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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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| Autor |
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Hörstoff
Inventar |
#32877
erstellt: 13. Jan 2026, 19:56
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Dem kann ich überhaupt nicht folgen, Wolfram. Gerade die Werke von Thorvaldsdottir und Umgebung sind sehr schön strukturiert.
Selbst dazu würde ich nicht mitgehen. Wer strukturierte Musik im Sinne von Rhythmus, Tempo, Dynamik, Melodie, Harmonie und Textur (Klangdichte), es kommt imo noch die audiophile diskrete Surrroundeinbettung hinzu versteht, die ein zusammengehöriges Klangphänomen erzeugen, der ist bei isländischer Musik sehr gut aufgehoben. Ein Beispiel ist das Meisterwerk Recurrence, welches nicht nur ein Werk von Thorvaldsdottir, sondern je auch der anderen Komponierenden Daniel Bjarnason, Thurídur Jónsdóttir, María Huld Markan Sigfúsdóttir und Hlynur A. Vilmarsson enthält. Alles IsländerInnen der Gegenwart. Wer jetzt noch in Rechnung stellt, dass dieser Komponierendenmix einer Bevölkerung von ca. 136.000 EW gesamt entspringt, kommt nicht umhin seinen Hut ob dieser gegenwärtigen kulturellen Leistung zu ziehen. Ich jedenfalls nicht. Es gilt natürlich immer, dass es niemand gefallen muss, aber Klangbrei ist das nicht.
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arnaoutchot
Moderator |
#32878
erstellt: 13. Jan 2026, 20:50
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Island hat per 2023 knapp 400.000 Einwohner ... etwa 130.000 hat Rejkiavik alleine ... |
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Hörstoff
Inventar |
#32879
erstellt: 13. Jan 2026, 20:55
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Oh. Stimmt, danke für die Korrektur. |
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boltwoodit
Stammgast |
#32880
erstellt: 14. Jan 2026, 11:38
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Borys Ljatoschynskyj (1893 - 1968) war ein ukrainischer Komponist; mMn leider etwas unterbewertet. Seine Sinfonien - iwo zwischen Spätromantik und überaus anhörbarer Moderne - enthalten oft auch folkloristische Elemente und sind stellenweise etwas "düster": so mag ich das ![]() Ich habe nachfolgende Box von Aufnahmen seiner fünf Sinfonien ![]() Lyatoshynsky, Complete Symphonies, Ukrainian State Symphony Orchestra, Theodore Kuchar, Naxos 2022 (Aufnahmejahre 1993/94) Mir gefallen vor allem die ersten drei Sinfonien ; viel auch auf Grund der immer wieder witzigen Einfälle, wie Romantik mit Moderne verbunden wird. Eigentlich weiß man nie genau, was als nächstes kommt; manchmal ist es eine Überraschung, manchmal geht es hörgewohnt-klassisch weiter um im nächsten Augenblick dann doch gleich wieder Richtung modern(er) abzubiegen oder etwas „Folklore einzubringen“; ab und zu kommt auch etwas Filmmusik-Feeling auf um dann…s.o.. Vor allem die Lenti sind oft sparsam instrumentiert (wobei eine gewisse Vorliebe für Oboe, Fagott und Tuba vorhanden ist); wenn das gesamte Orchester loslegt, ist die Instrumentierung oft recht farbig; Trompeten- und Posaunengeschmetter dürfen natürlich auch nicht fehlen 😊. Man kann hier eine gewisse Entwicklung verfolgen – immer weiter weg von Romantik/Impressionismus hin zur Moderne, wobei es auch immer etwas düsterer wird. Das wird wohl auch der Grund dafür sein, warum von der sowjetischen Zensur Anfang der 50-er Jahre eine Überarbeitung der Dritten gefordert wurde – zu viel Dunkelheit/Tragik und zu wenig „sowjetische Lebensfreude/Optimismus“; naja Ich denke, hier wird die überarbeitete Fassung (1954) aufgeführt; die Ursprungsfassung (1951) gibt es z.B. auf einer Chandos-Aufnahme. Die Sinfonien Vier und Fünf werden manchmal als etwas schroffer beschrieben; sry, davon habe ich wohl keine Ahnung. Mir als musikalischem Simpel kommt es so vor, als ob er auf Teufel komm raus noch moderner und gleichzeitig folkloristischer werden will (Vierte) und die Fünfte finde ich – bis auf den hochlyrischen zweiten Satz (Brückenspringer-Mucke 😊) – manchmal fast schon etwas albern; das ist mir zu viel Pathos und Glockenspiel. Klanglich finde ich die Aufnahmen als für mich absolut ausreichend; Bühne, Ortung, Dynamik und Klarheit, selbst mit Kopfhörern, einwandfrei; vllt. etwas lauter als gewöhnlich abspielen (dann entpuppt sich z.B. das, was man für ein Rauschen halten könnte, plötzlich als eine ganz leise „gestreichelte“ Schnarrtrommel). Bessere Anlagen und geübtere Ohren als meine finden aber möglicherweise Schwachstellen; das will ich absolut nicht ausschließen. Ljatoschynskyj klingt bei weitem nicht so modern wie sein Schüler Jewhen Stankowytsch (geboren 1942); ein weiterer, nicht sooo bekannter, ukrainischer Komponist; zu dem schreibe ich vllt. später noch etwas, wenn ich ihn mal wieder gehört habe. Viele Grüße bolt [Beitrag von boltwoodit am 14. Jan 2026, 12:08 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#32881
erstellt: 14. Jan 2026, 14:21
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Hallo zusammen, danke für den Hinweis auf Borys Lyatoshynsky (*1895-1968) dessen Musik mir bislang noch nicht zu Ohren gekommen ist. Wikipedia Wikipedia engl.zufolge hinterließ er einen umfangreichen Werkkatalog. Franz |
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boltwoodit
Stammgast |
#32882
erstellt: 14. Jan 2026, 15:02
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Das freut mich und ich hoffe, es lohnt sich für dich, wie es sich für mich gelohnt hat Ja, der hat viel geschrieben, aber ich fange meist mit Sinfonien/Orchesterwerken an, wenn ich jemanden nicht kenne.Richtig, ich Dussel, 1895 und nicht 1893 (von julianisch nach gregorianisch wird nach vorn gezählt, sonst hätte die Oktoberrevolutuion (julianisch) ja nicht im November (gregorianisch) stattgefunden; eigentlich ganz einfach |
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Mars_22
Inventar |
#32883
erstellt: 16. Jan 2026, 22:02
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Autsch. Ich habe selber eine Aufnahme von Thorwaldsdottir - aber noch nicht gehört |
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FabianJ
Inventar |
#32884
erstellt: 17. Jan 2026, 14:53
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Island scheint so ein Ort wie Finnland oder das Baltikum zu sein. Nordisch, wenige Einwohner, aber viele relativ bekannte Komponisten. Die Bekanntheit hat sicher zu einem geringen Teil auch was mit erfolgreichem Marketing zu tun, aber natürlich nicht nur. Persönlich verbinde ich mit Island vor allem die Musik von Jon Leifs. ![]() Endlich mal wieder etwas Zeit zum Musik hören! ![]() George Gershwin (1898-1937) / arr.: Robert Russell Bennett (1894-1981) Porgy and Bess: A Symphonic Picture Detroit Symphony Orchestra - Dirigent: Antal Doráti Aufnahme (CDs 12 - 14): 24. - 26. Oktober 1982, United Artists Auditorium, Detroit Äußerst kurzweilig. Es klingt etwas in Richtung alter Filmmusik, was aber nicht als Kritik verstanden werden sollte. Ältere Filmmusik von Korngold & Co. kann man sich gut anhören. Hat mich sehr gut unterhalten. Mir fiel gerade auf, dass ich das Werk auch in einer Einspielung von André Previn habe. Dort ist es mehrere Minuten kürzer. Jene Einspielung habe ich mir aber bislang noch nicht angehört. Bei Previn's großer Warner-Box zieht es mich weniger zur amerikanischen und mehr in Richtung britischer und russischer Musik. ![]() @Mars_22: Die Balthasar-Neumann/Hengelbrock-Schatzkiste habe ich auch hier. Da höre ich immer wieder gern. Zum einen weil da Repertoire drin ist, wo es die Konkurrenz überschaubar ist, etwa bei der Musik von Antonio Lotti. Zum anderen sind die Einspielungen ausdrucksstark ohne je ruppig zu werden. Ich denke, die Box hätte nie vom Markt verschwinden dürfen. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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Hörstoff
Inventar |
#32885
erstellt: 17. Jan 2026, 19:50
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Beides sehr naheliegend. Bei mir reicht die Zeit mal wieder für einen kurzen Post. Es läuft der orchestrale Luciano Berio - er steppt sozusagen nicht, sondern schmeichelt sich mit originellem, klassisch fundiertem großen Besteck in meine Gehörgänge. Nun, es handelt sich um Orchesterbearbeitungen von Mahler, Schubert und Brahms. Dabei verleiht er einer beschwingten Leichtigkeit wie auch einer substanziellen Dynamik Ausdruck. Klingt in der Ferne eine Anspielung auf Beethoven durch? Ich denke schon, dass dies in Satz 3 von Rendering der Fall ist. Als geneigter Hörender der Einspielung Orchestral Realisations darf ich mich zudem auf orchestrale Werke mit Klarinette und einem Baritonsolisten freuen. Was das Bergen Philharmonic Orchestra mit Edward Gardner abliefern, ist sehr erfreulich. Dito das Klangniveau der Chandos-SACD. ![]() Review [Beitrag von Hörstoff am 17. Jan 2026, 22:56 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#32886
erstellt: 18. Jan 2026, 17:46
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32887
erstellt: 19. Jan 2026, 12:05
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Paavo Järvi gehört zu jenen Dirigenten, die sich mit Werkgruppen gerne zyklisch auseinandersetzen und entsprechend als GA auf Tonträger bannen: in Frankfurt mit Bruckner, Mahler (live), Schmidt und Nielsen, in Paris mit Sibelius (live), in Tokio mit Strauss und in Zürich mit Mendelssohn, Tschaikowsky sowie erneut Mahler. Seit 2004 unangefochten Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (DKPB), was für heutige, schnelllebige Verhältnisse einer gefühlten Ewigkeit gleich kommt, hat er sich nach der weltweit gerühmten und preisgekrönten Beethoven-GA mit den Sinfonien von Brahms, Schumann und Haydn (Londoner) auseinandergesetzt, bevor er kürzlich einen Schubert-Zyklus eröffnete. Was man so lesen konnte, wurden die Schubert-Konzerte der kühlen Norddeutschen vom kritischen Publikum in Schuberts Wiener Heimat bravourös aufgenommen. ![]() Franz Schubert: Sinfonien Nr. 4 c-Moll "Tragische" und Nr. 7 h-Moll "Unvollendete" Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi / Sony 2025 Die erste CD des geplanten Zyklus kombiniert die Tragische durchaus sinnhaft mit der Unvollendeten, allein die Reihenfolge (7 vor 4) überrascht mich. Nicht so sehr wegen der gegenläufigen Chronologie, sondern weil ausgerechnet das gleichsam visionär in die Romantik vorausweisende Finale der noch jugendlichen Vierten (Mendelssohn und sogar Brahms lassen hier bereits grüßen!) unmittelbar anzuknüpfen scheint an die geniale und gar nicht so unvollendete Siebte, die einen ähnlich melancholischen Grundton anschlägt. Letzlich verschmerzbar, denn das lässt sich ja beliebig passend in die Playlist schieben. Die herausragende Spielkultur der DKPB muss nicht erneut gerühmt werden, ebensowenig die kompromisslose Stringenz in den dirigentischen Deutungen eines Järvi. Das Ergebnis ist neben erwartbar "schönem Spiel" bei akribisch ausgeloteter Klangbalance der sich hindurch ziehende rote Faden einer bestechenden Natürlichkeit und energetischen Vitalität, die sich scheinbar wie von selbst einstellen. Nichts wird künstlich aufgebläht, überbetont oder auch aufgeraut, etwa um sich interessant zu geben oder um sich abzusetzen von konkurrierendem Mainstream. Vielmehr gilt es alles das herauszuholen, was Partitur plus überlieferte Spiel-Konventionen der Entstehungszeit hergeben (HIP-Ansatz), und das führt bei Järvi zu wunderbar ausgestalteten Phrasen, zu bisher unerhört gebliebenen Details auch in Nebenstimmen (Kopfsatz der Vierten), zu durchdachten Spannungsbögen und unaufgeregten Steigerungen, die sich nie unpassend in Brucknerschen Dimensionen entladen. Ich persönlich schätze es bei Werken der Wiener Klassik und Frühromantik, wenn wie hier musikalischer Ausdruck unter kundiger Zuhilfenahme musik-rhetorischer Mittel entsteht. Dann beginnt Musik tatsächlich zu atmen, zu sprechen und anzurühren. Järvis Tempi sind der kleinen Besetzung angemessen zwar vergleichsweise zügig, aber ohne je ins eine oder andere Extrem zu entgleiten. Die Aufnahmen entstanden interessanterweise weder im Studio noch im Konzertsaal, sondern wie zuvor schon des öfteren im Proberaum des Orchesters, einer Schul-Aula! Der Vorteil dieser Wahl dürfte neben finanziellen Aspekten gewesen sein, dass man mit den vertrauten Stärken und Schwächen des Raumes bestens umzugehen weiß. Die Kammerbesetzung sorgt per se für Transparenz, hinzu kommt die Wahl historischer Trompeten, Posaunen und Pauken parallel zu konventionellen Holzbläsern und Hörnern, was die Gefahr diffusen Soundnebels in blechlastigen Forte-Passagen (z.B. im ersten Satz der Siebten) zusätzlich minimiert. Insgesamt ist die CD für mich zweifellos in der Spitzengruppe anzusiedeln, wenngleich ihr das Spektakuläre, das extrem Andere völlig abgeht. Tendentiell fühle ich mich an Mackerras mit dem Scottish CO (Telarc) und an Dausgaard mit dem Swedish CO (BIS) erinnert, ohne jetzt einen Direktvergleich gefahren zu haben. Highlight und Anspieltipp ist das Finale der Vierten. ![]() Torrente |
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Mars_22
Inventar |
#32888
erstellt: 19. Jan 2026, 20:58
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Hui, die ist ja ganz neu erschienen… Schöne Rezension, danke! Ich habe tatsächlich mal den Vierten der Vierten angehört, und den Ersten. Ich finde die Aufnahme derjenigen von Wand mit den Kölnern garnicht unähnlich, wobei die Durchhörbarkeit/Präzision klar besser ist - auf Kosten eines etwas trockenen Klangbildes. Die Einladung zu genauem Hinhören auch auf die Nebenstimmen, die du beschreibst, bei Verzicht auf Schnörkelei jeder Art und Wuchtigkeit, ist überzeugend und wahrscheinlich ein Alleinstellungsmerkmal. Ein Gegenbeispiel wäre dann - wer hätte das gedacht - Harnoncourt. Großes Orchester, großer Saal - völlig anderer Eindruck. |
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arnaoutchot
Moderator |
#32889
erstellt: 20. Jan 2026, 14:12
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Hier Gautier Capuçon - Gaïa - Erato 2025. Das ist wohl moderne Klassik: Kurze wohlklingende Stücke von 16 verschiedenen Komponisten Capuçon auf den Leib geschneidert, spektakuläre Fotos im Booklet von Bergwelten & Schloss Elmau, wo die Platte aufgenommen ist, und am Schluss das alles der Erde gewidmet. Klingt gut, Capuçon spielt auch gut, Cello-Fans sollten gut bedient werden. |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32890
erstellt: 20. Jan 2026, 15:46
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Ja, so fängt man sich wohl heute sein Publikum, resp. die zahlende Kundschaft, mit "moderner Klassik" und einem bebilderten Statement zur Erhaltung der Natur... Gautier Capuçon hörte ich kürzlich live in HH mit Schostakowitschs technisch sauschwerem zweiten Konzert, ganz fantastisch. Seine Einspielung beider DSCH-Konzerte mit dem Orchester des Mariinski-Theaters unter Waleri Gergijew entstand bereits vor gut 10 Jahren. Meine Empfehlung für jeden, der die Konzerte noch nicht hat oder kennt. (Rostropowitsch geht natürlich immer und vollkommen in Ordnung.) ![]() Schostakowitsch: Cello-Konzerte 1+2 Gautier Capuçon, Mariinsky Orchestra, Valery Gergiev / Erato 2015 NB: Bei JPC fand ich die CD zunächst nicht unter Gautier, sondern nach längerer Suche erst unter Renaud Capuçon! Als Konzert-Zugabe spielte Renauds Bruder dann übrigens Bryce Dessners "Towards the Forest" aus dessen oben gezeigtem, neuen Album "Gaïa". Eindrucksvoll. ![]() Torrente |
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Hörstoff
Inventar |
#32891
erstellt: 20. Jan 2026, 21:25
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Dafür läuft bei mir nun aus der Zeit gefallene Klaviermusik: Secret Key Masters - Michael Gees, Frans Ehlhart & Marion von Tilzer spielen ihre eigenen Kompositionen. Dies nun nicht irgendwo, sondern in einer audiophilen Umgebung par excellence: nämlich in den Händen von Northstar Recordings. Immer wenn ich diesen Labelimprint lese, werde ich hellhörig, denn vielfach erschließt sich ein Mehrwert gegenüber den sowieso bereits hochwertigen Einspielungen von Challenge Classics. Und wie äußert sich der audiophile Maestro himself?
Nun denn. Zur Abwechslung in Stereo abgehört ist dies imo tatsächlich Klaviermusik vom Feinsten. Durch die authentische Einspielung der Komponisten bzw. der Komponistin - dem Titel nach als Improvisationen - erschließt sich ein fulminantes Werkshörbuch unkonventioneller Provenienz. Dass van der Wolf sich abfeiert, sei ihm verziehen. Auch die gelegentlichen Artefakte, die zwischendurch geisterhaft auftauchen, etwa als ob ein Notenbuch vor dem Mikro verschoben oder verknittert wurde und die ich eigentlich negativ erwähnen wollte, seien überhört. Hier ist tatsächlich etwas Außergewöhnliches entstanden. Diese Musik lässt sich hören und genießen - aber ich bin mir sicher, dass sie beim nächsten Mal neue Geheimnisse über sich preisgeben wird. [Beitrag von Hörstoff am 20. Jan 2026, 21:47 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32892
erstellt: 21. Jan 2026, 19:33
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Im Zuge des Schubert-Abenteuers habe ich wiederholt auch Schuberts 8. (nach neuer Zählung) gehört mit Mriss Jansons und dem BR. Das ist eine klanglich exzellente Aufnahme, geradezu Beispielhaft dafür, wie gut eine CD klingen kann. Aber auch interpretatorisch finde ich sie stark, wobei ich Dausgaard nicht genau genug kenne, was wohl ein adäquater Vergleich sein dürfte, um ein valides Urteil abgeben zu können. ![]() Die Secret Masters habe ich mir angehört und finde die Stücke interessant. Wobei ich den Klang nicht außergewöhnlich finde, eher: Normal. Aber das ist ja ok. Habe sie mir bestellt.
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Hörstoff
Inventar |
#32893
erstellt: 21. Jan 2026, 20:09
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Schreck! Aber doch hoffentlich bei J.? Da verlinkt man einmal zur teureren Variante. War halt ein größeres Bild. Wofür eignen sich Hörnchen-Fullrange-Lautsprecher besonders gut? Na klar, für Flöten-Kammermusik! Also läuft hier jetzt Matthew Locke vom Flanders Recorder Quartet - sanft, brav, gesittet. Ich gebe zu, eingangs beliebte ich zu scherzen. Am Klang dieser SACD habe ich rein gar nichts auszusetzen, aber meine Hörnchen erzeugen mit anderer Musik sogar mehr Wumms. [Beitrag von Hörstoff am 21. Jan 2026, 20:10 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#32894
erstellt: 22. Jan 2026, 22:07
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Hier Onyx Klavierduo - Souvenirs - IAN Records Blu Ray Audio dolby Atmos & Auro 3D, 2023. Debutalbum eines Klavierduos mit Werken von Barber, Smit, Ravel und Mozart. Phänomenaler Klang in beiden immersiven Tonformaten. Ravels Ma mère l'oye ist traumhaft schön, das Divertimento des mir unbekannten Leo Smit überraschend. |
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Mars_22
Inventar |
#32895
erstellt: Gestern, 17:17
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Ja, das ist es! Ich habe es mit den Labeque-Schwestern und als Orchesterversion mit Boulez. Und dann noch A capella mit Accentus. Ravel statt saufen. |
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op111
Moderator |
#32896
erstellt: Gestern, 17:53
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Und nun Franz Schubert Sinfonie Nr. (8)9 C-dur D944 Orchestra of the Age of Enlightenment Sir Charles Mackerras Virgin , DDD, 1987 Ton: Mark Vigars (Spieldauer 59:30) ![]() Hervorragend aufgenommene frühe Virgin-Class.-CD. Die enorme Durchsichtigkeit des Orchestersatzes (mit antiphonischen Violinen) ist sicher auch ein Verdienst des auf meiner alten Virgin CD ungenannten Tonmeisters. Hervorragendes Klangbild, weite Dynamik. Die zum Vergleich herangezogene Berliner Aufnahme Wands von 1995 fällt dagegen in jeder Hinsicht deutlich ab. Seinerzeit spielte man auf Tonträgern (anders als im Konzert) alle Wiederholungen, was im Falle der letzten beiden Sätze durchaus quälend sein kann. Mackerras rückte später von der HIP-Sound-Welle ab und nahm die Sinfonie mit anderen Orchestern auf: (p) 2006: Philharmonia Orchestra, (Signum) (p) 1998: Scottish Chamber Orchestra, (Telarc) Dazu ein Sasso di Sole, Orcia Sangiovese, DOC, 2021, Toskana - genießen statt saufen. Franz |
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op111
Moderator |
#32897
erstellt: Gestern, 18:07
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Und danach eine Rarität im heutigen Konzertleben: Frank Martin (1890-1974) Konzert für Violine und Orchester (1951) Wolfgang Schneiderhan, Orchestre de la Suisse Romande, Ernest Ansermet Decca (P)1956 ![]() Franz [Beitrag von op111 am 23. Jan 2026, 18:22 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32898
erstellt: Gestern, 18:08
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Da bin ich neidisch - sowas ist hier nicht aufzutreiben. Was bedeutet antiphonische Violinen? Sind sie auf beide Seiten des Dirigenten verteilt? |
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op111
Moderator |
#32899
erstellt: Gestern, 18:13
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Der Sasso di Sole ist ein Direktimport, der die lange Autofahrt gut überstanden hat. Leider ist es die letzte Flasche. antiphonisch: Genau das ist gemeint, Die findet sich in der sog. deutschen Orchesteraufstellung - z.B. oft bei den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR. Franz [Beitrag von op111 am 23. Jan 2026, 18:24 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32900
erstellt: Gestern, 21:40
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Nach dem Opus Magnum von Schubert, das ich nochmal mit Mariss Jansons gehört habe (auch da sind die letzten beiden Sätze etwas mühsam wegen ihrer Wiederholungen), nun Beethovens Opus Magnum. Die Neunte mit Pletnev und dem russischen Nationalorchester, an den Reglern Rainer Maillard. Dementsprechend gut klingt das Ganze, bei teilweise sehr zügigem, immer aber sehr variablem Tempo. Unorthodoxe Tempowahl wird meist auch kritisiert - ich meine, dass eine Einspielung die Musik lebendig und konsistent transportieren muss, und das gelingt. Nicht die einzig mögliche Sichtweise, aber eine gute Alternative. [Beitrag von Mars_22 am 23. Jan 2026, 21:41 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#32901
erstellt: Gestern, 23:08
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Die von Franz verlinkten CDs kenne ich beide von mehrfachem Hören - Schubert in dieser Interpretation häufiger - quasi natürlich. Und es freut mich, dass Dich diese Einspielung der großen C-Dur von Schubert genauso sehr anspricht wie mich. Es ist meine liebste eigentlich bei einer guten Handvoll Alternativen, die wahrlich nicht schwach sind (Harnoncourt, Furtwängler, Goodman u.a. - neuerdings auch Michi Gaigg, aber da habe ich die Große noch gar nicht gehört - andere Sinfonien mit ihr sind mir irgendwie eine Nuance zu herb oder es war Tagesverfassung). Und die CD mit wichtigen Werken von Frank Martin schätze ich ebenso. Schneiderhan dürfte beim Violinkonzert Referenz sein; die Authentizität steht ihm ohnehin zu. (Wein gibt's bald mal wieder. Ich bin da ein wenig vorsichtiger geworden.) Wolfgang |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32902
erstellt: Heute, 12:11
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Die läuft bei mir auch gerade, allerdings starte ich mit den Nrn. 5 B-Dur und 7/8 h-Moll. Die "Komplettierung" von Brian Newbould überspringe ich dabei regelmäßig geflissentlich, sozusagen.
Das sehe ich auch so, unterstützt durch das hervorragend transparente Orchesterspiel, vor allem in den Streichern. (Die Hölzer in Nr. 7/8 mit Abstrichen.) Discogs nennt in den Erstveröffentlichungen als Tonmeister James Mallinson (zunächst für Decca, später freischaffend, zuletzt sämtliche Aufnahmen für LSO-Live).
Siehst du eine HIP-Abkehr bei Mackerras bezogen auf die genannten Schubert-Aufnahmen oder ganz allgemein? Seine prinzipielle Abkehr vom Originalklang finde ich jedenfalls nirgendwo belegt und fände das angesichts seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit aufführungspraktischen Aspekten auch seltsam. Beide seiner späten Schubert-Einspielungen sind mir bekannt und sie bieten alles andere als eine 180-Grad-Wende gegenüber der Virgin-Aufnahme, im Gegenteil, es sind weitgehend Bestätigungen der eingeschlagenen Sichtweise. ![]() Torrente [Beitrag von G.S.Torrente am 24. Jan 2026, 12:17 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#32903
erstellt: Heute, 13:12
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Ja, Meister Torrente, die Vervollständigug durch Newbould ist wohl Unsinn. So gut sind die beiden anderen Schubert-Nummern doch schlichtweg nicht, oder? Wobei ich grundsätzlich nicht gegen Vervollständigungen bin, wenn der oder die Vervollständigende sich selbst bemüht hat. Ich bin kein Musikologe, denn solche Dinge kann man dann natürlich per se aus der Kennerperspektive für problematisch halten. Ich sehe aber quasi den Unterhaltungswert. Und der gefällt mir beispielsweise bei Bruckners Neunter oder bei Mahlers Zehnter, wo es manch Konkurrierendes gibt. Ersterer und unser Regionalexperte Gerd Schaller - gar nicht so schlecht! Wolfgang |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32904
erstellt: Heute, 14:00
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So ist es. Ich höre den Newbould allein aus Interesse am überlieferten Schubert-Torso gelegentlich, insofern für mich nicht ganz "unsinnig", aber Newboulds äußerst spekulative Realisation vermag dann doch nicht zu überzeugen. Schallers Bruckner-Neunte habe ich hier stehen aber zu selten angehört, um ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können. Von Mahlers vollständiger Zehnter überzeugt mich Deryck Cooke (Rattle / EMI) eher als Rudolf Barshai (Brilliant Classics), das mag aber zum Großteil der musikalischen Ausführung/Umsetzung zu verdanken sein. Am sinnhaftesten scheinen mir Vervollständigungsversuche bei Mozarts c-Moll-Messe und dem Requiem zu sein! Schon allein um sie aus liturgischer Sicht "vollständig zelebrieren" zu können. ![]() Torrente |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32905
erstellt: Heute, 15:55
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Ich wechsele aus dem Saal in die Kammer, was selten genug geschieht, und bleibe dabei dem Komponisten wie dem historisierenden Ansatz treu: ![]() Franz Schubert: Quartette Nr. 12 c-Moll D 703 & Nr. 15 G-Dur D 887 Quatuor Terpsycordes / Édition Ambronay, 2015 Viele Vergleichsmöglichkeiten der beiden SQ 12 (wiederum unvollendet geblieben) und 15 besitze ich nicht. Nach Recherche: genau genommen nur die eine durch das Cuarteto Casals. Dennoch behaupte ich mal, das hippe Quatuor Terpsycordes (1997 in Genf gegründet und seither in unveränderter Besetzung aktiv) dürfte schwer zu toppen sein! Fantastisch einfühlsam und differenziert gestaltend, mit großer dynamischer Spannweite, doch kultiviert, ohne Übertreibungen, und mit Sinn für atmende Phrasen (bei Streichern eher selten anzutreffen). Das singt und flirrt nur so, dass es mich unmittelbar mitreißt. Der unvergleichliche Schubertsche Geist leistet ein übriges. Die absolute Reinheit ihres Tons, verbunden mit ihrem frappierendem Zusammenspiel gerät schlicht überwältigend. Klänge verschmelzen ineinander, ob in innig-zartesten Passagen (überwiegend) oder auch mal im feurigen Forte eines "Allegro assai". Beides beherrschen sie makellos, zum Niederknien schön. Bereits sieben Jahre zuvor hatten Terpsycordes beim belgischen Label Ricercar Schuberts zweites Paar später Quartette eingespielt ("Rosamunde", "Der Tod und das Mädchen"), das auf meinem hohen "To-Listen-To"-Stapel geduldig ausharrt -- nach den gegenwärtigen Erfahrungen sicher nicht mehr lange. Der Klang ist nicht zu direkt und perfekt ausgewogen eingefangen. Eine Neuentdeckung, die mich in vieler Hinsicht zutiefst beglückt. ![]() Torrente [Beitrag von G.S.Torrente am 24. Jan 2026, 20:14 bearbeitet] |
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WolfgangZ
Inventar |
#32906
erstellt: Heute, 18:01
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Wie es der Zufall so will, kenne ich vom Quatuor Terpsycordes genau und nur diese Einspielung. Und natürlich gibt es für mich keinen Anlass, Dir zu widersprechen.Konkurrenz ist bei mir im Regal beim späten Schubert-Quartett deutlich mehr zu finden als noch vor zehn Jahren. Überwiegend schon Aufnahmen, die mich unverändert ansprechen. (Tendenziell liebe ich schon die Vielfalt und bin gewiss nicht auf ein Modell fixiert, solange (für meine Eselsohren) sauber gespielt wird. Mittlerweile habe ich auch ein Faible für die berühmte HIP, also schon etwas länger, doch das schließt nun solide Kost der alten, aber eben nicht alten [ ] Kost natürlich nicht aus. Ich weiß - anderes Thema -, wie manche für Furtwängler schwärmen. Immer verstehe ich's nicht, öfters schon.) Wolfgang [Beitrag von WolfgangZ am 24. Jan 2026, 18:08 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#32907
erstellt: Heute, 20:07
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Beethoven #1, #3 und #5, Pletnev: Mit Pletnev habe ich die #1 erstmals mit wirklicher Freude gehört. Die #3 hat mir genauso gefallen. Ich habe sie dann mit Karajan 1966 verglichen, was für diesen nicht gut ausging, weil er stoisch durchzieht, wo Pletnev das Tempo moduliert, Nebenstimmen betont, vom pp bis fff variert und damit ganz wunderbare Wirkung erziehlt. Ich hatte eine leicht frustrierte Tendenz, Beethovens Sinfonien gedanklich zu karikieren, da sie nicht mit mir sprachen. So als seien es reine Schau- und Überwältigungswerke - den Beethoven der Sonaten und Klavierkonzerte habe ich darin nicht wiedergefunden. Er ist aber da |
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Mars_22
Inventar |
#32908
erstellt: Heute, 20:21
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Ich hatte vor ein paar Tagen mehrfach frühe Streichquartette von Schubert gehört und fand sie charming. Ich habe nur die Späten. Daher habe ich mir die Gesamtausgabe des Quatuor Modigliani bestellt. We shall see. Mit dem Label MIRARE habe ich mehrfach gute Erfahrungen gemacht. [Beitrag von Mars_22 am 24. Jan 2026, 20:23 bearbeitet] |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32909
erstellt: Heute, 20:22
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Danke, dass du auch meiner fehlerbehafteten Schreibweise des eigenwilligen Namens "Terpsycordes" nicht widersprochen hast, offensichtlich ein Kofferwort aus "Terpsichore" und "Cordes". Hab's oben korrigiert. ![]() Torrente |
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G.S.Torrente
Ist häufiger hier |
#32910
erstellt: Heute, 20:30
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Oh, danke dir für den Tipp! Das könnte zu mir passen. Viele gute Bewertungen, moderater Preis. Steht auf meinem Einkaufszettel. |
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FabianJ
Inventar |
#32911
erstellt: Heute, 22:54
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@Michael: Was ist dein Eindruck von Barbers Souvenirs auf dem Album vom Onyx Klavierduo? Ansonsten scheint das ein interessantes Album zu sein, auch wenn der Preis recht stolz ist. ![]() Ludwig van Beethoven (1770-1827) Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18 Nr. 1 Smetana-Quartett: Jiří Novák (1. Violine), Lubomír Kostecký (2. Violine), Milan Škampa (Bratsche), Antonín Kohout (Violoncello) Aufnahme: April 1977, Nationales Haus Žižkov, Prag Von Beethoven höre ich mir eigentlich lieber die Streichquartette op. 59 als die frühen Quartette op. 19 an. Insbesondere op. 59 Nr. 2 (2. Rasumowsky-Quartett) ist eines meiner liebsten Streichquartette überhaupt. Aber ich muss sagen, so wunderbar gespielt wie hier durch das Smetana-Quartetts, können mich die früheren Werke genauso begeistern. ![]() Paul Hindemith (1895-1963) Konzertmusik für Blechblas- und Streichorchester op. 50 San Francisco Symphony - Dirigent: Herbert Blomstedt Aufnahme (Konzertmusik, Schwanendreher): 30. - 31. Mai 1991, Davies Symphony Hall, San Francisco Hindemiths Orchestermusik kann ja manchmal etwas sachlich-trocken wirken, aber auf die Konzertmusik für Blechbläser und Streichorchester trifft das überhaupt nicht zu. Quirlig und kurzweilig von der ersten bis zu letzten Minute. Macht einfach Spaß. Es wundert mich, daß es so wenige Einspielungen davon zu geben scheint. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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WolfgangZ
Inventar |
#32912
erstellt: Heute, 23:50
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So einfach ist das nicht. Ich habe zunächst "Terpsychordes" geschrieben, dann das Cover ernsthaft wahrgenommen und verbessert. Und Du hattest es genauso geschrieben wie auf dem Cover. Du musst also bereits verbessert haben, bevor ich überhaupt Deinen Beitrag zur Kenntnis genommen habe. Oder sind die Dinge noch komplexer? Wolfgang |
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Ich denke, hier wird die überarbeitete Fassung (1954) aufgeführt; die Ursprungsfassung (1951) gibt es z.B. auf einer Chandos-Aufnahme.









Da verlinkt man einmal zur teureren Variante. War halt ein größeres Bild.

















