würde man Tennstedt zuhören, wie er mit Bruckner spricht. Konnte mich bis nachts um 2 nicht losreißen.

Deinen Macal kenne ich nicht. Höre ich mir an!


[Beitrag von Mars_22 am 08. Mrz 2026, 21:56 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#33167 erstellt: 08. Mrz 2026, 22:18
Stimmt Wolfram, nicht leicht zu beschreiben.

Wenn ich ergänzen darf: Ich finde dass es Tennstedt sehr gut gelungen ist die Mahler-Symphonien als großes Ganzes darzustellen, manche sprechen da vom „großen Bogen“. Hinzu kommt für mich eine Ausdrucksstärke die ganz ohne die reichlichen Übertreibungen des späten Bernstein auskommt.

Bruckner/Tennstedt kenne ich (noch) nicht.
Mars_22
Inventar
#33168 erstellt: 09. Mrz 2026, 14:27

arnaoutchot (Beitrag #33165) schrieb:
Aber meine Nummer 1 ist eigentlich die folgende ... gut, mit dem Hut hat er sich keinen Gefallen getan.

PS: Mácal habe ich heute auch komplett gehört und kann das unten nur unterstreichen.

Gefällt mir… aber ist nicht MTT klanglich noch besser?
klutzkopp
Inventar
#33169 erstellt: 09. Mrz 2026, 14:59
Ich mache derweil noch ein bisschen weiter mit Mahler/Tennstedt live

amazon.de
arnaoutchot
Moderator
#33170 erstellt: 09. Mrz 2026, 17:16

Mars_22 (Beitrag #33168) schrieb:
Gefällt mir… aber ist nicht MTT klanglich noch besser?


Nein, finde ich in diesem Fall nicht. MTT (Michael Tilson Thomas, San Francisco SO, nur falls jemand nicht folgen kann ) ist breiter und vielleicht ein wenig voluminöser, aber Mácal ist detaillierter und pointierter.

Hiermit müsste sich Tennstedt bei der 3. von Mahler bei mir messen: Haitink Chicago 2006.

jpc.de


[Beitrag von arnaoutchot am 09. Mrz 2026, 17:26 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33171 erstellt: 09. Mrz 2026, 22:49
Ich höre sie auch von Tennstedt, weil da Spotify an seine Grenzen stößt, aber nicht live.
arnaoutchot
Moderator
#33172 erstellt: 10. Mrz 2026, 14:41
Hier ein Zufallsfund. Shostakovich - Symphony No. 8 - Gianandrea Noseda / LSO - LSO Live SACD MCh 2018. Normalerweise bin ich kein grosser Fan der LSO-Live-Mehrkanalaufnahmen und DSCH #8 brauche ich eigentlich auch nicht weitere, aber die SACD eignete sich zum Überschreiten der Portofreigrenze Ich bin sehr positiv überrascht, eine glasklare dynamische Darbietung, ohne die düsteren Stellen der Partitur glattzubügeln. Klanglich sehr gut. Für den aktuellen Preis (klick the pic) ein No Brainer. 👍

jpc.de


[Beitrag von arnaoutchot am 10. Mrz 2026, 14:42 bearbeitet]
boltwoodit
Stammgast
#33173 erstellt: 11. Mrz 2026, 11:38

arnaoutchot (Beitrag #33172) schrieb:
Hier ein Zufallsfund. Shostakovich - Symphony No. 8 - Gianandrea Noseda / LSO - LSO Live SACD MCh 2018.
...


Zustimmung, die habe ich auch, nachdem ihr mich (ich glaube bei Casella) auf Noseda gebracht hattet und ich mir so dachte, der könnte auch gut zu Schostakowitschs Achter passen. Die SACD klingt auch in Stereo sehr gut :D.
Interpretatorisch "darf" man natürlich keinen z.B. Mrawinski erwarten; Noseda bleibt an den (für mich) richtigen Stellen zwar auch straff, aber ohne in die Extase (fast schon Kataklysmus ) von Solti/CSO/Decca zu geraten. Das Tragische gelingt ihm - für meinen Geschmack - besser als z.B. Haitnik/Concertgebouw Orch./Decca, wo er mir in manchen Stimmungen (von mir) zu oldschool rangeht. Eine mehr als hübsche Erweiterung für Schostakowitsch-Liebhaber und speziell seiner Achten.

Viele Grüße
bolt
Mars_22
Inventar
#33174 erstellt: 11. Mrz 2026, 16:41
Ich habe mir diese 5 SACDs mit dem Zimmermann-Trio (Frank Peter Zimmermann, Antoine Tamestit, Christian Poltera) bestellt, weil ich verblüfft war, was sie aus den Beethoven-Trios rausholen. Es gelingt ihnen, ihre Qualität als Solisten in das Trio einzubringen, so dass eine zugleich mitreißend frische und präzise Einspielung entsteht. Ich glaube, dass Frank-Peter Zimmermann dieses Trio liebte, ich habe seine Violine noch nie singen gehört wie im Adagio des Mozart Divertimento K.563 Als Solist muss man ja immer Lautstärke erzeugen.
Außer Beethoven uns Mozart sind enthalten: Paul Hindemith: Streichtrios Nr. 1 & 2, Arnold Schönberg: Streichtrio op. 45 (in einem Satz) sowie Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 für Streichtrio, alles Stücke die ich nicht kenne. Und das bei bestem Klang, körperhaft und ohne Härten. Gerade im Angebot.

jpc.de


[Beitrag von Mars_22 am 11. Mrz 2026, 16:55 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33175 erstellt: 13. Mrz 2026, 13:16
Habe eben die Blindverkostung Bruckner 8 "nachgehört", und bin von der Sendung erstmals nicht nur leicht enttäuscht.
Kein Wand, kein Celi, kein Tennstedt, Harnoncourt nur im Nebensatz erwähnt, alle Hörbeispiele wurden abgewatscht (natürlich Thielemann, Klemperer, Solti, Barenboim). Es blieb Jochum, und als Apotheose blieb Furtwängler 1949. Na schön. Ich kann Furtwängler leider nicht ertragen, weil ich Ohrenschmerzen kriege von dem Gebläh. Daher erschließt sich mir auch keinerlei Tiefe oder Raffinesse dieser Einspielung


[Beitrag von Mars_22 am 13. Mrz 2026, 13:27 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#33176 erstellt: 13. Mrz 2026, 14:47
Es gibt, meine ich, klar bessere und klar schwächere Blindverkostungen. Die Auswahl ist immer recht zufällig, das liegt in der Natur des Beurteilungssystems und der machbaren Quantität. Der Chef mischt bunt, aber oft bleiben die besten Sachen außen vor. Die Vorliebe für uralte Klassiker muss man ohnehin nicht teilen und Deine Furtwängler-Erfahrung sehe ich als unglücklich an. Denn ich habe andererseits auf diesem Weg schon mehrmals gute Mono-Aufnahmen aus den Vierzigern und Fünfzigern kennengelernt, die ich mir dann sogar gekauft habe. Und auch Aktuelles.

Freilich sind manche Urteile voreingenommen, geschmäcklerisch, gereizt, hochnäsig, überkritisch. Es ist auch ein Problem wenn man einen von vielen möglichen Aussschnitten heranzieht zur Abwertung oder sogar Aufwertung - Letzteres seltener.

Da man der Dame und den Herrn aber im Allgemeinen großes Vorwissen bescheinigen darf und manchmal auch Humor, seltener Selbstironie zu spüren ist, höre ich die Programme - stets im Nachhinein per Podcast - schon recht gerne.

Wolfgang
frankbln
Stammgast
#33177 erstellt: 13. Mrz 2026, 15:27
Die "Blindverkostung" höre ich ganz gerne, aber nur ab und an via Podcast. Meist zu Stücken, die ich kenne. Das macht es mir leichter die persönlich-subjektiven Bewertungen nachzuvollziehen, ob ich sie nun teilen würde oder nicht. Und manchmal entdecke ich dadurch auch Einspielungen, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte.

Anlass dieses Posting ist aber mein Konzertbesuch am gestrigen Abend.

Das Pangaea-Trio Berlin mit Marlene Ito (Violine), Uladzimir Sinkevich (Violoncello) und Yannick Rafalimanana (Klavier) spielte:

Frank Bridge:

„Phantasy“ H. 79 für Klaviertrio

Ludwig van Beethoven:

Klaviertrio op. 1, Nr. 3 in c-moll

Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch:

Klaviertrio op. 67, Nr. 2 in e-moll


Es war ein Benefizkonzert für die Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin e.V., die an der Universität der Künste Berlin Stipendiate unterstützt und übers Jahr häufiger Stipendiatenkonzerte mit Kammermusik veranstaltet. Hier war der Cellist Uladzimir Sinkevic ehemaliger Stipendiat. Er spielt auch bei den Berliner Philharmonikern.

Ich nutze diese Konzerte, um mich der Kammermusik näherzubringen. Nicht jeder Abend ist da erfolgreich. Gestern gehört aber definitiv auf die Positivliste.

Die Phantasy war interessant, ohne jetzt das Wort "nett" verwenden zu müssen. Live gespielt finde ich Werke, die nicht meinen Geschmack punktgenau treffen, hörenswert. Der Hörgenuss ergibt sich da einfach aus der Unmittelbarkeit des Klangs, der daheim nicht reproduzierbar ist.

Beethoven geht für mich ja irgendwie immer und so hatte ich recht schnell Zugang zum opus 1 Nr. 3. Überrascht hat mich, dass ich das Stück von Schostakowitsch sogar noch besser fand. Mit dem Komponisten fremdle ich nämlich eher. Es verarbeitet wohl den Tod einer geschätzten Person und hat sehr lyrische Passagen, die durch das Zusammenspiel von Geige und Cello die Trauer sehr effektvoll ausdrücken und mich auch berührt haben.

Grüße
Franco


[Beitrag von frankbln am 13. Mrz 2026, 15:34 bearbeitet]
Mars_22
Inventar
#33178 erstellt: 13. Mrz 2026, 15:58
Klaviertrio ist nicht meine Lieblingsgattung, da mir das Klavier da zu dominant ist. Dafür habe ich davon aber sehr viel, u.a. alle Beethoven Trios.
Live geht ein Klaviertrio wahrscheinlich besser. Deine Eindrücke sind gut nachvollziehbar, Franco.
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