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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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| Autor |
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Hüb'
Moderator |
#32726
erstellt: 03. Dez 2025, 11:48
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Führt kein Weg dran vorbei. ![]()
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Hüb'
Moderator |
#32727
erstellt: 03. Dez 2025, 12:42
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![]() Reinhold Gliere (1875-1956) Symphonie Nr. 1 op. 8 (1900) + The Red Poppy-Suite op. 70 BBC Philharmonic Orchestra, Edward Downes Chandos, Aufnahmejahr ca.: 92, Erscheinungstermin: 1.3.1993 Glières Erste ist ein Werk aus dem Übergang vom russischen Nationalstil zum spätromantischen Pomp, noch ohne die orchestrale Opulenz der Dritten, aber bereits mit einem sicheren Gespür für Melodie und Farbe. Musik eines gerade einmal Fünfundzwanzigjährigen. Downes nimmt das Stück ernst, ohne es künstlich aufzublasen. Die Tempi wirken natürlich, das Orchester bleibt transparent, und besonders die Streicher haben in den weit ausholenden lyrischen Passagen eine warme Tongebung. Gerade das Finale, das schnell in Lärm abgleiten kann, bleibt strukturiert und rhythmisch klar. Die Red-Poppy-Suite profitiert enorm vom typisch britischen Understatement: keine unnötige Schärfe, aber viel Drive. Die Blechbläser setzen ihre Effekte mit Wucht; die vielleicht bekannteren Stellen wie der „Russian Sailor’s Dance“ bleiben tänzerisch und verkommen nicht zum reinen Showstück. Klanglich ist die frühe-90er Chandos-Ästhetik sehr präsent: breit, sauber, ein wenig kühl, aber mit viel Raum. Für Musik dieser Art passt das überraschend gut, weil es die orchestralen Schichten klar voneinander trennt und etwas Schwulst rausnimmt. Insgesamt eine runde, ehrliche Aufnahme: kein Spektakel, keine Übertreibungen, sondern solide, gut durchdachte Interpretationen zweier Werke, die im Repertoire selten auftauchen. Wer Glière jenseits der monumentalen Dritten erleben will, bekommt hier ein überzeugendes Bild des jungen, handwerklich brillanten Komponisten. Dennoch darf man Ende die Frage stellen: muss man diese Musik gehört haben? Viele Grüße Frank |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32728
erstellt: 03. Dez 2025, 15:19
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Thielemanns Heldenleben kenne ich nicht, wohl aber dessen Alpenüberquerung und den Rosenkavalier mit den Wienern sowie ein Orchesterlied-Recital mit Diana Damrau und den Münchnern. Ersterer kann man eine gewisse Hochglanzpolitur sicher nicht absprechen, dagegen habe ich aber auch keine Einwände. Von Roth hörte ich, wie gesagt, bisher erst die eine CD. Er wäre nicht meine erste Wahl, schon gar nicht, wenn ich zuvor an Thielemann gescheitert wäre. Im Zusammenhang mit Strauss werden hier immer wieder die Dresdner unter Kempe empfohlen. Danach solltest du mal stöbern, es gibt da diverse Wiederveröffentlichungen in unterschiedlichen Paketen und Preisklassen. Ich habe da gerade keinen Gesamtüberblick. Torrente |
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Pilotcutter
Administrator |
#32729
erstellt: 03. Dez 2025, 22:13
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Meine Frau und ich hatten dieser Tage 25. Kennenlern-Anniversary - und wir haben uns in einem Chor kennengelernt… Da soll einer sagen… alles nur Papier und Noten und Tempi… Hier dreht aus der DHM Chor-Box ![]() ![]() Händel's Messias Nicolaus Harnoncourt Arnold Schönberg Chor Concentus Musicus Wien 2005 Sony BMG Klang & Stil Harnoncourt macht aus dem Messias kein gemütliches Weihnachtsstück, sondern ein ernstes, spannendes Bibel-Drama. Ich mag u.a. dieses schlanke Orchester unter Harnoncourt, direkt, sehr lebendig und klar und hifi-mäßig sehr gut durchhörbar und ortbar. Chor Der Arnold Schönberg Chor singt sehr präzise mit sauberer Chorartikulation und guter Textverständlichkeit. Nicht so eine bombastische Aufführung wie ansonsten vielfach unter den bekannten Major-Labels. Freundlichst. Olaf [Beitrag von Pilotcutter am 03. Dez 2025, 22:20 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32730
erstellt: 04. Dez 2025, 09:41
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Was ist von Barenboims Wagner zu halten? |
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Mars_22
Inventar |
#32731
erstellt: 04. Dez 2025, 16:06
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Wer kennt schon Conrado del Campo (1878-1953)? Er muss wohl als einer der unbekanntesten spanischen Komponisten gelten. Seine Bekanntheit hat wohl unter der internationalen Isolation Spaniens während der Franco-Jahre gelitten. Seine Streichquartette sind jedoch hörenswert: opulent, entspannt und interessant, ohne Anklang an typisch spanische Musik. Wobei das Diotima-Quartett sicherlich seinen Teil zur Faszination beiträgt. Mit einer günstigen Quelle kann ich nicht dienen -edit: doch, am günstigsten ist es direkt bei der Stiftung March, die die CDs herausgebracht hat Link -, jedenfalls Streamen würde sich lohnen, falls sich hier jemand außer mir und Franz fände, der kein Verächter des Genres wäre ![]() [Beitrag von Mars_22 am 04. Dez 2025, 16:17 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32732
erstellt: 05. Dez 2025, 09:29
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Hallo zusammen, ich muß dabei immer an dieses Zitat zum "Universalgenie" denken:
- Barenboim ist nun meines Wissens nicht als Komponist hervorgetreten. Seine Laufbahn als Pianist war sehr vielversprechend. Die ersten Versuche als Dirigent mit Bruckners Sinfonien mit dem Chicago Symphony Orchestra erschienen vielen Kritikern als undifferenzierter Klangbrei - der Hall verdeckte die Mängel. Das hat sich mit steigender Routine gebessert. Die Wagneraufnahmen sind aus meiner Sicht seitens des Orchesters gehobene Mittelklasse. Es zieht sich die Tendenz durch, die man auch noch bei den kürzlich erschienenen Brahms-Sinfonien beobachten konnte, die Oberfläche klingt gut, die Details darunter sind nicht ausreichend klar durchgearbeitet. Ich kenne keine einzige Barenboim-Orchesteraufnahme zu der es nicht eine bessere Alternative gäbe. Einzig das Faure Requiem (EMI) besitze ich noch als Tonträger, weil es ein extremes Beispiel weicher Romantisierung ist. Um bei Wagner zu bleiben: Holländer: Klemperer, Böhm (live Bayreuth) Tannhäuser: Solti, Sawallisch Lohengrin: Kempe Meistersinger: Karajan (EMI) Tristan: Böhm (live Bayreuth) , Kleiber Ring: Solti, Karajan Parsifal: Boulez (live Bayreuth), Solti, Karajan, Heras-Casado (live Bayreuth) Franz [Beitrag von op111 am 05. Dez 2025, 09:30 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32733
erstellt: 05. Dez 2025, 10:10
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zum 500sten Geburtstag von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) Hans Pfitzner (1869-1949) Palestrina (1917) (Opern-Gesamtaufnahme) Giovanni Pierluigi da Palestrina ... Nicolai Gedda Carlo Borromeo ... Dietrich Fischer-Dieskau Ighino ... Helen Donath Silla ... Brigitte Fassbaender Pope Pius IV ... Karl Ridderbusch Giovanni Morone ... Bernd Weikl Cardinal Christoph Madruscht ... Karl Ridderbusch Count Luna ... Hermann Prey The Bishop of Budoja ... Friedrich Lenz Chor und Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks Rafael Kubelik Deutsche Grammophon 1972 ![]() Meines Wissens die erste Stereo-Studioproduktion. Ermöglicht wurde sie seinerzeit durch die finanzielle Unterstützung der Beteiligten (Bayerischer Rundfunk, Kubelik, Fischer-Dieskau u.a.) Da diese Aufnahme nur noch gebraucht zu bekommen ist, bietet sich als hochrangige Alternative an: Christopher Ventris, Peter Rose, Michael Volle, John Daszak, Bayerisches Staatsorchester, Simone Young DVD /BR ![]() Franz [Beitrag von op111 am 05. Dez 2025, 10:13 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32734
erstellt: 05. Dez 2025, 10:24
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Während die meisten Aufnahmen alter Musik dieser Epoche eher wie Ladenhüter herumlagen, landete Naxos mit dieser CD (damals zum Ramschpreis um 5-10 DM) einen Verkaufshit mit anfangs über 100.000 verkauften Exemplaren: Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) Missa Papae Marcelli Missa Aeterna Christi Munera Oxford Camerata, Jeremy Summerly Naxos A.: 1991 ![]() Franz |
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boltwoodit
Stammgast |
#32735
erstellt: 05. Dez 2025, 12:12
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Und das sagst du erst, nachdem ich sie schon bestellt habe? Nein, alles gut, ich komme mit vielen der zweiten (und dritten) Garde russischer Komponisten sehr gut zurecht; bis jetzt war nur Borodin ein Erfahrung, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte.@G.S.Torrente Vielen Dank, na dann ist es ja nicht schlimm, dass ich Strauss/Roth zugunsten der Chandos -Gliere-Box erstmal "abgewählt" hatte; Straus/Kempe/Dresdner steht eh noch auf meiner (Zweit-)Wunschliste. Um mal kurz von den Russen wegzukommen , lief hier ein Brite:![]() William Walton, Symphonie Nr.2/Viola Concerto, English Northern Philharmonia, P.Daniel, Viola Lars Tomter. Naxos 1995 Vorrangig wegen des Bratschen-Konzerts angeschafft; schon recht modern, aber ohne Atonalität/Dissonanz, witziger side fact: hat mich schnell an Hindemiths "Kammermusik Nr.5" (auch ein Bratschen-Konzert) erinnert...wer hat bei der Uraufführung von Waltons Viola Concert Bratsche gespielt- Paul Hindemith . Hier dürfte aber die überarbeitete Version von 1961 zu hören sein - ein etwas zurückgenommenes Orchester, wodurch man der Bratsche besser "folgen" kann.Die ebenfalls enthaltene zweite Sinfonie - bei weitem nicht so modern wie das Bratschenkonzert - gefällt mir ebenfalls gut; der 1. Satz hat schöne Klangfarben. der zweite ist (klassisch) ruhig und recht lyrisch gehalten und der dritte überzeugt mich mit seiner Mischung aus Moderne und "Klassik". Ist `ne typische 90-er Naxos vom Klang her, aber nicht eine richtig schlechte; zum Kennenlernen für mich mehr als ausreichend. Viele Grüße bolt |
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Mars_22
Inventar |
#32736
erstellt: 05. Dez 2025, 16:17
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Danke für die differenzierte Bezrachtung und die vielfältigen Alternativen! |
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op111
Moderator |
#32737
erstellt: 05. Dez 2025, 19:23
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Hallo zusammen, zu den (Wagner-) Opern gab es hier im Forum schon einige ausführlichere Beiträge. Zu den Alternativufnahmen: ich habe nur die aus meiner Sammlung empfohlen, die mir nach wiederholtem Hören gefallen. Franz |
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op111
Moderator |
#32738
erstellt: 05. Dez 2025, 20:23
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Gerade im Stream: Georg Friedrich Händel: Konzert F-Dur für Orgel und Orchester op. 4,4 HWV 29JJ2 Jehan Alain: Litanies Thomas Ospital: Improvisation Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur Thomas Ospital, Orgel WDR Sinfonieorchester Marie Jacquot, Leitung Marie Jacquot ist die designierte Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters ab der Saison 2026/27. Unbearbeiteter Live-Mitschnitt vom 15. November 2025 aus der Kölner Philharmonie. 00:00:00 Livestream Start Georg Friedrich Händel: Konzert F-Dur für Orgel und Orchester op. 4,4 HWV 292 00:09:14 Händel: Orgelkonzert F-Dur, I. Allegro 00:13:44 Händel: Orgelkonzert F-Dur, II. Andante 00:19:35 Händel: Orgelkonzert F-Dur, III. Adagio 00:20:54 Händel: Orgelkonzert F-Dur, IV. Allegro 00:26:07 Jehan Alain: Litanies 00:31:47 Thomas Ospital: Improvisation Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur 01:04:01 Bruckner: 7. Sinfonie, I. Allegro moderato 01:25:19 Bruckner: 7. Sinfonie, II. Adagio 01:47:16 Bruckner: 7. Sinfonie, III. Scherzo 01:57:19 Bruckner: 7. Sinfonie, IV. Finale. Thomas Ospital, Orgel WDR Sinfonieorchester Marie Jacquot, Leitung Nach dem Anhören des 1. Satzes der 7. muß ich feststellen, daß es sich um eine klar strukturierte Aufführung handelt, die eine Veröffentlichung auf Tonträgern verdient hätte. Wenn das so weitergeht, muß man dem WDR gratulieren. Das scheint (nach Saraste) wiedereinmal eine erstklassige Besetzung zu sein. Franz [Beitrag von op111 am 05. Dez 2025, 20:28 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32739
erstellt: 06. Dez 2025, 19:40
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Gerade im Player: Mozart am Klavier von Lotte Jekéli. Sehr fein, sehr schön, eine der wohl besten Ablenkungen, die zwischendurch einmal möglich sind. Die Dame hatte es drauf: unaufgeregt, sensibel, virtuos. Der ganze Mozart, mit einem Klavier. Von mir gibt's dafür eine Empfehlung. Eine Einspielung aus 2004. ![]() |
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Hörstoff
Inventar |
#32740
erstellt: 06. Dez 2025, 19:56
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Die Beethovensinfonien mit der Berliner Staatskapelle gefielen mir seinerzeit. Viel Druck, sehr gute und dynamische, vielleicht etwas resolute Einspielungen. Neben der Musik war für mich der hochaufgelöste Surroundsound auf DVD-Audios ein weiteres Kriterium. Die gab es nicht als Box, sodass ich eine nach der anderen erwarb, bis alle Neune da waren. Nun wird kaum jemand dahinkommen, die Berliner Staatskapelle mit Barenboim als Beethovenreferenz auszurufen. Aber ordentlich, sehr ordentlich ist dies schon. |
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Mars_22
Inventar |
#32741
erstellt: 07. Dez 2025, 11:20
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Ich höre sehr gerne -oft nebenbei, dann aber auch wieder aufmerksam - nebenbei Händel Orgelkonzerte und habe deswegen das vorhandene Op. 4 mit Matthew Halls ergänzt um die Gesamtausgabe mit Marie-Claire Alain. Diese alten Aufnahmen sind wunderbar ausgewogen. So kann die Korrektur von 50 Oberstufen-Ethikklausuren kommen. Ich bleibe ausgewogen und gut gelaunt ![]() Amazon B07BP5JK8V Freilich, wenns mal unübersichtlich wird, merkt man das Alter der Aufnahme. Das trübt meist aber den Genuss nicht. [Beitrag von Mars_22 am 07. Dez 2025, 16:24 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32742
erstellt: 07. Dez 2025, 11:33
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Neu bei mir ist Valentin Sylvestrovs 6. Sinfonie. Ich fand mich wieder im Amazon-Kommentar „The music is entrancing, beautifully sad in places and at times really calming. Beguiling modern but strangely hypnotic.“ Moderner Romantizismus, wäre die kritische Bezeichnung, aber ich mag das sehr. Das SWR Orchester mit Andrey Boreyko. |
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Mars_22
Inventar |
#32743
erstellt: 07. Dez 2025, 12:29
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Und nochmal Silvestrov, und nochmal was Besonderes: Die stillen Lieder in der Einspielung von Yakovenko / Sheps sind die ungewöhnlichste Aufnahme von Liedern, die ich kenne. Yakovenko singt mit schöner Stimme russisch, aber fast gehaucht. Der Kontrast zu einer konventionellen wie von Grimaud / Krimmel ist erstaunlich, Letztere scheinen mir den gemeinten Charakter garnicht zu treffen. Auch hier das für mich anschussfähige Zitat: „Für mich stellen die Stillen Lieder und die sich anschließenden vier Lieder nach Osip Mandelstam (die sich nahtlos anfügen) die schönsten Liederzyklen dar, die ich seit langem gehört habe. Diese völlige Zurücknahme von Klavier und Gesang, das nahezu brüchige in der Stimme, dieser tastende, fast erzählende Ton - all das macht einen ganz besonderen Zauber dieser Musik aus. Die Interpreten leisten Wunderbares.“ Man wird die Doppel-CD nicht am Stück hören. Aber muss man das? Das ist eine CD, die ich außer digital auch physisch haben will. |
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EKBT
Stammgast |
#32744
erstellt: 07. Dez 2025, 15:18
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Die Aufnahme der 2. Symphonie Wilhelm Furtwänglers mit dem Chicago SO ist wohl ziemlich konkurrenzlos, wenn man von dem Werk eine Aufnahme in moderner Tonqualität mit einem Spitzenorchester haben möchte.
Mir haben die Aufnahmen der Klavierkonzerte Beethovens, die Barenboim als dirigierender Solist mit der Staatskapelle Berlin gemacht hat, gut gefallen. Wohl nicht die "Referenzaufnahme" im Vergleich etwa mit Fleisher/Szell oder Brendel/Rattle, aber das kümmert mich nicht, solange ich beim Hören Freude habe. Und Hurwitz (dem muß man nun auch nicht immer zustimmen) hat mW zumindest früher Barenboims Schumann-Symphonien mit der Staatskapelle Berlin als neuere Referenz neben Zinman (und den älteren Szell, Sawallisch, Bernstein) tituliert. Diese Aufnahmen kenne ich aber nicht. Für heute auf dem Plan: ![]() Joseph Haydn: Streichquartette op.50 Nr.4-6 Amati Quartett [Beitrag von EKBT am 07. Dez 2025, 15:21 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32745
erstellt: 07. Dez 2025, 18:27
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Hallo zusammen,
im Vergleich zu Furtwänglers eigener Aufnahme von 1951 (DG mono) ist die etwas weichgespült aber natürlich vom Frequenzumfang und der Durchsichtigkeit überlegen. Die vom BBC Symphony Orchestra Ltg. Alfred Walter bei Marco Polo (1992) ist klanglich nicht auf der Höhe. Gibt's auch bei yt Den Livemitschnitt von Takashi Asahina aus den 1980ern kenne ich ebensowenig wie die originale 2003er CD Aufnahme der Staatskapelle Weimar Ltg. George Alexander Albrecht bei ArteNova. Davon gibt es aktuell wohl nur diesen RIP auf yt, dessen Klangqualität mir etwas reduziert erscheint Franz [Beitrag von op111 am 07. Dez 2025, 18:31 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32746
erstellt: 07. Dez 2025, 20:20
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Interessant. |
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EKBT
Stammgast |
#32747
erstellt: 07. Dez 2025, 21:38
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Betreffend Furtwänglers 2. Symphonie: Von Furtwängler selbst gibt es mW noch (mindestens) zwei Mitschnitte mit dem RSO Stuttgart (Hänssler/SWR) und den Wiener Philharmonikern (Orfeo). Beim Nachschauen habe ich auch noch einen Mitschnitt mit Eugen Jochum und dem BRSO auf dem BR Klassik Eigenlabel entdeckt, der aber auch schon von 1954 datiert. Mir war gar nicht mehr bewußt, daß die Arte Nova-Aufnahme mit der Staatskapelle Weimar war. Die habe ich ein paar Mal im Konzert als sehr gutes Orchester erlebt (nicht mit Furtwängler, sondern Mahler und Bruckner). Obwohl ich die Barenboim-Aufnahme in guter Erinnerung habe (aber lange nicht gehört), war meine Bemerkung auch etwas humorig gemeint, da es von dem Werk nunmal nicht viele Aufnahmen gibt, und (meines bisherigen Wissens) keine neuere mit einem Orchester vergleichbarer Prominenz wie dem Chicago SO. Es ist auch dieses Jahr eine neue Aufnahme mit dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester unter Leitung von Neeme Järvi erschienen, von der ich bis vorhin nichts wußte. - Heute Abend: ![]() Felix Mendelssohn - Streichquintett Nr.1 A-Dur op.18 - Streichquintett Nr.2 B-Dur op.87 The Raphael Ensemble [Beitrag von EKBT am 07. Dez 2025, 22:08 bearbeitet] |
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Hüb'
Moderator |
#32748
erstellt: 08. Dez 2025, 08:48
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Ich weiß, es war nach 2. gefragt, aber Willis Erste gibt's zurzeit günstig bei CPO/JPC: ![]() Mich würde nicht wundern, wenn die 2. irgendwann erscheinen würde. Ähnlich wie bei Bruno Walter oder Otto Klemperer, so habe ich auch bei Wilhelm Furtwängler den Eindruck, dass ihr kompositorisches Schaffen zwar sicher "ok" ist, man andererseits aber nichts Zentrales verpasst, wenn man sich eher anderen Tonschöpfern widmet. Fangfrisch ist übrigens diese 2. unter Järvi senior: ![]()
Unbedingt. Eines der vielen, sehr guten deutschen Orchester aus der "2. Reihe", das sich hinter bekannteren Namen nicht verstecken muss. [Beitrag von Hüb' am 08. Dez 2025, 10:37 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32749
erstellt: 08. Dez 2025, 09:33
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Ja, das sehe ich auch so. Ich hatte mal Willis Klavierquintett in einer MCh-Aufnahme von TACET, das war sehr ermüdend. Inzwischen neige ich ohnehin dazu, lieber vorhandene Aufnahmen aus meiner kleinen Kollektion oder bekannte Stücke in neuen/anderen Interpretationen zu hören als ständig Neues auszuschaufeln. Die Svendsen-Symphonien etwas weiter oben waren die Ausnahme zu dieser Regel. Nochmals kurz zu Barenboim: Ich habe schon immer seine enorme Präsenz und "Vielspielerei" in allen Bereichen von Solo-Klavier und Konzerten bis zum Dirigat von Symphonien und Opern leicht kritisch gesehen. Wann hat der Mann denn zeitweise noch geschlafen, so hoch wie der Output war ? Aber die schon genannten Beethoven Symphonien und Klavierkonzerte, die Mozart-Klavierkonzerte aus den späten 1960ern oder sogar so etwas wie seine Chopin Nocturnes für DGG möchte ich eigentlich nicht wirklich in der Sammlung missen. Natürlich gibt es bei allen starke Mitbewerber, aber das sind schon bedeutende Aufnahmen. Seinen Wagner kenne ich allerdings nicht. |
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Mars_22
Inventar |
#32750
erstellt: 08. Dez 2025, 17:00
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Angela Hewitt hat Bachs Wohltemperiertes Klavier zwei mal aufgenommen. Sie spricht im Booklet der zweiten Aufnahme von 2008 von der „neu gewonnenen Freiheit“, die sie in ihren späteren Auftritten (eine Welttournee mit diesem Programm) entdeckt hat, insbesondere durch die Verwendung von Fazioli-Klavieren, „deren leuchtende, kraftvolle und zugleich so zarte Klänge mir neue Welten eröffneten und meiner Fantasie Flügel verliehen“. Nun, die Flügel ihrer Fantasie kann ich noch nicht so recht nachempfinden, auch weil ich weder sie noch das Werk ohne Flügel kenne - aber ich freue mich dass ich endlich einen Zugang zum wohltemperierten Klavier habe und genieße es, ihr zu lauschen, sowohl in klanglicher als auch spielerischer Hinsicht. Ich habe bisher einen weiten Bogen um dieses 4-CD Mammutwerk gemacht, und verstehe gerade nicht so recht, warum. In Deutschland werde ich nochmal schauen, wer denn das Stück in der Bach 333 zusteuert. Wilhelm Kempff steuert ein Exzerpt bei, das erinnere ich, aber es muss auch eine Gesamteinspielung geben. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32751
erstellt: 08. Dez 2025, 17:14
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Das WTK ist 1x komplett von Kenneth Gilbert auf dem Cembalo und dann nochmals aufgeteilt in Buch 1 Maurizio Pollini und Buch 2 Andras Schiff auf dem Klavier enthalten. Hinzu kommen die Piano Traditions mit älteren Aufnahmen, darunter Kempff. Wenn Du noch mehr Infos suchst, hilft in Teilen der Discogs-Eintrag zu Bach 333, der knapp einige der Ausführenden zuordnet. Aber Hewitt macht das bestimmt auch gut, kenne ich aber nicht. |
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Mars_22
Inventar |
#32752
erstellt: 08. Dez 2025, 17:24
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Danke dir, Michael! Pollini und Schiff sind da ja interessante Alternativen zu Hewitt, Cembalo dagegen finde ich auf Dauer recht anstrengend. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32753
erstellt: 08. Dez 2025, 17:33
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Nun, die meisten werden das ähnlich sehen mit dem Cembalo, aber Bach hatte eben nichts anderes. Die grosse Bach-Box wäre ohne eine Cembalo-Version unvollständig. Zu erwähnen wäre noch, dass die Schiff-Aufnahmen nicht die kürzlich von mir gezeigten für ECM sind, sondern die Decca-Aufnahmen aus 1984/85. Aber die waren gut. |
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Mars_22
Inventar |
#32754
erstellt: 08. Dez 2025, 17:59
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Bei jpc sind gerade 3 CDs der Serie Bastille Musique im Angebot, die ich mir mal geordert habe. Man kann sie nicht auf Spotify hören, aber vom Komponisten Luke Bedford (*1978) weiß ich, dass er sehr zugängliche, interessante, moderne Musik schreibt. Ich mag diese spartanischen Pappschuber, in denen die CDs aber wohl mit sorgfältig gemachten Booklets sind. Hat eigentlich mal jemand in Halberstedt John Cages Orgelinstallation besucht? Ich will da so gerne hin... |
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arnaoutchot
Moderator |
#32755
erstellt: 08. Dez 2025, 18:44
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Halberstadt, nur dass Du nicht im falschen Ort aufschlägst. Ich war noch nicht dort, sind aber ja noch rd. 600 Jahre Zeit ... Wir können ja mal einen Ausflug des Klassik-Threads dorthin planen ... Du bist auch für meine abendliche Musikgestaltung verantwortlich: Andras Schiff - J.S. Bach - WTK I - Decca 1984. Sehr fein, ich hab das auch noch komplett ausserhalb der Bach 333 in dieser Schachtel hier. Ein direkter Vergleich mit der neueren ECM-Aufnahme steht immer noch aus, aber Schiffs Decca-Aufnahmen sind grandios ! |
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Mars_22
Inventar |
#32756
erstellt: 08. Dez 2025, 20:03
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Wenn dich harter Klavierklang nervt, halt mal im Laden nach Radu Lupu Ausschau. Die Complete Decca ist eine wundervolle Box, und sein Schubert auch. Den Amazon-Preis will man allerdings nicht zahlen. ![]() Und Halberstadt - danke für die Korrektur, ich hatte ganz sicher Halberstadt gelesen und mich noch darüber gewundert: Ich bin sehr gerne dabei - ab Herbst '27 [Beitrag von Mars_22 am 08. Dez 2025, 20:06 bearbeitet] |
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Hüb'
Moderator |
#32757
erstellt: 09. Dez 2025, 11:02
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![]() Wilhelm Furtwängler (1886-1954) Symphonie Nr.1 h-moll Württembergische Philharmonie Reutlingen, Fawzi Haimor CPO, Aufnahmejahr ca.: 2019, Erscheinungstermin: 28.5.2021 Die Symphonie trägt viel spätromantischen Überschwang in sich – dicke Streicherteppiche, ernstes Pathos, Anklänge an Bruckner und Brahms (auch Beethoven, wen wundert's?). Man spürt in jedem Takt, dass der Dirigent Furtwängler hier versucht hat, die großen symphonischen Traditionen weiterzudenken: die weiten, langsam sich öffnenden Steigerungen, die dunkle harmonische Grundfarbe, das fast metaphysische Ansetzen an Themen, die plötzlich zu glühen beginnen. Die Aufnahme aus Reutlingen unter Fawzi Haimor bringt das klar zum Vorschein. Die Württembergische Philharmonie spielt das Werk mit einer Mischung aus Transparenz und Schwere. Haimor lässt den langen Linien viel Platz, ohne dass die Spannung abfällt, und die große Architektur des Stücks kommt in dieser modernen, sauber ausgehörten CPO-Produktion sehr gut zur Geltung. Furtwängler selbst hat keine Aufnahme hinterlassen und das Werk mehrfach überarbeitet, so dass man natürlich fragen kann, ob er selbst der Symphonie finale Gültigkeit beigemessen hat. Es gibt noch zwei Alternativaufnahmen. Eine alte Marco Polo-Scheibe, die man vermutlich als "least preferred" ansehen kann, sowie eine ebenfalls schon ältere Arte Nova-Produktion mit der Staatskapelle aus Weimar. Bei aller vorurteilsbehafteten Vorsicht hat mir das Werk doch gut gefallen. Der Beginn mag zwar an Bruckner erinnern, dann biegt Willi aber (zum Glück) ab und gewinnt an Eigenständigkeit. Es fehlt allerdings an mahler'scher Kühnheit und jeder Bereitschaft, Einflüsse der Moderne zuzulassen. Das in Kombination mit der schieren Länge der Symphonie mag vielen Hörern das Werk unattraktiv erscheinen lassen. Wer hingegen "gekonnt und ausführlich im Gestern schwelgen" möchte, der wird hier auf hohem Niveau bedient. Da scheiden sich vermutlich die Geister. Meinen Geschmack trifft es jedenfalls. Hier noch eine sehr positive Besprechung.Viele Grüße Frank |
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Mars_22
Inventar |
#32758
erstellt: 11. Dez 2025, 13:04
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Die Brilliant-Box mit sämtlichen Werken von Corelli gibts gerade günstig, Click the pic. Scheinen ältere Aufnahmen sehr guter Interpreten zu sein. Das was ich von Corelli habe, höre ich nicht oft, aber gerne. Einzelne Sätze der Concerti Grossi, die ich habe, sind zum Niederknien schön. [Beitrag von Mars_22 am 11. Dez 2025, 13:15 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#32759
erstellt: 11. Dez 2025, 14:02
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Ja, die Box ist sehr gut! Ich besitze sie schon lange. Man hat alle Werke auf einmal im Gehörblick - wobei natürlich Varianten zwischen Kleinst- und Großbesetzung und vermutlich auch Alternativinstrumentierungen in größerer Zahl existieren dürften und von der Konkurrenz unterschiedlich ergänzt werden. Aber dafür ist es nun mal Barockmusik. Kein modernes Werkverständnis. Wolfgang |
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frankbln
Stammgast |
#32760
erstellt: 11. Dez 2025, 17:30
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Klick. Geordert. Ich bin schon in der Black Week um diese Box "herumgeschlichen" Grüße Franco |
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arnaoutchot
Moderator |
#32761
erstellt: 11. Dez 2025, 17:48
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Ich habe die auch, allerdings in einer früheren Ausgabe (Erstausgabe ?) aus 2005. Inhaltlich la même chose. Das waren eigene Produktionen von Brilliant Classics aus dem Jahr 2004, keine Übernahmen von ollen Kamellen. IIRC gibt es die Concerto Grossi (CDs 9 & 10) sogar in Mehrkanal auf SACD. Und ja, hörenswert, ich habe sie gerade angeregt von der Diskussion mal eingelegt ! Die Begründung des Concerto Grosso. Der Rest ist Geschichte ... Edit: Und hätte mich gewundert, wenn das die einzige Aufnahme der Concerti gewesen wäre ... hier hatte ich mal einen kleinen Vergleich gemacht. [Beitrag von arnaoutchot am 11. Dez 2025, 17:58 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32762
erstellt: 11. Dez 2025, 19:37
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Ich bleibe noch etwas im Barock - Johannes Pramsohler und Philippe Grisvard mit Werken für Violine und Cembalo. Die beiden musizieren angenehm „greifbar“, als ob im Hauskonzert, miteinander. Das Highlight für mich sind aber nicht Corelli oder Telemann, sondern Jean-Marie Leclair und Henrico Albicastro. Von beiden noch nie gehört, und das ist ein Fehler. Naja, Händel ist auch hier eine Bank. [Beitrag von Mars_22 am 11. Dez 2025, 19:40 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32763
erstellt: 11. Dez 2025, 19:52
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Leclair kenne ich, und das passt auch recht gut zu Corelli oben, denn Leclair wurde oft als französischer Corelli oder Vivaldi bezeichnet. Er gehörte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Violinisten Frankreichs. Er starb 1764 keines natürlichen Todes, sondern wurde wohl aus Missgunst von seinem Neffen erstochen Albicastro kenne ich auch nicht. Hier (teilweise) noch deutlich frühere Musik als die von Corelli: Bl!ndman Saxophone Quartet - Multiple Voices - Early Music Revisited - 2002. Das belgische Saxophonquartett geht bis zu Komponisten wie Leonin, Perotin, Ockeghem oder Desprez zurück und stellt sie modernen Komponisten wie Cage gegenüber. Ich bin schon immer ein Fan von Saxophonquartetten, die sich an vokaler oder Orgeltradition orientieren. Sehr fein ! ![]() |
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Mars_22
Inventar |
#32764
erstellt: 11. Dez 2025, 20:15
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Wie interessant! Gleich mal auf Spotify spotten. |
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Mars_22
Inventar |
#32765
erstellt: 11. Dez 2025, 21:58
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Nun bin ich drauf gekommen, die Madrigale am Kopfhörer zu hören, und so könnte es doch noch was werden mit dem durchhören. Denn das ist als säße ich mittendrin, die Damen und Herren in unterschiedlichem Abstand rings um mich - der Bass am nächsten, unter lauter schönen Stimmen am schönsten die Dame schräg links hinter mir. Faszinierend. Es zieht mich richtig rein und die Musik verliert diesen „Museumscharakter“, ihre Schönheit lebt in jedem Moment. [Beitrag von Mars_22 am 12. Dez 2025, 08:50 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32766
erstellt: 12. Dez 2025, 21:01
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Begeisterter Kophörerhörer werde ich wohl nie. Die Interaktion mit Röhren und Hörnern - wie jetzt gerade in Stereo - sowie mit einem Surroundsystem sagen mir - inklusive Raumreflexionen - einfach viel mehr zu. Edward Elgar: The Dream of Gerontius Allan Clayton, tenor (Gerontius) James Platt, bass (Priest / Angel of the Agony) Jamie Barton, mezzo-soprano (Angel) Hallé & London Philharmonic Choir London Philharmonic Orchestra Edward Gardner, conductor highresaudio.com ![]() Eine feine Einspielung in gutem High-Resolution-Sound. |
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Mars_22
Inventar |
#32767
erstellt: 13. Dez 2025, 19:12
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Bei Matthias Goerne scheint es keinen Ausfall zu geben… auch diese Aufnahme ist vorzüglich, die Textverständlichkeit perfekt, ohne dass der Text im Mittelpunkt stünde. Hans Pfitzner ein interessanter, selten gesungener Komponist. Auch den Pianisten Seong-Jin Cho finde ich vorzüglich, da er extrem sensibel spielt. Umh, ja sorry. Meine Liedphase hält an |
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Hörstoff
Inventar |
#32768
erstellt: 14. Dez 2025, 10:18
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Brahms, Schubert und (Richard) Strauss in einer neuen Cello-Box - aber was für einen! Äußerst griffig, kernig, direkt und in jeder Hinsicht aussagekräftig zelebriert Matthias Bartolomey einen tiefgründigen Ausflug in die zunächst brahmsschen Gefilde von dessen 1. Sonate. Dabei wird er kongenial, aber auch im Wortsinne von Ariane Haering am Klavier begleitet. Das Cello steht im Vordergrund, es dominiert, und das ist richtig so. Falls ich mich irre, mögen mich unsere Brahmsexperten gern korrigieren. Eine Geländefahrt, ein Durchflug durch ein imaginäres Hochgebirge. Es werden alle Register des Instruments, soweit der Komponist diese offenbart gezogen. Weiter geht's mit einem beschwingten Schubert und Strauss. Gehört in referentiellem Stereo-Highres (Veröffentlichung vom 05.12.2025). ![]() Link [Beitrag von Hörstoff am 14. Dez 2025, 10:28 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32769
erstellt: 14. Dez 2025, 12:35
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Und jetzt: schöne, virtuose Streichertrios des englischen Komponisten William Shield. Die Damen des australischen Dorrit Ensembles musizieren in bester Kammermusiktradition: auf Augenhöhe und den Werken, soweit ich das wahrnehme vollauf gerecht werdend (wesentlich schneller lassen sich manche Läufe wohl nicht absolvieren). Alles sehr korrekt, dennoch intuitiv und kreativ ausgeformt. ![]()
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Mars_22
Inventar |
#32770
erstellt: 14. Dez 2025, 15:27
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Sony verkauft nach meinem Eindruck überwiegend alten Wein in neuen Schläuchen, weiß nicht welches Label sie aufgekauft haben. Eine Neuerscheinung bei Sony gefällt mir sehr: Lucas Debargue spielt auf 4 CDs Scarlatti ein. Wie er das tut - die dynamischen Möglichkeiten eines modernen Flügels ausnutzend und auch rhythmisch variabel, aber ohne Pedal, macht die Aufnahme zu etwas Besonderem. [Beitrag von Mars_22 am 14. Dez 2025, 15:27 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32771
erstellt: 14. Dez 2025, 23:10
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"Das kann ja was werden", war so mein Gedanke, als ich einen von 10 Teilen der Brilliant-Bach-Gesamtausgabe als Download kaufte. 18 Stunden, mit Sonaten für Violine und Cembalo, sowie Musik für Cembalo Solo, darunter das Notenbüchlein und die Goldbergvariationen. Dann kommen noch 18 Stunden Konzerte. Aber hey, die Sachen sind erstaunlich gut gespielt, und ich war überrascht, dass ich die Sonaten für Cembalo und Violine überhaupt nicht kannte. Ich hatte viel Freude damit! Nun bin ich am hadern, ob ich mir die CD-Ausgabe doch noch kaufen soll. Allerdings kenne ich meine Abneigung gegen das CD-Schieben und mag bei den Downloads die Möglichkeit, die Werke zu werten und einzelne Stücke in Playlists zu organisieren. Und dann, irgendwann, habe ich ja auch meine Bach 333 wieder... |
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arnaoutchot
Moderator |
#32772
erstellt: 15. Dez 2025, 08:47
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Noch eine Bach-Box physisch ? Nun, ich bin ja nicht gerade für Zurückhaltung bei Boxen bekannt, aber die Bach 333 ist die "Box to end all boxes" bei Bach. Noch eine brauche ich persönlich da wirklich nicht. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32773
erstellt: 15. Dez 2025, 10:49
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Ich komme so langsam auf den Geschmack hinsichtlich Bela Bartoks "Der wunderbare Mandarin"; also die komplette Ballettmusik, nicht nur die Suite. Die von mir gehörte Naxos verlinke ich extra nicht - war zum Kennenlernen (erfolgreich :)), aber der Klang ist eher so meh ![]() Könnt ihr mir bitte "Referenzeinspielungen" empfehlen? Am besten für beide Extreme "wütend-brutal" (der Handlung entsprechend) und "analytisch-sezierend" (also weniger tänzerisch als musikalisch)? Ich habe mir jetzt erstmal die Decca mit dem Detroit Symphony Orchestra unter Antal Dorati (gebraucht :)) bestellt... Viele Grüße bolt |
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Hüb'
Moderator |
#32774
erstellt: 15. Dez 2025, 13:25
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Ich würde für Letzteres mal bei Boulez/CSO vorbeischauen, wobei vielleicht auch "beide Pole" hier sehr gut abgedeckt sein könnten: ![]() Gebraucht nicht teuer. [Beitrag von Hüb' am 15. Dez 2025, 13:27 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32775
erstellt: 15. Dez 2025, 14:29
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Ich bin auch wieder davon abgekommen, obwohl ich es genieße, mehrere alternative Einspielungen von Werken zu haben. Aber von den besonders Schönen habe ich sie eh - so gerade Karl Richter, den ich nur noch selten höre, mit einer wunderbaren Arie aus dem Osteroratorium. Karl Richter alleine wäre nicht gut, aber gelegentlich ist er einfach Leinwand. Die 70 CDs mit Kantaten (oder so) brauche ich nicht auch noch in der holländischen Einspielung, insbesondere da die Sopranistin Johanette Zomer mir zu kindlich singt, und die singt da quasi alles. Ich muss mir einfach mal einen Stapel 333 aus Deutschland zum digitalisieren mitbringen. |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32776
erstellt: 15. Dez 2025, 14:31
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Die wäre auch meine erste Wahl. Boulez ist bei Bartók eigentlich immer eine Bank. Ich besitze nur seine frühe Einspielung von Anfang der 1970er für CBS/Sony mit dem NYPO als SACD Remaster. Die ist musikalisch top, kann mich aber klanglich nicht ganz überzeugen, weil sie ihr Alter nicht zu verbergen vermag. ![]() Torrente |
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kenne ich nicht, wohl aber dessen Alpenüberquerung und den Rosenkavalier mit den Wienern sowie ein Orchesterlied-Recital mit Diana Damrau und den Münchnern. Ersterer kann man eine gewisse Hochglanzpolitur sicher nicht absprechen, dagegen habe ich aber auch keine Einwände. Von Roth hörte ich, wie gesagt, bisher erst die eine CD. Er wäre nicht meine erste Wahl, schon gar nicht, wenn ich zuvor an Thielemann gescheitert wäre.






. Hier dürfte aber die überarbeitete Version von 1961 zu hören sein - ein etwas zurückgenommenes Orchester, wodurch man der Bratsche besser "folgen" kann.








Inzwischen neige ich ohnehin dazu, lieber vorhandene Aufnahmen aus meiner kleinen Kollektion oder bekannte Stücke in neuen/anderen Interpretationen zu hören als ständig Neues auszuschaufeln. Die Svendsen-Symphonien etwas weiter oben waren die Ausnahme zu dieser Regel. 




Albicastro kenne ich auch nicht. 
















