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"Tapedeck-Reparatur" Thread

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endur
Ist häufiger hier
#7401 erstellt: 02. Jan 2021, 16:09

ikrone (Beitrag #7400) schrieb:
Hallo Matthias,

nein, ich hatte das Capstan-Lager eher sparsam gefettet. Mit Harz- und säurefreiem Teflonfett, wie es mir hier empfohlen wurde. Ist aber keins mit Graphit, wie Du verwendet hast. Ist aus dem Modellbau, dieses hier:
1609586561103957651278


Dieses Fett scheint dünnflüssiger zu sein, als das schwere Auto-Lagerfett (aus einer Plastik-Kartusche, mit welcher der Automechaniker üblicherweise die Fettpresse nachfüllt), das ich für das AZ7 nahm.

Es könnte daran liegen, sicher ist das aber keineswegs.
Rabia_sorda
Inventar
#7402 erstellt: 02. Jan 2021, 16:29

aus einer Plastik-Kartusche, mit welcher der Automechaniker üblicherweise die Fettpresse nachfüllt


Genau das Fett nahm ich damals ...


Ich wollte jetzt nochmal schauen, ob auch Lösch- und Tonköpfe die Gleichen sind. Wenn das so ist, wollte ich mal munter tauschen.


Alles identisch.
Technics hatte selbst schon das Ende der Tapedecks in Sicht und daher auch keine neueren Laufwerke entwickelt. Man nahm noch das was von der Vorserie "auf Halde" lag.
ikrone
Stammgast
#7403 erstellt: 02. Jan 2021, 16:53
Hatte beim Zerlegen geschaut, Fett war auch beim Auflager vorhanden. Hab dann bei dem LW vom kaputten 626 und dem vom 747 verglichen, sie liefen beide in etwa gleich nach. Einige Umdrehungen waren es schon.

Hab dann mal gesehen, was ich tauschen konnte. Ich wollte vielleicht den Tonkopfschlitten komplett wechseln. Hab ich aber nicht herausbekommen, ohne Gefahr zu laufen, was an Plastikanschlägen oder -führungen abzubrechen.

Die ganze LW-Platte hätte ich nur tauschen können, wenn ich die Stecker am 747 auch geöffnet hätte.
Nach den Erfahrungen beim 626 hab ich das mal lieber seingelassen.

Habe das Capstan-Lager jetzt mit mehr Fett versorgt.
In allen LW, die ich in der Sache bis jetzt aufgemacht habe, war kein sichtbares Fett vorhanden. Weder beim 747 nich bei den beiden 626.
Nun hat das 747 innendrin, am Auflager und an der Welle bekommen.
Und die Capstan-Welle hab ich danach getauscht.
Den ganzen Salat wieder zusammengebaut.

Das 747 läuft jetzt Probe.

Für diejenigen, die mal Ähnliches vorhaben. Das ganze mechanische LW auf dem Bild ist baugleich. Am 747 ist nur die Motorik für die Cassetten-Klappe drangebaut.
IMG_20210102_160955

Ich nehme an, in einem RS-BX727 ist dann genau das gleiche LW. Nur das RS-BX hat Änderungen wegen Dual-Capstan.
Stimmt das, Karsten?

Grüße
Ingo
Rabia_sorda
Inventar
#7404 erstellt: 02. Jan 2021, 17:13

Ich nehme an, in einem RS-BX727 ist dann genau das gleiche LW. Nur das RS-BX hat Änderungen wegen Dual-Capstan.


Auch korrekt.
Hierzu sind nur die zusätzlichen Teile verbaut, die halt für einen D.C.-Antrieb nötig sind. Sonst ist die LW-"Plattform" auch identisch.


... die Capstan-Welle hab ich danach getauscht.


Aber doch wohl das komplette Flywheel mit Welle, oder hast du die Welle wirklich umgepresst?
ikrone
Stammgast
#7405 erstellt: 02. Jan 2021, 17:23
Danke Karsten, ...828 hatte ich vergessen zu schreiben.

Klar, das komplette Flywheel gewechselt. So wie auf dem Bild zu sehen. Das auf dem Bild ist das ursprüngliche Flywheel vom 747.

Grüße
Ingo
ikrone
Stammgast
#7406 erstellt: 02. Jan 2021, 17:59
So, 2x aufgenommen.

Auf SA 60 scheint die Aufnahme gut,
auf MX-S 60 grausig. Auf der gleichen Cassette hat das 626 gut aufgenommen.

Ich habe überlegt, was seit März mit dem Deck passiert sein könnte. Das einzige, was mir einfällt, das Zahnrad vom Idlermotor ist kaputtgegangen. Das hatte ich ersetzt gegen eines mit einem Messingring. Hatte ich hier auch gezeigt. Ob es das denn sein soll?
Was meint Ihr, kann das?

Grüße
Ingo


[Beitrag von ikrone am 02. Jan 2021, 17:59 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#7407 erstellt: 02. Jan 2021, 20:24
Ingo, ja das könnte es auch sein. Wenn das nicht ganz "butterweich" läuft können sich Schwingungen übertragen, was zu einem leichten Flutter führt...
Manfred_K.
Inventar
#7408 erstellt: 02. Jan 2021, 20:30
Bei mir ist Probehören angesagt...

Das Wood-Case hat der Vorbesitzer selber angefertigt. Sieht ganz nett aus, auch wenn´s leider nicht Original ist.

023

024


… und so sieht es momentan bei einem Irren rund um die DAW aus

025
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7409 erstellt: 02. Jan 2021, 20:31
lol, was ne Höhle Manfred.

Hier könnte jemand Hilfe von Sony ES Experten brauchen Klick
ikrone
Stammgast
#7410 erstellt: 02. Jan 2021, 20:37
Manfred, so muss der Tape-Deck-Himmel aussehen.

Grüße
Ingo
vectra_1
Inventar
#7411 erstellt: 02. Jan 2021, 21:25
@Manfred,
auch wenn das Wood-Case selbst gebaut ist, macht es eine gute Figur

@kaiser,

wenn er sich hier meldet helfen wir natürlich gerne.
Manfred_K.
Inventar
#7412 erstellt: 02. Jan 2021, 22:03
Danke, Jungs! Ja das Case ist schon sehr professionell gebaut. Versenkte Schrauben, auf Gehrung gesägt und sehr gut furniert.

Aus meiner "Höhle" darf immer nur ein Tape ins Wohnzimmer. Der Rest muss "unten" bleiben …

...und dem "armen Alex" aus dem Nachbarforum habe ich mal 3 Bilder gepostet. Aber das gibt eine harte Nuss, vor allem wenn man noch nie ein TCM200 zerlegt hat...
vectra_1
Inventar
#7413 erstellt: 02. Jan 2021, 23:54
Und wenn Alex die Kugeln vertauscht, hat er Spaß. Dann stimmt der Kopf nicht mehr, da eine der Kugeln eine andere Größe hat.
gordon99
Stammgast
#7414 erstellt: 03. Jan 2021, 00:55
Das Marantz ist ja schon echt ein Trumm. Sah gar nicht so groß aus auf den vorigen Bildern. Aber schönes Gerät.
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7415 erstellt: 03. Jan 2021, 11:17
Hallo Tapedeck Begeisterte,

ich hatte schon im Hifi-Klassiker eine Anfrage gepostet, aber jetzt erst verstanden das ich hier nur Antworten kann, also kein eigener Betreff.

Nun denn. Ich habe ein Pioneer CT-S710, welches mir gut gefällt und ich es darum gerne benutzen würde. Allerdings streubt es sich dagegen. Zuerst bekam ich das Kassettenfach nicht auf, ein Druck auf die Open Taste endete immer in einem surren der Räder aber das Fach blieb zu. Aufgemacht und vom Anblick der Innereien ziemlich erschrocken. Gleichzeitig den Bericht über die Enge und Verbautheit von Radiowaves, hier im Thread, gelesen der auch das S710 beschrieb. Oh weh, was tun? Gestern fasste ich mir ein Herz und baute das Laufwerk aus, um dem Geheimnis der Klappe auf die Schliche zu kommen.

Nun gut, die Cassette konnte ich endlich entnehmen, sie steckte noch im Laufwerk, aber das Geheimnis habe ich immer noch nicht ergründet. In meiner ersten Anfrage hier, berichtete ich von dem Motor mit dem Antriebspulley der nicht mehr lief, aber brutal heiss wurde. Ich entfernte daraufhin den Riemen und siehe da, der Motor läuft wieder. Grund war der Riemen der die beiden Capstanwellen verbindet, der rutschte direkt nach dem Anlaufen vom großen Umfang auf den kleinen und behinderte somit den Antriebsriemen, der sich nicht mehr bewegte.

Ist das Problem des Kassettenfachs mit neuen Riemen behoben? Die Riemen neu aufgelegt, vorher mit Isopropanol gesäubert, brachte Besserung. Der Riemen über den beiden Wellen bleibt dort und läuft. Gut.

Allerdings bewegt sich das Kassettenfach weiterhin kein Stück. Ich kann die Klappe nur von Hand öffnen wenn ich den Sprengring an der Welle mit den Fühlern für den Cassettentyp entferne, das schwarze Viertelzahnrad etwas herausziehe damit es nicht mehr auf dem weissen Zahnrad liegt, welches das Kassettenfach öffnen steuert. Ich habe irgendwie den Verdacht, das dort etwas fehlt, oder falsch montiert ist. Könntet Ihr Euch die Bilder mal anschauen und mir sagen ob da alles richtig sitzt?

DSCN3814
DSCN3815
DSCN3816
DSCN3817
DSCN3818

Viele Grüße,
Michael
Rabia_sorda
Inventar
#7416 erstellt: 03. Jan 2021, 13:48
Hallo Oraspe,

Ich hatte in deinem Thread ja schon etwas dazu geschrieben. Hier der Link für die anderen, bevor genau DAS nochmals durchgekaut wird:

Klick
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7417 erstellt: 03. Jan 2021, 14:12
Hi Karsten,

vielen Dank. Hier ist ja nun eine andere Problemstellung, und ich will noch kurz etwas dazu sagen. Wenn ich die Open Taste drücke, bewegt sich das weisse Zahnrad, bleibt aber an immer dem selben Punkt stehen, als ob dort irgendein Hindernis im Weg steht. Das schwarze Zahnrad zum öffnen der Klappe lässt sich auch von Hand weder vor noch zurück bewegen. Das kann ich nur bewegen, wenn der Sicherungsring entfernt ist und ich das Zahnrad vom Gerät weg nach vorne ziehe und es nicht auf dem weissen Rad aufliegt.

Ich blicke einfach nicht durch wie dieser Mechanismus überhaupt funktioniert. Auf YT habe ich nur Videos gefunden, bei denen der Öffnen Mechanismus funktioniert. Leider immer nur von vorne aufgenommen. Man kann erkennen dass das weisse Rad nach vorne fährt und dann das schwarze Zahnrad dazu bringt die Klappe zu öffnen.

Kann es sein, das ich die äussere Kassettenfachklappe nich eingeklinkt habe? Die steht nun wegen den Einrastnasen ein wenig vor ist aber mit der Kassettenfachklappe im Gerät nicht verbunden.

Viele Grüße,
Michael
Rabia_sorda
Inventar
#7418 erstellt: 03. Jan 2021, 14:18
Die Klappe kann durchaus auch nicht zu öffnen sein, wenn durch ausgeleierte Laufwerksriemen der Kopfschlitten noch in der Kassette eingefahren ist/bleibt. Dies wäre also als Erstes einmal zu eruieren.
Eine mutwillige Öffnung der Klappe kann/wird aber eine Zerstörung der Teile des Kopfschlittens verursachen.
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7419 erstellt: 03. Jan 2021, 14:42
Hi Karsten,

das ist mir durchaus klar. Der Kopfschlitten fährt auch brav nach unten, wenn das weisse Rad nach vorne kommt, nur das schwarze Rad macht dann nichts und der ganze Prozess des öffnens kommt zum Stillstand. Es kann aber durchaus sein, das dem Laufwerk durch den Onkel Gewalt angetan wurde.

Die Kassette hatte eine Ausbruch an einem der runden Löcher. Dort ist zur Unterseite ein kleines Stück des Gehäuses ausgebrochen, das ich allerdings im Deck nicht auf dem Boden gefunden habe. Das Band war an der rechten Capstanwelle heftigst um die Welle gewickelt.

Auffällig ist, wenn ich bei geöffneter Klappe das weisse Rad von Hand drehe, geht am Ende der Kopfschlitten nicht richtig nach oben. Die beiden Andruckrollen berühren also nicht die Capstanwellen, sondern bleiben etwa 1mm unterhalb stehen.

Viele Grüße,
Michael
SR2245
Inventar
#7420 erstellt: 03. Jan 2021, 17:46
Schwierig zu sagen aus der Ferne, eigentlich ist die Funktion des Laufwerks recht simpel. Ich würde als erstes mal die Grundstellung des Servo Mechanismus prüfen. Die Grundeinstellung bei ganz geöffneter klappe und Schltten unten:


http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-16384.html
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7421 erstellt: 03. Jan 2021, 20:28
Servus,

lass Dich küssen, SR2245

Mein weisses Rad sieht zwar anders aus, aber es war der richtige Gedanke. Die Kralle von dem schwarzen Viertelzahnrad muss bei geöffnetem Kassettenfach in die Aussparung des weissen Zahnrads. Nach lösen der Sicherungsringe, wobei der kleinste natürlich vom Tisch auf den Boden fiel, und entnehmen und neu ausrichten des weissen Cam Gear Rades, geht das Öffnen des Kassettenfachs. Ich hätte nie gedacht das mein Onkel daran herumgefingert hat. Aber gut, nun muss ich noch ein paar Kleinigkeiten in den Griff bekommen und werde mich sicher mit weiteren Fragen hier melden. Die erste wäre schon da.

Welche Riemen sind die besten, oder bei wem bestelle ich das Riemenset? Blackreel, Thakker oder gibt es noch einen seriösen Anbieter von Qualitätsriemen?

Nochmals vielen Dank für den Tipp und noch einen schönen Rest vom Abend.

Viele Grüße,
Michael


[Beitrag von oraspe am 03. Jan 2021, 20:33 bearbeitet]
ikrone
Stammgast
#7422 erstellt: 03. Jan 2021, 20:52
Hallo zusammen,

habe dann heute das Zahnrad vom Idler-Antrieb beim RS-BX747 gewechselt. Das neue Zahnrad mit dem Messingring hat tatsächlich zumindest einen Großteil vom Flutter verursacht.

Ich hatte noch ein neues, von einem polnischen Anbieter aus der Bucht. Wenn ich das montiere, ist der Flutter fast komplett weg. Dafür ist der Antrieb hörbar lauter und ein und die gleiche Cassette macht mehr mechanische Geräusche beim Spulen.
Mit einem originalen Zahnrad (vom 626) läuft der Antrieb am leisesten, auch die mechanischen Cassettengeräusche beim Spulen sind weg.
Flutter auch viel weniger als mit dem Zahnrad mit Messingring.

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Zahnrad so einen Einfluss auf die Aufnahmen haben kann. Es hat ja gar keinen direkten Kontakt zum Capstan-Antrieb oder den Tonköpfen.
Viel gelernt!

Hier die verschiedenen Zahnräder:
IMG_20210103_143612

Das linke Helle ist original Technics, das mittlere Rote ist von dem polnischen Ebay-Anbieter. Rechts das Zahnrad mit dem Messingring. Wer das hergestellt hat, weiß ich leider nicht, ich hab es von demjenigen bekommen, von dem ich das 747 bekommen habe.

Das Thema wird dann ja wahrscheinlich auch andere bald betreffen, wenn die originalen Zahnräder kaputt gehen.

Grüße
Ingo
Manfred_K.
Inventar
#7423 erstellt: 04. Jan 2021, 07:53

ikrone (Beitrag #7422) schrieb:
Das neue Zahnrad mit dem Messingring hat tatsächlich zumindest einen Großteil vom Flutter verursacht.


Klasse, dass Du den Fehler eingrenzen konntest. War meine Vermutung doch richtig, dass das Zahnrad für die schlechten Gleichlaufwerte verantwortlich sein könnte

Läuft das Zahnrad nämlich nicht "weich" so wird diese mechanische Schwingung auf das Band übertragen. Das Band wird quasi mal mehr und mal weniger gezogen und das in sehr schneller Abfolge. Je nach dem, wie gut der Bandwickel in der Kassette durch die Gleitfolie gedämpft wird, macht sich das durch Flutter bemerkbar. Durch das Aufwickelmoment "zerrt" das Band nämlich an der Andruckrolle.

Auch wenn der Zahnrad-Idler immer als das Maß aller Dinge dargestellt wird (wegen dem fast nicht vorhandenen Verschleiß) haben manche Hersteller, genau wegen diesen Problemen, am Gummi-Idler festgehalten. So gibt es z.B. im Reference-Master-Laufwerk von Pioneer oder auch im "Dragon" nur einen Gummi-Idler. Irgendwo hatte ich mal darüber was gelesen, dass der Gummi-Idler diesbezüglich ruhiger läuft und das Deck dadurch bessere Gleichlaufwerte bekommt.

Man könnte versuchen, die Zahnräder etwas zu schmieren, damit diese eventuell ruhiger laufen. Ein Hauch Vaseline wäre eine Idee...
ikrone
Stammgast
#7424 erstellt: 04. Jan 2021, 09:42
Ich hab ganz wenig von dem Teflon-Fett draufgetan.
Das hatte ich mir auch gedacht, dass etwas Schmierung gut sein könnte.

Grüße
Ingo
endur
Ist häufiger hier
#7425 erstellt: 04. Jan 2021, 19:52

Manfred_K. (Beitrag #7423) schrieb:

ikrone (Beitrag #7422) schrieb:
Das neue Zahnrad mit dem Messingring hat tatsächlich zumindest einen Großteil vom Flutter verursacht.


Klasse, dass Du den Fehler eingrenzen konntest. War meine Vermutung doch richtig, dass das Zahnrad für die schlechten Gleichlaufwerte verantwortlich sein könnte

Läuft das Zahnrad nämlich nicht "weich" so wird diese mechanische Schwingung auf das Band übertragen. Das Band wird quasi mal mehr und mal weniger gezogen und das in sehr schneller Abfolge. Je nach dem, wie gut der Bandwickel in der Kassette durch die Gleitfolie gedämpft wird, macht sich das durch Flutter bemerkbar. Durch das Aufwickelmoment "zerrt" das Band nämlich an der Andruckrolle..


Manfred, das hast Du so gut beobachtet und analysiert! Es ist wie ein Vibrato, das auf den Gleichlauf durchschlägt.

Schneide gerade mit dem Technics RS-AZ7 Tristan und Isolde von Richard Wagner auf Qobuz mit, Hi-Res 96,0 kHz Quelle, sehr anspruchsvoll, extreme Dynamik, die Hirtenflöte im dritten Akt wäre ganz unerträglich, falls da das geringste Flutter vorhanden ist. Hatte auf das Idler-Zahnrad (noch original) auch ein wenig Vaseline vom Apotheker nebenan gegeben, die ist neutral zum Plastik der Zahnräder

Gut auch die Erwähnung der Dämpfung des Flutter des Zahnrades durch eine schwerer gehende Kassette. Deshalb flutterte wohl bei Ingo eine leicht laufende, gute Kassette mehr...


[Beitrag von endur am 05. Jan 2021, 09:35 bearbeitet]
ikrone
Stammgast
#7426 erstellt: 04. Jan 2021, 19:58
Wo ist denn für die Zahnräder der Unterschied zwischen Vaseline und Teflon-Fett?
Greift das Fett denn die Kunststoff-Zahnräder an?

Viele Grüße
Ingo
hf500
Moderator
#7427 erstellt: 04. Jan 2021, 20:12
Moin,
das kommt auf das Fett und den Kunststoff der Zahnraeder an.
Vaseline ist von sich aus konsistent und chemisch so "inaktiv", dass sie nur wenige Kunststoffe angreift, mir sind bisher keine aufgefallen.
Die meisten Fette sind verseifte Mineraloele und in der Lage, diverse Kunststoffe anzugreifen. Teflonfett ist also ein Schmierfett, das noch Teflonstaub enthelt, aehnlich zu Graphitfetten oder solchen mit MoS2. Allesamt zur Verbesserung der Schmierfaehigkeit unter (hohem) Druck bei verschiedenen Anforderungen.

73
Peter
ikrone
Stammgast
#7428 erstellt: 04. Jan 2021, 20:17
Vielen Dank, Peter!
Darf ich das dann so interpretieren, wenn ich Metalle schmieren möchte (wie hier letztens das Capstan-Lager) ist das Teflon-Fett geeignet, unter anderem weil es nicht verharzt.
Bei Kunststoff wäre grundsätzlich Vaseline besser.

Ist das so richtig?

Grüße
Ingo
endur
Ist häufiger hier
#7429 erstellt: 04. Jan 2021, 20:31

ikrone (Beitrag #7428) schrieb:
Darf ich das dann so interpretieren, wenn ich Metalle schmieren möchte (wie hier letztens das Capstan-Lager) ist das Teflon-Fett geeignet, unter anderem weil es nicht verharzt.
Bei Kunststoff wäre grundsätzlich Vaseline besser.

Ist das so richtig?

Ja.


[Beitrag von endur am 05. Jan 2021, 09:36 bearbeitet]
vectra_1
Inventar
#7430 erstellt: 04. Jan 2021, 20:39
Ich benutze auch Vaseline für die Schmierung aller Platikzahnräder der TCM 200 LW in den Sony's.Danach laufen die LW erheblich leiser beim spulen und Auswurf der Kassette ist nicht mehr so kreischend.
hf500
Moderator
#7431 erstellt: 04. Jan 2021, 22:39
Moin,
die meisten metallischen Reibstellen in den Geraeten schmiere ich auch mit Vaseline, dafuer ist sie gut geeignet. Da mir persoenlich Fett in Capstanlagern noch nie aufgefallen ist, bekommen die Sinterlageroel, sobald ich erkenne, dass die Capstanwellen in Sinterlagern laufen. Und weil sie schonmal da ist, Kunstoffteile bekommen Vaseline ;-)

73
Peter
digitalo
Inventar
#7432 erstellt: 04. Jan 2021, 22:53
Auch von mir ein frohes neues Jahr.
Fängt für mich leider gleich mit einer Enttäuschung an.
Habe hier zwei Dat-Recorder Auftragsreparaturen, die sich der Eigentümer zu seinem Geburtstag am 17.01. zurückgewünscht hat.
Mir fehlen aber die Riemen für die Lademechanik. Thakker u. Gummiriemen.de können nicht liefern. Die Zeit wird knapp.
Jemand noch eine Idee ?
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7433 erstellt: 04. Jan 2021, 23:02
Apropos Thakker

Hatte mir noch einen Riemen für TC K 500 bestellt. Der ist aber irgendwie extrem dünn, so 0,2mm geschätzt. Soll ich das zurückschicken oder wie Ersatz fordern?
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7434 erstellt: 05. Jan 2021, 16:53
So, heute ist mir bei meinem Philips FA 920 die Endstufe beim anmachen gestorben. Und mein TC K 500 bekomme ich mit dem Schraubenzeiher hier nicht auf

Hat jemand einen Verstärker zum abgeben?

Edit:

Wenn man bei einem Sony TA F 770ES einen EQ über Adaptor anschließt und dann den "Direct Input" auf Adaptor stellt, sind dann die Klangregler am Verstärker selber deaktiviert?

Bei meinem Philips konnte ich am EQ UND am Verstärker regeln.


Mir gefällt schonmal ein Pioneer A 676.


[Beitrag von SonyKassettenkaiser am 05. Jan 2021, 17:13 bearbeitet]
vectra_1
Inventar
#7435 erstellt: 05. Jan 2021, 17:41
Warum machste dein Philips nicht wieder ganz?
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7436 erstellt: 05. Jan 2021, 17:56
Wenn du mir sagst was hin ist?

Ne, im Ernst, ich hatte ja gehofft das man den als Vorverstärker nehmen kann. Aber ich habe vorhin festgestellt, das die ganze Verstärkerelektronik, auch der Volume Regler erst hinter dem Processor IN am Verstärker sitzt.


Außerdem ist der klanglich nicht so die Wucht, da wollte ich eh mal was verändern. Und ganz ehrlich, da jetzt lange rumzusuchen was nu defekt ist, dafür habe ich im Moment auch keine Zeit und keine Lust.
Wegwerfen werde ich das Gerät aber nicht, aber im Moment passt es einfach nicht. Ich habe ja auch kein Multimeter und so.
vectra_1
Inventar
#7437 erstellt: 05. Jan 2021, 18:06
tja dann bleibt nur was neues.
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7438 erstellt: 05. Jan 2021, 19:31
Servus,

es geht um mein CT-S710.

Es spielt beide Kanäle sauber ab, aber bei der Aufnahme funktioniert nur der Linke Kanal. Ich kann aussteuern, der Balance Regler funktioniert auch, aber auf dem rechten Kanal kommt kein Signal an. Der Balken vom rechten Kanal auf dem Display bleibt bei 0 stehen. Bei Umschalten von Tape und Source ist das Ergebnis auch gleich. Rechter Kanal bleibt bei Null. Beide Stecker auf dem Mainboard sind richtig eingesteckt und sehen auch optisch in Ordnung aus. Tausch des Cinch Kabels ändert nichts am geschilderten Verhalten.

Ich bin nun ratlos, wo ich mit einer Fehlersuche anfangen könnte.

Viele Grüße,
Michael
digitalo
Inventar
#7439 erstellt: 05. Jan 2021, 19:40

SonyKassettenkaiser (Beitrag #7434) schrieb:


Mir gefällt schonmal ein Pioneer A 676.


Ich glaub, ich hab einen in der Hosentasche......
Hier bitte, ich lass ihn gerne ziehen. Bei mir steht er nur ungenutzt als Reserve.
pioneer 676
vectra_1
Inventar
#7440 erstellt: 05. Jan 2021, 19:42
Schlägt der rechte Kanal gar nicht aus, oder bleibt er bei 0db stehen?
oraspe
Schaut ab und zu mal vorbei
#7441 erstellt: 05. Jan 2021, 20:58
Hallo Andy,

jetzt gerade nochmal auf der selben Kassette probiert und siehe da. Es geht. Beide Kanäle im Display, Balance regelt jeweils links und rechts auf null.

Sehr merkwürdig, aber es funktioniert.

Ich muss nun los, melde mich aber nochmals, da ich noch weitere Fragen/Probleme habe.

Besten Dank,
Michael
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7442 erstellt: 05. Jan 2021, 21:39
@digitalo

Möchtest du deinen Pio wirklich los werden? Wir könnten das dann ja per PM weiterbesprechen.
digitalo
Inventar
#7443 erstellt: 05. Jan 2021, 22:11
Nicht unbedingt, aber wenn ihn jemand besser nutzen kann als ich, warum nicht.
Weiteres per PM
digitalo
Inventar
#7444 erstellt: 05. Jan 2021, 22:27
Und ich hätte mal wieder was zu verschenken: Laufwerk vom 1100er Kenwood als Teileträger.
IMG_20210105_221812_579

IMG_20210105_221942_994


[Beitrag von digitalo am 05. Jan 2021, 22:32 bearbeitet]
gordon99
Stammgast
#7445 erstellt: 06. Jan 2021, 00:08

digitalo (Beitrag #7432) schrieb:

Mir fehlen aber die Riemen für die Lademechanik. Thakker u. Gummiriemen.de können nicht liefern. Die Zeit wird knapp.
Jemand noch eine Idee ?


Äh, mal evtl. blöde Frage: Welches Maß genau wird denn gesucht oder ist das nicht klar?
digitalo
Inventar
#7446 erstellt: 06. Jan 2021, 01:26
Nö, natürlich keine blöde Frage. 56 x 2 mm.
Als Alternative ein Haargummi. Funktioniert einwandfrei u. dürfte langzeitstabil sein.
IMG_20210106_010043_803


[Beitrag von digitalo am 06. Jan 2021, 01:35 bearbeitet]
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7447 erstellt: 06. Jan 2021, 18:18
Habe jetzt in mein zweites 500 den ominösen dünnen (halb so dick wie der alte ) Riemen eingebaut, neue Andruckrolle und Azimut. Leiert erstaunlicherweise nicht. Jedenfalls nicht mit Kenny Gs Saxophon. Das dürfte doch dann leierfrei sein, oder? Der neue Riemen war nen halben mm breiter als der alte.


Die Geschwindigkeit war schwer zu justieren, wenn man da in dem Motor rumstochert, läuft der sogar manchmal mehr als doppelt so schnell. Aber irgendwann habe ich es hinbekommen.
vectra_1
Inventar
#7448 erstellt: 06. Jan 2021, 19:47
Das mit den dünneren Riemen ist mir schon vor Jahren aufgefallen. Bei meinen ES Geräten ist das genau so. Hatte ich schon mal beim Hersteller darauf hin gewiesen. Offenbar hat es nicht geholfen. Ich kann die dünneren Riemen nicht gut heißen, da ja schließlich eine gewisse Kraft übertragen werden muss.Ich vermute mal, dass der dünnere bei der heutigen Gummiqualität nicht so lange halten wird.
SonyKassettenkaiser
Inventar
#7449 erstellt: 06. Jan 2021, 19:49
Die anderen von Thakker waren nicht so dünn, die waren normal.
Manfred_K.
Inventar
#7450 erstellt: 06. Jan 2021, 20:30

SonyKassettenkaiser (Beitrag #7447) schrieb:
wenn man da in dem Motor rumstochert, läuft der sogar manchmal mehr als doppelt so schnell.


Hier muss man aufpassen, dass man mit dem Schraubendreher nicht an die Gehäusemasse des Motors kommt. Der Schleifkontakt ist innen blank!
Ich habe meinen Schraubendreher mit Tesaband isoliert, dass nur vorne die Spitze noch blank ist. Wenn´s dumm läuft, schrottet man die Elektronik im Inneren des Motors!
Manfred_K.
Inventar
#7451 erstellt: 06. Jan 2021, 20:35

digitalo (Beitrag #7446) schrieb:
Haargummi … dürfte langzeitstabil sein.


Gerade mal meine Tochter gefragt: "Papa, nach einem Jahr werden die Haargummis brüchig".

Aber im Anwendungsfall "Haare der Tochter", wird so ein Haargummi eventuell mehr beansprucht
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