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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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Mars_22
Inventar |
#32927
erstellt: 27. Jan 2026, 16:38
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Eine schöne Entdeckung, etwas, das eher den Tag begleitet als zum Tagesinhalt zu werden. Das Quartett Parnasso mit Ostendorfs 2. Streichquartett ![]() Von der Website https://ecmreviews.com/2010/08/:Man kann nur hoffen, dass dieses Album dazu beiträgt, das Bewusstsein für Jens-Peter Ostendorf (1944–2006) zu schärfen, einen deutschen Komponisten, dessen Musik sonst vielleicht in der digitalen Vergessenheit versinken würde. Ostendorf wurde in Hamburg geboren, wo er Musik studierte und freiberuflicher Komponist wurde. Er arbeitete mit Karlheinz Stockhausen zusammen, komponierte Filmmusik und war eine Zeit lang am IRCAM tätig. All diese Erfahrungen prägen sein reichhaltiges und vielfältiges Werk, dessen Herzstück die Streichquartette bilden. Auf dieser CD kommen wir in den Genuss einer seltenen und hervorragend interpretierten Aufführung seines Zweiten Streichquartetts. Es ist ein gut gereiftes Beispiel für die Anti-Formel, das Schweigegelübde, das hinter dem voll entfalteten Gottesdienst lauert. In drei langen Sätzen arbeiten die Instrumente als Ganzes zusammen, nur selten kommt es zu Spannungsausbrüchen. Die Töne sind leicht und luftig und von galaktischer Reichweite. Wer sich vor moderner klassischer Musik scheut, sollte sich hier auf relativ sicherem Terrain befinden. Im Gegensatz zu einigen von Ostendorfs Orchester- und Ensemblewerken ist dieses Quartett zerbrechlich und bescheiden, seltsam melodisch und transzendent und in einen Klang gehüllt, der spärlich und doch eindringlich detailliert ist. Wenn überhaupt, liegt seine Herausforderung in seinem ausgedehnten Pathos und dem scheinbaren Mangel an Entwicklung. Die Wirkung ist alles andere als kumulativ, schon allein deshalb, weil ein solcher Ansatz das empfindliche Gleichgewicht, das es so geschickt aufrechterhält, zerstören würde. Ostendorfs Musik ist eine Musik der unterbrochenen Kreisläufe, ein Kosmos, der gerade dadurch, dass er außer Betrieb ist, umso schöner wird. Fans von Stockhausen sollten sich hier wie zu Hause fühlen, ebenso wie alle anderen. |
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Mars_22
Inventar |
#32928
erstellt: 27. Jan 2026, 18:05
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WolfgangZ
Inventar |
#32929
erstellt: 27. Jan 2026, 19:23
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Das habe ich jetzt auch gemacht anhand einiger Hörproben. Seichtsound, wie er schon vor fünzig Jahren nicht mehr modern war. Vermutlich aber wieder modisch. Abnehmer werden sich finden. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32930
erstellt: 28. Jan 2026, 10:22
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Danke für den Tipp; ist auf meiner Wunschliste gelandet. Ich habe die 15. aus dieser Reihe und da geht es Roschdestwenski zum Glück vergleichsweise auch recht fein/unkrawallig an; tut dem Werk mMn sehr gut. Mrawinski/Leningrader/Schostakowitsch habe ich zum Glück fast vollständig, allerdings teilweise nur als mp3-Kopien der (leider teilweise stark abgenuddelten) Original-Melodija-Schallplatten. Wenn du nun sagst, die "professionellen" rips der alten Aufnahmen auf CD klingen durchsichtig...hm, da könnte man ja...weija, mein armes Konto Viele Grüße bolt |
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op111
Moderator |
#32931
erstellt: 28. Jan 2026, 15:03
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Hallo bolt, die von mir erwähnte Aufnahme Mrawinskys ist nicht die ältere von ca.1962, sondern 1983er Liveaufnahme, die ursprünglich an Philips lizensiert wurde. Mit lame 3.100.2.1 256kBit VBR joint-Stereo nach mp3 konvertiert klingt die transparent. Wie die kommerziellen Anbieter die komprimieren, weiß ich nicht. Franz [Beitrag von op111 am 28. Jan 2026, 15:55 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32932
erstellt: 28. Jan 2026, 15:34
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Ich höre Klemperers ˋ61er Matthäuspassion, ein sentimentaler Ausflug in einen Aufführungsstil, mit dem ich durch Karl Richter vertraut bin. Und ich genieße das Zeitlupentempo, weil ich so die wunderbaren Linienführungen der Nebenstimmen jede einzeln wie alte Freunde begrüßen kann. Fischer-Dieskau ist als Jesus in einer Rolle, die zu ihm so viel besser passt als die zarten Schubert Lieder. So gut. Und Peter Pears, Christa Ludwig… es ist göttlich. Die 2013 highres remasterte Aufnahme ist erstaunlich klar und volltönend, nichts bleibt verborgen, und natürlich ist sie trotzdem weit entfernt von aktueller Qualität, weil ihr etwas weggenommen wurde, das Rauschen. Was durch das Rauschen maskiert wurde, ist aber immer noch weg, es wurde ersetzt durch nichts. Aber das stört das Fest nicht. [Beitrag von Mars_22 am 28. Jan 2026, 15:40 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32933
erstellt: 28. Jan 2026, 17:54
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arnaoutchot
Moderator |
#32934
erstellt: 28. Jan 2026, 18:12
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zu DSch: Die russischen Rozhdestvensky-Aufnahmen aus den 1980ern gibt es komplett in einer Melodiya-Ausgabe, die aber nur in Russland erschien. Ich hab sie damals auch dort bestellt (das waren noch Zeiten ! ). In Discogs ist die Box nicht erfasst. Den Mravinsky mit den Leningradern (Symphonien #5, 6, 7, 8, 10, 11, 12 & 15) gab es damals auch dort. Ebenfalls Fehlanzeige in Discogs. Unbedingt empfehlenswert ist auf jeden Fall die von Franz gezeigte 8. von Mravinsky aus 1982. Ich hab die als Philips-Ausgabe. [Beitrag von arnaoutchot am 28. Jan 2026, 18:13 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32935
erstellt: 28. Jan 2026, 19:03
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Hallo zusammen, diese russische Serie, die sich die BMG/Ariola bei Melodya lizensieren ließ Copyright © – BMG Ariola München GmbH Glasmastering bei – Sonopress Aufnahme Melodya (Sinfonie Nr. 8. Recorded in Moscow 1983/1984 Original recordings from the U.S.S.R. ℗ 1988 ) ![]() Gab es komplett aus deutscher Herstellung im Handel. Ich habe sie seinerzeit bei Zweitausendeins (R.I.P.) gekauft. In anderer Aufmachung gab es dieselben Aufnahmen in abweichender Kopplung . Label: Melodya, Olympia, Moscow Studio Archives z.B. in GB bei Tower Records, Virgin Megastore etc. ![]() ![]() ![]() ![]() Diese enthält allerdings andere Aufnahmen: ![]() @arnaoutchot Das macht mich neugierig Kennst du noch eine andere russische Roshdestwenskij-Serie? Die Mrawinsky-Aufnahmen habe ich damals verpasst zu kaufen. Franz |
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op111
Moderator |
#32936
erstellt: 28. Jan 2026, 19:11
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Noch ein Nachtrag: Hervorragende Wiedergaben habe ich aktuell live mit den Osloer Philharmonikern geleitet von Newcomer Klaus Mäkelä gehört. Denen fehlte der Weichzeichner, wie ihn aktuell u.a. Andriss Nelsons - den mancher Kritiker als "Karajanide" bezeichnet - kultivieren. Franz |
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arnaoutchot
Moderator |
#32937
erstellt: 28. Jan 2026, 19:44
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Nein, ich habe von Rozh nur die o.g. Box, die eine Wiederveröffentlichung der Melodya-Aufnahmen aus den 1980ern ist. Das gleiche wie auf den dann für Deutschland lizensierten Eurodisc-CDs. Da hatte ich auch die eine oder andere, ich glaube auch von Zweitausendeins, aber die habe ich gegen die Box aussortiert. Das reicht mir auch von Rozh. Zusammen mit Kondrashin und Mravinsky sind es mE die authentischsten DSCH-Aufnahmen, die es für mich gibt, natürlich mit klanglichen Einschränkungen gegenüber heutigen Produktionen. Aber Rozh digital aus den 1980ern habe ich klanglich gar nicht so schlecht in Erinnerung. Von Mravinsky gab es in Russland die u.g. Box aus 2004. Die Aufnahmen sind hier von 1949-1976, logischerweise teilweise noch in mono. Die 8. die hier enthalten ist, ist die Aufnahme von 2/1961. Die 1982er fand ich besser. Leider dürften diese Boxen nur noch sehr schwer zu bekommen sein, sie sind nicht mal in Discogs gelistet und ich habe sie auch sonst nie mehr gesehen ... [Beitrag von arnaoutchot am 28. Jan 2026, 19:44 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32938
erstellt: 28. Jan 2026, 20:07
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Machst du uns einen RIp? |
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arnaoutchot
Moderator |
#32939
erstellt: 28. Jan 2026, 20:50
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Pfffh ... das hab ich nun wieder davon Komplette Rips sind sicherlich unnötig und mir zu viel Arbeit, aber mit Blick auf die schwierige Erhältlichkeit würde ich es mir für ausgewählte Symphonien überlegen. Bitte aber Anfrage per PM an mich. |
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Mars_22
Inventar |
#32940
erstellt: 28. Jan 2026, 21:03
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Danke dir sehr, aber Spotify hat Einiges, u.a. die weiter oben gezeigte Achte. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32941
erstellt: 29. Jan 2026, 09:35
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Ich habe gerade mal kurz recherchiert, zumindest der 🍎 Streamer hat einige der Rozhdestvensky-Aufnahmen im Angebot, da sollte sich auch etwas zu Mravinsky finden lassen, auch bei den anderen Streamern. Ich habe gerade eine Aufnahme von Rozhdestvensky und dem BBC Symphony Orchestra von der 4. Symphonie entdeckt, eine Live-Aufnahme aus London 1978, die ist auch eindrucksvoll. Kann man in YT auch mit Bild streamen oder auf CD kaufen, klick the pic unten. Höre ich gerade. Im übrigen zu Thema DSCH nochmals der Verweis auf den Aufbau einer audiophilen Klassik-Sammlung-Thread, zwar schon 15 Jahre alt, aber für mich immer noch weitgehend gültig. Ich gebe zu, dass ich die neuen Aufnahmen, die nach 2010 erschienen, nicht mehr eng verfolgt habe. Für mich ist zu DSCH alles von den im Thread genannten Musikern gesagt. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32942
erstellt: 29. Jan 2026, 10:42
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Vielen Dank an alle bzgl. der Klarstellungen was Mrawinski/Leningrader/Schostakowitsch angeht und natürlich auch für die weiterführenden links. Meine Melodija-Platten sind die aus den 60-ern; das hatte ich nicht beachtet - naja, gut für den Gebraucht-CD-Markt mit den Aufnahmen aus den 80-ern . Ich bin gespannt (völlig abgesehen von der interpretatorischen Leistung), wie "scharf/schneidend" die klingen, werde mal mit der Achten. beginnen. Ansonsten bleibt es eben vorerst bei Roschdestwenski, Haitnik und Petrenko auf CD.Vor ziemlich genau zwei Wochen gab es hier in der Provinz die Siebte live zu hören, letztes Jahr die Zwöfte und ich hoffe inständig, dass es im übernächsten Jahr (für nächstes Jahr orakele ich mal die Fünfte ) dann mal die Vierte, Achte oder Fünfzehnte gibt...hoffen kann man ja...auch wenn es im Osten iwie immer "nur" 5, 7 oder 12 live zu hören gibt.Ich bin gerade mal wieder auf dem Malcolm-Arnold-Trip und iwie gefällt er mir gerade sehr gut. Neben der etwas jazzigen Sechsten finde ich vor allem seine Siebte und Achte überaus interessant: ![]() Malcolm Arnold, Symphonies 7 & 8, National SO of Ireland, Andrew Penny, Naxos 2001 Sehr farbige Instrumentierung, recht abwechslungsreich, manchmal fast schon schroff, manchmal etwas lyrisch und - jedenfalls bei mir - eine komische Stimmung erzeugend: ich muss da immer an David-Lynch-Filme denken; also nur so von der Stimmung her. In der Achten "recycelt" er eine irische Melodie, welche er zuvor schon bei seiner Filmmusik zu "The Reckoning" (1970) verwendet hatte; habe ich zwar nie gesehen, aber die Melodie scheint auch sonst bekannt zu sein. Ich denke, Penny geht die Sache unprätentiös an (bei den Aufnahmen war Arnold wohl (teilweise) selbst zugegen); einen Vergleich, auch klanglich, zu den Aufnahmen von Handley für Conifer/Decca und Gumba für Chandos habe ich (noch ) nicht.Viele Grüße bolt |
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WolfgangZ
Inventar |
#32943
erstellt: 29. Jan 2026, 13:14
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Von Malcolm Arnolds Sinfonien würde ich mich als Verehrer bezeichnen. Er hat eine völlig unverwechselbare Sprache mit in der Tat hoch raffinierter Instrumentierung, und sein Stil bewegt sich zwischen herber Düsterkeit, Filmmusik-Pathos, das zerbrochen wird, einem Hauch Gustav Mahler oder Jean Sibelius und mild jazzoider Unterhaltungsrhythmik. Jede Sinfonie ist ganz eigen. Boltwoodits Charakterisierungen gefallen mir. Neben der Penny-Integrale schätze ich auch sehr die von Hickox/ Gamba, die mit mehr Drive an die Sache herangeht. Aber Arnold verträgt beides, und wenn er selber dirigiert, geschieht dies betont langsam - es hängt wohl auch mit seiner Vita zusammen, mit den Depressionsschüben. Ich meine, dass er sich auch im Forum zur Genüge findet. ![]() Wolfgang |
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op111
Moderator |
#32944
erstellt: 29. Jan 2026, 20:44
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boltwoodit
Stammgast |
#32945
erstellt: 30. Jan 2026, 09:34
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OK, Danke für die Anregungen; überzeugt! Gebraucht bestellt: Arnold 7-9 + Oboenkonzert mit Gumba auf Chandos, Schostakowitschs Achte mit Solti...uuuund ein kleines Schnäppchen (wenn man die aktuellen Gebrauchtpreise betrachtet)...eher ein Zufallsfund...und möglicherweise eine (Achtung Übertreibung) Pervertierung der ursprünglichen Idee, aber ich mag ihn als Dirigenten und beim Adagio werde ich (hoffentlich :)) endgültig vollkommen dahinschmelzen... ![]() Schostakowitschs Siebte mit den BP unter Celibidache. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es das überhaupt gibt Viele Grüße bolt ![]() edit: amazon-verlinkung funktioniert nicht; naja, egal [Beitrag von boltwoodit am 30. Jan 2026, 09:38 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32946
erstellt: 30. Jan 2026, 10:03
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Ich höre gerade Mravinsky mit Shostakovich #8, und kann absolut nachvollziehen, was ihr an diesen alten, rohen Aufnahmen findet. |
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op111
Moderator |
#32947
erstellt: 30. Jan 2026, 14:47
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Hallo bolt,
das hätte ich auch nicht erwartet, ist wohl eine Ausnahme oder ein Versehen. Im Ernst: Er dirigierte die Werke Cellokonzert Nr.1 Es-Dur, op.107 Klavierkonzert Nr.1 c-moll, op.35 Symphonie Nr.1 f-moll, op.10 Symphonie Nr.5 d-moll, op.47 Symphonie Nr.7 C-Dur, op,60, "Leningrad" (Deutsche Erstaufführung 21.12.1946) Symphonie Nr.9 Es- Dur, op.70 Ich vermute, ab den 1970ern stand Schostakowitsch seltener auf dem Programm. Die Aufnahme der 7. war vermutlich vor seinem Schock vom 5. April 1955, als Karajan ihm den Chefposten der Berliner wegnahm. Wieviele CDs braucht der für das Stück? Franz |
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EKBT
Stammgast |
#32948
erstellt: 31. Jan 2026, 17:48
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Tatsächlich nur eine. Die CD, die ich auf Amazon sehe (ASIN B000050Q18), nennt eine Spielzeit von 79:22 und Aufnahmejahr 1946. Durchaus noch im Rahmen. Der frühe Celibidache war ja noch nicht so ein Langsamkeitszelebrant. Die Aufnahmen von Haitink und Vasily Petrenko etwa sind insgesamt praktisch gleich lang wie Celis, wobei sich Celi vor allem im Adagio Zeit nimmt. Nur anhand der CD-Aufdrucke auf Amazon gesagt, ich habe die Aufnahme nicht real vorliegen. |
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Hörstoff
Inventar |
#32949
erstellt: 31. Jan 2026, 19:58
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Bei mir läuft nun ein Brahms, der mir so richtig zusagt: flüssig, emotional, sensitiv sowie kammmermusikalisch ideale Präsenz von Geige und Klavier. Ein Genuss, eine der Top-Einspielungen in meiner Sammlung. Peter Csaba und Jean-François Heisser haben bereits 2002 ein Meisterwerk vorgelegt - ich kenne es erst seit einigen Tagen. Gehört in Stereo. Sonaten für die Ewigkeit. ![]() |
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FabianJ
Inventar |
#32950
erstellt: 31. Jan 2026, 22:24
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![]() Paul Hindemith (1895-1963) Violinkonzert Frank Peter Zimmermann (Violine) - hr-Sinfonieorchester - Dirigent: Paavo Järvi Aufnahme: September 2009, Alte Oper, Frankfurt am Main Hier zeigte sich mal wieder, wie sinnvoll es sein kann, ein Werk mehr als einmal anzuhören. Beim letztmaligen Anhören vor einer Woche hat mir das Violinkonzert zwar durchaus gefallen, aber richtig mitreißen konnte mich nur der letzte Satz. Im Vergleich zu manch anderen Violinkonzerten aus jener Zeit ist diese Musik weniger emotional extrovertiert. Aber jetzt, beim erneutem Anhören, hat mich das Werk durchaus begeistern können. Was mir vor einer Woche vielleicht einen Hauch trocken vorkam, klang in der Wiederholung deutlich spannender. Doch. Das würde ich auch gerne mal im Konzert hören. Gerade der Kehraus mit reichlich Schlagwerkeinsatz macht im Konzert bestimmt Eindruck.
Die Triosonaten sind natürlich großartig und was die technischen Herausforderungen für die Holzbläser angeht, dürfte es aus der Zeit wenig Vergleichbares geben. Man merkt, daß man sich am kurfürstlichen Hof in Dresden die besten Musiker leisten konnte! Von diesen Werken habe ich ein paar Einspielungen, Heinz Holliger ist jedoch bislang nicht darunter. Zelenka war jedoch in erster Linie ein Komponist geistlicher Musik. Für den Start würde ich da die Missa votiva empfehlen. Diese ist qualitativ Bach h-Moll-Messe durchaus ebenbürtig, stilistisch aber ganz anders. Empfehlen würde ich da diese Einspielung (erschien zuvor beim Label Zig-Zag): ![]() Zelenka war in den 1730er-Jahren lange Zeit schwer krank. Als tief religiöser Mensch hat er Gott versprochen, sechs große Messen zu komponieren, wenn er denn wieder genesen würde. Er wurde wieder gesund, hat aber bis zu seinem Tod nur drei davon vollenden können. Die Missa votiva war die erste davon. Dann wäre für den Einstieg sein Miserere zum empfehlen. Mir persönlich gefällt die Einspielung von Paul Dombrecht und Il Fondamento am Besten. Bei JPC finde ich sie nicht, beim Urwaldfluss wird man aber fündig. Auch die kleiner besetzten Motetten sind hörenswert. mir gefiel da besonders dieses Album: ![]() Gerade in den letzten 20 Jahren sind eine ganze Reihe hörenswerter Alben mit seiner Vokalmusik erschienen. Wenn es nur eine CD zum Start sein soll, nimm die Missa votiva mit dem Collegium 1704. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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Pilotcutter
Administrator |
#32951
erstellt: 31. Jan 2026, 22:42
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'n Abend zusammen. Bei mir lief bis eben ![]() Antonin Dvořák Violinkonzert in a-Moll, op. 53 Maxim Vengerov New York Philharmonic Orchestra Kurt Masur Liveaufmahme: Januar 1997, Avery Fisher Hall, New York Teldec 2000 (später Warner) Wieder eine brillante, einstige Teldec-Aufnahme eines Violinkonzerts, an das ich mich kaum erinnern kann, es je so aufmerksam gehört zu haben. Schön offiziell romantisch und in dieser Aufnahme sehr gut durchhörbar angelegt. Die drei Sätze würde ich wie folgt beschreiben: 1.Satz (Allegro ma non troppo, a-Moll) Recht dramatisch und symphonisch angelegter Kopfsatz in gut erkennbarer Sonatenhauptsatzform, bei dem Solovioline und Orchester von Anfang an gleichberechtigt miteinander singen und auch ringen; denn die Violine muss sich schon teils gegenüber dem Orchester behaupten. 2.Satz (Adagio ma non troppo, F-Dur) Nahtlos und fast unbemerkt angeschlossenes, romantisch-lyrisches Adagio, wieder in liedhafter Form – die weit ausschwingenden „Gesangslinien“ der Geige über warmen Holzbläserfarben ergeben sehr viel Schmelz. 3.Satz (Allegro giocoso ma non troppo, A-Dur) Tänzerisches, durchaus slawisch gefärbtes Finale, das bei Dvořák nicht fehlen darf, mit viel Spielfreude und das das Konzert in glattem A-Dur beschließt. Freundlichst. Pilotcutter |
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arnaoutchot
Moderator |
#32952
erstellt: 01. Feb 2026, 09:32
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Danke für die Empfehlungen, Fabian. Die Missa votiva hat mein Streamer, die werde ich mal als erstes antesten. 👍 |
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Mars_22
Inventar |
#32953
erstellt: 01. Feb 2026, 12:04
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Hm, das sind alles interessante Aufnahmen, aber den Vergleich zur H-Moll-Messe kann ich nicht nachvollziehen, auch nicht vom Niveau her. Diese habe ich erst (in Auszügen) in der Hengelbrock / Balthasar Neumann Chor Aufführung und danach in der teilweise zum Sterben schönen 61er Karl Richter-Aufnahme mit Töpper/Engen etc. gehört. Eine feierlichere Aufnahme kenne ich nicht. Und Karl-Heinz Schneider hat damals so gut aufgenommen, dass die Aufnahme immer noch sehr zu genießen ist - bei mir als Highres-Remastering. ![]() Und eine weitere sehr sehr schöne Aufnahme mit kleinem Chor: Lars Ulrik Mortensen mit dem Concerto Copenhagen. Habe sie in der Bach 333 und würde sie Gardiner etc. vorziehen. Leicht reduziert als Surround-SACD bei Jpc. [Beitrag von Mars_22 am 01. Feb 2026, 14:23 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32954
erstellt: 01. Feb 2026, 13:48
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Hallo zusammen, die Tontechnik des Violinkonzerts betreute übrigens Eberhard Sengpiel -> (* 1940 † 2014). Franz |
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op111
Moderator |
#32955
erstellt: 01. Feb 2026, 14:09
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Hallo zusammen, im aktuellen fono forum wurde die britisch-bulgarische Komponistin Dobrinka Tabakova in einem ausführlichen Interview vorgestellt. Auf youtube findet man einige Werke, z.B. Dobrinka Tabakova (*1980) Concerto for Cello and Strings (2008) I. Turbulent, Tense II. Longing [7:19] III. Radiant [16:03] Kristina Blaumane, cello Lithuanian Chamber Orchestra Maxim Rysanov Franz [Beitrag von op111 am 01. Feb 2026, 18:01 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32956
erstellt: 01. Feb 2026, 17:58
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Dritte Lauschung - und nun bin ich fasziniert. Eine wunderbare Abrundung meines aktuellen Stereo-Kammermusikwochenendes mit Werken von Sara Wennerberg-Reuter, Andreas Hallén und Wilhelm Stenhammar - allesamt schwedische Komponierende der Spätromantik. Sehr fein und schillernd von Sofie Asplund, Streichersolist*innen und Peter Friis Johansson am Klavier eingespielt. Hattest du inzwischen auch Zeit hineinzuhören? |
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FabianJ
Inventar |
#32957
erstellt: 01. Feb 2026, 20:02
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Bislang leider noch nicht. Das Album liegt hier noch bei den CDs, die ich noch rippen muss, um sie dann vom Computer aus anzuhören. in den letzten Monaten kamen da recht viele CDs hinzu. Sie wird aber demnächst an der Reihe sein. Von Stenhammar erwarte ich eigentlich nur Gutes, bei den beiden anderen KomponistInnen bin ich neugierig. ![]() Ich hatte bei der Gelegenheit auch noch eine andere Repertoirelücke geschlossen, Stenhammars Kantate „Sången" hatte ich noch nicht. Jene CD liegt aber noch im selben Stapel. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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op111
Moderator |
#32958
erstellt: 02. Feb 2026, 14:59
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Und noch weitere neue Werke: Anna Clyne (geb. 1980) Orchesterwerke: With her Arms für Streicher-Ensemble; Abstractions für Orchester; Restless Oceans für Orchester; Color Field für Orchester Baltimore Symphony Orchestra, Marin Alsop Naxos A. 2017-2021 (p) 09/2025 ![]()
Franz |
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boltwoodit
Stammgast |
#32959
erstellt: 04. Feb 2026, 11:40
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@op111 Danke für den Tipp. Ich hatte mal in "Mythologies" von ihr reingehört; das war mir aber zu viel "trotzige Kraft" wie es hier, sehr treffend, beschrieben wird. Aber wenn ich noch `ne Weile Roschdestwenski und Mrawinski mit Schostakowitsch höre (die eruptiven Stellen ), dann bin ich vllt. auch "bereit" für Anna Clyne.Ich versuche gerade, mich mit Arthur Honnegers Musik anzufreunden; erstmal die leichteren/bekannteren/beliebteren Sachen; Sinfonien 2 und 3 sowie Pacific 231 und Rugby. Amazon mag ich gerade nicht verlinken und bei jpc gibt es die nicht; ich meine die WDR/Naxos CD von 2015. Die Sinfonien gefallen mir ganz gut; interessante Instrumentierung; die Solotrompete im Schlusssatz der Zweiten bricht die düstere Stimmung sehr gut auf und die Dritte ist ingesamt recht farbig instrumentiert; mindestens den Kopfsatz ("Das jüngste Gericht" ) dieser würde ich gern mal live hören. Pacific 231 und Rugby verstehe ich dagegen nicht; liegt vllt. auch an deren Kürze (siebeneinhalb und sechs Minuten). Das (die Kürze) ist eventuell auch der Hauptgrund, warum ich mit Honegger noch nicht so richtig warmgeworden bin; ich "brauche" es irgendwie langatmiger Viele Grüße bolt |
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WolfgangZ
Inventar |
#32960
erstellt: 04. Feb 2026, 12:00
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Ich halte Honeggers Vierte für durchaus leichter als zwei und drei, deutlich leichter. Und diese Sinfonie trägt ihre Leichtigkeit bereits im Titel. Bei der Zweiten habe ich mir längst abgewöhnt, nur auf den Finalsatz zu warten - das war ein Anfängerfehler. Trotzdem ist das keine ganz einfache Musik, meine ich.Aber ich gebe zu, dass man den Charme der Vierten vielleicht nicht gleich wahrnimmt. Ich habe damals auch ein wenig Zeit gebraucht ... Die Erste habe ich nicht im Ohr und die Fünfte ist gewiss düster und pathetisch und hat darüber hinaus nicht die Schlusswirkung der Dritten. Er hat sehr unterschiedliche Sinfonien verfasst und ich weiß nicht so genau, inwieweit ich den Personalstil erkennen würde, würde ich die Sinfonien zwei mit vier nicht schon Jahrzehnte kennen. Doch gut - das gilt nicht für die Erste und da will ich das mal überprüfen. Wolfgang |
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boltwoodit
Stammgast |
#32961
erstellt: 04. Feb 2026, 13:30
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@WolfgangZ Vielen Dank für deine Ausführungen! OK, dann werde ich später mal noch mit Fünf, Eins und Vier (wahrscheinlich in dieser Reihenfolge) probieren; welche Einspielungen würdest du empfehlen? Viele Grüße bolt |
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op111
Moderator |
#32962
erstellt: 04. Feb 2026, 13:37
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Hallo Bolt, da hast du vielleicht für dich schwerer verdauliches probiert. Color Field I ist vielleicht der bessere Einstieg Color Field: I. Yellow Color Field: II Red das hat die "trotzige Kraft" Color Field: III. Orange Werke von Anna Clyne habe ich in der letzten Zeit öfter im Konzert hören können, angesichts ihres umfangreichen Werkkatalogs aber vielleicht doch zu selten. Gleiches gilt für ihre ebenfalls britische Kollegin Dobrinka Tabakova. Franz [Beitrag von op111 am 04. Feb 2026, 13:39 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32963
erstellt: 04. Feb 2026, 13:49
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Hallo zusammen, ich habe bisher die Sinfonien Honeggers noch nicht für mich erschlossen. Die Orchesterstücke, Sinfonien und Jeanne d'Arc au Bucher habe ich seit geraumer Zeit in meiner Sammlung - Aufnahmen in der Ansermet Gesamtausgabe, Chartes Münch etc. Wiederholt gehört habe ich nur Pacific 231 und Rugby. Franz |
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WolfgangZ
Inventar |
#32964
erstellt: 04. Feb 2026, 14:52
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Mit den Sinfonien von Honegger kenne ich zwei Gesamteinspielungen, bei denen ich auch keinerlei Bedenken habe: schon lange: ![]() noch nicht so lange, aber vielleicht sogar bedeutender: ![]() Von der zweiten, dritten und vierten Sinfonie finde ich wohl noch einzelne Aufnahmen im Rahmen von Samplern. Und ich könnte mir vorstellen, dass die Integrale mit Michel Plasson vollauf gelungen ist. Außerdem ist wohl Ernest Ansermet bei den Honegger-Sinfonien, die er aufgenommen hat, ein Klassiker, wobei ich ihn mit Honegger vermutlich nicht im Regal finde. Und mit Karajan, den ich mir nur selten zugelegt habe und dessen größter Verehrer ich nicht bin, dürfte man hier auch nichts falsch machen. Mittlerweile gibt es noch mehr Integralen, die ich halt nicht kenne und nicht auch noch benötige. Wolfgang |
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WolfgangZ
Inventar |
#32965
erstellt: 04. Feb 2026, 14:55
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Soeben sehe ich, dass Franz die Sinfonien mit Ansermet komplett besitzt. Insofern Korrektur der impliziten Fehl-Behauptung meinerseits! Charles Münch ist ebenso ein berühmter Name und quasi ein Authentizitäts-Garant. Der müsste mit einer Honegger-Sinfonie bei mir zu finden sein. [Beitrag von WolfgangZ am 04. Feb 2026, 14:57 bearbeitet] |
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boltwoodit
Stammgast |
#32966
erstellt: 04. Feb 2026, 15:22
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Vielen Dank an alle! Bei Honegger ist es jetzt (erstmal) Baudo geworden; bei 4,99€ für die mp3 aller fünf Sinfonien konnte ich einfach nicht widerstehen Die GA mit Plasson ist auf der (Zweit-) Wunschliste.Die yt-vids von Anna Clyne werde ich mir - wenn ich etwas Ruhe habe - ansehen. Viele Grüße bolt [Beitrag von boltwoodit am 04. Feb 2026, 15:23 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32967
erstellt: 04. Feb 2026, 16:20
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Die dritte von Honegger habe ich interessanterweise ausser mit Karajan und Fabio Luisi auch in einer Aufnahme aus 1965 mit Mravinsky - und diese gefällt mir unter den Dreien besonders gut. [Beitrag von Mars_22 am 04. Feb 2026, 16:20 bearbeitet] |
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FabianJ
Inventar |
#32968
erstellt: 04. Feb 2026, 21:55
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Die Aufnahme der Honegger-Sinfonien mit Serge Baudo habe ich auch und bin zufrieden damit. Mein Lieblingsalbum mit Sinfonien von Honegger ist jedoch das Album von Karajan mit den Berliner Philharmonikern. Ich glaube was besseres als das habe ich von Karajan noch nicht gehört. Insbesondere von der Symphonie liturgique (Sinfonie Nr. 3) kenne ich keine spannendere Einspielung. Ich habe die Veröffentlichung aus der Originals-Reihe von DG. Der Füller ist leider Strawinskis Konzert D-Dur für Streichorchester. Das ist zweifellos auch toll gespielt, aber ich fand dieses Stück nie besonders interessant. Überspitzt gesagt ist das für mich der neoklassizistische Strawinski auf Autopilot, Gerade angehört, zumindest die erste Hälfte des Album: ![]() Sara Wennerberg-Reuter (1875-1959) eine Auswahl von Liedern Sofie Asplund (Sopran), Peter Friis Johansson (Klavier) Andreas Hallén (1846-1925) Klavierquartett d-Moll op. 3 Peter Friis Johansson (Klavier), Daniel Migdal (Violine), Albin Uusijärvi (Bratsche), Amalie Stalheim (Violoncello) Aufnahme (Album): 12. - 15. August 2024, Kulturhuset i Ytterjärna (Kulturhaus in Ytterjärna), Järna, Schweden Ich hatte leider heute nur Zeit für die Hälfte des Albums. Der Rest wird wohl am Wochenende folgen. Ich höre eher selten Klavierlieder. Klar habe ich hier die Winterreise, Die Schöne Müllerin und ein paar Liederzyklen von Schumann, viel mehr allerdings nicht. Da höre ich mir meist eher ein paar Madrigale oder Motetten aus der Renaissance oder Lautenlieder von Dowland an. Die gerade gehörten Lieder dieser mir vorher vollkommen unbekannten Komponisten haben mir aber sehr gefallen. Es wird auf schwedisch gesungen, ich verstehe also kein Wort. Aber so schön vorgetragen wie von Frau Asplund und Herr Johansson nehmen sie für sich ein. Eine Sängerin wie diese könnte aber vermutlich aus dem Telefonbuch Castrop-Rauxel oder einem Buch über Betriebswirtschaftslehre vorsingen und man würde trotzdem gebannt zuhören. Auch das Klavierquartett ist hörenswert. Wer bezüglich Klavierquartetten der Romantik mal was anderes hören möchte als die üblichen Verdächtigen (Brahms, Dvořák, Schumann, Fauré etc.), der macht mit diesem Werk nichts verkehrt. Sicher, es ist ein Frühwerk des Komponisten, aber ein gelungenes. Bin mal gespannt wie es weitergeht auf dem Album, aber schon das bislang Gehörte war den Preis wert. @Mars: Was ältere Einspielungen von Bachs h-Moll-Messe angeht, so habe ich die von Eugen Jochum mit dem Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks in guter Erinnerung. Die erschien zuletzt bei EMI/Warner. Karl Richters Einspielung kenne ich jedoch nicht. Scheint ja hörenswert zu sein. ![]() *edit: Ach was, dann schiebe ich noch ein Stück Old-School-Bach hinterher: Johann Sebastian Bach (1685-1750) Matthäus-Passion BWV 244 - Arie (Alt): „Erbarme dich" Marga Höffgen (Alt) - Königliches Concertgebouw-Orchester (Solo-Violine: Herman Krebbers) - Dirigent: Eugen Jochum Aufnahme: November 1965, Großer Saal, Concertgebouw, Amsterdam Überhaupt nicht HIP, aber trotzdem wunderbar gesungen und musiziert. ![]() Mit freundlichem Gruß Fabian [Beitrag von FabianJ am 04. Feb 2026, 22:00 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32969
erstellt: 04. Feb 2026, 23:02
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Genau so ist Richter auch |
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*Elfriede*
Hat sich gelöscht |
#32970
erstellt: 05. Feb 2026, 12:27
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[Beitrag von *Elfriede* am 05. Feb 2026, 12:38 bearbeitet] |
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*Elfriede*
Hat sich gelöscht |
#32971
erstellt: 05. Feb 2026, 12:39
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Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Pianistin: Ilse von Alpenheim Enthaltene Werke: Rondo capriccioso, Op. 14; Sonate in B-Dur, Op. 106; Variations sérieuses, Op. 54; Trois Fantasies ou Caprices, Op. 1 ![]() Tolle Aufnahmen. Nicht wie viele moderne Aufnahmen, wo direkt im Klavier das Mikrophon plaziert wird und man man Anhören der Aufnahme den Eindruck hat, dass das Klavier nur aus dem Metallrahmen und den Saiten und ohne einen Holzkorpus besteht. Ich habe eine Bach Cello Aufnahme bei der man permanent das Quietschen der Finger auf den Saiten und das Schnaufen Cellisten hört. Unsäglich. [Beitrag von *Elfriede* am 05. Feb 2026, 22:43 bearbeitet] |
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*Elfriede*
Hat sich gelöscht |
#32972
erstellt: 05. Feb 2026, 12:44
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Inhalt: Alle 104 Sinfonien von Joseph Haydn. Format: Ein CD-Boxset mit 33 CDs. Orchester: Das eigens für dieses Projekt zusammengestellte Austro-Hungarian Haydn Orchestra. Dirigent: Adam Fischer. Label: Brilliant Classics. ![]() Als alter Wien-Fan musste es mal wieder sein. [Beitrag von *Elfriede* am 05. Feb 2026, 22:44 bearbeitet] |
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*Elfriede*
Hat sich gelöscht |
#32973
erstellt: 05. Feb 2026, 12:49
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London Symphony Orchestra, dirigiert von Bernard Haitink Werk: Anton Bruckners Symphonie Nr. 9 d-Moll, WAB 109 Label: LSO Live Veröffentlichung: Die Aufnahme wurde 2014 veröffentlicht ![]() Die Cd habe ich bei meinem letzen Aufenthalt in Londen erworben. Zuhause war ich über die Aufnahmequalität angenehm überrascht. [Beitrag von *Elfriede* am 05. Feb 2026, 22:45 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32974
erstellt: 05. Feb 2026, 14:11
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zu: Mendelssohn* – Ilse von Alpenheim
Hallo zusammen, vielleicht noch erwähnenswert: Die Aufnahme (Philips) ist im November 1975 im Concertgebouw entstanden. Die originale LP-Zusammenstellung (46 min) wurde nicht durch weitere Tracks ergänzt. Trivia: Die Pianistin (*1927) soll wohl mit Antal Dorati verheiratet gewesen sein. Franz [Beitrag von op111 am 05. Feb 2026, 14:13 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32975
erstellt: 05. Feb 2026, 17:54
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@Elfriede: Bitte wenigstens Komponist, Titel und Ausführende auch im Klartext erwähnen. Wenn das Bild nicht mehr gehostet wird, steht da nur noch unnachvollziehbarer Datenmüll ! Danke. Hier Brahms - Klavierstücke - Jimin Oh-Havenith - audite 3CD 2025. Jimin ist eine koreanische Pianistin, die mit dem deutschen Pianisten Raymund Havenith verheiratet war und im Duo spielte, dieser verstarb aber offensichtlich schon früh. Ich verfolge ihre immer interessant gespielten Aufnahmen schon eine ganze Weile, auch weil die Aufnahmequalität ihrer Alben bei audite beispielhaft gut ist. Jetzt hat sie sich mal den ollen Johannes vorgenommen. Details zum Inhalt klick the pic. Nun, das ist für mich eher weisses Gebiet auf der Landkarte. Überrascht war ich, die Chaconne von Bach für die linke Hand allein bearbeitet zu hören, ich dachte immer, diese Bearbeitung sei von Busoni ? Die Rhapsodien op. 79 waren mir unbekannt, das ist ja für Brahms schon aufwühlend emotional. Was muss man von Brahms' Soloklavierwerk der Box unbedingt mal gehört haben ? Falls die Box jemand will, gerne Bescheid. Muss ich wohl nicht behalten. Die Box ist leider angebrochen, gebe sie gegen kleine Kostenpauschale ab. Cds sind nagelneu. [Beitrag von arnaoutchot am 05. Feb 2026, 18:12 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32976
erstellt: 05. Feb 2026, 18:28
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Op. 117 und 119 finde ich ausnehmend schön, allerdings ist nur #1 von 119 enthalten. Aber auch Op. 118 und Op. 76 sind toll - kurz, ich war überrascht, was für ein Schatz diese Stücke sind, als ich sie in der Arrau-Box entdeckte. Seither haben sich aber auch noch Aufnahmen von Pogorelich, Lupu, Volodos, Pires und Weiteren angesammelt. Mein Bedarf ist also gedeckt, ich komme aber immer wieder darauf zurück, man sollte sie unbedingt in seiner Sammlung haben! Edit: Unter den Weiteren möchte ich Florian Noack, einen jungen belgischen Pianisten, der m.E.n zu unrecht unbekannt ist. Er spielt den Brahms zusammen mit Medtner, und braucht sich hinter den Großen nicht zu verstecken - höchstens wegen dem Cover, mit dem das Label ihm keinen Gefallen getan hat. Er hat ansonsten bei La Dolce Volta veröffentlicht. [Beitrag von Mars_22 am 05. Feb 2026, 18:54 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32977
erstellt: 05. Feb 2026, 19:09
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@Brahms: Ja, die späten Stücke op. 116ff gefallen mir auch gut, kannte ich zum Teil. Die Variationen auf der ersten CD fand ich ehrlich gesagt etwas ermüdend. Spieltechnisch macht Jimin das auf jeden Fall gut. @Noack: Daumen hoch von mir 👍.... hatte ich hier schon mal gehört. War ein witziges Programm. |
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). In Discogs ist die Box nicht erfasst. Den Mravinsky mit den Leningradern (Symphonien #5, 6, 7, 8, 10, 11, 12 & 15) gab es damals auch dort. Ebenfalls Fehlanzeige in Discogs. Unbedingt empfehlenswert ist auf jeden Fall die von Franz gezeigte 8. von Mravinsky aus 1982. Ich hab die als Philips-Ausgabe.





) dann mal die Vierte, Achte oder Fünfzehnte gibt...hoffen kann man ja...auch wenn es im Osten iwie immer "nur" 5, 7 oder 12 live zu hören gibt.


















Die Rhapsodien op. 79 waren mir unbekannt, das ist ja für Brahms schon aufwühlend emotional. Was muss man von Brahms' Soloklavierwerk der Box unbedingt mal gehört haben ? 









