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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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Mars_22
Inventar |
#32626
erstellt: 13. Nov 2025, 19:07
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Von Bernius erscheint demnächst „Nacht und Träume“, was mich interessiert. Ich bin mir über seinen Stellenwert durchaus bewusst, habe aber nichts in meiner Bibliothek. Welches ist dein Highlight mit Bernius und dem Stuttgarter Kammerchor?
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32627
erstellt: 14. Nov 2025, 08:17
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Ja, die ist gerade erschienen und steht auch auf meiner Liste. Ich muss mich noch gedulden. Clytus Gottwald hat ein gutes Gespür für funktionierende Chorbearbeitungen. Hier nimmt er sich einer Kunstlied-Auswahl von Schubert, C. Schumann, Grieg, Cornelius und Brahms an. Wer Transkriptionen nicht kategorisch ablehnt, kann hier durchaus mal vorsichtig hineinlauschen. ![]()
Gute Frage, gar nicht so leicht zu beantworten: Bei den A-Cappella-Sachen die Brahms-Motetten (Carus 1996) und das "Lux Aeterna" von Ligeti, kombiniert mit dem "Stabat Mater" von Scarlatti (Carus 2001). Mit dezenter Continuo-Begleitung vielleicht die spätere der beiden Aufnahmen der Bach-Motetten (Carus 2012), wenngleich auch die frühe (Sony 1990) schon richtig gut war. ![]() ![]() Bei den orchesterbegleiteten Sachen halte ich eigentlich alles von Mendelssohn für gelungen, wobei vieles davon nur für "Sammler speziellen Nischenrepertoires" interessant sein dürfte, wenn hier im Klassikforum schon Mendelssohns Op. 52 regelmäßig durchfällt. Ich nenne den "Lobgesang" trotzdem stellvertretend. ![]() Torrente [Beitrag von G.S.Torrente am 14. Nov 2025, 08:18 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32628
erstellt: 14. Nov 2025, 08:59
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Naja, hier fällt ja alles durch, das Gesang enthält Danke für deine interessante Auswahl, ich höre mich mal durch. |
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op111
Moderator |
#32629
erstellt: 14. Nov 2025, 10:40
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Daß die Vokalmusik bei mir durchfällt, kann man nicht so sagen
Gestern wieder: Richard Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) Gwyneth Jones Franz Crass Thomas Stewart James King u.a. Karl Ridderbusch Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele 1970 Pierre Boulez DG 3 CD ![]() Eine der schnellsten und vermutlich kurzweiligsten Parsifalaufnahmen. Trotzdem: solche langen Werke, speziell Wagners Opern, beanspruchen viel Lebenszeit und sind seltener auf dem Programm als z.B. Weberns op. 5 Franz |
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op111
Moderator |
#32630
erstellt: 14. Nov 2025, 10:48
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Hallo zusammen, zu Mendelssohns 2. Sinfonie (Lobgesang) möchte ich bemerken, daß mir nahezu jede Wagner und Verdioper dagegen kurzweilig erscheint. Ich hab's über Jahrzehnte live und auf Konserve versucht. Spätestens ab dem 2, Teil, dem Versuch, an den Vokalteil von Beethovens 9. anzuknüpfen, stirbt meine Toleranz für Mendelssohn. Franz |
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op111
Moderator |
#32631
erstellt: 14. Nov 2025, 11:04
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Auf die Bemerkung eines Kirchenmusikers aus dem Bekanntenkreis hin (" Warum hört hier niemand mehr die alte Karajanaufnahme, die hat ihre Qualitäten, besonders der Operettenhafte Schwung am Schluß ist originell und amüsant, wenn auch nicht so von J. Brahms intendiert. ".Die hatte ich schon aussortiert, Herreweghe, Solti und Klemperer landen bei mir meistens im Player. Probieren wir's mal: Johannes Brahms (1833-1897) Ein Deutsches Requiem op.45 Eberhard Waechter, Gundula Janowitz, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan DGG 1964 ![]() Franz |
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boltwoodit
Stammgast |
#32632
erstellt: 14. Nov 2025, 12:20
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Denn alles Fleisch, es ist wie Gras Ich kenne nicht wirklich viele Einspielungen des Deutschen Requiems, aber die hier überzeugt mich mit ihrer Textverständlichkeit, speziell bei den Chorpassagen: ![]() Brahms, Ein Deutsches Requiem, Rundfunk Sinfonieorchester Leipzig, Herbert Kegel, 1985 Die habe ich sogar noch iwo als Eterna-Schallplatte rumstehen (dank Kristallsystem aber mehr als gut abgefräst ) und deshalb natürlich auch als CD nachgekauft.Das RSOL spielt hier mMn ausgezeichnet und den Chor finde ich wirklich wundervoll unprätentiös, sodass der Sinn der Worte im Vordergrund steht. Viele Grüße bolt [Beitrag von boltwoodit am 14. Nov 2025, 12:26 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32633
erstellt: 14. Nov 2025, 15:38
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Hallo bolt, die Einspielung von Kegel ist vermutlich weniger manieriert als die Karajans, die einen ziemlich ausgeprägten pastosten Lagatostil zelebriert. Franz |
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op111
Moderator |
#32634
erstellt: 14. Nov 2025, 15:45
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Ist gerade kurz vor dem Zieleinlauf: Marc-Andre Hamelin - Found Objects / Sound Objects Frank Zappa: Ruth is sleeping +Salvatore Martirano: Stuck on Stella +John Oswald: Tip +John Cage: The Perilous Night +Stefan Wolpe: Passacaglia op. 23 +Yehudi Wyner: Refrain +Marc-Andre Hamelin: Hexensabbat Marc-Andre Hamelin (Klavier) Hyperion 2024 Toning.: Oscar Torres, Roberto Toledo ![]() Franz |
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WolfgangZ
Inventar |
#32635
erstellt: 14. Nov 2025, 18:45
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Ach ja, das Brahms-Requiem ist eine Schande für mich. Mindestens vier Einspielungen - wohl durchwegs mit angeschafft und nicht gezielt. Keine einzige gehört. Aber das muss ich mit mir ausmachen, ich weiß. Freilich höre ich nicht bevorzugt Vokales, doch andererseits habe ich etliche Male Schuberts Winterreise in mehreren Einspielungen gezielt gehört, und auch das Mozart-Requiem, die von Fauré oder Duruflé, viele Weihnachtsoratorien und anderen Bach etc pp. Selbst von Brahms kenne ich diverse kleinere Vokalnummern. Warum erzähle ich Euch das? Keine Ahnung. Ah, jetzt weiß ich was!!Denn hiermit nehme ich mir fest vor, die nächsten zwei, drei Wochen wenigstens eine meiner Einspielungen oder zwei anzuhören. Ihr sollt entscheiden, welche! La Chapelle Royale etc. / Herreweghe Prager Philharmonischer Chor etc. / Sinopoli Gächinger Kantorei etc. / Rilling Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale etc. / Kempe Ob das alle sind? Da bin ich mir nicht einmal sicher. Allerdings bitte ich nicht um Empfehlungen für bessere Aufnahmen. Wolfgang |
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klutzkopp
Inventar |
#32636
erstellt: 14. Nov 2025, 19:17
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Ich besitze für meine Brahms-Verhältnisse auch „nur“ bescheidene 8 Aufnahmen des Deutschen Requiems Darunter diese allein schon wegen des 5. Satzes mit Barbara Bonney empfehlenswerte und Giulini-typisch recht langsame:![]() Ich liebe das Werk sehr und jedes Hören gerät bei mir zu einem besonderen Ereignis. Die Empfehlungen Klemp, Kegel und Herreweghe kann ich vollauf bestätigen. Hier läuft gerade RVWs Sinfonia Antarctica in der Handley-Aufnahme [Beitrag von klutzkopp am 14. Nov 2025, 19:32 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#32637
erstellt: 14. Nov 2025, 19:39
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Danke Dir, werter Namenskollege! Ich will noch ein wenig abwarten, aber da scheint sich bereits etwas herauszukristallisieren, womit ich nicht nicht gerechnet hätte. |
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klutzkopp
Inventar |
#32638
erstellt: 14. Nov 2025, 19:52
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Mars_22
Inventar |
#32639
erstellt: 14. Nov 2025, 19:54
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Das Brahms Requiem habe ich neuerdings auch mit Giulini, außerdem mit Harnoncourt, Klemperer, Haitink und eine Aufnahme mit dem „Grebensteiner Kammerchor“ Meine InitiAtion mit dem Werk, garnicht übel! Es wirkt auf mich düster und mystisch, und das mochte ich sehr. Und immer noch!Keine Ahnung was das für eine Aufnahme war, die CD habe ich nicht mehr, nur noch Daten. [Beitrag von Mars_22 am 14. Nov 2025, 19:58 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32640
erstellt: 14. Nov 2025, 20:12
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Hallo zusammen. Ich habe die Datenbank zur Unterstützung meines löchrigen Gedächtnisses herangezogen: In der Tat habe ich einige Aufnahmen vergessen, liegt wohl daran, daß die in großen Komplettboxen stecken 1 Ansermet, Orchestre de la Suisse Romande 2 Giulini, Wiener Philharmoniker 3 Solti, Chicago Symphony 4 Klemperer, Philharmonia Orchestra 5 Herreweghe , La Chapelle Royale -- 6 Sinopoli, Tschechische Philharmonie 7 Karajan, Berliner Philharmoniker -- möglicherweise auch noch 8 Szell, Cleveland Orchestra (live, Rundfunkaufnahme) Ansermet mag für manchen aus der Reihe fallen, mir sagen dessen Brahmsinterpretationen sehr zu. Franz |
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arnaoutchot
Moderator |
#32641
erstellt: 14. Nov 2025, 20:30
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Ich glaube, das Deutsche Requiem von Brahms habe ich noch nie bewusst angehört. Ja, ich weiss, möglicherweise Schande über mein Haupt. Aber ich gehöre ja zur Fraktion derjenigen weiter oben Erwähnten, bei denen "Gesang durchfällt" (meist, nicht immer). Ich habe sicherlich die eine oder andere Aufnahme im Bestand und gelobe es mal anzuhören. Hier aber gerade ein Norweger, der zum Dänen wurde (wirklich): Johan Svendsen (1840-1911) - Symphonien No. 1 & 2 - Oslo PO, Mariss Jansons - EMI Angel Japan 1987. Svendsen war ein Norweger, der grosse Teile seines Lebens als Hofkapellmeister in Kopenhagen verbrachte. Seine Symphonien sind frische, lebenbejahende spätromantische Werke und sehr schön zu hören. Von Svendsen hatte ich bis heute noch nie gehört ... |
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Mars_22
Inventar |
#32642
erstellt: 14. Nov 2025, 21:28
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Bei Frauenstimmen haben wir wirklich einen verschiedenen Geschmack. Ich bevorzuge Janowitz, mit Haitink. Sie gibt eine völlig andere Auffassung davon, der Satz ist kaum wiederzuerkennen! |
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klutzkopp
Inventar |
#32643
erstellt: 14. Nov 2025, 21:32
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Ich muss zu meiner Schande gestehen dass ich Haitink/Janowitz nicht kenne. Da besteht wohl Nachholbedarf. ![]() Update: Soeben in der Bucht erledigt [Beitrag von klutzkopp am 14. Nov 2025, 21:37 bearbeitet] |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32644
erstellt: 14. Nov 2025, 21:40
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Bestand die gestellte Aufgabe darin, alle im Eigenbesitz befindlichen Aufnahmen des Brahms-Requiems aufzuzählen? Nein. Die beste aller existenten zu bennen? Nein. Hm, was war's noch gleich?
Aha! Also dann höre bitte den Herreweghe. Warum? Weil musikalische Größe nicht zwingend mit Besetzungsstärke einhergeht. Und weil ich zu den Alternativen nur Mutmaßungen anstellen könnte.
Ja, die Gundel! Perfekt für diesen zentralen Part! Torrente |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32645
erstellt: 14. Nov 2025, 23:05
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Danke für die Höranregung. Und ich zweifle keinen Augenblick daran, dass Jansons mit seinen Osloern Wesentliches aus den Svendsenschen Partituren herauszukitzeln vermochte. In Ermangelung deiner Aufnahme laufen hier gerade Svendsons Sinfonien mit Interpreten sozusagen entgegengesetzter Herkunft: der Norweger Terje Mikkelsen (ein Schüler des Letten Mariss Jansons!) dirigiert das Lettische Staatsorchester Riga in einer 10 Jahre jüngeren Aufnahme: ![]() Johan Svendson: Symphonic Works Latvian National Symphony Orchestra, Terje Mikkelsen / cpo 1997-98 Frisch und lebensbejahend trifft es gut. Zugleich höre ich norwegische Folkloretänze (Scherzo der Ersten, Finale der Zweiten) und einen Hauch typisch nordischer Melancholie (im langsamen Satz der Ersten) heraus, wie sie ein Edvard Grieg kaum geschickter in Musik hätte fassen können. Insgesamt erscheint mir die Erste (1867) spannender, ansprechender und abwechslungsreicher als die Zweite (1876). Dem 3-CD-Set sind noch Ouvertüren, Tondichtungen und Rapsodien beigegeben, an denen ich vermutlich bisher gänzlich vorbeigegangen bin. P.S. Auf deinem Stapel mit neuen Errungenschaften erkenne ich die schöne Box "Who is afraid of 20th century music?" des damaligen Hamburger GMD Ingo Metzmacher. Sie ist das Ergebnis einer Konzertreihe von fünf (?) aufeinanderfolgenden Silvesterkonzerten um die Jahrhundertwende, deren einzelne Programmpunkte als Überraschung präsentiert und launig anmoderiert wurden. Vieles hörte ich damals zum ersten Mal. Die spezielle Silvesteratmosphäre ist auf den CDs wie so oft nicht eingefangen. Gefälliges von Bernstein, Gershwin oder Chatchaturian steht neben Sperrigem von Henze oder BA Zimmermann und Absurdem von Kagel. Wie der Titel verrät, beabsichtigte Metzmacher, das konservative Hamburger Publikum mit Süßem und Saurem an vermeintlich schwere Kost des 20. Jahrhunderts heranzuführen. ![]() Torrente |
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WolfgangZ
Inventar |
#32646
erstellt: 14. Nov 2025, 23:50
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Danke Euch allen! Herreweghe ist gebongt. Und wenn's mich packt, nehme ich Rilling hinzu. Dann wird weitergesehen, aber nichts mehr gekauft. Ich melde mich, aber nicht ganz so schnell. Wolfgang |
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arnaoutchot
Moderator |
#32647
erstellt: 15. Nov 2025, 08:18
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Ja, genau wie Du es schreibst ist es. Ich habe mir mal aus dem Laden mitgenommen, vielleicht entdecke ich ja noch das eine Süsse oder andere Saure, das ich noch nicht kenne, es ist ja genug enthalten. Zur Zeit ist es wieder recht wild mit "neuen Errrungenschaften". Der Laden hat eine riesige Klassik-Sammlung eines verstorbenen Musikkritikers gekauft, alles in allem etwa 5.000 Tonträger. Das unten auf dem Bild habe ich nur vergangene Woche mitgenommen Von Andras Schiff hatte ich ja schon das eine oder andere gehört, Ligeti auch. Interessant vielleicht rechts unten zwei Boxen mit Denon One-Point-Recordings, die habe ich aber schon grösstenteils, da teile ich von den Gezeigten gerne welche (auch einzeln). Die Poulenc-Orchesterwerke aus dem Bild oben hatte ich schon in einer anderen Box und auch die Goldsmith-Filmmusiken habe ich als SACD. Wie immer gilt: Sollte jemand an von mir gezeigten Sachen Interesse haben, bitte PM. [Beitrag von arnaoutchot am 15. Nov 2025, 08:53 bearbeitet] |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32648
erstellt: 15. Nov 2025, 14:14
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Alles fest in dänischer Hand: Im VK von Carl Nielsen muss sich der Däne Nikolaj Szeps-Znaider jetzt im Direktvergleich gegen die Oslo-Dänin Vilde Frang (ganz frisch ins Haus gestolpert) behaupten: ![]() ![]() Während das dänische Label Dacapo Nielsens drei Solokonzerte für Violine, Flöte und Klarinette als Konzertmitschnitte aus New York sinnstiftend auf einer CD vereint, koppelt EMI den immer noch selten gespielten Nielsen mit dem allgegenwärtigen und beinahe zu Tode gefidelten Mainstream-Opus des Pjotr Iljitsch. Das will nicht so recht einleuchten und folgt wohl eher marktstrategischen als musikalischen Überlegungen... egal. Nielsens erstes seiner drei Instrumentalkonzerte entstand 1911 kurz nach Vollendung seiner 3. Sinfonie und wurde gemeinsam mit ihr 1912 uraufgeführt. Diese Verwandtschaft ist im Allegro-Teil des ersten Satzes besonders gut herauszuhören. Einerseits ist Nielsens Konzert noch deutlich spätromantisch geprägt und unmittelbar zugänglich, andererseits bricht er bereits deren harmonische Grenzen auf und befindet sich auf dem Weg sowohl in die Moderne als auch in seinen prägnanten Personalstil (an dem ich mich nicht satthören kann!). Formal unkonventionell zweisätzig, gliedert sich jeder Satz zusätzlich in eine langsame Einleitung und einen schnellen Hauptteil auf. Anders als die späten, mindestens stellenweise düster-schwermütigen Sinfonien bleibt die Grundstimmung des VK stets heiter und beschwingt, in den langsamen Teilen mit neobarocken Anklängen und einer B-A-C-H-Signatur samt kunstvoller Verfremdung. Der ungemein anspruchsvolle Solopart -- die Geige war Nielsens Hauptinstrument -- ist von zahlreichen plötzlichen "Einbrüchen" geprägt, als wolle der Komponist das plump-virtuose Element nicht siegen lassen gegen die musikalische Aussage. Selbstredend agieren beide Solisten auf höchstem Niveau mit beeindruckender spieltechnischer Überlegenheit. Szeps-Znaider geht das Konzert für mein Empfinden konventioneller an, auch kraft- und druckvoller, doch ohne die Raffinesse und Erfindungsgabe seiner Kollegin. Dabei muss man ihm das besondere Wagnis einer jeden Live-Einspielung unbedingt zugute halten: Korrekturen im Falle aus der Kurve fliegender Sondereinlagen sind einfach nicht drin. Während sich Frang für den ersten Satz (19:57) etwas mehr Zeit nimmt als Szeps-Znaider (18:43), liegen sie im zweiten Satz tempomäßig etwa gleichauf. Für mich fällt das allerdings nicht ins Gewicht. Das herrlich ironische Element gerade im finalen Rondo kehrt Frang noch etwas deutlicher heraus als Szeps-Znaider. Bei ihr wirkt nichts konstruiert oder aufgesetzt um des Anders-Sein-Müssens willen, quasi als Rechtfertigung für eine weitere Verewigung auf CD, sondern ihre Frei- und Eigenheiten fügen sich wie spontan aus dem Augenblick heraus zu einem großen Ganzen. Dabei gestaltet sie buchstäblich jedes Detail, jede noch so kleine Floskel, jede Miniatur-Verzierung sorgsam aus. Eine im besten Sinne musikantische Interpretation mit viel Spielwitz und enormem Fantasiereichtum. Irritierend finde ich den Geigenklang an sich: Grundsätzlich sagt man einer Guarneri (Szeps-Znaider) ein dunkleres, wärmes Timbre nach als einer eher brilliant-strahlenden Stradivari (Frang), aber im direkten Vergleich ist es hier auffällig stark genau umgekehrt. Das ganz große Plus bei Frang ist für mich ihr stets von aufrichtig wirkenden Emotionen getragenes Spiel und ihr wunderbar singender Ton -- gewiss eine Selbstverständlichkeit in den vielen ausdrücklich kantablen Passagen, aber gerade auch die ruppigen Staccati auf der tiefen G-Saite kommen niemals agressiv rüber, sondern ... empathisch, zugewandt, einnehmend... Das Dänische Staatsorchester unter dem "mediterran-dänischen" Norweger Eivind Gullberg Jensen verströmt einen wunderbar warmen Streichersound, in den der Tonmeister das Soloinstrument ausgewogen integriert hat. Das NYPO unter Alan Gilbert hingegen [Hybrid-SACD, abgehört wurde der Stereo-Layer] fällt mit stärkerer dynamischer Abstufung auf, seine Bläser stehen etwas mehr im Vordergrund und auch der Raumhall wird stärker einbezogen. Detailreichtum und Ortbarkeit sind in beiden Aufnahmen vorbildlich, ein ganz leichtes Plus an Natürlichkeit empfinde ich bei Dacapo. Persönliches Fazit: Beide Aufnahmen haben ihre Vorzüge = beide dürfen bleiben. Torrente |
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Pilotcutter
Administrator |
#32649
erstellt: 15. Nov 2025, 20:07
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Heute mal einige Stunden 3 eher schwermütig angelegte Sinfonien gehört. Rachmaninoffs 2. und 3. mit dem Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin per Streaming via Kopfhörer und nun lief zur eben beendeten Hörsession wieder laut: ![]() ![]() Peter Tchaikovsky 5. Sinfonie e-moll op. 64 Gewandhausorchester Kurt Masur Teldec 1988 Ich liebe ja diese alten Teldec Boxen mit dem „clean-cut Sound“ und der maximalen Definition durch nah an den Instrumentengruppen platzierte Micros, weniger Hall und mehr Körper und immer diese helle, leicht metallische Frische der beginnenden Digitalzeit. Masur behandelt dieses Schicksalsthema schön moderat und als würde es gesungen. Auch im letzten Satz drückt er das Thema nicht in ein Zirkusfinale sondern er baut es schön trocken auf, teils mit reißenden Hörnern und nimmt so dem Thema irgendwie psychologisch klug die Verzweiflung des ersten Satzes. Freundlichst. Olaf |
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Mars_22
Inventar |
#32650
erstellt: 16. Nov 2025, 10:26
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Was für ein herrlicher dunkler Stern die Passacaglia ist: Shostakovich, 1. Violinkonzert, Alina Ibragimova, Jurowski und das SASOR, 2019 [Beitrag von Mars_22 am 16. Nov 2025, 10:27 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32651
erstellt: 16. Nov 2025, 10:44
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Zum Vergleich Baiba Skride mit Andris Nelsons, scheinbar nur in der großen Box zu bekommen: Kein dunkler Stern nirgends. Kein fahler, todessüchtiger Gesang. Stattdessen Wohlklang, wegen Unmotiviertheit etwas langweilig. Auch Lisa Batiashvili muss für mich vom ersten Rang zurücktreten, obwohl ihre Version mit Esa Pekka Salonen eigenständig und interessant ist. Dort wird mit dem Klang des Raums gearbeitet - die Violine schwebt wie verloren im weiten, halligen Raum über dem Fundament des dunklen Orchesters. Ich werde mir wohl den Widmungsträger, David Oistrach, auch noch anhören. [Beitrag von Mars_22 am 16. Nov 2025, 14:16 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32652
erstellt: 16. Nov 2025, 12:20
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Das wurde ein teurer Morgen für mich Ich liebe Solisten, die ein großes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten haben, also das, was Hilary Hahn nicht hat Na gut, den könnte ich stecken lassen - ich finde die Frau ja grundsympathisch, und mag auch Einiges was sie gespielt hat. Insbesondere bei Violinsonaten - solo oder mit Klavier - ist Ausdruck und Variabilität Alles, denn diese sind ja eher nicht für den Konzertsaal gemacht, sondern für das Hauskonzert. Und da kommt nun Ibragimova. Nachdem mir sie gezeigt hat, was in dem Shostakovich-Konzert steckt, habe ich auf Spotify durch ihre sonstige Diskographie gezappt, und fast alles gekauft Sie kann einen Mozart so zart und intim spielen, wie ich das sonst nur von Benjamin Schmid kenne, einen Beethoven seelenvoll, kann ihre Violine bei Ysaye auch schreien lassen und virtuos als Trommel einsetzen. Und auch alles 3 in einem einzelnen Satz eines Werkes. Eine CD habe ich ausgelassen: Die Brahms Violinsonaten, die ich mit Christian Tetzlaff und Lars Vogt habe. Tetzlaff war zeitweise Ibragimovas Lehrer, seine Aufnahme ist exzellent, da brauche ich ausnahmsweise nicht noch eine. Ibragimova (*1985) ist Russin und Britin, tatarischer Abstammung. Bisher war sie bei Hyperion unter Vertrag, seit 5 Wochen ist sie bei BIS. Überrascht mich nicht Sie hat das 2005 das Chiaroscuro Quartet mitbegründet, das mir mit seinem Schubert aufgefallen war. Dessen Haydn werde ich mir auch mal anhörten. [Beitrag von Mars_22 am 16. Nov 2025, 12:42 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32653
erstellt: 16. Nov 2025, 13:19
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![]() Ibragimova wählt einen anderen Ansatz als Isabell Faust, von der ich ebenfalls Bachs Partiten und Sonaten habe: Sie bewältigt sie nicht, sie bringt sie zum Ausdruck. Das kann durchaus mal sehr leise werden, und auch langsam. Sie tritt hinter die Musik zurück. Was nicht heißt, dass sie die virtuosen Stücke nicht kann. Im Gegenteil, sie spielt sie so mühelos und federleicht, dass es die helle Freude ist. Was von Bachs Solo-Sonaten und Partiten gesagt wird, kann ich bei ihr erstmals erleben: dass die Akkorde, die nicht gespielt werden, dazu gehört werden können. Mich ergreift ihr Spiel wie noch nie eine Aufnahme von diesen Stücken. Was für ein Geschenk. Ich hatte, nachdem mich Isabell Fausts und Hilary Hahns Einspielungen nie wirklich angesprochen hatten, die Werke mehr oder weniger abgeschrieben als mir nicht zugänglich. Welch ein Fehler. Zuletzt hatte ich noch geschwankt zwischen Christian Tetzlaffs dritter Einspielung und dieser. Für den Augenblick habe ich die Richtige gewählt. [Beitrag von Mars_22 am 16. Nov 2025, 13:30 bearbeitet] |
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klutzkopp
Inventar |
#32654
erstellt: 16. Nov 2025, 19:16
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arnaoutchot
Moderator |
#32655
erstellt: 16. Nov 2025, 19:29
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32656
erstellt: 16. Nov 2025, 19:34
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Meine aufrichtige Mitfreude für deine Neuentdeckung! Alina Ibragimova sagt mir zwar gar nichts, aber Erlebnisse, die deiner Beschreibung ähneln, kennen wir wohl alle gut. Ist es doch das, dem wir suchend nachjagen: die eine zündende Auffassung, die uns nachhaltig bewegt und uns Musik näher bringt. Hier läuft jetzt ![]() Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Leonard Bernstein / DGG, live 1989 Wenn ich Mahlers #1 vertiefen, ein Stück weiter zu ihrem Kern vordringen möchte, Wesentliches zu erfassen suche, greife ich gern zu Abbado, Jansons, auch Boulez oder Järvi (Klemperer oder Walter besitze ich nicht). Aber manchmal, so wie heute, ist mir einfach danach, mit Mahler #1 richtig Spaß zu haben. Und dann landet Bernsteins Amsterdamer Live-Knaller im Player. Wohl wissend, dass der authentische, also der in der Partitur zweifelsfrei dokumentierte Anteil der Komponisten-Intention in Bernsteins Interpretation in etwa vergleichbar hoch ist wie der Beethoven-Anteil in Furtwänglers Beethoven-Deutungen. Um das zu überprüfen, muss ich nicht mal Noten lesen können. Es reicht schon aus, wenn ich mich ein wenig mit Tempobezeichnungen oder Abkürzungen für dynamische Vortragsbezeichnungen vertraut mache und diese lesend nachvollziehe. Der Beginn des 4. Satzes kommt streckenweise fast zum Stillstand, während die Coda des 2. Satzes zur Raserei gerät. Nicht schlecht, Herr Leonstav Mahlstein... Mahler gehörte zu den Komponisten, die buchstäblich ALLES notierten. Daher kann man sich ziemlich sicher sein, was nicht in der Partitur steht, ist auch nicht gewollt. Spielraum zur individuellen Gestaltung und persönlichen Entfaltung bleibt dennoch zur Genüge. Diese Hintergründe sind mir gerade ziemlich egal, denn Lenny hatte an jenem Tag offensichtlich viel Vergnügen daran, die Grenzen des Machbaren in jeder Hinsicht mal so richtig auszuloten. Was die Dynamik betrifft, mag die Technik da sogar mitgeholfen und noch 'ne Schippe draufgelegt haben, scheint mir. Das Ironische und Schwarzhumorige des 3. Satzes wird ebenso auf die Spitze getrieben wie der unbändige, lebensbejahende -- und doch mit Mahlerschen Zweifeln unterlegte -- Erlösungsjubel des Finales. Hinzu kommen Berichte zeitgenössischer Orchestermitglieder, wonach sich Bernstein an seine eigenen Probenabsprachen selten gebunden fühlte und in Aufführungen mitunter spontane Einfälle einbaute. Wie auch immer, das Orchester liest dem Maestro hier jeden Wunsch von den Fingerspitzen ab und folgt ihm bereitwillig und geschlossen in jede noch so absurde Idee. Allein das ist schon bewundernswert. ![]() Torrente |
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arnaoutchot
Moderator |
#32657
erstellt: 16. Nov 2025, 20:17
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So muss es doch sein ! Ich hatte ja vor ein paar Wochen schon zu Lennies kompletten DGG-Recordings geschrieben, dass ich die Schachtel erst gar nicht haben wollte, aber dass sie für mich mittlerweile zu den besten Box Sets gehört, die ich hier so aufgestapelt habe. Danke für Deinen Bericht zu Mahler #1, ich werde mir das vor dem von Dir geschilderten Hintergrund nochmals herholen. |
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klutzkopp
Inventar |
#32658
erstellt: 16. Nov 2025, 20:34
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Ich habe und schätze Lennys ältere Mahler-GA und kenne von seinem DGG-Zyklus nur ## 1, 5 und 6. Von letzteren habe ich nur # 1 behalten, das ist u.a. wg. des CGO-Sounds eine tolle Aufnahme. Bei ## 5 und 6 mit den Wienern finde ich dass Bernstein dort reichlich übertreibt (Barshais Fünfte ist für mich noch schlimmer). Nur meine persönliche Meinung - selbstverständlich. |
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Mars_22
Inventar |
#32659
erstellt: 16. Nov 2025, 21:00
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Danke! So ist es, solche Momente sind Sternstunden.
Geht mir genauso, ich mag die Lennyfikation Mahlers - Abbado kann ich gut leiden, kenne ich nur zu gut. Giulini/CSO ist noch etwas langsamer als Lenny und leidet unter der etwas unausgewogenen Aufnahmetechnik. Gergiev und Kubelik habe ich so lange nicht mehr gehört, dass ich noch nicht mal mehr eine Erinnerung habe. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32660
erstellt: 16. Nov 2025, 21:02
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Ja, klar, wessen sonst ? Hier weiter im Stapel: Franz Schreker - Die Gezeichneten (1918) - DSO Berlin, Zagrosek etc. - Decca 3CD 1995. Nachdem das Vorspiel in verschiedenen neuen MCh-Aufnahmen zu einem meiner Lieblingsstücke der letzten Zeit geworden ist, hier mal testweise die komplette fast dreistündige Oper. Das Booklet setzt Schreker vor seiner Ächtung durch das NS-Regime auf eine Hoffnungsstufe mit einer Wagner-Nachfolge, Strauss und Debussy Zeitgenossen und einem Schuss Puccini. Stimmt alles, auch der schwül-erotische Inhalt der Oper ... aber würde ich es ganz durchstehen oder behalten müssen ? Eher nein ... Nur das Vorspiel |
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FabianJ
Inventar |
#32661
erstellt: 16. Nov 2025, 21:24
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Es gab ja mal eine Weile eine kleine Box mit Lennys Mahler-Sinfonien in den Aufnahmen für Deutsche Grammophon. Schade, dass es die nicht mehr gibt. Ein Vergleich mit den New Yorker Einspielungen wäre für mich interessant. Angeregt durch diesen Thread hörte ich mir gestern Abend Carl Nielsens Violinkonzert an, in meiner ersten Einspielung davon, welche ich schon seit Jahren nicht mehr angehört hatte. Es spielte Cho-Liang Lin als Solist zusammen mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester unter Esa-Pekka Salonen. Hat mir sehr gut gefallen, wobei ich aber der Einspielung von Vilde Frang den Vorzug geben würde. Als Lins Aufnahme erstmals erschien, war die Konkurrenz aber vermutlich nicht so groß wie heute. Vorhin hörte ich mir etwas Tastengeklimper an: ![]() Louis Couperin (1626-1661) Suite D-Dur und Suite C-Dur Christophe Rousset (Cembalo von Johannes Couchet, Antwerpen, 1652) Aufnahme: Januar 2018, Cité de la musique - Philharmonie de Paris Christophe Rousset ist natürlich einer der bekanntesten Cembalisten, aber das verwendete Instrument und die Tontechnik sind mindestens genauso hervorzuheben. Ich habe selten so ein toll klingendes Cembalo gehört. Gerade bei Musik für Cembalo hängt der Hörgenuss für mich erheblich vom gewählten Instrument ab. Manchmal klingt es ja doch ein wenig nach Nähmaschine, das kann man vom hier verwendeten Instrument aber wahrlich nicht behaupten. Gerade angehört: ![]() Antonio Estévez (1916-1988) Cantata criolla (Florentino el que cantó con El Diablo) Idwer Álvarez (Tenor), William Alvarado (Bass) - Orféon Universitario Simón Bolivar (Chorleiter: Alberto Grau) - Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela - Dirigent: Eduardo Mata Aufnahme: 1989, Sala Ríos Reyna, Teatro Teresa Carreño, Caracas, Venezuela Carmina Burana bei den Cowboys im südamerikanischen Grasland. Die Kantate handelt vom venezolanischen Cowboy Florentino, der sich auf einen Gesangswettbewerb mit dem Teufel einlässt und durch eine List letztlich gewinnt. Die Musik bietet eine äußerst farbige Instrumentierung, gerade was das Schlagwerk angeht, was der Musik ein exotisches Flair gibt. Der Chor und die Solisten, insbesondere der Tenor, singen äußerst mitreißend. Auch wenn ich kein Spanisch verstehe, hat das Anhören eine Menge Spaß gemacht. Das Stück würde ich gerne mal live erleben. Klanglich gibt es auch nicht auszusetzen.Trotz des etwas hässlichen Covers ist das eine lohnende kleine Box. Da gibt es einiges an Musik lateinamerikanischer Komponisten, der man anderswo nicht so häufig begegnet in idiomatischen Interpretationen. Gut, eine CD mit Musik von Manuel de Falla ist auch dabei. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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Mars_22
Inventar |
#32662
erstellt: 17. Nov 2025, 05:09
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Es gibt die Box digital - habe mir das Set erst kürzlich gekauft. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32663
erstellt: 17. Nov 2025, 07:01
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Da hättest Du mal was gesagt, die habe ich vor ein paar Wochen erst gegen die grosse Box aussortiert, die hättest Du gerne haben können. Es gibt diese drei Teile, hier Teil 1. Sind leider schon weg. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32664
erstellt: 17. Nov 2025, 10:14
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Bei mir lief am Wochenende unter anderem auch die hier rauf und runter: ![]() Paul Hindemith, Mathis der Maler, Trauermusik, Symphonische Metamorphose von Themen Carl Maria von Webers, San Francisco Symphony, H. Blomstedt Ich denke, das sind sehr gute Aufnahmen; sehr dynamisch, sehr detailliert, sehr präzise (was bei Hindemith mMn ein MUSS ist, sonst "kommt der Witz nicht richtig raus"). Mathis der Maler dürfte recht bekannt sein; an dieser Aufnahme mag ich vor allem wie "unamerikanisch" der Blechbläser klingen; kraftvoll, aber nie schneidend, jedoch auch nicht so warm wie oft bei den WP. Trauermusik - hach, wie schön die Bratsche schluchzt und wie das Stück insgesamt gleichzeitig barock und modern klingt. König müsste man sein und sich damit beerdigen lassen Die Metamorphosen - das Stück lief am We am meisten: "theoretisch" wäre es ja eigentlich nicht so meins, mag ich doch eher düstere Schwere als diesen musikalischen Übermut, dieses Temperament, diese fast schon Schärfe. Natürlich ist es auch irgendwo romantisch und pompös bis fulminat; mir macht es richtig Spaß (ich hoffe, meine Nachbarn hatten den auch) das laut zu hören und eventuell habe ich an manchen Stellen dabei sogar gegrinst Fazit: es "muss" auch noch die zweite Hindemith-Blomstedt-SFS-Decca-Aufnahme her Viele Grüße bolt |
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Mars_22
Inventar |
#32665
erstellt: 17. Nov 2025, 12:39
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Interessant, dass sich das Cover zwar der Motive des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald bedient (Grablegung, Verkündigung, Hl. Antonius), diese aber von jemand Anderem gemalt wurden, auf eine Art und Weise, deren Gewinn sich mir nicht recht erschließt… Isenheimer Altar [Beitrag von Mars_22 am 17. Nov 2025, 12:45 bearbeitet] |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32666
erstellt: 17. Nov 2025, 13:55
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Für das Original waren die Lizenzgebühren zu hoch. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32667
erstellt: 17. Nov 2025, 14:34
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Ich fand (und finde) das recht witzig - moderne Version des Altars als Coverbild für moderne Musik; und beim Engelkonzert gibt es hier keine Verwirrung, wie der Bogen bei der Gambe/dem Kontrabass gegriffen wird. |
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Mars_22
Inventar |
#32668
erstellt: 17. Nov 2025, 14:53
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Ich glaube du unterschätzt Grünewald wenn du das für ein Versehen hältst |
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boltwoodit
Stammgast |
#32669
erstellt: 17. Nov 2025, 15:14
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OK, hast natürlich Recht; habe es jetzt bei wiki gelesen - möglicherweise ein Hinweis, dass himmlische und nicht irdische Musik erklingt. |
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Mars_22
Inventar |
#32670
erstellt: 17. Nov 2025, 19:54
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Alina Ibragimova hat bei Bachs Violinkonzerten starke Konkurrenz in Person Amandine Beyers mit ihren Gli Incogniti. Beide geben tadellose Vorstellungen, bei den Adagios gewinnt Ibragimova den Stücken durch ihre große Variabilität in Lautstärke und Tempo überraschende Seiten ab, und auch Arcangelo, die sie begleiten, glänzen durch Kammermusik-Like Transparenz und Variabilität. Ist es eine Laute, die da so herrlich pluckt? Bei den schnellen Sätzen ist vielleicht Beyer mit dem prachtvolleren Gesamtklang leicht im Vorteil. Amandine Beyer hat übrigens in der gezeigten Mini-Box ebenfalls eine ausgezeichnete Einspielung der Sonaten und Partiten Bachs. Meine Liebe gilt hier allerdings Ibragimova. Ich habe von manchen Werken wie dem Konzert a-Moll BWV 1041 10 Aufnahmen, u.a. Hahn und Café Zimmermann. Schlecht ist von den 10 keine. Dies sind auch nicht die Werke, wo ich nach der Ausnahme-Aufnahme suche. ![]() [Beitrag von Mars_22 am 17. Nov 2025, 20:03 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32671
erstellt: 17. Nov 2025, 20:52
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arnaoutchot
Moderator |
#32672
erstellt: 17. Nov 2025, 20:58
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Die beiden habe/kenne ich nicht. Dafür habe/kenne ich zehn andere ... |
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klutzkopp
Inventar |
#32673
erstellt: 18. Nov 2025, 19:11
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Das Brahms-Requiem mit Haitink/Janowitz ist angekommen und hat bei mir Premiere ![]() Die ersten beiden Sätze kommen doch recht schwerfällig daher. Mal sehen wie es weitergeht. 🤔 Update: Kann es sein dass Janowitz‘ Stimme mit den Jahren ziemlich dünn geworden ist? Sechster Satz: Sehr eindrucksvoll, bisher das Highlight der Aufnahme. Letzter Satz: Sehr gut 👍, starke Chorleistung. Erstes Fazit: Okay, aber kein Must Have. Nicht die größte Tat des von mir so geschätzten Maestro Haitink. [Beitrag von klutzkopp am 18. Nov 2025, 20:18 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32674
erstellt: 18. Nov 2025, 19:29
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Hier nochmals zurück zu András Schiff: Bach - Goldberg Variationen - ECM NS 2003 - aufgenommen live im Stadtcasino Basel 2001. Nun mangelt es mir nicht an guten Goldberg-Aufnahmen, aber Schiffs Darbietung ist schon wirklich exquisit. Wenn es hier im Thread jemanden gäbe, der keine Aufnahme davon je gehört hätte, dann würde ich zu dieser hier raten. Das ist klar, brillant, ohne Übertreibungen, aber trotzdem emotional. Auch klanglich ist es ohne Fehl und Tadel ! Ich werde den Schiff in die Sammlung nehmen (das WTK wahrscheinlich auch, die Partiten eher nicht). Dafür muss ein anderer Goldberg-Interpret gehen. Mein Urteil ist gefallen, es wird Andrei Gavrilov mit seiner DGG-Aufnahme sein. Irgendwelche Einwände ? Gavrilov ist gut, war eine meiner ersten. Aber Schiff war beeindruckender. |
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Mars_22
Inventar |
#32675
erstellt: 18. Nov 2025, 19:59
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Ich habe die Goldberg Variationen mit Beatrice Rana, Koroliov und am Cembalo Celine Frisch. Und das ist gefühlt mehr als ich brauche. Aber wer weiß, vielleicht habe ich die Version die mich anfixt nur noch nicht gehört. Die Rana ist aber eine ganz fein gespielte Version, nicht auf Glanz. [Beitrag von Mars_22 am 18. Nov 2025, 20:03 bearbeitet] |
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klutzkopp
Inventar |
#32676
erstellt: 18. Nov 2025, 20:14
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Die Goldbergs habe ich auch mit Schiff (ECM), Gould (1981) und Angela Hewitt. Letztere gefällt mir persönlich am besten. |
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