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"Tapedeck-Reparatur" Thread

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vectra_1
Stammgast
#4801 erstellt: 15. Apr 2020, 22:17
So dachte ich mir das auch. Ich werde es mit Zinn brücken/verbinden und erst dann den Kondensator auflöten. Soll ich vorsichtshalber alle Anschlüsse so behandeln? Ich glauben schaden kann es nicht.
garlock
Stammgast
#4802 erstellt: 15. Apr 2020, 22:42
Am besten gleich alle verzinnen ggf. ein paar Litzen aus einem flexieblen Kabel zum Brücken auf die Leiterbahnen löten ich verwende immer Silberdraht, je nach Leiterbahnbreite auch mehrere Litzen nebeneinader verwenden.

Wichtig gut reinigen vor dem Löten.

Ich muss mal kramen ich hatte irgendwo Bilder dazu.

mfg


[Beitrag von garlock am 15. Apr 2020, 22:43 bearbeitet]
klausES
Inventar
#4803 erstellt: 15. Apr 2020, 22:58

klausES (Beitrag #4776) schrieb:
...Glück gehabt.
Messe aber trotzdem alles noch auf Durchgang.
Manchmal sind Unterbrechungen so winzig (Haarrissmässig winzig, oder CU schon zu dünn) das man sie nicht sieht...

Wozu hatte ich das geschrieben...


[Beitrag von klausES am 15. Apr 2020, 22:59 bearbeitet]
vectra_1
Stammgast
#4804 erstellt: 15. Apr 2020, 23:28
Sorry Klaus, das war vorher nicht zusehen. Da stand das alte Zinn drüber. Erst nach entfernen des alten Zeugs, kam es zum Vorschein.
garlock
Stammgast
#4805 erstellt: 15. Apr 2020, 23:30
Hier ein kleines Beispiel.

Löten

Die Reparatur eines abgerissenen Lötauge's und eine fast perfekte Lötstelle (ist etwas viel Lötzinn drauf)

mfg
klausES
Inventar
#4806 erstellt: 16. Apr 2020, 00:35
Andy, das bekommst man alles wieder in Ordnung. Man darf bei so etwas nur nicht ungeduldig werden.
Was mich "aufgeregt" hat war, das du es trotz Hinweis, am End gänzlich ohne auf diese möglichen Fehler zu überprüfen, fertig gemacht hattest.
klausES
Inventar
#4807 erstellt: 16. Apr 2020, 00:54
Das "überbrücken" solcher Stellen mit Zinn (nur mit Zinn) ist nicht die beste Idee.
(Kann man machen wenn man gut mit dem Schmelzpunkt "spielen" und Material "aufbauen" kann,
ist aber Grundsätzlich für weniger erfahrene nicht zu empfehlen).

Da das Zinn an unterbrochenen Stellen/Leiterbahnen "dort" nicht "angenommen" wird
besteht zudem die Gefahr das es sich während dem nachfolgenden Löten der nahen Elkos, von der "nicht annehmenden Stelle" wieder zurückzieht.

Repariere diese Stellen zuvor entweder mit "eingelegten" CU Ader Stücken
(durchaus auch aus einer Litze gewonnenen Einzeladern, dort fliessen keine hohen Ströme)
oder "extern" mit etwas weiträumigeren Brücken
(also quasi kleine Schleifen, denn die müssen nicht zwanghaft flach liegen wie die Leiterbahn zuvor) aus dünnen isolierten Litzestücken.
garlock hat dir ja schon Beispiele gezeigt.
vectra_1
Stammgast
#4808 erstellt: 16. Apr 2020, 08:24
@Klaus und garlock,

werde es wohl mit kleinen Brücken, wie ihr beschrieben habt realisieren. Muss mir aber erst mal ne neue Lötspitze besorgen, da meine gestern zerbröckelt ist. Nun ist sie leider am Ende. Werde weiter berichten.Danke noch mal an alle.
klausES
Inventar
#4809 erstellt: 16. Apr 2020, 11:22

vectra_1 (Beitrag #4808) schrieb:
...Muss mir aber erst mal ne neue Lötspitze besorgen, da meine gestern zerbröckelt ist. Nun ist sie leider am Ende...

Ganz wichtiger Punkt. Mach das.
Verschlissene Lötspitzen taugen schon weit bevor man das deutlich sieht nichts mehr.
Es reicht schon wenn die Zundervermeidende Beschichtung fertig ist, das sie unbrauchbar werden.
melmarc2
Ist häufiger hier
#4810 erstellt: 16. Apr 2020, 14:59
Mal ne Frage in die Runde. Ich habe ein Pioneer CT-777 zum Riemenwechsel hier. Ich möchte gerade das Laufwerk ausbauen, aber das Kassettenfach ist noch zu. Wo kann ich es manuell entriegeln? Im geschlossenen Zustand bekommt man es nicht raus.
Die äußere Tür ist mit der inneren Tür im geschlossenen Zustand verriegelt, deshalb kann ich das das LW nicht einfach rausziehen.

Gruß Marc.


[Beitrag von melmarc2 am 16. Apr 2020, 15:13 bearbeitet]
garlock
Stammgast
#4811 erstellt: 16. Apr 2020, 15:16
Hallo,

Von oben siehst du in der Mitte des Laufwerkes eine plastik Riemenscheibe mit nem Riemen drauf das ist der Servoantrieb, einfach mal drann drehen, wenn du am anschlag bist und die Klappe immer noch nicht auf dann in die andere Richtung drehen.

Achtung beim Ausbauen der Platte mit dem Servomotor die zwei großen Schalträder im Laufwerk nicht gegeneinander verdrehen falls doch ist hier im Thread ein Bild wie die Schalträder zueinender stehen müssen.
Stehen die zwei Schalträder nicht richtig zueinander funktionirt das Laufwerk nicht mehr oder es gibt Bandsalat.

mfg
melmarc2
Ist häufiger hier
#4812 erstellt: 16. Apr 2020, 15:27
Danke, hat so funktioniert.
Unter welchem Stichwort finde ich die Bilder zu den Schalträdern?
Mit der Suchfunktion hatte ich bisher keinen Erfolg.
garlock
Stammgast
#4813 erstellt: 16. Apr 2020, 15:46
vectra_1
Stammgast
#4814 erstellt: 17. Apr 2020, 17:42
Update zum 890 ES.
Habe nochmal versucht die Unterbrechung zu Photographieren. Nun ist sehr deutlich der Defekt zu sehen.
IMG_20200417_142005

Inzwischen ist es repariert. Ich habe mich für die Variante mit verzinnen entschieden. Hat sehr gut funktioniert. Leider habe ich es versäumt Fotos zu machen
Aber nun ist es in Ordnung und alles funktioniert wieder wie es soll. Man merkt auch, dass der Kopf noch nicht viele Kassetten gesehen hat. Der Klang ist sehr gut. Danke noch noch mal alle für die guten Ideen und Tip's. Hier wird sie geholfen
Manfred_K.
Inventar
#4815 erstellt: 17. Apr 2020, 19:45
Andy, das freut mich. Gut gemacht!

Ich genieße gerade meine Decks mit dem Test verschiedener Bänder und verschiedenen Musikrichtungen... Nicht dass die reparierten Decks wieder "einrosten"
vectra_1
Stammgast
#4816 erstellt: 17. Apr 2020, 19:58
Danke Manfred, habe jetzt 5 Deck's am Stück gemacht. Nun wird es echt wieder mal Zeit was zu hören und aufzunehmen.
ghaliläo
Stammgast
#4817 erstellt: 18. Apr 2020, 19:01
Is ja super Andy, dass Du das wieder hingebracht hast.

Auch von mir Glückwunsch.

Muss unbedingt mal meinen Turm abbauen und bei einem 750er diese Fischdosen tauschen, das schiebe ich schon ewig vor mir her, weil ich 6 Geräte abbauen muss, um da ranzukommen.

Wenn ich aber jetzt Deine stark angegriffene Platine gesehen habe, möchte ich nicht mehr länger mit dieser Reparatur warten.
hf500
Moderator
#4818 erstellt: 18. Apr 2020, 20:10
Moin,
ich baue da dann keine Fischdosen mehr ein.
Wenn Spannung un Kapazitaet es zulassen (bis 100µ/10V), suche ich mir sowas hier was aus:
https://www.reichelt.de/vielschicht-smd-g1210-c3167.html?&nbc=1

Fuer mich erstmal zwei Vorteile. _Mich_ werden sie ueberleben ;-.) und sie sind leichter einzubauen, weil sie nicht, wie die Elkos, auf ihren Anschluessen stehen. Vorteilhaft auch bei gedraengtem Aufbau.
Wenn man sich einigermassen sicher sein kann, dass die Elkos die Platine noch nicht zu sehr angegriffen haben, die Elkos _nicht_ ausloeten. Das ruiniert die Platine oft endgueltig. Man greift sie mit einem Seitenschneider oder aehnlichem und dreht sie ein paarmal hin und her. Die Anschluesse halten nicht viel aus, entweder loesen sie sich von der Platine oder oefter, sie reissen im Kondensator ab. Dann muss man ggf. nur noch die Kunststoffplatte enfernen und die verbliebenen Loetfuesse mit dem Loetkolben von den Pads schieben. Hat sich fuer mich als die platinenschonensde Methode herausgestellt, SMD-Elkos auszubauen.

73
Peter
Manfred_K.
Inventar
#4819 erstellt: 18. Apr 2020, 20:27

hf500 (Beitrag #4818) schrieb:
Moin,
ich baue da dann keine Fischdosen mehr ein.
Wenn Spannung un Kapazitaet es zulassen (bis 100µ/10V), suche ich mir sowas hier was aus:
https://www.reichelt.de/vielschicht-smd-g1210-c3167.html?&nbc=1


Hallo Peter, der link ist leider ungültig... würde mich interessieren
vectra_1
Stammgast
#4820 erstellt: 18. Apr 2020, 20:44
Noch mal was zu den SMD Elkos. Ich habe sie mit einer kleinen Flachzange am Plastiksockel gepackt und einmal um 90 Grad in einem Zug gedreht. Sie sind samt Lötfaden abgegangen. Man darf nur nicht an der Zange ziehen. Die aufgeklebten Lötpads auf der Platine bleiben unbeschädigt dabei. Was man dann als Ersatz einbaut ist ja jedem selbst überlassen.Also ghaliläo nur Mut und ran an die Dinger.
garlock
Stammgast
#4821 erstellt: 18. Apr 2020, 21:16

hf500 (Beitrag #4818) schrieb:
Moin,
ich baue da dann keine Fischdosen mehr ein.
Wenn Spannung un Kapazitaet es zulassen (bis 100µ/10V), suche ich mir sowas hier was aus:
https://www.reichelt.de/vielschicht-smd-g1210-c3167.html?&nbc=1
Peter


Leider funktioniert der Link nicht aber in Punkto Spannungsfestigkei mindestens 16V wählen . Es spricht nix grgen normale Elkos wenn es Markenwahre ist halten die eigentlich auch ewig.

mfg
klausES
Inventar
#4822 erstellt: 18. Apr 2020, 23:39

Manfred_K. (Beitrag #4819) schrieb:
...
Hallo Peter, der link ist leider ungültig... würde mich interessieren :)


An dem link klinkt sich über die Forensoftware etwas ein das ich "so" hier noch nie erlebt habe.
Entweder ein Fehler des Forum oder... irgendwer hat da was gehäckt...

Habe es eben selbst auch probiert (von wegen als regulärer link über's Forum) und es passiert wieder...
Der link wird von etwas mit "http://partners.webmasterplan.com..." übergestülpt umgleitet.

Schon sehr merkwürdig das ganze.

Hier der richtige link "als reiner Text". Einfach per copy - paste in die Adressleiste des Browser und keiner kann was fuscheln.


https://www.reichelt.de/vielschicht-smd-g1210-c3167.html
Seimalanders
Stammgast
#4823 erstellt: 19. Apr 2020, 12:42
Hallo liebe Tape-Spezialisten,

ist euch Folgendes schon einmal untergekommen?
Bin für jeden Ratschlag dankbar.

Edit: Es geht um das dort verlinkte Video

Edit 2: Problem wurde gelöst.

Gruß, Christoph


[Beitrag von Seimalanders am 19. Apr 2020, 15:13 bearbeitet]
hf500
Moderator
#4824 erstellt: 19. Apr 2020, 18:07

garlock (Beitrag #4821) schrieb:

Leider funktioniert der Link nicht aber in Punkto Spannungsfestigkei mindestens 16V wählen . Es spricht nix grgen normale Elkos wenn es Markenwahre ist halten die eigentlich auch ewig.
mfg 8)


Moin,
gerade erst gesehen und mit "rechte Maustaste, Link in neuem Tab oeffnen" ausprobiert, das zumindest geht (hier). Die andere Methode(n) habe ich jetzt nicht probiert.

Sicher, es spricht nichts gegen normale Elkos, aber die sind zumindest mir zu fummelig einzuloeten. So freistehend wie hier geht es ja noch, mein VHF/UHF (2m/70cm) Handfunkgeraet hat mir da was anderes gezeigt ;-) Da war die Moeglichkeit, die Keramikkondensatoren verwenden zu koennen, ein Segen. Bessere HF-Eigenschaften nimmt man in diesem Fall auch gerne mit.
Die Spannungsfestigkeit ist bei diesen Keramikkondensatoren natuerlich (auch) von der Kapazitaet bei gegebener Baugroesse abhaengig. Die 100µ/10V sind ein Beispiel, wo es diesbezueglich hingeht (vor einiger Zeit gab es das nur fuer 6,3V). Kleinere Kapazitaeten sind auch mit hoeherer Spannungsfestigkeit zu haben.
Edit: Die hier verwedeten 10µ sind im verlinkten Katalog fuer 50V zu haben. Sollte genuegen ;-)

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 19. Apr 2020, 18:11 bearbeitet]
klausES
Inventar
#4825 erstellt: 19. Apr 2020, 18:34
6.3 V Elkos bei 5V, da würde ich für mich privat noch sagen... hmm, ok knapp (obwohl Hersteller das täglich tausendfach praktizieren)
aber eine 16V Variante reicht (da hier geregelt 5V anliegen, die nie überschritten werden), zumal bei dieser Bauart allemal aus.
Manfred_K.
Inventar
#4826 erstellt: 19. Apr 2020, 21:02
Nachdem ich ja schon ein wunderschönes Pioneer CT-S610 in Silber mein eigen nennen darf, ist jetzt noch eines in schwarz dazu gekommen. Dies konnte ich so günstig erwerben, da musste ich einfach zuschlagen. Das Deck hat sehr wenige Betriebsstunden hinter sich gebracht, hat sich wohl all die Jahre totgestanden.

Also, das Übliche, Riemenwechsel, Capstan Ölen, Andruckrollen reinigen, usw. Das mache ich inzwischen zwischen 2 Tassen Kaffee... Der Idler zieht ohne Reinigung schon fast optimal. Auch ein Zeichen für wenig Abnutzung.

Funktionstest. Läuft! Klang Super, Werkseinstellungen passen bis auf winzige Abweichungen... Dann mal ganz gepflegt eine UR bespielt und danach angehört...

Höhenverlust auf einem Kanal … Diagnose: Die UR wurde an der äußeren Bandkante beschädigt

Ursache: Wie weiter vorne schon beschrieben, die berüchtigte linke Andruckrolle! Das Bremsmoment ist "gefühlt" in Ordnung.

Wenn ein Tape-Deck die Kassetten frisst, versteht der Manfred keinen Spaß. Also Zeit für den Extrem-Test. Im Übrigen, wie schon oft erwähnt, die Masse zum Laufwerk nicht vergessen Hier mein obligatorisches Zwick-Kabel (weiß).

CT-S610 - EXTREM:

00
vectra_1
Stammgast
#4827 erstellt: 19. Apr 2020, 21:30
@Manfred,

Glückwunsch zum schwarzen Pio. Bandfressen ist ja mal ganz übel. Kenne ich auch nur zu gut. Gott sei dank gibt es ja dafür immer einen Schuldigen. Ich hatte mich Heute an das WR 770 ran gemacht. Standartprogramm und einmal Wäsche. Ich bin inzwischen schon so auf Doppelcapstan fixiert, dass ich glatt den Riemen in beide LW falsch eingelegt habe. Natürlich habe ich mich dann gefragt, warum reverse nicht geht. Dann kam nach kurzem überlegen, der Richtige Gedanke. Ich musste anschließend selbst über mich lachen. Ein Problem habe ich aber doch noch. Das rechte LW läuft bei Play ca 10 sek. langsamer als das Linke LW. Die Einstellung am Motor geht nicht, weil der Regler im Motor nicht zu verdrehen geht. Da hat nen ganz schlauer den Spalt zugeklebt. Was mache ich nun? Das am Boden des Motors, war noch Original verschlossen.
garlock
Stammgast
#4828 erstellt: 19. Apr 2020, 22:07
Hallo,

Normalerweise wird die Geschwindigkeit bei Doppelkassettendecks mit high Speed dubbing irgendwo ausserhalb vom Motor auf dem Mainboard eingestellt für eines der Beiden Laufwerke gibts sogar zwei Potis zum einstellen für die normale und für die hohe Geschwindigkeit, der Motor hat zwar das obligatorische Loch dahinter ist allerdings kein Poti.

mfg
SonyKassettenkaiser
Inventar
#4829 erstellt: 19. Apr 2020, 22:39

der Motor hat zwar das obligatorische Loch dahinter ist allerdings kein Poti.


Das ist bei einem TC K 390 auch so.

@Manfred

Wo ist denn die zweite Andruckrolle?
Manfred_K.
Inventar
#4830 erstellt: 20. Apr 2020, 07:26

SonyKassettenkaiser (Beitrag #4829) schrieb:
Wo ist denn die zweite Andruckrolle?


Ich sagte ja: "CT-S610 - EXTREM"

Nachdem es nun häufiger passiert, dass das Reference-Master-Laufwerk Kassetten, aufgrund der linken "speziellen" Rolle beschädigt, möchte ich in einem längeren Selbstversuch mal testen, wie praxistauglich so ein Singel-Capstan-Umbau ist.

Der Umbau ist nicht destruktiv. Das Deck kann jeder Zeit wieder in den Normalzustand versetzt werden. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Zunächst der Übeltäter. Äußerlich sieht man der Andruckrolle nichts an. Optisch ist diese in Ordnung:

02

Erster Probelauf mit der Spiegelkassette. Das Band liegt sauber an, die Wickelbremse erzeugt an Gegenmoment. Azimut passt hervorragend. Gleichlauf ist konstant, also "Klavierfest. Ich habe die 2. Welle ausgebaut. Man könnte, um eventuell noch bessere Gleichlaufwerte zu erzeugen, den linken Capstan über den 2. Riemen "blind" mitlaufen lassen. Da ich im Moment keinen vollständigen Riemensatz habe, verwende ich zu diesen Testzwecken, vorhandene billig-Riemen aus einem Sortiment.

Erstaunlich. Selbst ohne Andruck-Pad in der Kassette, klingt die Aufnahme klar und deutlich. Einen Höhenabfall kann ich nicht feststellen. Da hatte ich schon echte Singel-Capstan-Laufwerke, die diese Kassette nicht optimal wiedergeben konnten.

01

Ich werde nun nach und nach weitere Kassetten-Typen testen. Auch diese hier funktioniert in Aufnahme und Wiedergabe einwandfrei:

03

Mir ist natürlich schon klar, dass mit dieser Modifikation die technischen Daten nicht mehr ganz den Werksvorgaben entsprechen. Aber hey, was haben wir für technische Daten, wenn die Bandkanten beschädigt werden??? Dann lieber so. Die UR bleibt jedenfalls heile …

Hat jemand von Euch schon mal Erfahrungen mit so einem Umbau sammeln können?
Manfred_K.
Inventar
#4831 erstellt: 20. Apr 2020, 07:44
Was mir noch eingefallen ist. Als meine UR beschädigt wurde, habe ich das Deck ebenfalls mit billig-Riemen aus einem Sortiment betrieben, auch den Antrieb des 2. Capstans. Also ist eventuell doch nicht die Andruckrolle schuld … ???
vectra_1
Stammgast
#4832 erstellt: 20. Apr 2020, 08:19
@garlock und Kaiser,

Danke für euren Hinweis bezüglich des WR 770. Habe ich doch glatt wieder was gelernt.So oft kommt es ja nicht vor, dass man ein Doppeldeck macht. Werde mir dann mal Heute die Regler suchen auf dem Bord.

@Manfred,

auch mit Markenriemen wirst du nicht mehr die Werte erreichen, wenn die linke Rolle fehlt. Es ist ja schließlich als Doppelcapstan konstruiert worden. Sie hätten ja sonst aus Spargründen es weglassen können.
Manfred_K.
Inventar
#4833 erstellt: 20. Apr 2020, 09:39
@ Andy: Das ist klar. Ohne Originalzustand keine optimalen Werte. Aber die Riemen an sich sind schon ein wesentlicher Faktor für den Gleichlauf. Als ich mal ein Kenwood gemacht habe, hatte ich testweise auch die China-Riemen verbaut. Die sind von der Konsistenz irgendwie "härter" sprich nicht so elastisch. Bei der Hörprobe ist mir dann aufgefallen, dass der Sinus nicht einwandfrei abgespielt wurde. Da war eine Art "Vibrator" zu hören. Nicht stark, aber hörbar. Bei "Musik" der Sorte "LaLa" ist das nicht aufgefallen. Nachdem ich die "Thakker"-Riemen eingebaut hatte, war der "Vibrator-Effekt" verschwunden. Der Sinus lief astrein.

Was ich halt nicht beurteilen kann, ist, ob nicht diese China-Riemen eventuell Schuld sein könnten, am Bandknittern und nicht die Andruckrolle.

Ich werde den Sigel-Capstan-Betrieb nun mal ausgiebig testen. Die Riemenbestellung geht demnächst raus. Dann wird die Andruckrolle überarbeitet und der Originalzustand wieder her gestellt. Dann schaun mer mal, ob das Bandfressen ein Ende hat.


[Beitrag von Manfred_K. am 20. Apr 2020, 09:40 bearbeitet]
ghaliläo
Stammgast
#4834 erstellt: 20. Apr 2020, 10:40
@Manfred

Also bevor ich die linke Andruckrolle ganz weglasse würde ich erst mal probieren, die Andruckrolle anzuschleifen - hast Du das schon mal gemacht?

Läuft natürlich auch nur mit einer Andruckrolle, das hab ich damals mit meinem Sony TC-K750 auch gemacht als die linke Andruckrolle fertig war, aber optimal ist das nicht. Hatte mir dann doch neue Andruckrollen besorgt, aber das geht ja bei den Pioneers leider nicht mehr.

Mußt es halt dann doch so machen wie es Jens gezeigt hat und einen neuen passenden Gummi aufziehen.

Dass ein billiger Riemen aus einem Sortiment der Grund für den Defekt ist kann ich mir nicht vorstellen.

Hab mir vor Jahren mal ein Riemenset für billiges Geld gekauft und damit schon viele DAT-Recorder und Tape-Decks repariert - hatte ich noch nie Probleme mit diesen Riemen, die laufen alle seit Jahren tadellos.

Die Qualität dieser Riemen ist nicht schlechter, als wenn man passende neue und teure Riemensets kauft, das hab ich nämlich auch schon mehrmals gemacht und die Riemen verglichen. Das kommt nur den Verkäufern dieser Riemensets zugute und füllt deren Kasse.


[Beitrag von ghaliläo am 20. Apr 2020, 10:49 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#4835 erstellt: 20. Apr 2020, 12:22
@ ghaliläo Danke für Deine Ausführungen.

Ich habe es mir fast gedacht, dass die billigen Riemen nicht unbedingt die Ursache der Bandbeschädigungen sind.

Angeschliffen habe ich schon mal mit 800er Schleifpapier eine Rolle, aber grundsätzlich tausche ich gerne aus, was bei den Standardrollen ja auch kein Problem darstellt.

Wenn Du mir einen Tipp hast, wie man das Anschleifen richtig macht, probiere ich das gerne mal aus. Der Gummi ist eh hinüber, da kann ich also nicht so viel falsch machen...

Hier übrigens das Schadenbild. Kaum sichtbar, aber hörbar … zumindest wenn man sehr kritisch ist

UR1_LI


UR2_LI
vectra_1
Stammgast
#4836 erstellt: 20. Apr 2020, 12:26
Boe, das ist ganz fies, dann lieber Richtig geknauscht. Das Band kann dann gleich in die Tonne.
vectra_1
Stammgast
#4837 erstellt: 20. Apr 2020, 12:33
Habe grad meine neue Errungenschaft bekommen. Ein Sony TC K 890 ES. Laut Verkäufer keine 50 Stunden gelaufen und Makellos. Genau so sieht es auch aus. Der Kopf wie neu und keine Beschädigungen an der Front oder am Gehäuse. War auch nicht ganz billig das gute Stück. Und Fotos.

IMG_20200420_121141

IMG_20200420_121157

IMG_20200420_121205

IMG_20200420_121209

IMG_20200420_121238

Einfach Traumhaft das gute Stück und dann noch in dem Zustand.
SonyKassettenkaiser
Inventar
#4838 erstellt: 20. Apr 2020, 12:53
@vectra1

Ist das jetzt nicht dein trölfzigtes ES Deck?
vectra_1
Stammgast
#4839 erstellt: 20. Apr 2020, 13:03
Mal durchzählen, 1,2,3........7 sind es inzwischen.
klausES
Inventar
#4840 erstellt: 20. Apr 2020, 13:06
Der Markt muss jetzt leergefegt sein
Manfred_K.
Inventar
#4841 erstellt: 20. Apr 2020, 13:29
Die einen horten Klopapier, die anderen …

Gratulation zu dem wunderschönen Teil, Andy. Auch noch in Silber *schwärm* Der Tonkopf ist vom Feinsten!
garlock
Stammgast
#4842 erstellt: 20. Apr 2020, 13:41
@Manfred.K

Bei den Pioneer reference master Laufwerken gibt es eigentlich nur drei Uhrsachen für Bandknittern, entweder sind die Andruckrollen fertig, die Wickelbremse vom linken Wickel funktioniert nicht richtig oder der Bandlauf ist verstellt.

Da bei einem Doppelkapstan das Band zwischen den beiden Kapstanwellen gespannt wird und die Kopfhöhe nicht peinlich genau eingestellt ist die Bandkanten von der Führungsgabel am Kopf beschädigt werden, die Linke Bandführung kann dieses Prooblem eigentlich nicht verursachen da die recht breit ist und der Linke Kapstan das Band eigetlich gut Fixiert.

Probleme mit der linken Wickelbremse kann es geben dann flattert das Band aber hin und her da es nich sauber in der ersten Führung läuft.

Auf jeden Fall sollte nann die Wickelbremse mit einer Drehmomentkassette prüfen das Abwickel drehmoment sollte ca. 10N/cm betragen der aufwicklemoment ca. 40N/cm betragen.

Ist der Bandlauf verstellt oder nur ein wenig daneben kann es zur beschädigung der Bandkanten kommen.

Die Riemen möchte ich eigentlich auschließen außer dem Problem mit dem Vibrato bei zu harten Riemen, die scheinen die Motorschwingungen stärker auf die Schwungmasse zu übertragen das hatte ich auch schon.

Die Andruckrollen sind wichtig vor allem die linke sie wird stärker beansprucht als die rechte da sie immer einen geringen Schlupf zulassen muss, wird sie irgendwann glatt und hart wird das band nicht mehr richtig gespannt un es entstehen Schwankungen im Bandlauf.

Das Problem wenn mann aus einem Doppelkapstan ein Singlekspstan macht ist das mit dem Ausbauen der linken Andruckrolle links die Bandführung fehlt das dadurch das Band nur noch von der rechten Bandführung am Kopf geführt wird und Azimut- / Spurschwankungen die Folge sind.

Bei den Riemen kann es sein wenn der Riemen der beide Schwungmassen verbindet zu lasch ist es zum leiern führen kann.

Auch ich binn eher für den Doppelkapstan Antrieb das Band wird einfach sauberer geführt und tranportiert aber dazu muss das Laufwerk auch entsprechend präziese sein und deshalb bei billigeren Laufwerken der Singlekapstan die bessere Wahl ist.

Da die Laufwerke aber immer älter werden gibts auch genug Bandführungen die Ausgelatscht sind oder sich sogar die Bandkanten eingegraben haben dan ist unweigerlich Ersatz nötig was ein großes Problem darstellen kann wenn mann die Führungen nicht reparieren oder nachfertigen kann.

mfg
vectra_1
Stammgast
#4843 erstellt: 20. Apr 2020, 19:33
Update zum WR 770,

Es gibt definitiv keine Möglichkeit mit einem Poti die Geschwindigkeit der LW einzustellen. Es wird komplett elektronisch geregelt. Was mir nun aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Treiber für das rechte LW extrem heiß wird (im Bild links). Der rechte hingegen nur Handwarm. Das gleiche Problem habe ich auch schon beim WR 820. Weiß da eventuell jemand, wo ich ansetzen muss? Bin wie immer für jede Hilfe dankbar. Und nun Foto.

IMG_20200307_163059
Die beiden großen IC mit Kupferkühlkörper.
vectra_1
Stammgast
#4844 erstellt: 20. Apr 2020, 19:41
Kommando zurück, hätte mir vorher mal das SM genauer ansehen sollen. Es gibt doch vier Regler zum Einstellen. Damit werde ich es nun hoffentlich hin bekommen. Eventuell erklärt sich daraus auch der heiße Treiber IC.
ghaliläo
Stammgast
#4845 erstellt: 20. Apr 2020, 20:18

Manfred_K. (Beitrag #4835) schrieb:


Wenn Du mir einen Tipp hast, wie man das Anschleifen richtig macht, probiere ich das gerne mal aus. Der Gummi ist eh hinüber, da kann ich also nicht so viel falsch machen...




Ich hab mir eine sehr feinkörnige Schleifscheibe in meine Bohrmaschine eingespannt und die Maschine in einer Halterung eingebaut, damit ich damt die Rollen anschleifen kann. Dann die Rolle auf eine 2mm Stahlstange draufschieben und oben auf die laufende Schleifscheibe draufdrücken.

Werd mal bei Gelegenheit ein Bild davon machen, damit das anschaulicher wird. Damit schleife ich DAT-Rollen und auch Tapedeck-Rollen an und wenn der Gummi noch einigermaßen brauchbar ist dann laufen die Rollen nach dem Anschleifen wieder tadellos. Man muß nur die oberste harte Gummischicht wegschleifen und dann laufen die Dinger wieder. Ist natürlich wichtig, dass man das schön gleichmäßig macht.

@Andy

Wow, was für ein schickes Sony-Deck.
ghaliläo
Stammgast
#4846 erstellt: 20. Apr 2020, 20:35
Mal schnell ein Bild geknipst:

BILD2057
Manfred_K.
Inventar
#4847 erstellt: 20. Apr 2020, 20:39
Das die Bandkante von der Führungsgabel am Kopf beschädigt wird, habe ich auch schon überlegt. Die Höhe des Tonkopfes ist wohl in Ordnung, da die Kontrolle mit der Spiegelkassette ein gerades Eintauchen der Gabel zeigt, ohne das dabei das Band deformiert wird. Vielleicht zieht ja auch die rechte Rolle das Band der empfindlichen UR an die Führungsgabel, somit wieder ein Problem der Rollen, eventuell sogar der rechten Rolle.

Auch wenn ich keine Drehmomentkassette besitze, passen m.E. die Aufwickel- und Bremsmomente. Das Band flattert nicht, sondern ist schön gespannt. Die "Fingerprobe" zeigt auch keine Auffälligkeiten.

Ich habe jetzt mal neue Riemen bestellt und werde in meinem Fundus nach passenden Andruckrollen schauen. Die rechte wird getauscht, bei der linken Rolle muss ich mal schauen eventuell schleife ich diese an.

UR-Kassetten habe ich zum Glück in Massen, somit kann intensiv getestet werden...
Manfred_K.
Inventar
#4848 erstellt: 20. Apr 2020, 20:45
@ghaliläo: Danke für das Bild. Das Schleifen werde ich ausprobieren, wenn alles Andere nicht zum Erfolg führt.

@ Andy: Die Motoren sind wohl identisch. Du könntest versuchen, diese zu Tauschen um zu sehen, ob der Treiber IC dann immer noch heiß wird. Eventuell zieht der eine Motor zu viel Strom...durch Defekt oder zu hohe Reibung !?!
SonyKassettenkaiser
Inventar
#4849 erstellt: 20. Apr 2020, 21:04

UR-Kassetten habe ich zum Glück in Massen


Was sind denn "Massen"?
klausES
Inventar
#4850 erstellt: 20. Apr 2020, 21:48
Wenn die Perspektive des Bild nicht täuscht, schleifst du das (lässt die den Gummi) darauf absichtlich leicht ausser Winkel abrollen.
Falls... gut
Manfred_K.
Inventar
#4851 erstellt: 20. Apr 2020, 22:10

SonyKassettenkaiser (Beitrag #4849) schrieb:
Was sind denn "Massen"? :D


So um die 200 Stück. Da kann ich noch viele Experimente machen. Ich habe letztes Jahr mal in der Bucht 10 Stück für 8 € kaufen können, Nos natürlich. Da habe ich mal kurz den Hamster gemacht... Also kann ich noch das ein oder andere Dual-Capstan-Deck testen

Bei meinem Akai GX-75 habe ich damals beide Rollen gewechselt und den linken Arm ausgebaut. Nach der Revision habe ich eine UR mit meiner Lieblingsmucke bespielt und das Band ca. 50x durchgezogen. Das Band sieht aus wie neu. Also passt die Geometrie beim Akai. Das gleiche bei meinen KX-1100 HX. Da sieht die Bandoberfläche ebenfalls TOP aus.

Fakt ist, stimmt die Mechanik des Decks, können die UR sehr gut performen. Auch habe ich keine Azimutprobleme. Bis auf den etwas höheren Rauschpegel sind das sehr gute Bänder für den Preis. Mit Dolby-C wird's dann auch ganz ruhig im Walde

Und ich lasse erst locker, wenn mein schwarzes CT-S610 genau so pfleglich mit diesen Bändern umgeht. Dann und nur dann kommen mir höherwertige Bänder in den Schacht!
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