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Was hört Ihr gerade jetzt ? (JAZZ)

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arnaoutchot
Moderator
#19668 erstellt: 22. Apr 2020, 15:08

Mr._Lovegrove (Beitrag #19666) schrieb:
Aber das Cover zur "Rocksteady" ist was für die Schublade mit der Aufschrift "peinlich".


Ja, das stimmt. Ich hab vorher auch in diese mal reingehört, auch die Musik ist nicht ganz frei von Peinlichkeiten, den gezogenen "Melodica-Revolver" spielt Alexander tatsächlich (neben Klavier), das ist ein eher quäkiges Instrument ... wie gesagt, als Standbar-Musik geht es schon noch durch ...

Edit: Aber speaking of komische Cover und Monty Alexander: Seit ich es hier im Forum mal gesehen habe, ist das untenstehende Cover für mich ein Rätsel. Was führt da für ein Schlauch ins Klavier ? Wasserkühlung ? Direkte Whisky-Leitung für die Musiker ?

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[Beitrag von arnaoutchot am 22. Apr 2020, 15:15 bearbeitet]
dietmar_
Inventar
#19669 erstellt: 22. Apr 2020, 15:48

arnaoutchot (Beitrag #19668) schrieb:

Mr._Lovegrove (Beitrag #19666) schrieb:
Aber das Cover zur "Rocksteady" ist was für die Schublade mit der Aufschrift "peinlich".


Ja, das stimmt. Ich hab vorher auch in diese mal reingehört, auch die Musik ist nicht ganz frei von Peinlichkeiten, den gezogenen "Melodica-Revolver" spielt Alexander tatsächlich (neben Klavier), das ist ein eher quäkiges Instrument ... wie gesagt, als Standbar-Musik geht es schon noch durch ...

Edit: Aber speaking of komische Cover und Monty Alexander: Seit ich es hier im Forum mal gesehen habe, ist das untenstehende Cover für mich ein Rätsel. Was führt da für ein Schlauch ins Klavier ? Wasserkühlung ? Direkte Whisky-Leitung für die Musiker ?

Na, so etwas hier, ein Anblasschlauch:

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edit:
Mein Stolperer bei diesem Cover sind jedesmal DIESE Frisuren.


[Beitrag von dietmar_ am 22. Apr 2020, 15:51 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#19670 erstellt: 22. Apr 2020, 16:13

dietmar_ (Beitrag #19669) schrieb:
Anblasschlauch


👍 - Ich hab die Live at Montreux nicht, aber ich glaube nicht, dass er da die Melodica geblasen hat ...


Nebenher habe ich im John-Coltrane-Thread noch diese drei Platten ergänzt und kurz skizziert ... wen es interessiert.

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dietmar_
Inventar
#19671 erstellt: 22. Apr 2020, 17:26

arnaoutchot (Beitrag #19670) schrieb:

dietmar_ (Beitrag #19669) schrieb:
Anblasschlauch


👍 - Ich hab die Live at Montreux nicht, aber ich glaube nicht, dass er da die Melodica geblasen hat ...


Nebenher habe ich im John-Coltrane-Thread noch diese drei Platten ergänzt und kurz skizziert ... wen es interessiert.

Dann muss es wohl ein Grand-E-Piano sein.
arnaoutchot
Moderator
#19672 erstellt: 22. Apr 2020, 22:20
Hier weiter mit der Vandermark 5. Bevor ich den zweiten Tag im Alchemia begonnen habe, habe ich als Vorspiel die Roland-Kirk-Aufnahmen der Free Jazz Classics Vol. 4 aufgelegt. Hammer ! Klanglich sind die Aufnahmen aus dem Empty Bottle Club in Chicago noch einen Tick präziser als die in Polen.

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Aber dann back to the club ...

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wilder-Denker
Stammgast
#19673 erstellt: 22. Apr 2020, 22:35

arnaoutchot (Beitrag #19670) schrieb:

Ich hab die Live at Montreux nicht, aber ich glaube nicht, dass er da die Melodica geblasen hat ...


Ich besitze die und NEIN eine Melodica war da nicht am Start

Hatte tagsüber die "Alexander Solo" (Jeton) am Start und JA, die geht beinahe immer ... inzwischen anderer Pianist, im Duo mit Schlagwerk und zeitweise Akkordeon (immerhin einer Melodica ähnlich), ein beinahe geschichtliches Dokument zu Zeiten, in denen Free durchaus auch mal Protest zum Ausdruck brachte:

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Schlippenbach - Johansson Duo - Live at Quartier Latin, Berlin 1976 (FMP)

Alexander von Schlippenbach - piano
Sven-Åke Johansson - drums, accordion, vocal

... eine von vielen, welche die Zeit (Epoche) des "sich lösenden" Jazz (wie so vieles andere auch, neben "Kunstform" auch nach "Befreiung" rief) dokumentiert .. wirklich frei und ungestüm bieten die Beiden mehr als manches Orchester, sofern man ein Faible dafür hat ...

Kurz Vor Mitternacht Mit Walzer Plus ... passt, klangtechnisch können die aber nicht mit den Vandermark 5 mithalten


// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 22. Apr 2020, 22:42 bearbeitet]
wilder-Denker
Stammgast
#19674 erstellt: 22. Apr 2020, 23:11
... und da die Veröffentlichungen, die ehemals für Vinyl gedacht waren, doch auch immer recht kurz sind, hier noch eine Vandermark 5 zum Ausklang:

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The Vandermark 5 - Airports for Light

Ken Vandermark: Reeds
Dave Rempis: Reeds
Jeb Bishop: Trombone
Kent Kessler: Bass
Tim Daisy: Drums

,,, vielleicht ein vergleichsweise leichtklingender Einstieg ins Universum der 5, vielleicht auch nur wegen unzähliger Lauschungen meinerseits (?) ... ich kann die jedenfalls "mitsummen" (pfeifen ist mir, zumindest den Ton treffend, vergönnt) ... Freude und das Gefühl einer bedeutenden Jazz-Veröffentlichung lauschen zu können, die gibt es hier - auch nach Jahren - nach wie vor.


// Gruß
Mr._Lovegrove
Inventar
#19675 erstellt: 23. Apr 2020, 08:50
Hier ein weiterer Selbstversuch meinerselbst mit freiem Material:
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Charlie Haden
The Golden Number, 1977

Bass – Charlie Haden
Piano – Hampton Hawes
Tenor Saxophone – Archie Shepp
Trumpet – Ornette Coleman
Trumpet, Flute – Don Cherry

Charlie Haden im Duett mit je einem der aufgeführten Partner und die Gästeliste zeigt schon, wohin es geht. Und in der Tat ist "Turnaround" mit Hampton Hawes das einzige recht harmonisch wirkende Stück. Mit den drei anderen Herren, allesamt Urkräfte des Freejazz, improvisiert Haden, selber eine dieser Urkräfte, frei Schnauze und lässt die Leinen los; zumindest für mich. Es bricht aber nicht aus wie ein Vulkan, sondern der intime Rahmen sorgt dafür, dass man diesen allesamt gleichwertigen Musikern gut zuhören kann. Es ist in sich gesehen eine sehr reine und persönliche Platte, die abseits von "Gruppenlärm" den Kern des Schaffens derjenigen freilegt. Haden selbst ist in seinen Solopassagen ein äußerst fasztinierender Erzähler, der tiefe Einblicke in sich gewähren lässt.
Eine irgendwie faszinierende Platte, die ich dennoch wohl nicht mehr so oft hören werde.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 23. Apr 2020, 11:23 bearbeitet]
wilder-Denker
Stammgast
#19676 erstellt: 23. Apr 2020, 20:07

Mr._Lovegrove (Beitrag #19675) schrieb:
Hier ein weiterer Selbstversuch meinerselbst mit freiem Material:
Charlie Haden
The Golden Number, 1977


... jetzt hast du mich doch neugierig gemacht. Ich besitze die Aufnahme (in irgendwelchen Kisten vergraben), sie fiel aber - wie so vieles - ausserhalb des Radars, aber dank Qobuz war sie eben ruckzuck zurück auf den Lauschern. Wirklich frei ist da nichts, improvisiert so wie jedes Solo an sich bereits Improv ist, ABER in meinen Ohren nette, bedächtige Zwiegespräche. Interessant, dass die Coleman-Komposition "Turnaround" hier mit Hawes am Piano präsentiert wird und Coleman im abschliessenden Stück mal zur Trompete greift. Sowohl Cherry, Shepp und Coleman geben sich hier so gefühlvoll ihrem genialen Partner hin, wie man es nicht unbedingt mit den jeweiligen Namen verbinden (würde) und wie man sie auch nicht soo oft gehört hat .. schönes Ding, geht hier immer, wenn es auch mal ruhig sein darf

-----

Hier dann ausnahmsweise mal für Auge & Ohr, eine ungarische Produktion Free The Jazz. Wer mal 71 Minuten investieren mag und sich fürs Thema interessiert: Statements von Brötzmann, Vandermark, PNL, Gustafsson, McPhee und etlichen anderen, gespickt mit knappen Outtakes ... überwiegend Englisch gesprochen, und wenn dann mal kurz russisch oder japanisch angesagt, dann stört das auch nicht. Falls das hier schonmal gepostet wurde, dann bitte ich um Nachsicht.



"Spannende" Doku mit sympathischen Darstellern

Immer wieder Anlass zur Diskussion, die Verwendung und Bedeutung des Begriffes Free Jazz ---> vorspulen auf 1:03:57, dann erzählt der Peter uns, wie er das so sieht ...




[Beitrag von wilder-Denker am 23. Apr 2020, 20:09 bearbeitet]
Fischers_Fritze
Inventar
#19677 erstellt: 23. Apr 2020, 20:17
jpc.de

Isao Suzuki Quartet + 2 - Orang Utan

Heute frisch aus Japan hier eingetroffen - die „ganz normale“ CD. Ordnungsgemäß mit dem hübschen Obi!

Vier Gründe haben mich zur Bestellung motiviert:
- von Isao Suzuki kannte ich bisher nur „Black Orpheus“ - eine Scheibe, die mir außerordentlich gut gefällt!
- „Orang Utan“ ist wie (fast??) alle TBM-Alben nicht bei Spotify und Co. verfügbar
- nur schon das Cover an sich ist einfach nur großartig
- ich habe mir das Album mangels anderer Alternativen zuerst auf Youtube Angehört. Noch während dieser Erstlauschung habe ich mir die CD in Nippon bestellt.

Ich denke, dass die Dauerbesucher dieses Threads die Scheibe kennen. Daher vielleicht nur noch die Hinweise, dass die Aufnahme aus dem 1975 stammt und dass die Aufnahme klanglich wirklich gut ist (wie alle Aufnahmen des Three Blind Mice (TBM) Labels, die ich kenne). Ich sitze gerade im Hörraum im Sessel, freue mich über meine CD, die mir außerordentlich gut gefällt und kann mich vor lauter gebanntem zuhören fast nicht aufs Schreiben konzentrieren.
arnaoutchot
Moderator
#19678 erstellt: 23. Apr 2020, 22:22
Hallo Fritze, wie schön, dass Du auch eine Zuneigung zu dem japanischen Label hast ... ich hatte das auch vorher schon immer mal wieder von Dir vernommen. Ich hab auch ein paar CDs von tbm, hier hatte ich auch mal ein bisschen geschrieben. Inzwischen sind es noch deutlich mehr geworden. Der Orang-Utan ist auch dabei.
Fischers_Fritze
Inventar
#19679 erstellt: 24. Apr 2020, 06:40
Hallo Michael,
ja, vieles von TBM gefällt mir sehr gut. Ich habe gerade erst angefangen, mich in diesem Bereich voranzutasten. Dabei ist der verlinkte Beitrag ein guter Ausgangspunkt, der eine erste Orientierung bietet.
Mr._Lovegrove
Inventar
#19680 erstellt: 24. Apr 2020, 08:12
Auch ich habe eine "made in Japan" geangelt, wenn auch keine tbm, sondern einen Blue Note Klassiker, den ich eh schon immer mal als CD haben wollte. Nun ist es gleich eine CP32 geworden, die allerdings klanglich eine übliche Ron McMaster ohne weiteren Japanbonus ist:
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Bobby Hutcherson
Happenings Blue Note 1966

Bass – Bob Cranshaw
Drums – Joe Chambers
Piano – Herbie Hancock
Vibraphone, Marimba – Bobby Hutcherson

Zu diesem Klassiker muß ich wohl nix mehr schreiben; eines der besten Alben der 60er, obwohl mein Favorit von Hutcherson die "Components" ist.
Leider war es wohl früher gang und gäbe, das Obi wegzuschmeißen. Ich habe so viele Japanimporte im Second Hand gekauft und bei den meisten fehlte das Obi. Für genau solche CDs (mit Obi oder anderen Umschlägen) habe ich mir letztens erst so Klarsichthüllen gekauft, in die man die CDs mit dem Obi einschieben kann, um sie geschützt aufzubewahren. Da ich in letzter Zeit eh nicht allzuviel Zeit habe, auch die CDs selber und nicht nur Files zu hören, werden auch diese CDs selten gebraucht.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 24. Apr 2020, 08:13 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#19681 erstellt: 24. Apr 2020, 10:16
@Fritze: Das ist eine faszinierende Welt, viel Spass beim Vordringen. Da Du ja auch Vinylhörer bist, ist vielleicht das hier noch von Interesse ... eine Traum-Box !

@Michael: Sehr schön, die CP32 hab ich auch, höre sie auch gerade mal wieder ... superbe Platte, Maiden Voyage gefällt mir hier fast besser als Hancock's Original. Und ja, ich habe etliche CP32 in den 1980ern gekauft, und kein Obi hat überlebt ... hab ich damals auch alle weggeworfen

Hier aber angeregt durch Euch japanischer Jazz am Start: 1/ Nobuo Hara and his Sharps & Flats - Last Forever - Live at Tokyo Bunka Kaikan 2008 - Columbia Japan SACD MCh 2016. Hara war einer der wichtigsten Promoter für westlichen Jazz in Japan nach dem 2. Weltkrieg. Seine Musik ist meist konservativer Swing, aber gut gemacht. Wer weiss, wie die Entwicklung von Labels wie tbm vonstatten gegangen wäre, wenn nicht Hara dazu beigetragen hätte, die nicht gerade offene japanische Gesellschaft für diese Musik vorzubereiten ? 2/ Tsuyoshi Yamamoto with Sam Jones & Billy Higgins - Life - East Wind Masters Collection Japan 1976/2015. Yamamoto hier mit zwei Amerikanern beim Mitbewerber von tbm, dem japanischen East-Wind-Label. Ich muss zugeben, die tbm-Platten haben etwas mehr Reibung, das hier ist schon eher gefälliger Trio-Jazz. Auch klanglich eine Stufe unter tbm.

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@Joerg: Danke für den Link zu Free the Jazz. Ich kannte es noch nicht und hab es mir gestern mal angeschaut. Gut gemacht, mehrheitlich sympathische Menschen, einige davon habe ich auch schon persönlich getroffen (Brötzmann, Vandermark, Gustafsson). Trotz der Bemühungen der Akteure, Free Jazz zu erklären, blieb eine schlüssige Definition für mich abermals offen. Die niedlichen ungarischen Untertitel haben da leider auch nicht geholfen. Ich denke, man kann es einfach nicht erklären, das muss man erhören und erfühlen. Aber das hatten wir ja auch hier schon, Stichwort Bitches Brew.


[Beitrag von arnaoutchot am 24. Apr 2020, 12:24 bearbeitet]
Fischers_Fritze
Inventar
#19682 erstellt: 24. Apr 2020, 19:46

arnaoutchot (Beitrag #19681) schrieb:
@Fritze: Das ist eine faszinierende Welt, viel Spass beim Vordringen. Da Du ja auch Vinylhörer bist, ist vielleicht das hier noch von Interesse ... eine Traum-Box !


Puh - 249 Euronen ... ich glaube, da werde ich passen.

- "Midnight Sugar" habe ich auf Hybrid-SACD und als normale Vinyl LP
- "Misty" habe ich ja gerade erst als CD aus Nippon importiert
- "Blow Up" ist ebenfalls bereits aus Japan bestellt und sollte demnächst hier eintrudeln

Ich glaube, die 249 € investiere ich lieber schrittweise in weitere Nippon CDs von TBM. Meine Sammelleidenschaft geht nicht so weit, dass ich alle Scheiben in allen möglichen Formaten und Auflagen, Masterings und Re-Masterings haben muss. Noch nicht, wohlgemerkt

Trotzdem vielen Dank für den Hinweis - und schon wieder wurde die Saat für künftige Begehrlichkeiten gelegt ...
wilder-Denker
Stammgast
#19683 erstellt: 24. Apr 2020, 22:46

arnaoutchot (Beitrag #19681) schrieb:

@Joerg: Danke für den Link zu Free the Jazz. Ich kannte es noch nicht und hab es mir gestern mal angeschaut. Gut gemacht, mehrheitlich sympathische Menschen, einige davon habe ich auch schon persönlich getroffen (Brötzmann, Vandermark, Gustafsson). Trotz der Bemühungen der Akteure, Free Jazz zu erklären, blieb eine schlüssige Definition für mich abermals offen. Die niedlichen ungarischen Untertitel haben da leider auch nicht geholfen. Ich denke, man kann es einfach nicht erklären, das muss man erhören und erfühlen. Aber das hatten wir ja auch hier schon, Stichwort Bitches Brew.


... sehr gerne, ich werde das Video bei zukünftigen Diskussionen zum Thema gerne als eine Art Referenz zitieren wollen, Und JA, nichts ist in Stein gemeißelt - selbst wenn - wirklich wahr .. eigenes Erhören und Erfühlen ist letztendlich das Maß .. keine Frage.

Ausgehend von dem Video und Peters Bezug zu Hawkins / Rollins als prägende Musiker, habe ich heute einige Stunden Coleman Hawkins gegönnt. Der war mir , im Vergleich zu Rollins, eher am Rande vertraut / nicht bewusst wahrgenommen und ich will so gerne Entwicklung verstehen / nachvollziehen können ... zum Teil ist ist es gelungen, gibt es DIE Hawkins, die man unbedingt gehört haben sollte ???

Desweiteren " Michiyo Yagi" (der/die/das Koto ist höchst interessant) .. ich kenne einiges mit PNL von ihr, verzweifelt gesucht habe ich Volda (mit PNL und Brötzmann), eine wohl sehr rare Japan-Pressung .. Michael, wenn dann du

----

Abseits davon, gerade auf den Lauschern:

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Cecil Taylor / Sunny Murray - Corona

Cecil Taylor: piano & voice
Sunny Murray: drums
and the voices of:
Dominic Duval, Tristan Honsinger, Jeff Hoyer, Chris Jonas, Jackson Krall, Elliott Levin, Chris Matthay, Harri Sjöström

... eine 2018 "post mortum" Veröffentlichung mit Aufnahmen von 1996 .. wer auch immer sich den Titel "Corona" ausgedacht hat, die Tragweite welche der begriff eines Tages haben sollte, war mit Sicherheit nicht bewusst. Gerahmt von den prominent "vocalized" Aussagen gibt es ein Kernstück von Taylor / Murray, welches man guten Gewissens als wahrhaft improvisiert bezeichnen darf .. intensiv / vertraut, für Freunde des Genres "au point", ansonsten schliesse ich das hier mit Michaels passenden Worten "das muss man erhören und erfühlen" (ich: oder sein lassen)



// Gruß
1-0-1
Inventar
#19684 erstellt: 24. Apr 2020, 23:49

arnaoutchot (Beitrag #19668) schrieb:
Was führt da für ein Schlauch ins Klavier ?


Diese Frage hatte ich mir in der Tat auch schon mal gestellt. Wie man hier ab der 8. Minute ungefähr erkennen kann, hat er wohl eine Lampe im Klavier stehen, um seine "Partitur" zu beleuchten. Und dies scheint wohl das Stromkabel für diese Lampe zu sein.
arnaoutchot
Moderator
#19685 erstellt: 25. Apr 2020, 10:09

Fischers_Fritze (Beitrag #19682) schrieb:
Puh - 249 Euronen ... ich glaube, da werde ich passen. ... Ich glaube, die 249 € investiere ich lieber schrittweise in weitere Nippon CDs von TBM. ... Noch nicht, wohlgemerkt :D


Ja, das ist nachvollziehbar und richtig ... aber manche Platten lohnen schon, auch mal in alternativen Ausgaben zu hören. Die Midnight Sugar hab ich jetzt 5x ...


@Joerg: Die eine Coleman Hawkins gibt es nicht. Dazu war Hawk's Karriere viel zu lang und vielschichtig. Aber - speziell mit Blick auf Brötzmann - seien drei Platten herausgegriffen.

- Coleman Hawkins and his Orchestra: Body and Soul, 1939 (besonders das Titelstück)
- Coleman Hawkins solo: Picasso, 1948 (eines der ersten unbegleiteten Tenor-Sax-Solos des Jazz !, müsste schauen, auf welcher Platte das ist, meist auf Kompilationen der Zeit)
- Coleman Hawkins & Sonny Rollins: Sonny meets Hawk ! (RCA 1963; Hawkins hier überraschend "modern", bei einigen Stücken muss ich überlegen, was der jüngere Rollins spielt und was Hawk.

Ich denke, besonders Picasso und die Rollins/Hawkins-Platte sind die Vorlagen und Einflüsse, die Brötz meint. Ich kann mal in mich gehen und schauen, was noch empfehlenswert ist.

Michiyo Yagi mit Brötzmann hab ich leider gar nicht ... ich kann aber mal recherchieren, ob die Volda in meinem Umfeld bekannt oder vorhanden ist.

@1-0-1: Danke für die Aufklärung.
HansFehr
Inventar
#19686 erstellt: 27. Apr 2020, 10:00
Ich bin überrascht. Album von 2020 des Schweizer Pianisten Fabian M. Müller mit einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Ich habe den Tipp von einem aktuellen HiFi-Magazin. Den Text gelesen und gedacht, das kann nichts von Bedeutung sein. Aber, jetzt gestreamt. Zum Glück. Feine Jazz-Kammermusik. Es geht um die Bergwelt. Ist ja klar.

Übrigens von den drei Musikern habe ich vorher noch nie etwas gelesen oder gehört.

Nachtrag. Teilweise erinnert mich diese Musik an Nik Bärtsch. Müsste eigentlich Mr. Lovegrove auch gefallen.

Fabian M. Müller - Berg



[Beitrag von HansFehr am 27. Apr 2020, 17:06 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#19687 erstellt: 27. Apr 2020, 20:20
Und ob sie mir gefällt! Und zwar extrem gut sogar. Ich hab sie noch nicht ganz durch, aber das ist ja jetzt schon unglaublich faszinierende Musik geprägt von einer kraftvollen ja gar urgewaltigen Bildhaftigkeit.
Es erinnert mich zwar viel eher an Ulrike Haages abstrakte Klangwelten, aber es ist auf jeden Fall eine Offenbarung. Wunderbare Musik! Danke für diesen Tipp!


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 27. Apr 2020, 20:21 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#19688 erstellt: 27. Apr 2020, 20:23
@Hans: Schönes Cover schon mal auf jeden Fall ...


wilder-Denker (Beitrag #19683) schrieb:
Desweiteren " Michiyo Yagi" (der/die/das Koto ist höchst interessant) .. ich kenne einiges mit PNL von ihr, verzweifelt gesucht habe ich Volda (mit PNL und Brötzmann), eine wohl sehr rare Japan-Pressung .. Michael, wenn dann du


Ich habe eine befreundete Quelle für absonderlichen Krach, die war auch sofort lieferfähig Peter Brötzmann (as, ts, cl, tarogato), Michiyo Yagi (17 & 21-string koto), Paal Nilssen-Love (dr, perc) - 1/ Head On - Live at Manufaktur Schorndorf, September 9, 2007 & 2/ Volda - Live at ROKKEN, Volda, Norway, April 12, 2008 - Idiolect 2009.

Ich hab mir mal gleich zwei Gigs der Formation ausgeliehen, die etwa ein halbes Jahr auseinanderliegen. Inhaltlich ist es aus naheliegenden Gründen ähnlich. Faszinierend sind die im Trio wechselnden Konstellationen zwischen den dreien, vor allem Michiyo in den ruhigeren Momenten mit Brö's Hörnern oder im perkussiven Dialog mit PNL. Natürlich ist das Trio eine aussergewöhnliche Kombination, aber es ist faszinierend, welch unerhörte Sounds sich daraus ergeben ! Klanglich ist die Volda besser und professioneller aufgenommen als der Gig in Deutschland.

Danke an Joerg, der mich hier auf etwas hochinteressantes aufmerksam gemacht hat ! Ich hab noch ein drittes Bonbon mit Yagi-san in petto, da komme ich dazu, wenn ich es gehört habe. Das ist aber auch etwas Rares ..

Edit: Und schon ist die Vandermark/Alchemia wegen diesem und anderer Neueingänge (zB einer grösseren Tangerine-Dream-Box) wie befürchtet schon wieder nach hinten gerutscht ...

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[Beitrag von arnaoutchot am 27. Apr 2020, 20:29 bearbeitet]
klutzkopp
Stammgast
#19689 erstellt: 27. Apr 2020, 20:36

HansFehr (Beitrag #19686) schrieb:
Fabian M. Müller - Berg


Gibts irgendwo ne Möglichkeit da mal reinzuhören? Ich finde die CD nirgends

Edit: arnaoutchot - doppeltes Bild herausgenommen.


[Beitrag von arnaoutchot am 27. Apr 2020, 20:51 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#19690 erstellt: 27. Apr 2020, 20:46
Äppel Musik hat sie, falls von Interesse ...

https://music.apple....3%B8yvind/1492430652
klutzkopp
Stammgast
#19691 erstellt: 27. Apr 2020, 20:48
Dankeschön!
HansFehr
Inventar
#19692 erstellt: 27. Apr 2020, 20:58

arnaoutchot (Beitrag #19690) schrieb:
falls von Interesse ...


Herrlich.
wilder-Denker
Stammgast
#19693 erstellt: 27. Apr 2020, 21:19

arnaoutchot (Beitrag #19688) schrieb:

Danke an Joerg, der mich hier auf etwas hochinteressantes aufmerksam gemacht hat ! Ich hab noch ein drittes Bonbon mit Yagi-san in petto, da komme ich dazu, wenn ich es gehört habe. Das ist aber auch etwas Rares ..


... ach, das freut mich wirklich sehr – Auch wenn ich derzeit noch nicht wirklich einen Vergleich starten kann, die Brötzmann / Yagi sind tatsächliche Raritäten, aber im Sinne von "Kulturen verbinden" hier eine ganz frische Veröffentlichung:

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The Catch of a Ghost

Peter Brötzmann: tenor saxophone, tarogato
Maâlem Moukhtar Gania: guembri, voice
Hamid Drake: drums

... statt Japan hier Marokko und das auch musikalisch in vorderster Linie präsent. Maâlem Moukhtar Gania dominiert das Gebotene, Drake untermauert forsch und Brötzmann tastet sich respektvoll, mit zarten (persönlichen) Akzenten an die afrikanische Musik .. spannend, auf jeden Fall. Dass Musik Kulturen verbindet ist zwar nicht wirklich neu, dass es trotzdem zukünftig weiterhin so bleiben wird und neue Früchte bringt, auf jeden Fall ein erstrebenswertes Ziel.

Cover vom "Bild gebenden" Brötzmann.

// Gruß
klutzkopp
Stammgast
#19694 erstellt: 27. Apr 2020, 21:40

HansFehr (Beitrag #19692) schrieb:

arnaoutchot (Beitrag #19690) schrieb:
falls von Interesse ...


Herrlich. :)


Ich weiß nicht was daran jetzt so lustig ist. Muss ich aber auch nicht.


[Beitrag von klutzkopp am 27. Apr 2020, 21:42 bearbeitet]
HansFehr
Inventar
#19695 erstellt: 27. Apr 2020, 21:51
Lustig deshalb, weil ich arnaoutchot seit vielen Jahren hier im Forum kenne. Und ich habe sofort gespürt, dass ihm dieses Album Berg nicht so richtig gefällt. Macht nichts.
arnaoutchot
Moderator
#19696 erstellt: 27. Apr 2020, 21:58
Hans hat ein sehr feines Gespür ! Ich hab reingehört in den Berg, meins ist das nicht, aber das heisst nichts. Viel Spass allen beim Hören, hörenswert ist es allemal.
wilder-Denker
Stammgast
#19697 erstellt: 27. Apr 2020, 22:40
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Evan Parker / Paul Lytton - collective calls (revisited) (jubilee)

Evan Parker: Tenor Sax
Paul Lytton: Drums

... dietmar_ hatte sie im Februar hier als Erstlauschung am Start, ich derzeit noch in Vorfreude habe sie heute (ebenfalls als Erstlauschung) endlich am Start. Als Freund von Monologen und Zwiegesprächen, ebenso Evan Parker lange verfolgend, erhöre ich hier einen sehr reifen, ausgewogenen Dialog .. für Freunde derartiger Musik (weil dies nicht allgemeingültig) eine entspannte Darbietung .. an der ein oder anderen Stelle hätte ich mehr etwas mehr Ausbau / Länge gewünscht (manches wirkt etwas "abgeschnitten"), aber das tut der Intensivität keinen Abbruch. Langjährige Kameraden der Improv-Szene legen quasi eine Art Reifezeugnis ab.

Gar nicht soo weit entfernt von einer "I Surrender Dear / Brötzmann Solo" eine Art Quintessence des Schaffens .. absolut hörenswert


// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 27. Apr 2020, 22:43 bearbeitet]
dietmar_
Inventar
#19698 erstellt: 28. Apr 2020, 01:00

wilder-Denker (Beitrag #19697) schrieb:
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Evan Parker / Paul Lytton - collective calls (revisited) (jubilee)

Evan Parker: Tenor Sax
Paul Lytton: Drums

... dietmar_ hatte sie im Februar hier als Erstlauschung am Start, ich derzeit noch in Vorfreude habe sie heute (ebenfalls als Erstlauschung) endlich am Start. Als Freund von Monologen und Zwiegesprächen, ebenso Evan Parker lange verfolgend, erhöre ich hier einen sehr reifen, ausgewogenen Dialog .. für Freunde derartiger Musik (weil dies nicht allgemeingültig) eine entspannte Darbietung .. an der ein oder anderen Stelle hätte ich mehr etwas mehr Ausbau / Länge gewünscht (manches wirkt etwas "abgeschnitten"), aber das tut der Intensivität keinen Abbruch. Langjährige Kameraden der Improv-Szene legen quasi eine Art Reifezeugnis ab.

Langjährig, kann man wohl sagen. Die 2 haben schon vor 50 Jahren zusammen gespielt, hier ihre erste gemeinsame Aufnahme:

(urban) (two microphones)

Evan Parker & Paul Lytton - collective calls (urban) (two microphones)
1972, Incus, 2002, psi

Nicht so ausgewogen wie in 2019, hier kommen noch deutlich mehr "Instrumente" zur Sache, aber ein interessanter Start dieser langjährigen Zusammenarbeit. Ich konnte die beiden zusammen mit Alexander von Schlippenbach im Dezember im Kölner Loft erleben.

Man beachte die Cover: wieder Häuser bzw. Dächer.
klutzkopp
Stammgast
#19699 erstellt: 28. Apr 2020, 12:36

arnaoutchot (Beitrag #19696) schrieb:
Ich hab reingehört in den Berg, meins ist das nicht, aber das heisst nichts.


Habe auch mal reingelauscht und schließe mich an.
wilder-Denker
Stammgast
#19700 erstellt: 28. Apr 2020, 22:17

dietmar_ (Beitrag #19698) schrieb:

Evan Parker & Paul Lytton - collective calls (urban) (two microphones)
1972, Incus, 2002, psi

... ohaa, jetzt habe ich wirklich vieles der Beiden in meiner Sammlung, aber diese "Geburt einer Freundschaft" fehlt doch tatsächlich .. mal sehen, ob sich das irgendwie nachholen lässt

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Hier war heute etwas ganz anderes meiner Aufmerksamkeit gewidmet, aber manchmal kommt es anders und deshalb folgt(e) meiner gestrigen Brötzmann - Maâlem Moukhtar Gania - Drake nochmal etwas mit afrikanischem Einfluss:

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William Parker - Red Giraffe with Dreadlocks

Sangeeta Bandyopadhyay: voice, electronic shruti box
Mola Sylla: voice, m’bira, ngoni
Bill Cole: double-reed instruments
Rob Brown: alto saxophone
Klaas Hekman: bass saxophone, flute
Cooper-Moore: piano
William Parker: bass
Hamid Drake: drums

... neben Afrika wäre hier dann Hamid Drake das verbindende Element zur "The Catch of a Ghost", ABER eigentlich ist es was anderes: das Werk ist eine Gesamtkomposition über seine gesamte Länge von William Parker (den ich sehr schätze, den andere in manchen Einspielungen auch mal - wegen sturem Gezupfe - ersetzt sehen würden). Hier, eher Komponist und "Dirigent", eine stimmige musikalische Reise zu dem Kontinent "straight South",
erweitert durch eher fliessende Jazz-Arrangements .. kein Lärm, kein "Free" .. eher ein "Film", dessen Bilder sich der Hörer selbst ausmalen darf.

Und wenn es dann eh schon anders kommt als geplant, dann hat mir das gerade gut dazu gepasst


// Gruß
dietmar_
Inventar
#19701 erstellt: 28. Apr 2020, 23:02

wilder-Denker (Beitrag #19700) schrieb:

dietmar_ (Beitrag #19698) schrieb:

Evan Parker & Paul Lytton - collective calls (urban) (two microphones)
1972, Incus, 2002, psi

... ohaa, jetzt habe ich wirklich vieles der Beiden in meiner Sammlung, aber diese "Geburt einer Freundschaft" fehlt doch tatsächlich .. mal sehen, ob sich das irgendwie nachholen lässt

So ab 14 Euro + VK lässt sich die Lücke beheben, sagt meine sehr schnelle Recherche.
Mr._Lovegrove
Inventar
#19702 erstellt: 29. Apr 2020, 06:22
Für die Sammler unter euch, die noch Bedarf nach Miles Davis Metallboxen haben, gibt es die ab Freitag im Miles Davis Store nochmal in limitierter Auflage zu kaufen:
https://www.milesdavisstore.com/dept/the-complete-sessions?cp=99754_107908&fbclid=IwAR0AI-bBDriQke6PmM-faJZHZMTqg38HQMQZSheUXBGgMfaccMLV2Z3IR-A

Hier läuft gerade eine Jazzfusionscheibe, die eigentlich so gar nicht ihrem Aufnahmedatum entspricht:
jpc.de
Jeremy Steig
Wayfaring Stranger, 1970
Bass – Eddie Gomez
Drums – Don Alias
Flute – Jeremy Steig
Guitar – Sam Brown

Ganz im Gegensatz zu den Packen an düsteren und experimentierwütigen Jazzrockscheiben aus diesem Jahr präsentiert der Flötist Steig eine ganz ureigene Interpretation des Wortes Fusion.Er fährt eben keine Tonnen an Elektrik auf, sondern beschränkt sich auf eine Trio/Quartettbesetzung inkl. seines langjährigen Freundes und Partners Eddie Gomez am Bass. Steig, der in der Tat kaum 20 Platten zwischen 1964 und 1998 gemacht hat, verbindet eher Folk und Jazz als Rock und das selbige. Seine Flöte erklingt auch eher wie die des fremden Wandermannes aus dem Albumtitel, denn eines straighten Jazzers wie Frank Wess oder eines Rockers wie Ian Anderson. Dementsprechend rauh, roh und unbehandelt ist die Musik; direkt und spontan und ohne Firlefanz. Ich mag die Platte genau deshalb.
Und wer sich im Hip Hop etwas auskennt, der weiß, dass Jeremy Steig indirekt späten Ruhm erlangte, als die Beastie Boys sein Stück "Howlin´Judy" für ihren Klassiker "Sure Shot" sampelten.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 29. Apr 2020, 12:48 bearbeitet]
HansFehr
Inventar
#19703 erstellt: 29. Apr 2020, 08:55
Stark, Mr. Lovegrove.

Die habe ich gerade gestreamt. Kurz vorher hörte ich bei Radio BR-Klassik ein Flötenkonzert von Carl Emanuel Philipp Bach. Passt auch.

Der Tag fängt gut an.
wilder-Denker
Stammgast
#19704 erstellt: 29. Apr 2020, 09:20

Mr._Lovegrove (Beitrag #19702) schrieb:

Und wer sich im Hip Hop etwas auskennt, der weiß, dass Jeremy Steig indirekt späten Ruhm erlangte, als die Beastie Boys sein Stück "Howlin´Judy" für ihren Klassiker "Sure Shot" sampelten.


... cool, die Beastie Boys gehörten früher mal eine zeitlang zu meinem täglichen Repertoire. Tatsächlich hatte ich mich seinerzeit auch gefragt woher der Flötenpart auf Sure Shot stammt .. unwissend hatte ich immer auf etwas von Herbie Mann getippt, wurde aber nicht fündig. Jetzt, ganz spät, hast du das Rätsel für mich gelöst .. man lernt tatsächlich nie aus. Danke dafür

// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 29. Apr 2020, 09:21 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#19705 erstellt: 01. Mai 2020, 16:20
Gestern Abend Jazz-Film (mit Musik): Lee Morgan - I Called Him Morgan (2017). Ein schwedischer Film über die Umstände, die zum gewaltsamen Tod des Trompeters 1972 mit nur 33 Jahren führte. Seine Frau, die ihn im Affekt in einem New-Yorker-Jazz-Club erschoss, hat kurz vor ihrem eigenen Tod 1996 noch ein Interview über den Hergang gegeben, auf das der Film aufbaut. Natürlich lässt sich die Bluttat nicht leugnen, und das bereut Helen Morgan auch, aber sie erläutert, dass sie den schwer heroinabhängigen und völlig abgebrannten Morgan Ende der Sechziger buchstäblich aus der Gosse rettete und bis 1972 mit ihrem Geld und viel Zuwendung wieder zu einem respektablen Musiker aufbaute. Das dankte ihr Morgan damit, dass er, kaum dass er wieder etwas Oberwasser hatte, ziemlich unverhohlen ein Verhältnis mit einer jüngeren Frau begann, wegen der er Helen verlassen wollte. Man hat förmlich ein wenig Verständnis für Helen ... Zahlreiche Musiker, die mit Morgan gearbeitet haben (Wayne Shorter, Jimye Merritt, Bennie Maupin etc.) und im Falle Merritt's sogar Zeuge der Tat waren, äussern sich und bestätigen die Umstände. Ich finde den Film sehenswert, wenngleich er schon sehr auf die Bluttat abzielt und man sonst nicht viel von Lee Morgan erfährt. Gibt's bei Netflix.

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Fischers_Fritze
Inventar
#19706 erstellt: 01. Mai 2020, 16:45
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Isao Suzuki Trio / Quartet - Blow Up

Gestern endlich eingetroffen - der japanische Händler hatte angeblich Probleme, die CD vom Großhändler bzw. Verlag zu bekommen, bietet aber bei ebay immer 8-10 dieser CDs als „verfügbar“ an. Egal.

Jetzt ist das gute Stück hier und ich habe die Erstlauschung auf den Feiertag geschoben.

Abgesehen vom Eröffnungsstück traditioneller Piano-Jazz ganz nach meinem Geschmack. Wobei Track 1 „Aqua Marine“ mir ebenfalls sehr gut gefällt, dieser hat aber einen anderen Sound. Mit viel Percussion, Glöckchen, gestrichenem Bass (oder Cello?), schöner Soundteppich. Wirklich klasse, stilistisch aber eben stark unterschiedlich zum Rest der Scheibe.

Das Warten auf die Lieferung hat sich gelohnt. Eine weitere großartige TBM CD.
arnaoutchot
Moderator
#19707 erstellt: 01. Mai 2020, 17:12
Gratulation zu der schönen Platte ! Lass mich raten, der Lieferant war discsjapan ? Jedenfalls kenne ich das Gebaren von denen so. Lustig wird es, wenn Du mehrere Sachen bestellst, von denen einige auf Lager sind und andere noch beschafft werden müssen. Bis die Nachbestellungen da sind, sind oft die gelagerten CDs schon wieder weg ...
Fischers_Fritze
Inventar
#19708 erstellt: 01. Mai 2020, 17:58
Nein, es war der ebay-Verkäufer "ftfym65" - Maximum Rare Records And CDs Japan

Aber wie gesagt, die Qualität der Scheibe entschädigt für die Wartezeit seit dem 21.03.2020 (Bestelldatum).
Mr._Lovegrove
Inventar
#19709 erstellt: 01. Mai 2020, 18:09
5 Wochen Wartezeit ist zwar nicht schön, aber ich habe bei jpc mal knapp 3 Monate auf David Friesens "Star Dance" gewartet. Aber das war es wert.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 01. Mai 2020, 18:09 bearbeitet]
Fischers_Fritze
Inventar
#19710 erstellt: 01. Mai 2020, 18:41
Wartezeit ist per se nicht schlimm. Wenn der Verkäufer aber behauptet, es habe das Zeug auf Lager, sich nach der Bestellung und Bezahlung 1 Monat lang gar nicht räuspert und dann erst auf meine Nachfrage nach einem Monat zugibt, dass er die Ware gar nicht auf Lager hat - dann ärgert mich das.

Und jetzt kommt zusätzlich noch meine „Verschwörungstheorie“.

In der Transaktion wurde für 5 US-$ vereinbart „Standardversand international“. Ich habe am 20.04. nachgefragt, Antwort am 21.04. „sorry nicht auf Lager, wir bemühen uns ...“ und am 30.04. ist die CD plötzlich hier. Neun Tage - das entspricht nach meiner Erfahrung ziemlich genau der Dauer für einen Standard-Versand aus Japan. Kann schneller gegen, tut es aber meistens nicht.

Da liegt doch der Verdacht nahe, dass die bei der Abarbeitung der Bestellungen rumschlampen, dass die CD vielleicht doch schon längst auf Lager war und der Versand „wie durch Zauberhand“ direkt nach meiner Nachfrage erfolgte.

Könnte so gewesen sein. Muss aber nicht. Aber vielleicht doch


[Beitrag von Fischers_Fritze am 01. Mai 2020, 18:42 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#19711 erstellt: 02. Mai 2020, 21:17


Wynton Marsalis ‎– Live At The House Of Tribes

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wilder-Denker
Stammgast
#19712 erstellt: 03. Mai 2020, 20:48

arnaoutchot (Beitrag #19688) schrieb:

Peter Brötzmann (as, ts, cl, tarogato), Michiyo Yagi (17 & 21-string koto), Paal Nilssen-Love (dr, perc) - Volda - Live at ROKKEN, Volda, Norway, April 12, 2008[/b].

Faszinierend sind die im Trio wechselnden Konstellationen zwischen den dreien, vor allem Michiyo in den ruhigeren Momenten mit Brö's Hörnern oder im perkussiven Dialog mit PNL. Natürlich ist das Trio eine aussergewöhnliche Kombination, aber es ist faszinierend, welch unerhörte Sounds sich daraus ergeben !


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... nach ein paar musikfreien Tagen, jetzt endlich dazu gekommen meiner eigenen Empfehlung zu folgen

Ich bin gerade im zweiten Durchlauf und ich bin einerseits überwältigt von der Komplexität der drei "Freien" hier .. keine(r) steht hier hintenan, das ist ein sehr dichtes Miteinander. Ein Bollwerk für Freunde der improvisierten Musik, welches u.a. durch Brötzmann (gerade auch an Klarinette / Torogato) und im Besonderen durch Michiyo Yagi an den Kotos mich vollkommen in den Bann zieht .. eine Session, der ich sehr gerne live beigewohnt hätte, denn neben dem reinen Hören hätte ich gerade hier auch gerne dem Wirken von Frau Yagi zugeschaut ... sehr faszinierend, ich hätte gerne mehr davon

// Gruß
arnaoutchot
Moderator
#19713 erstellt: 03. Mai 2020, 20:55
Freut mich, dass es Dir gefällt und dass Du es ebenso hörst. Die Head On, die ich oben gezeigt habe, kennst Du sicherlich ?
wilder-Denker
Stammgast
#19714 erstellt: 03. Mai 2020, 21:13
@Michael:

... leider nicht, die "Head On" scheint mir ebenso schwer zu beschaffen sein wie die "Volda"

// Gruß
vampula
Stammgast
#19715 erstellt: 04. Mai 2020, 17:08
sorry aber nicht das ich ich was gegen das Freidenkertum was habe(wird aber auffälig), mal wieder ein alter Kumpel in der CD Lade.Lange nicht mehr reingemacht,aber holla,war glaube ich so um 1997.

OIP
vampula
Stammgast
#19716 erstellt: 04. Mai 2020, 18:17
und jetzt noch eine Scheibe(CD) die, glaube ich,nicht so bekannt ist von diesem wunderbaren Bassisten.
s-l400
ich spare mir irgendwelche Aussagen über meine vorgestellten Scheiben.
Als ehemaliger Musikant ist es auch besser so
Mr._Lovegrove
Inventar
#19717 erstellt: 04. Mai 2020, 18:22
Aber du könntest allen und der SuFu den Gefallen tun, Interpret und Albumtitel drunter zu schreiben.
vampula
Stammgast
#19718 erstellt: 04. Mai 2020, 18:42
sorry,klar
aber irgendwie ist es doch ersichtlich um wenn es geht
etwas aus Discogs zu kopiern damit auch jedes Detail da steht, ist doch auch blöde.
Der tread geht doch um was ihr gerade lauscht und nicht um Textzeile zu Textzeile irgendwelche Interpretation warum mir die Tröte nicht gefällt oder ich habe sowiso was gegen den Barden.Besser wäre es doch ganz einfach zu sagen gefällt mir oder nicht.
Wenn einer seine puren Emotionen freien Lauf geben will warum nicht,aber bitte keine Fachsimpelei.
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