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"Tapedeck-Reparatur" Thread

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Rabia_sorda
Inventar
#7351 erstellt: 29. Dez 2020, 00:38
Die Klappe gibt es natürlich nicht mehr neu und man muss auf ein Schlachtgerät ausweichen.

Aber ich weiß jetzt auch nicht wie das Ding in ganz aussieht. Es sieht aber so aus als könnte man da was improvisieren.


[Beitrag von Rabia_sorda am 29. Dez 2020, 00:39 bearbeitet]
honda99
Stammgast
#7352 erstellt: 29. Dez 2020, 01:06
danke für deine Info. Ich werde da aber nicht mehr investieren.
Da ich noch zwei gut funktionierende Decks habe ist das auch nicht zwingend notwendig.
Bin auch froh drum. Wenn ich mir die Preise für gebrauchte Decks anschaue.
Ist ja der Wahnsinn.
Das 820S kommt dann weg.

Gruß
andi
Rabia_sorda
Inventar
#7353 erstellt: 29. Dez 2020, 01:40

Ich werde da aber nicht mehr investieren.


Geld oder Zeit?
Eine Improvisation "kostet" nur etwas Zeit.
(Ideen hätte ich dazu schon zu genüge ... )
honda99
Stammgast
#7354 erstellt: 29. Dez 2020, 11:21
Ich hatte ja auch schon überlegt da einen passenden Kunststoff Stift anzukleben oder Ähnliches.
Ein Schlachtgerät kommt für mich nicht in Frage.
Manfred_K.
Inventar
#7355 erstellt: 29. Dez 2020, 12:12

ikrone (Beitrag #7342) schrieb:
Manfred, bei wem bestellst Du Deine vielen Elkos?
Voelkner?


Hallo Ingo,

mein "Haus- und Hof" Lieferant ist reichelt.de. Die Kondensatorkur für mein Revox hat da ca. 40 € gekostet. Reichelt hat auch viele Elkos von Panasonic, die verwende ich gerne, auch wenn diese etwas mehr kosten...
Manfred_K.
Inventar
#7356 erstellt: 29. Dez 2020, 12:22

DTC1000 (Beitrag #7321) schrieb:
Beim polieren des Kopfes sollte man beachten, das die Mittel nicht die Füllung zwischen den Lamina angreift. Die schwarzen Q-Tipps könnten auch genau dieser Füllstoff sein, also Vorsicht walten lassen.


Hallo Michael,

ich revidiere gerade mein Modell 5010. Der Tonkopf zeigt praktisch keinen Einschliff, aber es sind deutliche Schleifspuren des Bandes zu erkennen.

Ich habe zunächst extra nur den Rand, also nur das Metall bearbeitet. Dieser Belag stammt also eindeutig nicht von der schwarzen Füllung. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Display Polierpaste sehr aggressiv ist. Diese riecht auch ganz neutral. Der Klangunterschied zwischen einem alten Tonkopf, welcher nur mit Iso gereinigt wurde und einem polierten Tonkopf ist für mich eindeutig hörbar. Auch hier beim Modell 5010.

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Andruckrolle auch hier natürlich neu. Bei einem so alten Deck für mich ein MUSS

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Roadfox
Ist häufiger hier
#7357 erstellt: 29. Dez 2020, 18:06
Nachdem ich ja schon wegen nicht ganz so optimalem Bandwickeltransport im Reversebetrieb (Pioneer CT-W803RS) das entsprechende Kapstanrad leicht mit dem Glashaarpinsel aufgerauht hatte, jetzt läuft es richtig gut, hatte ich noch Probleme mit der automatischen Abschaltung aus dem schnellen Reverselauf (mehrfacher Versuch des Gerätes die Abschaltung auszulösen). Grund: trotz neuer Flachriemen, sauberen und entfetteten Rädern, einschließlich des Riemenrades am Motor, rutschte der Riemen bei Erreichen des Bandendes und versuchter mechanischer Abschaltung durch Auslösung über den Elektromagnet am Motorriemenrad durch. Was macht ein Streichinstrumentenspieler, um die optimale Reibung zwischen Bogensehne und Saite zu erreichen, er nimmt Kolophonium. Habe ich nun gemacht. Etwas Kolophonium (als langjähriger Elektronikbastler herrscht hier kein Mangel )in Spiritus aufgelöst, nur eine leichte Lösung erstellt und damit hauchdünn etwas das Riemenrad am Motor vorsichtig bepinselt, ablüften lassen und Riemen wieder aufgezogen. Was sol ich sagen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Außerdem läßt es sich wieder recht leicht entfernen, sollte der nun folgende weitere Langzeittest unerwartete Nebenwirkungen zeigen. Eventuell hilft jemandem dieser Tip ebenfalls.
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7358 erstellt: 30. Dez 2020, 16:02
Habe jetzt zwei neue Tonköpfe für zwei GF 5454. Das sind alte neue ALPS.

Was muss ich beim Löten beachten, damit ich nicht wieder den Innenleiter durchschmelze? Möglichst hohe oder eher geringe Löttemperatur?
Rabia_sorda
Inventar
#7359 erstellt: 30. Dez 2020, 16:18
1. Zu dem verwendeten Lot die passende Temperatur wählen
2. Kolben ausreichen aufheizen lassen
3. Unverzinnte Lötpins der TK verzinnen
4. Litzen mit frischem Lot verzinnen
5. Kurz und zügig die einzelnen Litzen am TK anlöten. Zwischen den einzelnen Lötungen etwas pausieren, falls man nicht zügig löten kann ...
Rabia_sorda
Inventar
#7360 erstellt: 30. Dez 2020, 16:20
@Roadfox

Wenn der neue Riemen nicht "kraftschlüssig" ist, ist hier meine Vermutung groß, dass der neue Riemen nicht passgenau ist.
Manfred_K.
Inventar
#7361 erstellt: 30. Dez 2020, 18:28

SonyKassettenkaiser (Beitrag #7358) schrieb:
Was muss ich beim Löten beachten, damit ich nicht wieder den Innenleiter durchschmelze?


Karsten hat das wunderbar erklärt!

Du solltest jedoch die Anschlussleitungen zum Tonkopf prüfen. Falls Du die alte Zuleitung verwenden willst, musst Du sicherstellen, dass diese auch in Ordnung ist und nicht durch die vorhergehenden Lötaktionen beschädigt wurde. Das meinte ich mit "Innenleiter durchschmelzen". Notfalls musst Du ein Stück abschneiden und sorgfältig abisolieren. Mit dem Ohmmeter die Leitung dann testen
Manfred_K.
Inventar
#7362 erstellt: 30. Dez 2020, 18:52
Diesmal ohne viel Bla, Bla ein paar Bilder von meiner Revision. Laufwerk muss komplett überholt werden incl. 3 Riemen und Andruckrolle - das volle Programm -. Die Elektronik ist, nach einem Schnelltest, in Ordnung.

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vectra_1
Inventar
#7363 erstellt: 30. Dez 2020, 18:55
oh Manfred, schöne Gummipampe. Viel Spass beim säubern.
ikrone
Stammgast
#7364 erstellt: 30. Dez 2020, 19:39
Hallo zusammen,

hatte mich heute drauf gefreut, am RS-BX626 das LW zu warten, die Andruckrolle dafür ist heute gekommen. Die für's AZ7 immer noch nicht.

Also, wie gehabt, LW raus. Dieses Mal ordentlich die Stecker vom LW aufgemacht und die Kabel rausgenommen. Mache ich glaube ich nie wieder.

Capstan-Welle raus, sieht alles ähnlich aus wie bei dem 747, nur eben keinen motorgetriebenen Cassettenschacht.
IMG_20201230_151519

Gefettet, alles sauber gemacht, neue Andruckrolle rein. Alles zusammengebaut. LW lief, aber Zählwerk lief nicht mit. Wackeln am Kabel ergab immer wieder andere Reaktionen.
Ich hab peinlichst drauf geachtet, dass die Pins gerade blieben.
IMG_20201230_172639

Und das Gerät auch immer hart ausgeschaltet. Das 626 hat einen solchen Schalter, das 747 kann man nur auf Standby schalten. Der Stecker war nicht gescheit in Kontakt zu bekommen. Strom hab ich aber drangelassen, das war wohl ein Fehler. Das hier ist alles, was das Display noch zeigt, das Gerät zeigt keine Reaktion mehr.
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Der Capstanmotor lauft die ganze Zeit, das ist bei den 626 wohl so, sobald man sie einschaltet.

Das war's dann für das Gerät. Mist!

Grüße
Ingo
Rabia_sorda
Inventar
#7365 erstellt: 30. Dez 2020, 20:50

Strom hab ich aber drangelassen, das war wohl ein Fehler.


Weshalb macht man bitte soetwas?!


Und das Gerät auch immer hart ausgeschaltet. Das 626 hat einen solchen Schalter, das 747 kann man nur auf Standby schalten.


Die Decks der alten BX-Reihe haben keinen "harten" Netzschalter!
Das ist ja -eigentlich- auf dem ersten Blick schon erkennbar.


Das hier ist alles, was das Display noch zeigt, das Gerät zeigt keine Reaktion mehr.


Da scheint eine Spannungsversorgung abgefackelt zu sein. Vmtl sind die blanken Enden des LW-Flachbandkabels kurz an das Gehäuse gekommen.


Der Capstanmotor lauft die ganze Zeit, das ist bei den 626 wohl so, sobald man sie einschaltet.


Korrekt.

Schaue dir dazu den Schaltplan näher an. Auf dem Mainboard existieren Sicherungswiderstände, Dioden und auch Längsregeltransistoren. Hier würde ich einen Defekt vermuten und deren Spannungspunkte sollten erstmal überprüft werden.
Mit viel Pech ist dir aber der µP hinter dem Display abgefackelt.

Bevor du das Teil aber entsorgen solltest .... schreib mir mal ne PM. Ich hätte da Interesse an dem "Rest".
ikrone
Stammgast
#7366 erstellt: 30. Dez 2020, 20:55
Hallo Karsten,

das mit dem Netzstecker macht "man", wenn man sprich ich vergessen hat ihn rauszuziehen. Das hab ich bestimmt zwanzig mal gemacht, aber eben auch einmal vergessen.

Grüße
Ingo
spider12
Inventar
#7367 erstellt: 30. Dez 2020, 20:59

spider12 (Beitrag #7347) schrieb:
Mal eine Frage in die Runde: Ich besitze noch einen Pioneer CT 937 der allerdings bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr betrieben wurde. Ohne das ich es ausprobiert habe vermute einfach mal das er bestimmt nicht mehr läuft. Gibt es für Pioneer Tapedecks Spezialisten die so ein Teil revidieren können? Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich hier jetzt nicht den gesamten Thread gelesen habe. 🤭 Komme aus dem Raum H-BS



Wirklich keiner einen Tip?
Rabia_sorda
Inventar
#7368 erstellt: 30. Dez 2020, 21:14
Der Tipp wäre, dass man das Deck doch erstmal testen sollte

Ein Kumpel hatte vor 4 Jahren ein Pioneer-Deck erstanden, was vorher ca 10 Jahre unbenutzt im Keller stand. Eingesteckt und es läuft jetzt noch.
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7369 erstellt: 30. Dez 2020, 21:21
Mit gewerblichen Werkstätten für sowas sieht das mau aus (seit Jahr(zehnt)en). An deiner Stelle würde ich mal die Leute im Forum fragen.


[Beitrag von SonyKassettenkaiser am 30. Dez 2020, 21:21 bearbeitet]
spider12
Inventar
#7370 erstellt: 30. Dez 2020, 21:43

Rabia_sorda (Beitrag #7368) schrieb:
Der Tipp wäre, dass man das Deck doch erstmal testen sollte

Ein Kumpel hatte vor 4 Jahren ein Pioneer-Deck erstanden, was vorher ca 10 Jahre unbenutzt im Keller stand. Eingesteckt und es läuft jetzt noch.



Bereits erfolgt, läuft nicht🤷‍♂️
vectra_1
Inventar
#7371 erstellt: 30. Dez 2020, 21:46
@spider12,

sei mutig und steck den Stecker in die Dose. Probiere aus was noch funktioniert und was nicht. Dann wird dir hier sicherlich geholfen.
spider12
Inventar
#7372 erstellt: 30. Dez 2020, 22:05
😂 so mutig war ich schon, alles leuchtet aber Cassette läuft nicht an bzw. dreht nicht🤷‍♂️
vectra_1
Inventar
#7373 erstellt: 30. Dez 2020, 22:08
hörst du irgend etwas, dreht die Capstanwelle?
vectra_1
Inventar
#7374 erstellt: 30. Dez 2020, 22:21
Weiß einer warum der Assistmotor ständig bei der Wiedergabe zuckt und damit die Wiedergabe unterbricht? Passiert mir ständig beim Yamaha 1020, wenn ich nebenbei Musik hören will. Das nervt total.
spider12
Inventar
#7375 erstellt: 30. Dez 2020, 22:42

vectra_1 (Beitrag #7373) schrieb:
hörst du irgend etwas, dreht die Capstanwelle?



Muss ich morgen nochmal checken. Melde mich wieder...😊
SR2245
Inventar
#7376 erstellt: 31. Dez 2020, 00:57
Pioneer 937? 737 oder 939? Die Tests kann man sich sparen, es gibt kein Deck aus diesen Serien, dass noch einwandfrei funktioniert, sofern nicht schon Mal was dran gemacht wurde. Wenn es schon 20 Jahre steht, ist das sehr unwarscheinlich.
Es müssen alle Riemen neu, die Andruckrollen zumindest gründlichst gereinigt werden, was ohne Ausbau nicht geht. Zudem müssen beim 737(939 eigentlich immer diverse Kontaktprobleme (Tape Selector/ Micro Switches/Rotayry Encoder) behoben werden.
Mit Standardsachen wie Nachschmieren aller drei Motoren der Capstanwellen, und dem Durchlauf der gesamten Einstellungen nach Service Manual, Testläufen mit verschiedenen Bändern usw... dauert das mindestens 8 Stunden wenn man es vernünftig macht.

Das gewerblich so zu machen will keiner bezahlen... Eine Service Werkstatt die sowas für 150-250€ anbietet, schmeißt schnell ein Paar halbwegs passende Riemen drauf, putzt den Bandlauf und macht einen Funktionstest... und stellt vielleicht noch den Azimut nach, falls noch eine Testcassette rumfliegt.
spider12
Inventar
#7377 erstellt: 31. Dez 2020, 13:12
@SR2245

Ja genau die Befürchtung habe ich auch, das wenn man eine Werkstatt finden würde , auch entweder nur das Nötigste gemacht wird, oder man es
im Bezug auf den Wert des Gerätes, wohl den wirklichen Aufwand nicht bezahlen wollen würde.
Echte Zwickmühle.. In den letzten 20 Jahren habe ich den 939 nicht wirklich vermisst, aber letztens beim Aufräumen ... naja wie das so ist 😉
ikrone
Stammgast
#7378 erstellt: 31. Dez 2020, 13:32
Ich wohne zwischen Köln und Aachen.
Hab schon mehrfach Reparaturfirmen angesprochen.
Mittlerweile ist es gar keine Preisfrage mehr, sie reparieren keine Tapedecks mehr. Begründung: keine Ersatzteile mehr zu bekommen und zu viel Ärger.

Das mit den Ersatzteilen stimmt ja nur bedingt. Auch für andere Gerätearten ist nicht mehr alles zu bekommen.

Grüße
Ingo
Manfred_K.
Inventar
#7379 erstellt: 31. Dez 2020, 13:50

ikrone (Beitrag #7364) schrieb:
Das war's dann für das Gerät. Mist!


Ingo, ich fühle mit Dir. Das ist echt ärgerlich. Aber ehrlich gesagt passieren solche Missgeschicke leider immer mal wieder. Auch ich habe schon "Mist" gebaut...

Ich vermute, wie Karsten auch, einen Fehler in der Spannungsversorgung. Das sollte mit ein paar Messungen rauszufinden sein...

Tja, was kann man sonst machen?

Falls Du den Fehler nicht findest, würde ich mir das gleiche Deck nochmals kaufen und das Deck als Ersatzteillager vorhalten. Das Laufwerk ist ja in Ordnung. In der Regel geht das auch bei einem Tapedeck kaputt, nicht die Elektronik.

Oder Du verkaufst das defekte Gerät, ein paar Euro sollte das noch bringen. Wie gesagt, Ersatzteile gibt es ja nicht mehr...

Ich hoffe, Du hast Deine Liebe zu den Kassettendecks deshalb nicht verloren
Manfred_K.
Inventar
#7380 erstellt: 31. Dez 2020, 13:54
Bei mir geht es munter weiter.

"Glücklicherweise" ist eine Lichterkette vom Tannenbaum ausgefallen. Das China-Netzteil hat die Grätsche gemacht...

Genau diese kleinen Mini-LED´s, mit ihrem warmweißen Licht, brauche ich nun um die Schachtbeleuchtung zu reparieren...

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links die LED, rechts das Glühlämpchen


[Beitrag von Manfred_K. am 31. Dez 2020, 14:04 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#7381 erstellt: 31. Dez 2020, 14:03
Die VU-Meter beim Model 5010 sind der absolute "Hingucker". Da hat schon mal jemand gebastelt...

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Die Folge ist eine ungleichmäßige Beleuchtung. Das muss geändert werden. Die VU´s sind m.M.n. das Beste an dem Deck. Grundsätzlich erhalte ich meine Geräte möglichst im Originalzustand. Defekte Glühlämpchen werden jedoch konsequent durch LED´s ersetzt. Die heißen Lämpchen lassen die Kunststoffe drumherum schneller altern und die LED´s halten für die Ewigkeit und sind wesentlich billiger als Original-Lämpchen

Die LED´s sind mit Absicht "schief" eingelötet, damit eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung stattfinden kann:

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Zur Not wäre sogar ein Rückbau möglich:

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Hier werden die Lampen mit AC angefahren, deshalb habe ich einen Gleichrichter angelötet:

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ikrone
Stammgast
#7382 erstellt: 31. Dez 2020, 14:38
Vielen Dank, Manfred.

Ich hab das schon so gemacht, wie Du geschrieben hast, nur umgekehrt.
Vor ein paar Monaten hatte ich eine komplette Technics-Anlage gekauft, ich brauchte den Verstärker und den Tuner. Da war auch ein laufender CD-Player dabei und ein RS-BX626. Alle Geräte sehr gepflegt. Das Deck hatte aber einige Jahre unbenutzt verbracht, zwar gut eingepacjt, aber eben nicht mehr am Strom. Das lief nicht. Idler-Antrieb schaltete immer wieder ab oder gar nicht erst ein. Diesen Fehler konnte ich nicht finden.

Daher habe ich mir ein anderes 626 für kleines Geld (40 €) gekauft. Das hat zwar optisch einige Macken, aber lief.
Jetzt wollte ich es ja "besonders" gut machen, mit neuer Andruckrolle etc. Dieses Gerät hab ich gestern geschrottet.
Das sowas immer mal vorkommt ist klar, vor allem wenn man nach unzähligen Versuchen von dem Stecker genervt ist. Deshalb hatte ich davon berichtet. Mir hilft das, auch mal von Mißerfolgen zu lesen.

Aber bevor ich wohl den Kurzen gebaut habe, zeigt das Deck den gleichen Blödsinn mit Idler-Antrieb wie das ursprüngliche 626.
So wusste ich jetzt, wo ich ansetzen konnte.

Hab dann gestern erstmal eine Pause gemacht. Danach das "schöne" 626 zerlegt, gesäubert, gefettet etc. Dieses Mal habe ich die Stecker am Laufwerk aber zugelassen und auch darauf geachtet, den Netzstecker abgezogen zu haben.

Die neue Andruckrolle nun dort hinein und zusammengebaut.

Ein paar Mal hat es zwei Anläufe gebraucht. Zur Zeit läuft es.

Habe die schon mehrfach besprochenen Cassetten genommen und zwei davon neu aufgenommen. Ich muss abends im Dunkeln nochmal in Ruhe hören, bis jetzt hab ich kein Flutter gehört. Der Unterschied zum 747 ist deutlich hörbar. Das 747 und das AZ7 machen zwar grundsätzlich bessere Aufnahmen, im Moment aber eben nicht.

So hat der Mist doch dazu geführt, dass ich auf die richtige Spur beim anderen 626 kam.

Die Elkos tauschen beim 747 wird was dauern. Bis die Andruckrolle für das AZ7 endlich kommt, hoffe ich, dass dieses 626 durchhält. Bild vom Betrieb anbei.

IMG_20201231_121815

Grüße
Ingo
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7383 erstellt: 31. Dez 2020, 14:57
Also du hattest jetzt schon zwei BX 626?
ikrone
Stammgast
#7384 erstellt: 31. Dez 2020, 15:55
Ja, hatte schon zwei. Ein Schönes und ein etwas Verschrammtes.
Das Verschrammte ist jetzt hinüber und das Schöne läuft nun.

Grüße
Ingo
Manfred_K.
Inventar
#7385 erstellt: 31. Dez 2020, 17:35
Butterbrot-Papier ersetzt die vergilbten Diffusoren hinter den VU´s:

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Die Silvester-Mugge kommt heute vom Band! Euch Allen einen guten Rutsch!




Meine Kamera ist leider zu schlecht, um die volle Pracht dieser Zappelzeiger darzustellen.

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:* :*
vectra_1
Inventar
#7386 erstellt: 31. Dez 2020, 18:04
Echt toll gemacht Manfred
Hast du eine Idee zu meiner Frage mit dem Assistmotor?
SR2245
Inventar
#7387 erstellt: 31. Dez 2020, 18:14
Das K 1020 hat doch das Sankyo Laufwerk? Dann kommen eigentlich nur folgende Fehler in Betracht, der Assistmotor selbst (Totpunkte) oder die Federkontakte am Cam Gear. Ich würde die Kontakte nochmal gründlichst reinigen, denn diese Kontakte sagen dem A-Motor wann der sich zu bewegen hat.
Manfred_K.
Inventar
#7388 erstellt: 31. Dez 2020, 18:20

vectra_1 (Beitrag #7386) schrieb:
Hast du eine Idee zu meiner Frage mit dem Assistmotor?


Da kommen fast nur die Zungenschalter an der Schnecke in Frage. Die würde ich gründlich überarbeiten...
Manfred_K.
Inventar
#7389 erstellt: 31. Dez 2020, 18:23
Also die hier:

Nockenwelle
vectra_1
Inventar
#7390 erstellt: 31. Dez 2020, 18:48
@Manfred und SR2245,

Dann werde ich die Kontakte mal gründlich reinigen und hoffe das war es dann. Danke für eueren Tip. Akruell sitze ich grad am 777 und versuche ihn das spulen bei zu bringen, nach dem Knall.
Manfred_K.
Inventar
#7391 erstellt: 01. Jan 2021, 14:37
Guten Morgen im neuen Jahr!

Mein Marantz Modell 5010 hat die "Silvesterparty" einwandfrei überstanden.

Die Wiedergabe von fremd bespielten Kassetten ist gut (Pegel, Azimut, Geschwindigkeit und Play EQ hatte ich justiert). Die Aufnahme funktioniert, allerdings klingen Kassetten die ich mit meinen "Aufnahmehuren" 770ES, B215, GX75 usw. bespielt habe um einiges besser.

Das Deck das "High-End" zu bezeichnen, wie es in vielen Ebay-Verkaufsanzeigen beworben wird, ist einfach überzogen. Auch ein Blick in die technischen Daten bestätigt das. Der Frequenzgang wird bis ca. 15 kHz angegeben. Bei Wiedergabe schaffe ich gut 16 kHz, allerdings nur mit meinen fremd bespielten Kassetten. Das passt für mich. Schließlich ist es einer meiner ältesten Deck´s Bj um 1978.

Für mich ein typisches Wiedergabedeck mit klasse Optik und wunderbaren VU-Metern. Weitere Optimierungen im Aufnahmebereich werde ich deshalb nicht versuchen. Der AW-Umschalter und die Potis laufen wie neu. Kein Kratzen, keine Unterbrechungen.

Man merkt, dass das Deck bis zu meinem Erwerb in einem Nichtraucher-Wohnzimmer stehen durfte und seine letzten Jahre nicht in einem feuchten Keller gelagert wurde.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Allen weiterhin viel Freude an unserem wunderbaren Hobby


[Beitrag von Manfred_K. am 01. Jan 2021, 14:39 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#7392 erstellt: 01. Jan 2021, 16:34
Interessanterweise sind auch die Elkos augenscheinlich in Ordnung. Keine Wölbungen, keine Anzeichen von ausgelaufenem Elektrolyt.

Ich habe jetzt auf detaillierte Kapazitätsmessungen verzichtet, aber die Gleichspannungen sind sauber und "Brummen" ist nicht zu hören.

Ergo: "Alte Elkos" müssen nicht unbedingt "fertig" sein.

Eventuell lässt sich durch einen kompletten Elko-Tausch noch was "rauskitzeln", aber der Aufwand steht für mich nicht im Verhältnis zum Nutzen
ikrone
Stammgast
#7393 erstellt: 01. Jan 2021, 16:47
Euch allen wünsche ich vor allem Gesundheit und dass Ihr Euch beim nächsten Jahreswechsel gerne an 2021 erinnern werdet.

Manfred, schön, dass das Marantz gut läuft. Für das Hörvermögen der meisten reichen 16 kHz völlig aus. Trotzdem klingen Geräte, die auch höhere Frequenzen können besser. Kann meiner Meinung nach nur mit Obertönen zusammen hängen, die wir vielleicht nicht direkt wahrnehmen können, wir aber bemerken, wenn sie fehlen.

Die Sache mit den Elkos treibt mich derzeit auch um. Bauteile zu tauschen, die völlig unauffällig sind?
Das steht für mich beim 747 ja auch an. Ist aber stochern im Nebel. Es muss ja irgendwas defekt sein, wenn die Cassetten, die das 747 nur mit Flutter bespielt, vom 626 gut aufgenommen werden.
Und da sind die Elkos ja noch älter.

Grüße
Ingo
Manfred_K.
Inventar
#7394 erstellt: 01. Jan 2021, 19:32
Ingo, das in Deinem Fall Elko´s für den Defekt verantwortlich sind, halte ich für recht unwahrscheinlich.

Ich tippe diesbezüglich auf einen mechanischen Defekt, wo auch immer dieser liegen mag. Es soll auch schon "ausgeschlagene" Kapstanlager und "verbogene" Wellen gegeben haben, welche für einen schlechten Flutter verantwortlich sind. Diese Parameter arbeiten in solch engen Toleranzen, die für uns praktisch nicht zu erkennen sind. Da hilft nur systematisches probieren. Ein zweites Laufwerk wäre in solchen Fällen hilfreich.
Manfred_K.
Inventar
#7395 erstellt: 01. Jan 2021, 19:48

ikrone (Beitrag #7393) schrieb:
Für das Hörvermögen der meisten reichen 16 kHz völlig aus.


Da bin ich ganz bei Dir. UKW-Radio ist systembedingt ebenfalls nicht besser. Trotzdem klingt ein vernünftiger FM-Tuner gut.

Von der Klangcharakteristik gefällt mir das Deck. Die riesige Schwungscheibe und die neue Andruckrolle sorgen für einen sauberen Gleichlauf. Der reine Frequenzgang ist nicht "Alles"
ikrone
Stammgast
#7396 erstellt: 01. Jan 2021, 20:24

Manfred_K. (Beitrag #7394) schrieb:
Ingo, das in Deinem Fall Elko´s für den Defekt verantwortlich sind, halte ich für recht unwahrscheinlich.

Ich tippe diesbezüglich auf einen mechanischen Defekt, wo auch immer dieser liegen mag.


Auf jeden Fall ist der Fehler noch nicht so alt. Zwischenzeitlich hatte ich mal andere Aufnahmen durchgehört, die ich mit diesem Deck gemacht hatte. Bis März 2020 war alles in Ordnung.
Die drei schon erwähnten Cassetten waren dann die ersten neu aufgenommenen.

Zweites Laufwerk, hmmm, wäre mal zu testen, ob die Capstan-Welle mit der vom 626 baugleich ist.
Dann könnte ich dessen Welle mal mit der vom 747 tauschen.

Grüße
Ingo
Rabia_sorda
Inventar
#7397 erstellt: 01. Jan 2021, 22:42

... , wäre mal zu testen, ob die Capstan-Welle mit der vom 626 baugleich ist.
Dann könnte ich dessen Welle mal mit der vom 747 tauschen.


Bei einem Vergleich der Part-List zwischen den beiden Decks, handelt es sich bei beiden Decks um das "RXF0008 Flywheel".

Ein frohes Neues ....
ikrone
Stammgast
#7398 erstellt: 01. Jan 2021, 22:55
Vielen Dank, Karsten.

Dann probier ich das mal.

Grüße
Ingo
endur
Ist häufiger hier
#7399 erstellt: 02. Jan 2021, 13:42

ikrone (Beitrag #7396) schrieb:

Manfred_K. (Beitrag #7394) schrieb:
Ingo, das in Deinem Fall Elko´s für den Defekt verantwortlich sind, halte ich für recht unwahrscheinlich.

Ich tippe diesbezüglich auf einen mechanischen Defekt, wo auch immer dieser liegen mag.


Auf jeden Fall ist der Fehler noch nicht so alt. Zwischenzeitlich hatte ich mal andere Aufnahmen durchgehört, die ich mit diesem Deck gemacht hatte. Bis März 2020 war alles in Ordnung.
Die drei schon erwähnten Cassetten waren dann die ersten neu aufgenommenen.


Hallo, Ingo, denke auch, dass das eher ein mechanisches Problem ist.
Hast Du reichlich Fett in das Kapstan-Lager 'reingedrückt? Den Kapstan selbst auch zunächst richtig satt eingefettet?
Den Anschlag / das Auflager auch gefettet? Eventuell schmiert Dein Fett nicht ausreichend. Nicht harzendes Gleitlager - Maschinenfett verwendet?

Drehe mal die Schwungscheibe durch, sie sollte ganz leicht laufen, auch nachlaufen. Das Lager schlägt nicht kurzfristig aus, der Kapstan wird nicht kurzfristig unrund.

Höchstwahrscheinlich liegt es am Kapstan-Lager.

Ansonsten: Der Aufwickelmotor zieht irgendwie mit Vibration, müsste aber durch die Schwungscheibe abgefangen werden. Gibt es eine Abwickelbremse links? Kannst Du diese prüfen auf gleichmäßige Reibung?


[Beitrag von endur am 02. Jan 2021, 16:59 bearbeitet]
ikrone
Stammgast
#7400 erstellt: 02. Jan 2021, 14:28
Hallo Matthias,

nein, ich hatte das Capstan-Lager eher sparsam gefettet. Mit Harz- und säurefreiem Teflonfett, wie es mir hier empfohlen wurde. Ist aber keins mit Graphit, wie Du verwendet hast. Ist aus dem Modellbau, dieses hier:
1609586561103957651278

Nachdem Karsten gestern die Teilelisten verglichen hat (vielen Dank nochmal dafür) und die Capstan-Wellen mit dem 626 gleich sind, habe ich geschaut, auch die LW-Grundplatte mit dem Capstan-Lager ist gleich.

Ich wollte jetzt nochmal schauen, ob auch Lösch- und Tonköpfe die Gleichen sind. Wenn das so ist, wollte ich mal munter tauschen. Das geschrottete 626 hatte beim letzten Benutzen vor einigen Wochen keinen Flutter. Demnach sollten die mechanischen Komponenten in Ordnung sein.
Versuch macht klug, hoffe ich wenigstens.

Ich schraub jetzt mal...

Grüße
Ingo
endur
Ist häufiger hier
#7401 erstellt: 02. Jan 2021, 18:09

ikrone (Beitrag #7400) schrieb:
Hallo Matthias,

nein, ich hatte das Capstan-Lager eher sparsam gefettet. Mit Harz- und säurefreiem Teflonfett, wie es mir hier empfohlen wurde. Ist aber keins mit Graphit, wie Du verwendet hast. Ist aus dem Modellbau, dieses hier:
1609586561103957651278


Dieses Fett scheint dünnflüssiger zu sein, als das schwere Auto-Lagerfett (aus einer Plastik-Kartusche, mit welcher der Automechaniker üblicherweise die Fettpresse nachfüllt), das ich für das AZ7 nahm.

Es könnte daran liegen, sicher ist das aber keineswegs.
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